02.08.11
Sie richten und messen, prangern an und verurteilen, hetzen und diffamieren, und das alles nur, um sich selbst zu profilieren. Dabei wird jedes ersonnene Argument wie auf einem Marktplatz feilgeboten im Run des Spektakels, während eine erstaunte Zuhörer- und Leserschaft nicht schnell genug folgen kann, weil Geschehenes seine Zeit der Verarbeitung braucht. In der Welt der Sensationen, der Superlative bleibt die Menschlichkeit immer mehr auf der Strecke, Hauptsache man hat sich geäußert, sich Luft gemacht, ohne zu bedenken, wie komplex kompliziert Zusammenhänge eigentlich sich gestalten. Es wird nicht mehr differenziert, sondern viel eher phrasenhaft vorschnell verurteilt, sind doch die ewig gestrigen Mitläufer geblieben, weil es so schön bequem ist, keine Meinung zu haben, sondern sich ergebend zu fügen im Kollektiv.











