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Articles tagged with: illusion

Verfasst von: admin am September 15, 2010 Kein Kommentar

15.09.10

Blickt man einmal etwas genauer hinter den Vorhag der Gesellschaft, so stellt sich einem die Frage: Was ist real und was Illusion? Ja, wir leben, wir sprechen miteinander, wir lachen uns an oder ertrinken in Selbstzweifel, in einem Meer bestehend aus Angst und Neid. Kommt man dann als Beobachter auf die Idee zu behaupten, dass der Mensch sich vom eigentlichen Lebenskreislauf entfernt hat und ein natürliches Glück nicht mehr vorhanden ist, wird man nicht selten ironisch belächelt. Schnell werden stumme Stimmen plötzlich laut und sagen: Ich habe doch erst meinen wundervollen Urlaub hinter mir, fahre ein schönes Auto, gehe jedes Wochenende aus. Nicht verwunderlich, denn wer als geistiger Sklave seiner Selbst lebt, wird immer genau das denken und tun, was er denken und tun soll. Unser Dasein scheint real zu sein, wir sind umgeben von vielen Emotionen, Einflüssen und glauben steuern zu können, was uns allgegenwärtig umgibt. Tatsächlich ist es aber wie ein Käfig für den Verstand, denn fast alles was uns allgegenwärtig umgibt, lenkt uns von unserem eigentlichen Dasein ab, und das, was es nicht tut, was wegweisend ist, wird abgelehnt.

Verfasst von: admin am Dezember 12, 2009 Kein Kommentar

12.12.09

Langsam aber sicher fallen die Masken der doch so wohlerzogenen Gesellschaft, und man kann wunderbar erkennen, auf welcher Ebene sich die “Schar der Narren” verlaufen hat. Nicht wundersam, denn schon viel zu lange wurde gespielt und immer wieder die Neustarttaste gedrückt: dass bei jedem Spiel aber irgendwann dann doch mal das „Game Over“ an der Tür klopft, ist nun wirklich eine alte und bekannte Tatsache. Schließlich beinhaltet ein jeder Neustart auch einen Verlust. Anhand eines Computerspiels lässt sich das am besten nachvollziehen. Sobald man alles verloren hat, kann man Neustart drücken, bei manchen Games. Der Verlust bleibt aber und ist im eigentlichen Sinne nicht Rückgängig zu machen, und daher sorgt das Wortgeflecht „Neustart“ für einen Irrgedanken in uns Menschen. Ist dies doch im Grunde ein wunderbares Beispiel, wie wirkungsvoll einzelne Worte doch sein können.

Verfasst von: admin am November 7, 2009 Kein Kommentar

07.11.09

Immer häufiger kommt es inzwischen vor, dass etablierte Medien das Konzept eines neuen Gesellschaftsspiels umsetzen und dabei noch weniger auf die Humanität achten, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Die Zahlen müssen stimmen, und dafür wird dann auch schon mal der „arme“ Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Je schlimmer das Schicksal, desto höher sind die Einschaltquoten. So kann das Theaterspiel seinen Lauf nehmen, und Menschen lassen sich von Schicksalsgeschichten unterhalten, obwohl sie selber davon betroffen sind. Im Anschluss solcher Sendungen wird dann wieder diskutiert und sich zum Teil auch noch aufgeregt, über diese Ausstrahlung: nur merkt kaum jemand, dass er trotzdem eine unterstützende Basis dieser Sendung war, denn er hat diese ja ebenfalls gesehen und somit die Quote nach oben getrieben. Das Ganze erinnert immer mehr an einen dunklen Schleier, welcher sich so tief über die Bühne der Narren gelegt hat, dass man nicht mehr erkennen kann, wer sich hinter diesen ganzen Masken eigentlich verbirgt. Es würde auch kaum ein Mensch sehen wollen, denn dann müsste dieser erkennen, was für ein Illusionsmärchen um ihn herum existierte, und das man ihn zum ungewollten Darsteller dieses Märchens gemacht hat.

Verfasst von: admin am Oktober 27, 2009 Kein Kommentar

27.10.09

Fast täglich werden wir mit neuen Nachrichten überhäuft, welche uns einen Einblick in die Politik des Berliner Staatstheaters gewähren sollen, zumindest in einem vorgeschriebenen Rahmen. Eine Meldung gleicht der anderen, und arrangierte Reporter, welche noch Wert auf eine ordentliche Berichterstattung legen, werden in die stille Ecke gestellt von Vorgesetzen und Politikern. Selbst den Berliner Handwerkern war jedoch klar, dass sich die Presse im Bezug auf das Narrenschiff nicht dauerhaft in die bewusste Irre führen lässt, und so gibt man während den Koalitionsverhandlungen kaum noch Informationen raus. Ist es den Gesellen wohl doch zu anstrengend geworden, immer darauf zu achten, dass die gesamte Presse auch schön nach vorgelegtem Konzept arbeitet. Verübeln kann man es ihnen nicht, sind auch diese Schauspieler im Berliner Staatstheater nur Menschen und müssen so eine schwere Last auf ihren doch so schwachen Schultern tragen. Was also liegt da näher, als die Last auf den Schultern der Marionetten des täglichen Lebens abzulagern? Nichts, und zeitsparend ist es auch noch.

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