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	<title>Buergerstimme - Journalismus Direkt und Ehrlich</title>
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		<title>Zeitarbeit &#8211; Zukunft auf Raten</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 15:30:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[19.03.10

Die Zahl der Menschen, welche in diesem Staat noch vern&#252;nftig leben k&#246;nnen, geht weiter in den Keller. Was anfangs noch ein Randph&#228;nomen war und nur einige gesellschaftliche Gruppen betraf, hat sich nun zu einem &#8220;Fl&#228;chenbrand&#8221; ausgeweitet: entstehende und lang anhaltende Armut. In einer Industrienation wie die unsere d&#252;rfte es einen solch massiven Einbruch des sozialen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left" style="float:none;padding:0px 5px 5px 0px;"><a name="fb_share" type="button" share_url="http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-03/zeitarbeit-zukunft-auf-raten/"></a></div><p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">19.03.10<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Die Zahl der Menschen, welche in diesem Staat noch vern&#252;nftig leben k&#246;nnen, geht weiter in den Keller. Was anfangs noch ein Randph&#228;nomen war und nur einige gesellschaftliche Gruppen betraf, hat sich nun zu einem &#8220;Fl&#228;chenbrand&#8221; ausgeweitet: entstehende und lang anhaltende Armut. In einer Industrienation wie die unsere d&#252;rfte es einen solch massiven Einbruch des sozialen Gef&#252;ges nicht geben, und dennoch versucht man diesen bewusst herbeigef&#252;hrten Negativtrend durch die k&#252;nstlich erschaffene Krise zu rechtfertigen. Eines der Hauptursachen f&#252;r die Entstehung der Gesellschaftsarmut sind die zunehmenden Zeitarbeitsvertr&#228;ge und das daraus resultierende Lohndumping. Betroffen sind hier alle Generationen, aber besonders &#8220;schwer&#8221; trifft es den beruflichen Nachwuchs &#8211; junge Menschen, die eigentlich ihre Zukunft langfristig planen wollen, auch in Bezug auf das famili&#228;re Leben. Dies ist jedoch unm&#246;glich geworden, da verantwortliche Personen aus Wirtschaft und Politik lieber pokern, anstatt einen konstruktiven Wandel im Sinne der Armutseind&#228;mmung, bzw. Verhinderung zu erm&#246;glichen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Die Wolken besonders schwarz &#8211; Jugend ohne Perspektive</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Das beste Beispiel f&#252;r diese Entwicklung ist bei unserer Jugend zu finden. Seit einigen Jahren ist es fast unm&#246;glich mit einem normalen Bildungsabschluss einen Ausbildungsplatz zu finden, denn die Elitewirtschaft fordert eine &#220;berqualifizierung, und wenn diese erreicht wurde, fehlt den meisten Arbeitgebern auf einmal die Erfahrung, welche sich realistisch gesehen erst aus dem aktiven Berufsleben heraus entwickeln kann. Egal wo junge Menschen auf Verst&#228;ndnis hoffen, treffen sie meist nur auf K&#228;lte und Ablehnung, denn selbst Eltern verwechseln oftmals <em>ihre</em> Zeit mit der heutigen. Junge Menschen m&#252;ssen sich heute ganz anders behaupten, und es z&#228;hlen eben nicht mehr nur Ehrgeiz, Flei&#223; und Ideen. Jenes &#8220;Vitamin B&#8221; Konstrukt, in welchem wir heute leben, verhindert bewusst, dass junge Menschen Fu&#223; fassen k&#246;nnen in der Berufswelt, denn diese ist nur noch f&#252;r den Nachwuchs der Eliten reserviert.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Bei Neueinstellungen ist der allgemeine Anteil der befristeten Arbeitsvertr&#228;ge von 32 Prozent im Jahr 2001 auf 47 Prozent im ersten Halbjahr 2009 angestiegen. Fast 50 Prozent aller neu eingestellten Arbeitnehmer m&#252;ssen es sich also gefallen lassen, dass Unternehmen dies als verl&#228;ngerte Probezeit ansehen, um flexibel zu bleiben. Hier fordert man etwas von Menschen, was jeglicher Realit&#228;t widerspricht, denn Qualit&#228;t, Verbesserung der Gesamtproduktivit&#228;t kann nur entstehen, wenn Arbeitnehmer auch etwas langfristiger ihre Zukunft planen k&#246;nnen und daf&#252;r auch anst&#228;ndig entlohnt werden. Deutschland ist eine Industrienation, und gerade deshalb sollten sich Politiker sch&#228;men, dass wir &#252;berhaupt &#252;ber solche Probleme sprechen m&#252;ssen. Die Entwicklung ist schon seit vielen Jahren bekannt, so das man h&#228;tte humane L&#246;sungen finden k&#246;nnen &#8211; doch diese jetzige Strategie der Hauptdarsteller im Berliner &#8220;M&#228;rchenhaus&#8221; wirkt eher wie ein Ausverkauf, eine Zitrone, aus der man den letzten Saft &#8220;presst&#8221;, um noch einen &#8220;Gewinn&#8221; erzielen zu k&#246;nnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">In Bezug auf die gesamte Zahl aller Arbeitnehmer, nicht nur der Neueinstellungen, befanden sich bereits 2008 rund 2,7 Millionen Arbeitnehmer in einem Zeitarbeitsverh&#228;ltnis. Also ganze 8,9 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen wissen nicht, was morgen ist und m&#252;ssen meist noch einen sehr geringen Lohn in Kauf nehmen. Die Meisten von ihnen sind junge Menschen, die ihr Leben nur noch nach dem n&#228;chsten Job, nach dem Moment ausrichten k&#246;nnen, und genau so etwas hat f&#252;r Staat, Wirtschaft und auch f&#252;r den menschlichen Kreislauf keine Zukunft.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Wo f&#252;hrt der Weg hin?</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Hohe Arbeitslosigkeit, Menschen die arbeiten und nicht genug zum Leben haben, eine in sich einbrechende Gesundheitspolitik, fast 10 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen, bei denen auch t&#228;glich die Angst der Arbeitslosigkeit an der T&#252;r klopft und eine heranwachsende Generation, die Verantwortung &#252;bernehmen will, aber dies nicht darf, da jegliche Ideen und Visionen bereits im Ansatz zerst&#246;rt werden. Mit st&#252;rmischen Atem blickt man hinter diesen Nebelschleier und kann eine Gestalt im dunklen Mantel erkennen, der jegliche humane und demokratische Werte zu Grabe getragen hat. Man setzt auf die &#8220;Jugend&#8221;, gibt dieser aber keine faire M&#246;glichkeit der freien Entwicklung, sondern belagert sie mir Vorurteilen, die aus dem gesch&#252;rten Generationskonflikt heraus entstanden sind, von dem niemand wei&#223;, wie dieser &#252;berhaupt entstanden ist. Es gab mal eine Zeit, da konnten sich Menschen entwickeln, weil alles zerst&#246;rt war, doch daraus entstand nur noch ein reiner Funktionsmechanismus, und nichts ist schlimmer f&#252;r Menschen, als ein solch stumpfer Rhythmus, resultierend aus der dunklen Helligkeit des Gesellschaftskreislaufes. Immer wieder bekommt man als freier Denker den Eindruck vermittelt, dass im menschlichen Dasein erst etwas zerst&#246;rt werden muss, bevor die erstarrte, treibende Masse den Gedanken der Vernunft, der Individualit&#228;t und der Kreativit&#228;t wieder findet.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ich schlie&#223;e mit einem eigenen Zitat:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Momente im Leben m&#252;ssen nicht zu unserem Schicksal werden, wenn der Mensch lernt nicht immer auf den Endpunkt zu beharren und zu handeln, bevor das Grau im Leben die Oberhand gewinnen kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ihr</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Joachim Sondern</span></p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.buergerstimme.com%2FDesign2%2F2010-03%2Fzeitarbeit-zukunft-auf-raten%2F'; szt='Zeitarbeit+-+Zukunft+auf+Raten';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/49/9e/widget_499e5dd6658b1b86749e5ea6ada4e32d.js"></script></div>]]></content:encoded>
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		<title>Rentner &#8211; staatliche Armutsgarantie ist sicher</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 05:00:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[18.03.10
Wie stark ein Staat in Wirklichkeit ist, kann man immer am besten daran erkennen, wie sich dieser um den Nachwuchs und um die alte Generation k&#252;mmert. Durchaus ist es daher also auch nicht schwierig zu erkennen, dass dieses System sich so sehr verlaufen hat im ewigen Garten der Freude, dass hier keine St&#228;rken mehr zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left" style="float:none;padding:0px 5px 5px 0px;"><a name="fb_share" type="button" share_url="http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-03/rentner-staatliche-armutsgarantie-ist-sicher/"></a></div><p style="text-align: justify;">18.03.10</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wie stark ein Staat in Wirklichkeit ist, kann man immer am besten daran erkennen, wie sich dieser um den Nachwuchs und um die alte Generation k&#252;mmert. Durchaus ist es daher also auch nicht schwierig zu erkennen, dass dieses System sich so sehr verlaufen hat im ewigen Garten der Freude, dass hier keine St&#228;rken mehr zu erkennen sind &#8211; f&#252;r die Alten und unsere Jugend tut man n&#228;mlich seit geraumer Zeit kaum noch etwas, au&#223;er die Gesamtsituation dramatisch zu verschlechtern. Mit welch einer antihumanen und unvern&#252;nftigen H&#228;rte der Staat jene Menschen behandelt, welche f&#252;r unser aller Zukunft stehen oder in der Vergangenheit bereits vieles geleistet haben, ist unverantwortlich und durch nichts zu rechtfertigen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Im guten Glauben immer mehr Leistung erbracht</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">&#196;ltere Menschen wollen berechtigterweise einen ruhigen Altersabend verleben, denn daf&#252;r haben sie gearbeitet, Lasten auf sich getragen und dieses Sozialsystem eigens aufgebaut. Von Sicherheit ist jedoch so gar nichts zu sehen oder zu sp&#252;ren, und so haben alte Leute immer noch mit Problemen zu k&#228;mpfen und m&#252;ssen sich im Alter mit &#8220;Armut&#8221; abfinden, was wiederum zu einer negativen Gesundheitsentwicklung f&#252;hrt, da die menschliche Seele gerade im Alter Ruhe und Freude ben&#246;tigt, um Energien an den K&#246;rper weitergeben zu k&#246;nnen. Immer mehr Leistung haben sie erbracht, wenn es von ihnen gefordert wurde und die Entscheidungen des Systems stets geduldig hingenommen. Nun f&#228;llt man ihnen in den R&#252;cken, zeigt seitens der Regierung, dass dies alles nur hohle Phrasen sind. Finanzielle Belastung und Mehrkosten erzeugt der Staat lediglich selber und macht aus der Rentenvorsorge ein Kapitalgesch&#228;ft. Gesundheitskosten steigen, da alte Menschen diesen Ballast im Alter nicht mehr tragen k&#246;nnen, aber m&#252;ssen, und oftmals sterben Menschen genau  durch diesen &#8220;gewollten&#8221; Druck auch fr&#252;her. Kaum ein Rentner kann ann&#228;hrend das aussch&#246;pfen, was er eingezahlt hat, und doch sprechen die Berliner Staatsschauspieler von einem Verlust oder einem finanziellen Loch in der Rentenkasse, welches kaum tragbar ist. Unsere Finanzakrobaten scheinen ganz einfache Grundregeln der Wirtschaft nicht zu beherrschen und bringen uns alle dadurch in Bedr&#228;ngnis, dass sie vorhandene Gelder f&#252;r fremde Zwecke einsetzen: f&#252;r die Krise musste prim&#228;r der Steuerzahler herhalten, und in der sekund&#228;ren Stagnierungsphase muss nun auch die Rentengeneration dran glauben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>2010 keine Erh&#246;hung &#8211; K&#252;rzung durch Rentenausfallgarantie verhindert?</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Als Propagandawerkzeug nutzt man nun wieder die unter der gro&#223;en Koalition verabschiedete Rentengarantie aus dem Jahre 2008 und br&#252;stet sich damit, dass Rentner keine K&#252;rzung erwartet, obwohl es eigentlich zu einer solchen gekommen w&#228;re. Die Rentenversicherung w&#252;rde dadurch in diesem Jahr durch 900 Millionen Euro belastet. Stellt man nun aber mal ganz simpel eine kleine Formel auf, in welcher Sterberate, eingezahlte Betr&#228;ge und der Faktor der Anlage ber&#252;cksichtigt werden, so ist bereits ohne konkrete Zahlen absehbar, dass es einen &#8220;&#220;berschuss&#8221; geben m&#252;sste &#8211; trotzdem spricht der Staat von Verlusten. Ein merkw&#252;rdiges Ph&#228;nomen, welches zu der Fragestellung verleitet: was hat man mit den Geldern gemacht? Konsequent betrachtet h&#228;tte man diese anlegen m&#252;ssen, um Menschen ein im Alter menschenw&#252;rdiges und ruhiges Leben zu erm&#246;glichen. Einzahlungen dieser Art hat der Staat als sichere Sparanlagen zu verwalten &#8211; hier besteht ein Verwendungszweck, an welchem der Staat gebunden ist.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Auch ist dieser &#8220;Schutz&#8221; nur Augenauswischerei, denn aus der N&#228;he betrachtet macht man im sp&#228;teren Verlauf von einer K&#252;rzung Gebrauch. Wenn im Jahr 2012 z.B. eine Erh&#246;hung um 1% m&#246;glich w&#228;re, wird man die Rente nur um 0,5% erh&#246;hen und die restlichen 50% zum angeblichen Ausgleich einbehalten. In der ersten Instanz schafft man also einen Grund, um ein &#8220;Loch&#8221; zu rechtfertigen und stellt sich positiv dar, und in der zweiten Instanz geht man durch die Hintert&#252;r wieder an die Niere der alten Generation, in der Hoffnung verweilend, dass diese das nicht merkt und im Glauben, dass alte Menschen kaum Wege haben sich zu wehren, denn der Generationenkonflikt wurde sorgf&#228;ltig &#252;ber Jahrzehnte lang ges&#228;t.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Lohndumping und Zeitarbeit &#8211; Arbeitswelt wurde zerst&#246;rt</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Dieses ganze erzeugte Theater wird noch mit einem weiteren Schatten &#252;berzogen, denn blickt man auf die heutige Arbeitswelt, so ist kaum noch von Bestand und Sicherheit die Rede. Durch die Weltwirtschaftskrise hatte man einen Deckmantel gefunden, unter welchem sich Zeitarbeit und Lohndumping wunderbar rechtfertigen lassen. Unsere soziale Berufswelt, so wie wir sie kennen, wird es bald nicht mehr geben und somit auch kein staatliches Rentensystem. Was jetzt auf einer wackligen Art und Weise halbwegs aufrechterhalten wird, verschwindet von Generation zu Generation immer mehr, da man diese sensibilisiert f&#252;r die private Vorsorge &#8211; wohl wissend, dass die Verantwortlichen sich voll und ganz dar&#252;ber im Klaren sind, dass dies im Kontrast gesehen eigentlich eine &#8220;kriminelle&#8221; Handlung ist, da die Pflicht in der Erhaltung des staatlichen Rentensystems besteht und nicht ge&#228;ndert werden kann. Leider konnten sich die Darsteller im Staatstheater Berlin genug Hintert&#252;ren und Wege aufbauen, bedingt durch das politische Desinteresse der Masse. Ignoranz war schon immer ein schlechter Ratgeber, und in Zeiten des politischen Chaos kann diese sogar zu einem Sarg werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Jugend ohne Mut &#8211; was wird mit ihr, wenn man jetzt schon solche Probleme hat?</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wen wundert es noch, dass in einem solchen Kreislauf der ewigen D&#252;rre die Jugend keinen Mut mehr fasst zur Initiative? Politiker verbauen ihnen jegliche Chancen, und auch das Gesellschaftsleben beraubt sie jeglicher Visionen und Tr&#228;ume, die diese Welt positiv beeinflussen k&#246;nnten. Das Potenzial, welches n&#246;tig ist, wird innerhalb dieses prek&#228;ren Kreislaufs also bereits in der Entstehungsphase unterbunden. Junge Menschen sehen doch, dass trotz Leistung keine Art der Sicherheit mehr gegeben ist, was diese in zwei verschiedene &#8220;Gruppen&#8221; spaltet: die einen werden gewissenlos und sind bereit sich an der Armut der anderen Menschen zu bereichern, wenn sie die M&#246;glichkeit dazu erhalten, und die Anderen haben ein Gewissen, tragen jede auferlegte Last, riskieren damit ihre Gesundheit und haben im Alter gar nichts mehr. Hier wurde somit ein Gewinner- und Verliererkreislauf inszeniert, den es nach den Regeln des nat&#252;rlichen Kreislaufs nicht gibt, da ein solches &#8220;Klassifizierungsdenken&#8221; immer nur auf der Basis eines Zerst&#246;rungsgedankens aufgebaut ist, niemals jedoch konstruktiv sein kann, egal aus welcher Perspektive das Ganze betrachtet wird.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ich schlie&#223;e mit einem eigenen Zitat:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">In der Aufschl&#252;sselung des Basis-Prozesses liegt die Erkenntnis, welche in der Lage dazu ist, das &#220;bel der Gesamtheit in einen konstruktiven und positiven Prozess zu wandeln, ohne das es einen intensiven Kraftaktes bedarf.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ihr</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Joachim Sondern</span></p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.buergerstimme.com%2FDesign2%2F2010-03%2Frentner-staatliche-armutsgarantie-ist-sicher%2F'; szt='Rentner+-+staatliche+Armutsgarantie+ist+sicher';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/49/9e/widget_499e5dd6658b1b86749e5ea6ada4e32d.js"></script></div>]]></content:encoded>
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		<title>Neue Strategie &#8211; SPD will punkten</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 05:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[16.03.10

Einst Sozialpartei Deutschlands entwickelte sich die SPD zu einer etablierten Altpartei, die mit &#8220;sozialen&#8221; Gedanken so gar nichts mehr gemein hat. Bedenkt man, dass diese Partei schlie&#223;lich auch die Hartz-IV Gesetzgebung in erster Linie mit zu verantworten hat, so ist der Fall der Partei in ein &#8220;neoliberales&#8221; Loch nicht mehr verwunderlich. Schon seit mehreren Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left" style="float:none;padding:0px 5px 5px 0px;"><a name="fb_share" type="button" share_url="http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-03/neue-strategie-spd-will-punkten/"></a></div><p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">16.03.10<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Einst Sozialpartei Deutschlands entwickelte sich die SPD zu einer etablierten Altpartei, die mit &#8220;sozialen&#8221; Gedanken so gar nichts mehr gemein hat. Bedenkt man, dass diese Partei schlie&#223;lich auch die Hartz-IV Gesetzgebung in erster Linie mit zu verantworten hat, so ist der Fall der Partei in ein &#8220;neoliberales&#8221; Loch nicht mehr verwunderlich. Schon seit mehreren Jahren befindet sich die SPD im freien Fall, da man selbst nach au&#223;en hin keine Einigkeit mehr darstellen kann &#8211; nicht verwunderlich bei den vielen Jahren des Maskenballs, denn irgendwann wird immer auch die letzte Maske entlarvt. Streitereien, Unzufriedenheit, Anbiederung an die Machtpolitik, genau dieses Bild haben die W&#228;hler vermittelt bekommen von der einstigen Arbeiterpartei.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Neuer Kurs, neue Maske &#8211; doch alles beim Alten?</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Nun m&#246;chte die SPD aber einen neuen, sozialpolitischen Kurs einschlagen, nach vollkommen neuem Konzept: man m&#246;chte mit den eigenen Hartz-IV Beschl&#252;ssen brechen und aufr&#228;umen in Bezug auf den sozialpolitischen Gedanken. In kleinen Schritten r&#252;ckt man von der</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Hartz-IV Reform ab, will 200.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen, Zeitarbeit st&#228;rker regulieren und sich daf&#252;r einsetzen, dass das Arbeitslosengeld I k&#252;nftig bis zu 24 Monate gezahlt wird, wenn der Erwerbslose an einer anspruchsvollen Ma&#223;nahme zur Berufsqualifizierung teilnimmt. Auch soll das Verm&#246;gen bis zu einem bestimmten Freibetrag nicht mehr angegeben werden m&#252;ssen, nur die Eink&#252;nfte aus diesem Verm&#246;gen w&#228;ren &#8220;meldepflichtig&#8221;, so die Partei.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Offen gesagt scheint man Angst zu haben, bei der Landtagswahl in NRW im Mai 2010 noch mehr Verluste hinnehmen zu  m&#252;ssen, denn dann w&#252;rde der Status als etablierte Partei in Frage gestellt, und zu viele Posten m&#252;sste man endg&#252;ltig hergeben. Die Landtagswahl in NRW ist gerade aus Sicht der SPD eine Schicksalswahl, die &#252;ber Gegenwart und Zukunft der gesamten Parteistruktur entscheiden wird. An den Aussagen ist bereits sehr fragw&#252;rdig, dass man das ALG I nur verl&#228;ngert, wenn die betreffende Person an einer anspruchsvollen Ma&#223;nahme zur Berufsqualifikation teilnimmt, denn wenn wir etwas haben in Deutschland, dann &#252;berqualifizierte Leute, die zum Teil Schlange stehen in den Arbeits&#228;mtern. Viele haben 2-3 Ausbildungen durchlebt oder eine Umschulung hinter sich und m&#252;ssen trotzdem im Armutshaus Hartz-IV leben.  Wieder mal gibt es keinen Bezug zur Realwirtschaft, so dass sich allein an dieser Tatsache die Frage auftut: wieder nur eine Wahlkampfstrategie, um den W&#228;hler bei Laune zu halten?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">In den weiteren Ausf&#252;hrungen spricht man von einem Mindestlohn von 8,50 Euro und davon, dass diese 200.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl&#228;tze haupts&#228;chlich f&#252;r Personen angedacht sind, die sonst keine berufliche Chance mehr h&#228;tten. Man gestehe sich zwar diese Korrekturen ein, steht aber grunds&#228;tzlich nach wie vor hinter der Hartz-IV Reform, und die Zusammenlegung im Jahr 2005 w&#228;re der richtige Schritt gewesen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Theaterspiel der Extraklasse &#8211; Kein Konzept nur Propaganda</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Im wahrsten Sinne des Wortes spielen die Parteien immer ein Theaterst&#252;ck vor der Wahl, dass man meinen k&#246;nnte, sie w&#252;rden in der ganzen Zeit nur daf&#252;r &#252;ben. Leider verstrickt sich die SPD auch hier wieder nur in Widerspr&#252;che, was gerade f&#252;r einige wirklich soziale Mitglieder traurig ist. Genau diese sollten aber ablassen von dem Denkmal der Vergangenheit, denn das, was die SPD einmal war, wird sie vermutlich nie wieder sein &#8211; die Zeit hat diese Partei drastisch ver&#228;ndert. Es ist offensichtlich, dass es &#8220;Parolen&#8221; sind, um W&#228;hler zu begeistern, nicht aber Konzepte, die wirklich Menschen aus der Not befreien k&#246;nnten. Dieser Mindestlohn w&#228;re zur heutigen Wirtschaft gesehen fast schon ein Witz, ganz zu schweigen davon, dass es an der Hartz-IV Gesetzgebung nichts zu verbessern gibt, sondern wir wieder zu dem alten Sozialsystem zur&#252;ckfinden m&#252;ssen. Unsere Gesellschaft war mal von einem sozialen Netz unterlegt, durch das keiner ins endg&#252;ltige, menschliche Abseits gefallen ist, doch genau das hat sich ge&#228;ndert.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Sozialpolitik muss bei einem neuen Bewusstsein anfangen und dazu geh&#246;rt, von alten, ausgelaugten Wegen endg&#252;ltig abzulassen und die soziale Gesetzgebung endlich den heutigen realen Bedingungen anzupassen. Zeitarbeit m&#252;sste es in unserem Land gar nicht geben, und wenn alle Bereiche gleicherma&#223;en bedeutsam w&#228;ren, w&#252;rde der Mensch auch nicht nur in eine Richtung &#8220;aufsteigen&#8221; wollen, w&#252;rde in der Vielfalt die Chance sehen, und zwar einen humanen Weg. Das Kategoriendenken ist eines der Hauptgr&#252;nde f&#252;r den Zusammenfall unseres sozialen Netzes, denn wo der Status &#252;ber alles gestellt wird, ist keine Gleichheit mehr vorhanden, und in der Ungleichheit liegt schon immer das eigentliche &#220;bel.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ihr</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Joachim Sondern</span></p>
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		<title>Missbrauch: Wer zahlt den Preis?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 05:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Themen]]></category>
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		<description><![CDATA[13.03.10
Liebe,
das am meist vergewaltigte Wort in unserem Sprachschatz.
Sexualit&#228;t wurde uns gegeben, wir d&#252;rfen sie auch leben. Vorausgesetzt die Beteiligten wollen es auch. Dies ist eine Grundvoraussetzung und sollte f&#252;r jeden oberste Priorit&#228;t haben.  Nicht das was man selbst m&#246;chte, sondern immer auch in Bereitschaft des Partners oder der Partner. Der Phantasie sind hier keine Grenzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left" style="float:none;padding:0px 5px 5px 0px;"><a name="fb_share" type="button" share_url="http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-03/missbrauch-wer-zahlt-den-preis/"></a></div><p style="text-align: justify;">13.03.10</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Liebe,</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">das am meist vergewaltigte Wort in unserem Sprachschatz.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Sexualit&#228;t wurde uns gegeben, wir d&#252;rfen sie auch leben. Vorausgesetzt die Beteiligten wollen es auch. Dies ist eine Grundvoraussetzung und sollte f&#252;r jeden oberste Priorit&#228;t haben.  Nicht das was man selbst m&#246;chte, sondern immer auch in Bereitschaft des Partners oder der Partner. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Dennoch, und hier wiederhole ich mich gerne: immer nur soweit es dem n&#228;chsten Beteiligten auch gef&#228;llt und Spa&#223; macht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Prostitution gibt es schon immer, ich m&#246;chte mich auch nicht zum Moralapostel aufschwingen, m&#246;chte nur etwas sensibilisieren. Prostituierte, die ihren Job freiwillig machen, ist die eine Sache, aber wie viele gibt es, die dazu gezwungen werden. Wer erkennt schon, ob es sich bei der Dienstleisterin um eine freiwillige Person handelt? Es gibt viele Wege, die zur Prostitution f&#252;hren, einer davon ist Geldnot. Es liegt nun bei den Betroffenen, sich daf&#252;r oder dagegen zu entscheiden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Man findet unter den Freiwilligen auch Frauen, die in jungen Jahren Opfer sexueller Gewalt wurden. Inwieweit das dann noch freiwillig ist, bleibt dahingestellt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><em>Sex sells</em> und der Handel bl&#252;ht. Und wie hoch ist der Preis?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Vor einigen Jahren gab es einen Bericht in dem Magazin „Mona Lisa“ &#252;ber M&#228;dchenh&#228;ndler. Hier wurden junge Frauen, M&#228;dchen mit sch&#246;nen Versprechungen gelockt. Vorzugsweise in L&#228;ndern, wo gro&#223;e Armut herrscht. Viele dieser Frauen kamen so an den damals gr&#246;&#223;ten Umschlagplatz, der sich in Athen befand. Ein M&#228;dchen musste pro Stunde 10 Freier bedienen, eine ganze Nacht lang. Konnte ein M&#228;dchen fliehen und wurde wieder gefangen, so wurde ihr vor den Augen der Anderen, die F&#252;&#223;e in Beton gegossen und so ins Meer geworfen. Dies war die Methode die Anderen gef&#252;gig zu halten und zu warnen, einen Fluchtversuch zu unternehmen. Manchen Frauen gelang dennoch die Flucht, und so konnte &#252;ber diese Zust&#228;nde berichtet werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Diese M&#228;dchenh&#228;ndler gibt es bis heute. Mir stellt sich dabei die Frage, was sind das f&#252;r M&#228;nner, die sich eines solch wehrlosen Menschen bedienen? Hier fehlen mir die Worte, zu was Menschen f&#228;hig sind.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Kann ein Mann beurteilen, zu welcher Prostituierten er da gerade geht?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Jeder hat hier eine Mitverantwortung darauf zu achten und gegebenenfalls Missst&#228;nde zu melden. Man(n) sollte sich aber bewusst machen, dass er mit seinem Verhalten solche Ausma&#223;e mit zu tragen hat.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Anregungen gibt es genug, um sich Lust zu machen. Die Pornoindustrie boomt. Auch wenn es in der Regel so zu sein scheint, dass die Beteiligten das, was da produziert wird, gerne machen, so geht es in erster Linie ums Geld. Was durch das Angebot erreicht werden soll, ist mir jedoch schleierhaft. Nicht jeder Mann geht zu einer Prostituierten, um sich seiner so geholten Lust oder einfach aufkommenden Lust  Befriedigung zu verschaffen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Was mich an den Pornofilmen so st&#246;rt, ist die Tatsache, dass hier Abl&#228;ufe gezeigt werden, die nichts mit der Realit&#228;t zu tun haben. Frauen k&#246;nnen nicht immer und Frauen wollen auch nicht immer. Frauen werden in diesen Darstellungen zu reinen Lustobjekten, wie man sich als Frau selbst derartig erniedrigen kann, bleibt mir ebenfalls ein R&#228;tsel.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Jeder wie er es braucht, ob man es tats&#228;chlich in dieser Art braucht, sei allerdings dahingestellt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Hier geht es nicht um Moral, schon gar nicht um Liebe, hier geht es um Menschen, verachtende Handlungen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Sexueller Missbrauch</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Es gibt viele F&#228;lle, die wir aus den Medien her kennen. Aber es ist in den wenigsten F&#228;llen der b&#246;se Unbekannte, sexueller Missbrauch findet in den eigenen vier W&#228;nden statt. Und die Dunkelziffer ist astronomisch hoch.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Betroffen sind Kinder, M&#228;dchen wie Jungs, Jugendliche, sowie Frauen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Missbrauch beginnt schon beim unerw&#252;nschten Ber&#252;hren. N&#246;tigung, wenn ein Nein nicht respektiert wird. Viele M&#228;nner glauben auch heute noch ein Anrecht auf ihre Frau zu haben. Mit diesem Irrglauben wurde Anfang der 1990iger Jahre per Gesetz aufger&#228;umt. In der Zeit vor  diesem Gesetz war Vergewaltigung in der Ehe nicht strafbar. Gab es nicht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ein Beispiel f&#228;llt mir dazu ein. Ein Vater verging sich &#252;ber mehrere Jahre an seiner Tochter. Sie wurde schwanger und brachte das Kind zur Welt. Die Ehefrau lie&#223; sich nach der Tat scheiden und wurde schuldig gesprochen. Damals gab es noch Schuldspr&#252;che, wenn man sich scheiden lie&#223;. Die Begr&#252;ndung des Schuldspruchs wurde damit begr&#252;ndet, dass sie ihrem Mann nicht das gegeben h&#228;tte, was er wohl brauchte. W&#228;re sie ihren ehelichen Pflichten nachgekommen, so w&#228;re ihrer Tochter dies auch nicht passiert. Solche F&#228;lle gibt es bis heute, Gott sei Dank solche Schuldspr&#252;che nicht mehr.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Dennoch ist h&#246;chste Aufmerksamkeit geboten. Viel zu oft wird Missbrauch dadurch gesch&#252;tzt, dass sich die Wissenden als unwissend hinstellen. Sie wollen es nicht bemerkt haben. Sie schweigen aus Angst, aus Scham. Oder rechtfertigen es damit, dass es so etwas doch &#252;berall mal gibt und v&#246;llig normal w&#228;re, dar&#252;ber sollte man nicht sprechen. Oder aber sie haben einen so guten Verdr&#228;ngungsmechanismus entwickelt, dass sie es wirklich nicht (mehr) wissen. Ich m&#246;chte aber nicht auf denen herumhacken, die auch mehr oder weniger ohnm&#228;chtig einer solchen Tat gegen&#252;ber stehen oder sogar selbst betroffen sind. Vielmehr m&#246;chte ich darauf hinweisen, dass es heute gen&#252;gend Einrichtungen gibt, an die man sich wenden kann. Dort kann man sich auch anonym melden. Wichtig ist nur, dass man nicht wegschaut. Man macht sich mit strafbar, und man tut dem Opfer nichts Gutes, indem man es hier weiterhin in seiner Opferrolle l&#228;sst. Kinder sind die Schw&#228;chsten in dieser Kette. Wir sollten hier alle aufmerksam sein und Ver&#228;nderungen im Verhalten der Kinder sofort hinterfragen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Nicht jede (junge) Frau, die pl&#246;tzlich loszieht und sich verschiedene Liebschaften sucht, ist auch gleich eine Schlampe. Nicht jede Frau, die sich verschlie&#223;t und somit eine offensichtliche Mauer um sich herum zieht, um sich eben durch diese zu sch&#252;tzen, ist auch gleich eine Zicke oder arrogant oder introvertiert. Oftmals sind es  Zeichen, ein Zeichen das Anderen aber verborgen bleibt, besonders denen, die es ohnehin nicht verstehen w&#252;rden und sich besser f&#252;hlen, nur aus ihrer Sichtweise zu verurteilen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Schaut doch mal dahinter, fangt an mit offenen Augen an durch die Welt zu gehen und hinterfragt, was Euch seltsam erscheint, vielleicht k&#246;nnt Ihr helfen. Aber selbst wenn Ihr etwas bemerkt habt, dann erwartet nicht, dass Ihr auch gleich eine Antwort bekommt. Geht behutsam an die Sache heran, bedr&#228;ngt sie nicht. Viele der Betroffenen wissen es oft selbst nicht mehr, warum sie so handeln, sich so verhalten. Ist diese Tat schon lange her, so haben es viele vergessen, sie haben es einfach verdr&#228;ngt, nur durch ihr Verhalten wird sichtbar, dass etwas nicht stimmt. Es muss sich nicht immer um einen Missbrauch handeln, warum sich Menschen manchmal ver&#228;ndern, da gibt es noch viele andere Ursachen. Aber diese von mir aufgezeigten Beispiele sind in der Regel Hinweise darauf.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Nun habe ich hier in erster Linie &#252;ber Frauen geschrieben, es gibt aber auch genauso Jungs, die vergewaltigt und missbraucht werden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">So lernte ich &#252;ber das Internet einen Mann kennen, nennen wir ihn einmal Micha, der sich mir nach wenigen Mails mitteilte. Bevor ich meine eigene Geschichte erz&#228;hlen m&#246;chte, m&#246;chte ich auch diese erw&#228;hnen, da sich M&#228;nner in der Regel noch immer schwerer damit tun, sich zu &#246;ffnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Micha wurde Opfer eines Sozialarbeiters aus dem Heim, in dem er damals untergebracht war, weil seine Familie zerr&#252;ttet war. Er war 7 Jahre alt, als der erste &#220;bergriff stattfand. Ich m&#246;chte dies hier nicht vertiefen, aber es liegt mir am Herzen, seinen Leidensweg zu beschreiben.  Durch diese Tat konnte er sich nicht mehr richtig ausdr&#252;cken, er bekam Probleme beim Sprechen. Es lag nicht daran, dass er sich nicht h&#228;tte artikulieren k&#246;nnen, es lag daran, dass er in bestimmten Situationen einfach sprachlos wurde. Vor allem dann, wenn er das Gef&#252;hl bekam, dass er sich unter Druck f&#252;hlte und dies in jeder Lebenslage. Dadurch bekam er Probleme bei der Jobsuche und auch bei der Suche nach einer Frau. Wenn er sich mal wieder in einer solchen Situation befand, dann verschloss er sich komplett, weil einfach kein Wort mehr &#252;ber seine Lippen kam. Er beschrieb mir auch, dass er in solchen Momenten im Kopf wie leer war. Ich kenne dieses Gef&#252;hl auch.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Manchmal sagt eine Person etwas, ohne dies mit Absicht zu tun und ohne zu wissen, was er/sie damit ausl&#246;sen kann, dann zieht man sich zur&#252;ck, weil so vieles in einem ausgel&#246;st wird. Dies nennt man in der Fachsprache auch Trigger. Wenn die betreffende Person dann noch anf&#228;ngt mit Worten wie: nun sag endlich mal etwas! unter Druck zu setzen, geht gar nichts mehr. Es ist wie ein Teufelskreis, den sich so manch ein Mensch, der nie eine so abscheuliche Tat erlebt hat, gar nicht vorstellen kann. Welche Qualen man in diesen Momenten durchleidet, ist kaum in Worte zu fassen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Micha teilte mir sp&#228;ter mit, dass er sich nun in eine Therapie zur Traumabew&#228;ltigung begibt. Ich habe nie wieder etwas von ihm geh&#246;rt und hoffe, dass es ihm heute besser geht.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Es ist nur eine Geschichte von vielen, die mir erz&#228;hlt wurden, aber sie soll stellvertretend f&#252;r all diejenigen stehen, die noch nicht den Mut hatten, dar&#252;ber zu sprechen, zu schreiben oder sich Hilfe zu holen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Mittlerweile ist es schon so unter den Opfern geworden, dass davon gesprochen wird, ein solcher &#220;bergriff sei f&#252;r einen Mann wesentlich schwerer zu verarbeiten als f&#252;r eine Frau. Dem m&#246;chte ich hinzuf&#252;gen, dass es vielleicht so sein mag, allerdings wird in diesem Moment den mi&#223;brauchten Opfern (Frauen) ihr Leid abgesprochen. Ist es das Patriarchat dass sich hier mal wieder nur in einer anderen perversen Art und Weise Geh&#246;r verschaffen m&#246;chte? M&#228;nner sind “besser” als Frauen&#8230;? Diese Tat hinterl&#228;sst Spuren und ist f&#252;r einen Mann, sowohl als auch f&#252;r eine Frau gleichbleibend traumatisierend!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">In einem ausf&#252;hrlichen Mail Kontakt mit einem anderen betroffenen Mann, der mir schrieb, wie gl&#252;cklich er doch mit seiner Frau sei, erw&#228;hnte ich, dass er eine Frau gefunden hat, die Verst&#228;ndnis f&#252;r ihn aufbringt, was mich f&#252;r ihn sehr freut.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Es ist halt doch ein Unterschied, wie man seine Sexualit&#228;t ausleben m&#246;chte. Deswegen m&#252;ssen Frauen jedoch nicht zwangsl&#228;ufig sich am gleichen Geschlecht orientieren, wobei dies vermutlich noch eine Alternative dazu ist, als sich mit einem Mann &#252;ber das Vergangene auszusprechen, zu berichten, und doch auf taube Ohren zu sto&#223;en oder aber gesagt bekommt, er w&#228;re ja ganz anders: komm ins Bett, ich beweise es dir&#8230;.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Meine Geschichte </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wer sich an einem Menschen in einer solchen Art und Weise vergeht, zerst&#246;rt ein Leben. Indem Moment, wo es passiert, ver&#228;ndert sich das Leben f&#252;r die Betroffenen. Nichts ist mehr wie es war. Jetzt erlaube ich mir in der Ich-Form zu schreiben, denn auch ich bin ein Opfer.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Es ist ein Gef&#252;hl der Ohnmacht. Ich kann es nicht wahrhaben, will es nicht wahr haben, so etwas passiert mir nicht, das passiert nur anderen. Mir passierte es mit 19 Jahren. Ich heiratete bereits mit 19 Jahren, wenige Monate nach der Eheschlie&#223;ung passierte dann das f&#252;r mich Unfassbare. Mein Ehemann sperrte mich eine Woche lang zu hause ein und verging sich mehrmals t&#228;glich an mir. Am dritten Tag konnte ich nicht mehr sprechen, ich wollte etwas sagen, ihn fragen, warum er das tut, aber es kam kein Laut aus meinem Mund. In dieser Zeit erlebte ich auch eine Depersonalisierung nach der anderen. So stand ich des &#246;fteren „neben“ mir. Ich sah mich, sah das, was passierte, erkannte mich aber nicht. Ich sp&#252;rte auch nichts. Alles, was ich war, war eine Beobachterin, die analysierte. Was tut er da? Er tut ihr doch weh. Warum h&#246;rt er nicht auf? Jedes mal, wenn er fertig war, fing er an zu weinen, entschuldigte sich bei mir und sagte mir, wie sehr er mich doch lieben w&#252;rde. Er sagte auch, dass ich selbst dran schuld sei, das er das tut und er nicht wisse, ob er mir verzeihen k&#246;nne, womit es sich wiederholte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Nach dieser Zeit war ich nicht mehr ich selbst. Da war etwas kaputt gegangen, womit ich bis heute nicht fertig werde. Der Mann, mit dem ich mein Leben verbringen wollte, tat mir das an. Ich sagte niemandem etwas. Ich f&#252;hlte mich schuldig. Ich blieb bei ihm, weil ich an dieser Ehe festhalten wollte, Gr&#252;nde hatte ich gen&#252;gend. Nachvollziehbar sind sie jedoch nicht. Irgendwann dachte ich nicht mehr daran, ich hatte es verdr&#228;ngt, aber mein Verhalten war nicht mehr das gleiche. Mit Sex ging im Grunde gar nichts mehr, und er machte solange weiter, n&#246;tigte mich so lange, bis ich doch wieder mitmachte. Ich begann damit, mich ihm zu entziehen. Wenn er Sp&#228;tschicht hatte war dies ein leichtes f&#252;r mich, ich tat einfach so, als w&#252;rde ich schlafen. Meinen Schlaf lie&#223; er mir.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Mein Entschluss ihn zu verlassen kam erst richtig ins Bewusstsein, als ich mein Baby verlor. Auch daran war er nicht ganz unschuldig. Mein Gyn&#228;kologe wies mich mit den Worten: aber bitte nicht so doll, daraufhin, dass ich innere Verletzungen hatte. Eine weitere Depersonalierung erfuhr ich nach der OP, nachdem mein Baby tot in eine Sch&#252;ssel geboren wurde, musste ich zur Ausschabung in den OP gefahren werden. Wieder wurde ich von Schuldgef&#252;hlen geplagt. Unf&#228;hig ein Kind in mir wachsen zu lassen. Und die schwere Aufgabe der Trauer um das Baby. Noch heute wei&#223; ich, wie alt sie geworden w&#228;re. 19 Jahre alt w&#228;re sie in diesem Jahr geworden. (Stand 2008)</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">F&#252;nf Jahre nach der Eheschlie&#223;ung verlie&#223; ich meinen Mann. Als er endlich ausgezogen war, f&#252;hlte ich mich, als w&#228;re eine Last von mir gebrochen. Dann erst kamen die Albtr&#228;ume. In meinen Tr&#228;umen kam er immer wieder zur&#252;ck, stellte seine Koffer hin und streichelte mich, sagte, dass er jetzt f&#252;r immer bei mir bleiben w&#252;rde. In meinen Tr&#228;umen konnte ich auch nicht schreien, bekam kein Wort heraus. Aber ich versuchte ihn anzuschreien, dass er gehen soll, und ich versuchte wegzulaufen, aber ich kam nicht von der Stelle. Diese Tr&#228;ume kamen immer und immer wieder. Dann kam der Waschzwang. Ich erinnere mich, wie ich abends aus der Wanne stieg, um mich abzutrocknen. Ich war nicht ganz fertig, da &#252;berkam mich ein Gef&#252;hl von schmutzig sein. Ich setzte mich wieder in die Wanne, aber das Wasser war auch schmutzig, weil <em>ich</em> drin sa&#223;. Ich stand auf und lie&#223; das Wasser ablaufen, dann lie&#223; ich die Dusche laufen. Fing an zu schrubben, damit dieses dreckige Gef&#252;hl endlich weg geht. Ich wollte mich sauber f&#252;hlen. Ich schrubbte bis an manchen Stellen Blut kam. Irgendwann stieg ich doch aus der Wanne, bzw. der Dusche,  trocknete mich ab. Jetzt brannten die offenen Hautstellen. Ich wusste nicht, was mit  mir los war. Dieses Gef&#252;hl dreckig zu sein ging nicht weg. Ich fing an mich mehrmals t&#228;glich umzuziehen, so weit mir das m&#246;glich war, ich ging ja den ganzen Tag arbeiten.  Dort ging ich oft mir die H&#228;nde waschen, fasste nichts an, was mich h&#228;tte schmutzig machen k&#246;nnen, was kein Kunstst&#252;ck war, da ich im B&#252;ro arbeitete. Mein Arbeitsplatz wurde meine Zuflucht. Hier f&#252;hlte ich mich wohl und vor allem auch gebraucht und respektiert.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Mein Waschzwang ging soweit, dass ich morgens bereits eine Stunde fr&#252;her aufstand, nur um mein Zeremoniell abhalten zu k&#246;nnen. Baden mochte ich nicht mehr, ging nur noch unter die Dusche, damit der Dreck gleich ablaufen konnte. Benutzte mehrere Handt&#252;cher, cremte, puderte und parf&#252;mierte mich, ohne zu wissen, warum ich so viel Aufmerksamkeit auf meine Sauberkeit legte. Es war ja nicht nur das Waschen und sich st&#228;ndige Umziehen, es kam noch ein wahrer Ordnungsfimmel dazu. Von meinem Boden h&#228;tte man ohne Teller zu benutzen, essen k&#246;nnen. Aber selbst kochen tat ich auch nicht, da w&#228;re die K&#252;che schmutzig geworden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Dadurch, dass ich so gerne zur Arbeit ging, lebte ich bald nur noch f&#252;r meinen Job. Das hatte das Gute, dass ich schon bald anfing von der Firma zu tr&#228;umen. Damit waren die Albtr&#228;ume abgestellt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Mein Verhalten M&#228;nnern gegen&#252;ber wurde extrem. Zwar war ich immer h&#246;flich und freundlich, aber wenn mir mal ein Mann ein Kompliment machte, war da nur in meinem Kopf: du willst eh nur eins, kannste so lieb tun wie du willst, ich habe dich durchschaut.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Durch einen Zufall kam ich drauf, was mit mir los war. Eines Tages, ich sa&#223; im Wartezimmer eines Arztes, nahm ich eine Zeitung und fing an darin zu bl&#228;ttern. Ich stie&#223; auf einen Beitrag von einer vergewaltigten Frau. Ich las mir den Beitrag durch und beim Lesen folgender Worte – “&#8230;ich f&#252;hlte mich dreckig&#8230;, war nur am mich waschen und schrubben um den Dreck runter zu bekommen-”, kamen die alten Bilder wieder in mir hoch. Es war mein Aha-Effekt, den ich brauchte. nun wurde mir vieles klar, vieles an meinem Verhalten bewusst. Jetzt wusste ich wieder, was passiert war, damals in dieser Woche.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Diesen Artikel bekam ich etwa drei Monate nach der Trennung in die H&#228;nde. Jetzt konnte ich anfangen, mich wieder sauber zu f&#252;hlen. Nur so schnell ging das nicht. Ich versuchte auch dar&#252;ber zu reden, aber immer, wenn ich anfangen wollte, schrillten in mir Alarmglocken. Dann hatte ich Angst, dass mir nicht geglaubt wird, und dass man &#252;ber mich lachen k&#246;nnte, oder dass dumme Bemerkungen kommen k&#246;nnten. Einmal machte ich doch Andeutungen. Einer Freundin gegen&#252;ber. Sie lachte, war wie fasziniert und fragte mich, ob das tats&#228;chlich war, und sie wiederholte st&#228;ndig die Worte – er hat es wirklich getan-. Ich h&#228;tte mir am liebsten die Zunge abgebissen, wollte so schnell wie m&#246;glich weg und nahm mir vor, nie wieder dar&#252;ber zu reden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
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<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Folgen</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Zwangsl&#228;ufig ver&#228;ndert eine solche Tat den Menschen. Dar&#252;ber reden kann nicht jeder, so verdr&#228;ngte ich es wieder.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Erst achtzehn Jahre sp&#228;ter schrieb ich es anonym im Internet runter. Ich schrieb es mir von der Seele, nachdem ich in einem Forum bereits als M&#228;nner Hasserin beschimpft wurde. Als ich dies schrieb, war meine zweite Ehe bereits zum Scheitern verurteilt. Das lag wohl auch mit daran, dass ich nie richtig dar&#252;ber sprechen konnte, es mal kurz erw&#228;hnte, aber da von meinem Mann keine Unterst&#252;tzung kam, kein Verst&#228;ndnis, nur die Worte, dass er anders w&#228;re, sprach ich es auch nicht mehr an.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Menschen, die so etwas erlebt haben, werden hochsensibel, nicht alle, aber aus Erfahrungsberichten &#252;ber das Internet von anderen Betroffen, darunter waren auch M&#228;nner, die als Kind oder Jugendliche missbraucht wurden, wei&#223; ich das. Das Beste ist es dann, nach einer solchen Tat, einen Partner oder eine Partnerin zu finden, die oder der damit umgehen kann. Kommt man weiterhin an Menschen, die kein Verst&#228;ndnis haben, die das Erlebte der Betroffenen einfach wegwischen und noch dazu mehr von der Sorte „kalt“ sind, was ich nicht negativ anstreichen m&#246;chte, nur erw&#228;hnen, dass solche Menschen nicht guttun, dann kann man sehr schnell in eine tiefe Depression fallen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Meistens werden solche tiefen Depressionen durch sogenannte „Trigger“ ausgel&#246;st. Das sind Situationen, in denen man als Betroffener in irgendeiner Art und Weise wieder an das Geschehene erinnert wird. In solchen Phasen kommt einem alles wieder hoch, meistens ist es tiefe Verzweiflung, Traurigkeit aber auch sich einsam und verlassen f&#252;hlen. Erschwerend mit einem Trigger umzugehen wird es, wenn man dann keinen verst&#228;ndnisvollen Partner/in an der Seite hat. Mit Druck erreichen diese nur das Gegenteil. Der Betroffene sieht dann keinen Ausweg mehr, und nicht selten werden Suizidgedanken dann auch in die Tat umgesetzt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">An zwei Situationen des getriggert werden kann ich mich noch gut erinnern. Lange Zeit schrieb ich im Internet an einem Religionsbord. Nicht zuletzt deswegen, um endlich auf meine Frage, warum Menschen so grausam sein k&#246;nnen –und das nicht nur auf Grund dessen, was mir passiert ist, sondern generell zum Leid, welches auf der Welt herrscht, durch Menschen gemacht-, eine Antwort zu bekommen. In den Religionen suchte ich einen Trost, fand aber keinen. Hier m&#246;chte ich mich auch nicht &#252;ber meine Suche nach der f&#252;r mich richtigen Religion auslassen, sondern auf den Trigger eingehen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Im Bereich „Zwischenmenschliches“, dass ich u.a. als Moderatorin betreute, wurde ein thread &#252;ber Vergewaltigung er&#246;ffnet. Da ich wusste, dass mich dieses Thema mehr als ber&#252;hren w&#252;rde, las ich erst nicht mit. Als ich aber sah, wie schnell dort Antworten kamen, musste ich mich einklinken, schon auf Grund meiner dortigen Position, dass alles im gr&#252;nen Bereich ablief. Ich bem&#252;hte mich, das Gelesene nicht an mich heran kommen zu lassen, ich bildete mir ein, dass ich das schaffen kann. Was ich dort zu lesen bekam war alles andere als sch&#246;n, denn die User fingen an sich zu behacken. Nun wusste ich von den Beiden, dass Beide in ihrer Kindheit, bzw. in ihrer fr&#252;hen Jugend, Opfer waren. Beide gingen unterschiedlich mit ihren Erlebnissen um. So wusste ich von der einen Userin, dass sie sich, nachdem sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde, gut f&#252;hlte, denn endlich war jemand da, der ihr Zuwendung gab. Dies ist &#252;brigens oft eine Absicht von missbrauchten Frauen oder ungeliebten Kindern, wie sie in der Fachsprache genannt werden, wenn sich die Eltern nicht richtig um sie k&#252;mmerten, sich &#252;ber Sex , Liebe zu holen.  Sie schrieb das einmal &#246;ffentlich, f&#252;r jeden nachzulesen, an diesem Bord. Von dem anderen User wusste ich, dass er als Kind sexuell missbraucht wurde. Dieser Mann war sehr sensibel und verf&#252;gte &#252;ber ein enormes Einf&#252;hlungsverm&#246;gen.  Was ihm passiert war, wusste wohl nur ich, denn er berichtete es mir in einer f&#252;r andere nicht einzusehenden privaten Nachricht. Zu meinem Entsetzen musste ich nun lesen, wie diese beiden Menschen verbal auf einander losgingen. Ich versuchte die Gem&#252;ter etwas zu beruhigen, aber es gelang mir nicht. Irgendwann  schloss ich den thread. Was sich nach dem Schlie&#223;en in den Anderen abgespielt hatte, wei&#223; ich nicht, aber ich wei&#223;, was danach mit mir passierte. Ich hatte ein Gef&#252;hl von <em>in-Watte-gepackt</em> zu sein. Meine Umgebung nahm ich nur noch schleierhaft wahr. Ich machte den PC aus und ging wie mechanisch erst ins Badezimmer, um mich zu duschen und danach ins Bett. Um meine Gedanken nicht mehr „h&#246;ren“ zu m&#252;ssen, setzte ich den Kopfh&#246;rer auf und h&#246;rte Musik. Dieses dumpfe Gef&#252;hl, dass ich eben noch hatte, wurde durch die Musik gel&#246;st, aber nicht ins Positive, sondern ich fiel geradewegs in einen Weinkrampf. Es dauerte eine ganze Weile, ein Zeitgef&#252;hl hatte ich da nicht –auch so ein Ph&#228;nomen, die Zeit nicht mehr absch&#228;tzen zu k&#246;nnen-, bis ich endlich mit weinen auf h&#246;ren konnte. Zu dieser Zeit lebte ich bereits alleine und f&#252;hlte mich elendig alleine gelassen.  In dieser Zeit h&#228;tte ich mir jemanden zur Seite gew&#252;nscht, und wenn nur jemand in der Wohnung gewesen w&#228;re, um mir dieses Gef&#252;hl von nicht alleine zu sein, geben zu k&#246;nnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wenn man durch einen solchen „Trigger“ erwischt wird, ist es schwierig zu sagen, ob man sich eine Umarmung w&#252;nschen w&#252;rde oder einfach nur f&#252;r sich alleine sein m&#246;chte. Im Grunde m&#246;chte man Beides nicht, das ist jedenfalls bei mir so. Man m&#246;chte nicht alleine sein, aber Ber&#252;hrungen m&#246;chte man auch nicht wirklich. Wenn man nun ohnehin schon alleine lebt, ist es enorm schwierig sich aus seinem Loch, in welches man da gefallen ist, wieder heraus zu holen. Ich wei&#223; nur noch, dass ich danach die n&#228;chsten Tage zu hause blieb. Ich steltle sogar das Telefon ab, weil ich mit niemandem reden wollte, dies tat ich in den n&#228;chsten Monaten noch h&#228;ufiger.  Die Zeit verging, es wurde Tag, es wurde Nacht, aber f&#252;r mich war alles gleich dunkel. Hinzu kamen noch die Gedanken zu meiner Lebenssituation, die ja ohnehin schon nicht einfach war. Suizidgedanken qu&#228;lten mich, da ich kein Entkommen sah und nicht wusste, wie es weiter gehen soll.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Der zweite heftige Trigger erfasste mich erst vor kurzem. Durch eine Serie im Fernsehen. Schon kurze Zeit nachdem diese neue Person in dieser Serie auftrat, wusste ich, welche Rolle sie spielte. Das erkennen vermutlich alle Menschen, die eine solche Tat erlebt, durchlebt haben. Nach wenigen Wochen wurden meine Gedanken best&#228;tigt. Diese Frau spielt die Rolle eines missbrauchten M&#228;dchens. Als dann Einblendungen von ihrem (gespielten) Missbrauch hinzukamen, ging bei mir innerlich wieder alles drunter und dr&#252;ber. Am liebsten w&#228;re ich sofort weggelaufen, h&#228;tte mich am liebsten versteckt. Wieder fingen meine Gedanken an, Karussell zu fahren, bis hin zu Suizidgedanken. Dieser Trigger war es, der mich veranlasste in diesem Buch &#252;berhaupt dieses Thema aufzugreifen, was ich anfangs gar nicht im Sinn hatte.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Eine weitere Auswirkung dieses Triggers ist, dass ich mich wieder genauso verhalte wie damals auch schon, und die vielen anderen, die ich hatte, da war es nicht anders. Es ist ein Gef&#252;hl der Ohnmacht, die einen ergreift, die mich ergreift. Ich konnte nicht mehr rausgehen, wollte es auch nicht. Meine Arzttermine sagte ich ab, der Gedanke alleine, mich w&#252;rde jemand anfassen, egal ob beim Zahnarzt oder beim Gyn&#228;kologen, geschweige denn in irgendeiner Art in mich kommen, war mir unertr&#228;glich. Au&#223;enstehende k&#246;nnen dies kaum nachvollziehen, ein bisschen Verst&#228;ndnis w&#252;rde schon reichen. Es ist schwer f&#252;r Angeh&#246;rige damit umzugehen, denn sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen, aber f&#252;r den Betroffenen selbst ist es die H&#246;lle.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ich wei&#223;, dass ich nicht die einzigste bin, der es so geht. In meinen vielen Lesereisen durch das Internet habe ich vieles von Betroffenen gelesen. Irgendwie m&#252;ssen wir alleine damit klar kommen, irgendwie, uns kann das niemand abnehmen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Dass ich es jetzt doch aufgeschrieben habe, gibt hoffentlich anderen Mut, dar&#252;ber zu reden oder dar&#252;ber zu schreiben. Es gibt viele M&#246;glichkeiten, gerade das Internet bietet hier eine gute Gelegenheit anonym zu bleiben. Manchen f&#228;llt das Schreiben leichter, anderen das dar&#252;ber sprechen. Am besten noch immer mit einer Person seines Vertrauens, wenn es diese nicht gibt, wie gesagt anonym im Internet. Die Schritte, die die Betroffenen machen m&#252;ssen, um ihr seelisches Gleichgewicht wieder herstellen zu k&#246;nnen, sind enorm gro&#223;. Es ist wichtig, dass man sich gesch&#252;tzt f&#252;hlt, aber der erste Schritt, den m&#252;ssen wir machen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Hilfeforen bieten auch Hilfe f&#252;r Angeh&#246;rige. Es ist wichtig, wenn man wei&#223;, was einem nahe stehenden Menschen passiert ist, ihm zu zeigen, dass man sich f&#252;r ihn/sie interessiert, lasst einen solchen Menschen nicht in seiner Not alleine! Wer sich informiert, dem wird es auch leichter fallen auf den Betroffenen eingehen zu k&#246;nnen. Es ist sehr schwer damit klar zu kommen, aber die Betroffenen selbst k&#246;nnen auch nicht einfach weglaufen, sie w&#252;rden es gerne tun, aber man kann nun mal nicht aus seiner Haut. Deswegen denken so viele auch an Suizid.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wir, die es erlebt haben, ben&#246;tigen Beistand. Wir, die es erlebt haben sind nicht geistesgest&#246;rt! Wir sind nicht frigide, und wir sind auch nicht nymphoman, wir sind auch keine Schlampen! Wir sind Opfer! Opfer einer immer mehr und mehr aus den Fugen geratenen Gesellschaft! Wir sind aber Teil dieser Gesellschaft, und f&#252;r uns ist es viel schwieriger ein normales Leben zu f&#252;hren, als Menschen, die so etwas nicht erlebt haben. Denn unser Leben wurde durch eine Tat, die sich v&#246;llig meinem Verst&#228;ndnis entzieht, kaputt gemacht. Und in einer Gesellschaft leben zu m&#252;ssen, wo es nur noch darum geht, funktionieren zu m&#252;ssen, f&#228;llt es gerade Menschen die dies erlebt haben, besonders schwer zu funktionieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Geduld ist heute schon ein Fremdwort geworden. Denn selbst wenn Betroffene dar&#252;ber berichten, so wird es oft von denen, die es zu h&#246;ren bekommen, denen man sich anvertraut hat, weggewischt. Wer sich nicht in der Lage f&#252;hlt einen Menschen begleiten zu k&#246;nnen, auf diesem schweren Weg, wo immer schon vorprogrammiert ist, wieder getriggert zu werden, der sollte sich besser von einem solchen Menschen trennen, um ihm so die M&#246;glichkeit zu geben, sein Leben in den Griff zu bekommen. Manchmal kann man schon durch eine Trennung Hilfe erfahren. Ich meine hier nicht das Fallenlassen, sondern ich schreibe hier von „in Liebe los lassen“ zu k&#246;nnen. Dies ist noch immer besser, als den Anderen nicht verstehen zu k&#246;nnen. Nicht jeder kann damit umgehen, die Betroffenen selbst k&#246;nnen es aber auch nicht, sie k&#246;nnen sich nicht einfach umdrehen und gehen. Wir m&#252;ssen damit leben. Deswegen m&#252;ssen wir auch Geduld mit uns selbst haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
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<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Zur Anzeige bringen oder nicht</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Die wenigsten Delikte, die sich zu hause abspielen, werden auch zur Anzeige gebracht. Die Betroffenen wollen es in der Regel selbst nicht wahr haben, was da mit ihnen geschieht, andere wissen nur, dass etwas passiert, was ihnen nicht gut tut, k&#246;nnen es aber gar nicht in Worte packen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Was mir noch am Herzen liegt: Kinder, die Missbrauch erlebt haben, haben erst Jahre sp&#228;ter die Kraft und den Mut eine Tat zur Anzeige zu bringen. In den meisten F&#228;llen ist die Tat aber dann bereits verj&#228;hrt. Eine solch abscheuliche Tat darf aber nicht verj&#228;hren, hier werden die Opfer noch einmal zum Opfer gemacht, diesmal durch die juristische Seite. Das Gesetz soll aber sch&#252;tzen! Es gibt bereits eine Petition, die hier f&#252;r Unterschriften sammelt, um diese Verj&#228;hrungsfrist fallen zu lassen. Nur bei Mord gibt es keine Verj&#228;hrungsfristen. Ich bin aber der Meinung, dass ein solches Vergehen an Kindern gleichzusetzen ist mit Mord. Mord an einer Kinderseele.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Es k&#246;nnte auch dein Kind sein!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Es sollte jedem frei bleiben, ob er/sie etwas zur Anzeige bringt. Diesen Schritt zu tun ist ein mutiger Schritt, zumal man als Opfer erst einmal in der Beweispflicht steht, das macht den Gang zur Polizei nicht gerade einfacher. Sollte sich Euch ein Mensch gegen&#252;ber einmal anvertrauen, indem er/sie von einem Missbrauch berichtet, so sollte er unter gar keinen Umst&#228;nden unter Druck gesetzt werden! Die Tat an sich ist schon schwer genug zu verarbeiten, da ben&#246;tigt man erst einmal nur seelische Unterst&#252;tzung, um wieder Boden unter die F&#252;&#223;e zu bekommen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wer ein bisschen Mitgef&#252;hl in sich tr&#228;gt, der wird es auch verstehen, wenn es hier erst einmal um das Opfer geht und nicht um den T&#228;ter.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Bei der Frage, es zur Anzeige zu bringen oder nicht, sehen sich viele Opfer wieder als Opfer, sie m&#252;ssen sich Fragen stellen lassen, m&#252;ssen dadurch die ganze Tat noch einmal in sich aufw&#252;hlen und das auch noch vor fremden Menschen, schlimmstenfalls werden sie ihrem Peiniger noch einmal gegen&#252;bergestellt. Wer es aber dennoch tun m&#246;chte, vor diesen Menschen ziehe ich meinen Hut. Zur Anzeige bringen zu wollen, hei&#223;t aber auch, die Verj&#228;hrungs-Zeit endlich abzuschaffen, damit die Menschen auch die Chance haben, eine Anzeige machen zu k&#246;nnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Was ich auch nicht verstehen kann sind Frauen, die einem Mann eine Vergewaltigung andichten, aus verletzten Gef&#252;hlen heraus, wie auch immer. F&#252;r mich gibt es hier keine Entschuldigung, denn es bleibt immer etwas „h&#228;ngen“. Aber dies scheint ja auch von diesen Frauen so beabsichtigt zu sein. Nur macht es das f&#252;r Menschen, die tats&#228;chlich Opfer von Vergewaltigung geworden sind, nicht einfacher, etwas zur Anzeige zu bringen. Diese Frauen haben eine Mitschuld daran, dass Vergewaltigungen so schwer anzeigbar sind. Im Zweifel immer f&#252;r den Angeklagten, und das macht es so schwierig, denn in der Regel steht hier immer Aussage gegen Aussage.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Behinderte Menschen haben besonders schlechte Karten, ihnen wird bei einer Vergewaltigung ihre Behinderung auch noch zum Nachteil ausgelegt.  Es gibt, man soll es nicht fassen, extra Gesetze f&#252;r behinderte Menschen, die keineswegs einen besseren Schutz hier durch das Gesetz erfahren, sondern obendrein noch abgestraft werden und das durch unseren Gesetzgeber.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> Es gibt noch viel zu tun, verschlie&#223;t nicht die Augen!</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Diesen Artikel hat die Verfasserin sich bereits im Jahr 2008 von der Seele geschrieben und hat es  selbst verarbeitet. Vorher kannte Sie Thich Nhat Hanh noch nicht, dessen Wege Ihr sehr geholfen haben.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Die Verfasserin m&#246;chte Anonym bleiben !</span></p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.buergerstimme.com%2FDesign2%2F2010-03%2Fmissbrauch-wer-zahlt-den-preis%2F'; szt='Missbrauch%3A+Wer+zahlt+den+Preis%3F';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/49/9e/widget_499e5dd6658b1b86749e5ea6ada4e32d.js"></script></div>]]></content:encoded>
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		<title>Der Mensch &#8211; ein kalter Roboter ohne Selbstachtung</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 05:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Familie und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Themen]]></category>
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		<description><![CDATA[12.03.10

Ein allseits beliebtes Sprichwort lautet: „Was Du nichts willst, das man Dir tut, das f&#252;g auch keinem anderen zu“. Unter Menschen wird dieser Satz in einer scheinbar zivilisierten und intelligenten Haltung oft zur Sprache gebracht – aber wie so vieles in diesem kalten Gesellschaftsleben, ist auch das nur eine Illusion, die man sich gegenseitig vorh&#228;lt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left" style="float:none;padding:0px 5px 5px 0px;"><a name="fb_share" type="button" share_url="http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-03/der-mensch-ein-kalter-roboter-ohne-selbstachtung/"></a></div><p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">12.03.10<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ein allseits beliebtes Sprichwort lautet: „Was Du nichts willst, das man Dir tut, das f&#252;g auch keinem anderen zu“. Unter Menschen wird dieser Satz in einer scheinbar zivilisierten und intelligenten Haltung oft zur Sprache gebracht – aber wie so vieles in diesem kalten Gesellschaftsleben, ist auch das nur eine Illusion, die man sich gegenseitig vorh&#228;lt. Zum einen geht der Mensch untereinander sehr selbstzerst&#246;rerisch miteinander um, behandelt zum anderen auch andere Lebewesen sehr abwertend. Dabei ist gerade der Mensch eines der abh&#228;ngigsten und schw&#228;chsten Wesen dieses Planeten. Unser aller Leben ist derma&#223;en vom Mainstream gepr&#228;gt, dass sich Gedanken nur noch in der eigentlichen Lebensironie verlaufen k&#246;nnen, denn Freiraum gibt es unl&#228;ngst nicht mehr.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Tierqu&#228;lerei – das armselige Ego des Menschen</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Geradezu armselig ist es, wie die „Narren“ der heutigen Spa&#223;gesellschaftsindustrie mit anderen Lebewesen, wie zum Beispiel der Tierwelt umgehen. Aus Profitgier und einem vorurteilsbehafteten Stursinn werden Tiere get&#246;tet, nur um daraus Kapital zu erwirtschaften. Vor nichts mehr macht der Statist am Wegesrand halt, und das, obwohl dieser mitunter einer der Wesen ist, welches am meisten von anderen Lebewesen und der Natur abh&#228;ngig ist. Wie antihuman diese Welt geworden ist, und wie sehr man Tiere verachtet, zeigt am besten das Beispiel der Tiercontainer in den USA: Halter, denen die Haustiere zu l&#228;stig geworden sind, k&#246;nnen diese jetzt einfach in sogenannte Container entsorgen. Vom Ursinn her ist es eigentlich schon unverantwortlich, dass man Tiere z&#252;chtet, nur damit Menschen diese in einem K&#228;fig halten d&#252;rfen und ihren Spa&#223; daran haben. Der Haustierwahn hat doch nur dazu gef&#252;hrt, dass gerade Hunde ihres eigentlichen Lebens beraubt werden. Hielt man fr&#252;her Hunde noch in gro&#223;en Zwingern in freier Natur, m&#252;ssen sie heute noch mehr unter Zwang in Wohnungen leben, und bekommen das ganze Unheil der mit ihnen lebenden Menschen voll uns ganz mit, doch darauf achtet erst recht niemand. Wie viel verschiedene Tierarten musste man bereits unter Naturschutz stellen, weil auf einmal zum Beispiel alles zur Delikatesse wurde, oder der Mensch ihnen den Lebensraum nahm? Furchtbar, dass man &#252;berhaupt von Tierschutz sprechen muss, denn w&#252;rde man mit der Lebensverantwortung vern&#252;nftig umgehen, w&#228;re dies alles nicht n&#246;tig. Tag f&#252;r Tag schikaniert der „Zug der Narren“ die Tierwelt, respektiert und achtet nicht deren Gesetze und Lebensarten. &#196;hnlich wie bei sich selbst versucht man auf alles Einfluss zu nehmen, um es zu formen bis es einem passt, ungeachtet der Tatsache, dass sich im Leben nicht immer alles nach Norm formen l&#228;sst, aber das muss der Mensch wohl noch erst lernen. Dass sich Menschen gegenseitig an eine Leine nehmen und sich einengen, unter Druck setzen, das ist die eine Seite der Medaille, f&#252;r welche sie selber verantwortlich sind, trotzdem sind sie nicht berechtigt diese Einstellung auch auf andere Lebewesen zu &#252;bertragen und dort anzuwenden.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Naturkatastrophen hat der Mensch selber zu verantworten</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Auch in Sachen Natur hat dieser Gesellschaftsfluss wohl noch so einiges zu lernen. Gerade bei diesem Thema fragt man sich schon so manches Mal, ob der Mensch an sich &#252;berhaupt eine Intelligenz besitzt, denn nicht selten bekommt man den Eindruck vermittelt, dass es sich um die primitivste „Schaffung“ handelt. Die Elemente, Feuer, Erde, Wasser und Luft sind alle verwachsen ineinander und erg&#228;nzen sich, ohne das es einer Anstrengung bedarf. Es sind vom Ursprung her gesehen friedliche Elemente, die von uns als Ganzes aus dem Gleichgewicht gebracht wurden, weil wir immer nur nehmen, aber nie geben wollen. Die Natur hat in sich einen Konsens des Miteinander gefunden, in welchem auch der Mensch seinen Platz hat, der diesen aber immer wieder bewusst ablehnt und eigene Spielregeln meint aufstellen zu m&#252;ssen. Jedes dieser Elemente arbeitet mit den anderen, denn nur so k&#246;nnen zum Beispiel Nahrungsmittel entstehen. Das Zusammenspiel dieser Elemente h&#228;lt uns an jedem Tag am Leben. Doch was tun wir? Andauernd neue Konsumg&#252;ter erwerben, zusehen und schweigen, wie ganze W&#228;lder zerst&#246;rt werden, wie unsere Luft verseucht wird, wie man sich gegenseitig vergiftet. Zus&#228;tzlich beschmutzen wir die uns umgebende Umwelt zum Teil noch selber, entsorgen sogar Chemikalien in freier Natur, aus Bequemlichkeit oder dem Profitgedanken heraus. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Elemente konstruktiv weiter existieren k&#246;nnen ohne den Menschen, wir aber nicht ohne sie. Viele Seelen sind leer und scheinen nicht mehr unter den „Lebendigen“ zu sein, denn jegliche Harmonie und Verbindung zum nat&#252;rlichen Kreislauf scheint einfach nicht mehr vorhanden zu sein.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Warum stellt sich der Mensch gegen das eigene Leben?</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">&#220;ber dieses unentwegte Zauberspiel darf man nicht erstaunt sein, denn da l&#252;ftet sich nur ein Schleier, ein ganz besonderer Mantel, der uns schon seit geraumer Zeit umgibt: der Mensch als solches steht sich selber im Wege, schadet sich selber und auch seine um sich lebenden Artisten. Immer wieder st&#246;&#223;t man auf Unzufriedenheit der schweigenden Welle, doch findet man keine Begr&#252;ndung f&#252;r diesen nicht nachvollziehbaren Schallausbruch. Stets ist man dar&#252;ber erpicht, dass einem die Naturgesetze immer wieder im Weg stehen, die Spieler sind nerv&#246;s und unruhig, und alles was uns geboten wird, uns ein so sch&#246;nes Leben „schenkt“, genau das wird abgelehnt und sogar zerst&#246;rt. Im Kontext gesehen als Ganzes steht sich die lange Reihe der Darsteller dieses Planeten, auch genannt Menschen, selber im Weg. Aus dem Kontrastdenken heraus ergibt sich also die helle Seite eher aus den Lebewesen im nat&#252;rlichen Kreislauf und die dunkle undurchsichtige Seite lediglich aus dem Fluss der Primaten. Gewalt, Depressionen, Unruhen, Traurigkeit, gewisse Krankheiten – alles keine nat&#252;rlichen Lebensprobleme und doch umgeben uns diese dauerhaft wie eine Nebelwolke und lenken von wesentlichen M&#246;glichkeiten des positiven Lebens ab.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Aktuelle F&#228;lle zeigen das wahre Bild</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wie dramatisch die Lage sich entwickelt hat, kann man t&#228;glich sogar in den Mainstreammedien verfolgen.  Missbrauchsvorf&#228;lle in Kirchgemeinden, Schulen, Kinderheimen, in der Nachbarschaft, etc. sind an der Tagesordnung.  Kinder im Alter von 13 Jahren misshandeln eine &#228;ltere Frau im Alter von 83 Jahren in ihrer eigenen Wohnung, Kinder werden vom Balkon geschmissen, in M&#252;lltonnen gelegt oder ins Eisfach. Eine verr&#252;ckte, grauenvolle Welt, in der Zeichen offen zu erkennen sind: dennoch jubelt die Gemeinschaft der Narren und gibt sich ganz dem verantwortungslosen Spa&#223; hin, ohne einmal &#252;ber die Folgen nachzudenken, die wir jetzt schon erleben, geschweige das Bollwerk zu erkennen, was durch diese verf&#228;lschte Ignoranz noch auf uns zukommen wird. Gewalt, Missbrauch und Vorurteile – heute in allen Generationen zu finden. Von der N&#228;he aus betrachtet, ein Geschw&#252;r, das w&#228;chst, und keiner m&#246;chte es aufhalten. Doch sollte man sich die Fragen stellen: ist diese Welt so noch lebenswert? Haben wir keine Verantwortung zu tragen, gerade f&#252;r unsere heranwachsenden Generationen? Ist ein Leben im eigenen Ich, gelebt mit Selbstachtung nicht viel sch&#246;ner? Wie kann man lernen andere Lebewesen zu achten, wenn der Mensch jegliche Selbstachtung vor sich selbst verloren hat?</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Zivilisation gepredigt: bereits beim Umgang mit sich selbst versagt</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Genau das ist es doch: der gro&#223;e Irrgarten, die L&#252;ge der Menschheit. Gepredigt f&#252;r Toleranz, Respekt und Verst&#228;ndnis, und doch ist davon nichts zu sp&#252;ren. Alles leere Phrasen ohne jegliche Bedeutung in Bezug auf unser reales Leben. Von Anstand ist die Rede, von Zivilisation und Normen, und doch ist die einzigste Regel, die der Mensch beherzigt, die der Unterdr&#252;ckung. W&#252;rden viele nur erkennen, dass sie im Grunde sich selber unterdr&#252;cken, dann w&#228;re dies schon ein Schritt in die richtige Richtung. Sie reden von Freiheit und sind doch gefangen. Was bedeutet ein Zertifikat, ein Doktortitel oder ein Sprung in der Karriereleiter, wenn die Erde sich dazu entschlossen hat, diese Unvernunft nicht mehr l&#228;nger zu tragen? Von heute auf Morgen kann alles, was im Irrgarten als Zivilisation angesehen wird, bedeutungslos, einfach gar nicht mehr vorhanden sein. Nur was bleiben den illusionsbehafteten Hauptdarstellern dann f&#252;r M&#246;glichkeiten? Fangen wir hier mal ganz am Anfang an: Tiere gequ&#228;lt, Natur zerst&#246;rt, das einfache Leben f&#252;r immer in einen K&#228;fig gesperrt. Man mag sich irren, aber da bleiben keine Varianten mehr, keine Individualit&#228;t und keine Kreativit&#228;t – somit hat der Mensch sich aller Chancen selbst beraubt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ich schlie&#223;e mit einem eigenen Zitat:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wer nicht erkennen will, dass eine monotone Sicht des Lebens zu einem ewigen Dunkel f&#252;hren wird, der wird auch nicht in der Lage sein zu begreifen, welch wertvolles Leben ihn als Mensch umgibt – traurigerweise ist dies die schweigende und verschlossene Masse.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ihr</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Joachim Sondern</span></p>
<div class="seitzeichen" style="margin: 10px 0;"><script type="text/javascript">szu='http%3A%2F%2Fwww.buergerstimme.com%2FDesign2%2F2010-03%2Fder-mensch-ein-kalter-roboter-ohne-selbstachtung%2F'; szt='Der+Mensch+-+ein+kalter+Roboter+ohne+Selbstachtung';</script><script type="text/javascript" src="http://w3.seitzeichen.de/w/49/9e/widget_499e5dd6658b1b86749e5ea6ada4e32d.js"></script></div>]]></content:encoded>
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		<title>Regierungstheater Berlin – Politiker weiter auf Talfahrt</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 05:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[11.03.10

Immer wieder kommt es vor, dass man von der stillen, schreienden Masse gefragt wird: wundert dich das nicht? Nun, ehrlich gesagt ist in dieser politischen und gesellschaftlichen Landschaft nichts mehr verwunderlich. Auch nicht das aktuelle Umfragetief, wonach CDU und FDP zusammen nur noch auf 41% der W&#228;hlerstimmen kommen w&#252;rden. Hier sollte man sich nur fragen: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="left" style="float:none;padding:0px 5px 5px 0px;"><a name="fb_share" type="button" share_url="http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-03/regierungstheater-berlin-politiker-weiter-auf-talfahrt/"></a></div><p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">11.03.10<br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Immer wieder kommt es vor, dass man von der stillen, schreienden Masse gefragt wird: wundert dich das nicht? Nun, ehrlich gesagt ist in dieser politischen und gesellschaftlichen Landschaft nichts mehr verwunderlich. Auch nicht das aktuelle Umfragetief, wonach CDU und FDP zusammen nur noch auf 41% der W&#228;hlerstimmen kommen w&#252;rden. Hier sollte man sich nur fragen: warum noch immer so viel? Sie haben richtig gelesen, denn die Politik, welche hier in improvisierter Form umgesetzt wird, ist seitens des B&#252;rgers eigentlich nicht mehr tragbar.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Viele schreien, und doch ist es nur eine Stille</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Zwar schreien inzwischen immer mehr B&#252;rger auf, gerade auch wenn es um das Thema Hartz-IV geht, aber dennoch ist es nur eine ironische Stille, die so gar nichts bewirken kann, denn die Schar der Schafe ist zu gefestigt, zu eingefahren auf den alten Wegen, als dass diese noch etwas Neues erkennen und umsetzen k&#246;nnte. Man m&#246;chte korrigierend in die Politik eingreifen und verkennt indes v&#246;llig, dass hier nichts mehr zu retten ist und nur ein humaner Neuaufbau die L&#246;sung des Ganzen sein kann. Im jetzigen Rhythmus flicken Politik und Gesellschaft nur immer wieder die n&#246;tigsten Schwachstellen, und schon nach kurzer Zeit w&#228;hrend man die n&#228;chste Not flickt, bricht die andere Stelle wieder aus. Einen zerbrochenen Spiegel kann man nie wieder so zusammensetzen wie er vorher war, und genau in dieser Aussage liegt sehr viel Wahrheitsgehalt. Es wird auf Pfaden rumgetrampelt, die nicht mehr begehbar sind, und trotzdem sucht man nur da nach m&#246;glichen L&#246;sungen, begibt sich in den Irrgarten der ewigen Forderung – selbst dann, wenn neue Wege vor der Haust&#252;r zu finden sind. Abgelehnt wird es von dem „Narrenzug“ deshalb, weil man dazu mitmenschliches Vertrauen ben&#246;tigen w&#252;rde, sich aber keiner mehr dem anderen &#246;ffnen mag und diesem nichts g&#246;nnt. Hier sprechen wir also im &#252;bertragenen Sinne von dem selben Verhaltensmuster, welches die Politik vorlebt, und wie genau <em>das</em> seit Jahrzehnten auch durch das Volk gelebt wird. Kein Protest, keine Kritik, keine Unzufriedenheit kann eine wirkliche L&#246;sung erm&#246;glichen, so lange man sich an ein Denkmal der Ewigkeit festkettet. Einerseits sind „Streiter“ gegen diese Politik, und auf der anderen Seite leben sie unbewusst genau diesen Weg und st&#228;rken so das Prinzip, welches sie im eigentlichen Sinne ablehnen.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Inszenierter Dauerstreit zwischen schwarz-gelb</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Als eine Art Dauerblendung kann man hier auch den gut in Szene gesetzten Koalitionsdauerstreit zwischen CDU und FDP ansehen. Zwischen beiden Parteien schiebt man den schwarzen Peter hin und her, und w&#228;hrend sich, verst&#228;rkt durch die Medien, die B&#252;rger des Staates nur noch auf das besondere Schauspiel konzentrieren, kann man ganz ungehindert Politik machen, die an der Masse vorbeigeht. Nicht erst seit gestern ist die Politik auch f&#252;r das gut aufgebaute Showgesch&#228;ft bekannt, und jeder wei&#223;, dass man sich &#246;ffentlich auch vor Wahlen streitet und danach eine Tasse Kaffe trinken geht, gemeinsam. Parteienpolitik ist kein Kinderspielplatz, und wir als aufmerksame Beobachter d&#252;rfen die Augen nicht verschlie&#223;en vor den Methoden der Regierungsoffensive und sollten auch begreifen, dass diese Schachz&#252;ge auf alten Strategien basieren, die oftmals schon viele hundert Jahre alt sind. Gerade solche Erkenntnisse kann man mit einem gut inszenierten Streit jedoch verhindern und so zu einem etablierten Dauerauftrag gelangen, was unserer Politik schon lange gelungen ist. Was wurde bis Dato erreicht? Eine Debatte jagt die Andere, noch mehr Soldaten m&#252;ssen ab jetzt ins Kriegsgebiet, ein Dauerfeuer wurde er&#246;ffnet auf Geringverdiener und Hartz-IV Empf&#228;nger, und im Prinzip ist alles beim alten – nein, bitte entschuldigen Sie, es hat sich weitestgehend verschlechtert. Unter anderem aber auch wegen der falschen Auffassung, dass man denkt die Politik m&#252;sste es auf Forderung der B&#252;rger richten, denn das liegt allein an uns. Wenn wir eine Politik wollen, die etwas richtet, dann sollten wir nach Jahrzehnten endlich mal wieder neuen, politischen Kr&#228;ften die Chance geben f&#252;r das Volk zu arbeiten, denn ein komplett neuer Wechsel w&#252;rde es auch erm&#246;glichen, dass B&#252;rger wieder mehr Mitbestimmungsrecht erlangen im politischen Pokerspiel.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong>Es ist nicht die Forderung, sondern unser Handeln</strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><strong> </strong></span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Wundern darf man sich nicht, dass Politiker Meister Bluffer sind im politischen und menschlichen Pokerspiel, denn sie haben es gelernt und an den Feinheiten gearbeitet. Sauer darauf zu sein und Kritik zu &#228;u&#223;ern bringt genauso viel, als w&#252;rde man eine Mauer kritisieren.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Nat&#252;rlich kann man es sich leicht machen und sagen, die Politik hat vielen Menschen den Mut genommen ihre Existenz neu zu gestalten, aber im Grunde wollte die Gesellschaft auch im Trott weiterleben, denn man hat diesen Weg ja alle 4 Jahre weiter unterst&#252;tzt, und somit muss jede kritische Meinung gegen&#252;ber den politischen Handlungen auch eine Kritik an uns selbst sein – denn wir h&#228;tten es &#228;ndern k&#246;nnen, mit einem klaren Verstand und einem wirklich freien Willen, der nur aus der eigenen, freien Seele heraus entstehen kann.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ich schlie&#223;e mit einem eigenen Zitat:</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Optionen entstehen im Leben immer aus einer ehrlichen und erg&#228;nzenden Lebensform – doch davon ist nicht die Politik, nein davon sind <em>wir</em>, die den Staat als Ganzes darstellen, noch Lichtjahre entfernt.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"><br />
</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Ihr</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;"> </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #333333;">Joachim Sondern</span></p>
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