05.01.11
Das Jahr 2010 zog unauffällig an die Bürger des Landes vorbei. Beobachter am Wegesrand spürten deutlich, dass ein Großteil der Bevölkerung wieder einmal so sehr an der Oberfläche lebte, dass kein intensiver Lebensfluss erkennbar war. Eine Gesellschaft lebend in Trance. Verwunderlich ist es daher auch nicht, dass sich politisch nichts bewegte, denn die Menschheit ist an einem Punkt angelangt, wo es nichts Neues mehr geben kann, sondern erstmal das Vorhandene verstanden werden muss. Der Umgang mit der Erkenntnis ist zwingend notwendig, will man den Staat nicht endgültig gegen eine Wand fahren. Während es in Europa unruhiger wurde, der soziale Widerstand Gestalt annahm, gab es in Deutschland zwischen Stuttgart 21 und Castor-Transport nicht wirklich nennenswerte Aktionen. Immer wieder verbreiteten Denunzianten die altbewährte Saat, genannt Misstrauen, so dass kein zwischenmenschliches Vertrauen aufgebaut werden konnte, was aber dringend erforderlich wäre, wenn man im sozialen Sinne etwas bewegen möchte. Sozialsysteme fallen oder stehen durch das Handeln der Gesamtheit.










