28.01.12
Es war schon peinlich genug, daß landauf, landab immer wieder in den letzten Jahren die Forderung nach längerer Arbeitszeit seitens gewisser Politiker und Arbeitgeber in dem Raum stand. Doch unlängst kritisierte die Weltbank die geringe Lebensarbeitszeit. Weiterhin wird am Wachstum festgehalten, obwohl längst klar sein müßte, daß genau diese Erwartung eben nicht erfüllt werden kann. Und um den Touch von einer größeren Seriosität zu vermitteln, wird erneut der Ruf nach Maßstäben der Neidfaktoren lauthals verkündet, wer keine Arbeit habe, würde sogar relativ großzügig behandelt, auch sei es leicht, in Rente zu gehen. Klar doch, wenn europäische Länder nach jahrzehntelangem Kampf es endlich geschafft haben, soziale Standards und einen gerechten Wohlstand aufzubauen, muß nunmehr dieser in Frage gestellt werden, weil man nonchalant diese mit der restlichen Welt vergleicht. Obwohl just genau diese sozialen Errungenschaften ohnehin stetig flöten gehen, denken wir nur an die menschenverachtende Hartz-IV-Gesetzgebung in Deutschland. Was treibt eine Weltbank an, dermaßen unprofessionell vorzugehen?










