28.06.11
Soziale Themen
22.06.11
Die Armeen aus Gummibärchen – die Panzer aus Marzipan – Kriege werden aufgegessen – einfacher Plan – kindlich genial, so die erste Strophe in Herbert Grönemeyers Song „Kinder an die Macht“ aus dem Jahre 1986. Vier Jahre später trat am 20. September die im Jahr zuvor am 20. November 1989 beschlossene internationale Kinderrechtskonvention der UN hier in Deutschland in Kraft. Seit dem ist der 20.11. der Internationale Tag der Kinderrechte. Allerdings ratifizierte die Bundesregierung diese Konvention nur unter Vorbehalt, d.h. bestehende Einschränkungen der Kinderrechte durch das Familien- und Ausländerrecht sollen fortbestehen.
15.06.11
Natürlich kann auch die Theaterwelt nicht den größten, sozialen Einschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kalt lassen. Ganz wie es das Theaterwesen verlangt, beschäftigt sich dieses nunmehr mit den üblen Hartz-Gesetzen, die nach wie vor in eiskalter Selbstverständlichkeit Menschen sanktionieren, was wiederum ein Verstoß gegen das Grundgesetz beinhaltet. Aber das läßt eine gleichgültige Gesellschaft ohne weiteres zu, können sich die Hartz-IV-Empfänger sowieso nicht wehren, haben keine Lobby. Aber immer noch gibt es da die Kunst, die bei wahrhaftiger Anwendung eben nicht die Augen verschließen kann bei solchen Mißständen.
Zwei Zwillingsschwestern mit großem Talent und anspruchsvoller Bühnenpräsenz
09.06.11
Wir leben in einem Land, wo es alles in Hülle und Fülle gibt. Wir haben alles. Alles? Alles. Wir haben genug zu essen, wir haben genügend Möglichkeiten, uns die Zeit zu vertreiben, wir haben Bücher, Internet, Fernsehgeräte und allen möglichen Schnickschnack, um uns das Leben zu gestalten. Ungeachtet dessen, ob sich die Zerstreuung der Sinne in irgendeiner Weise positiv für uns auswirkt. Das wird auch nicht hinterfragt, wir haben es. Wir nutzen es. Wir haben fließend Wasser, wir haben Bäder, Duschen, Wasserhähne, ein gutes System an Rohren, einen künstlich hergestellten Wasserkreislauf. Wir haben alles.
30.05.11
Unfassbar, mit welcher Dreistigkeit Jugendämter hierzulande vorgehen dürfen, ohne daß diese selbst irgendeiner Kontrollinstanz sich zu unterziehen haben. Und das in einem Land, welches sich als demokratischen Rechtstaat bezeichnet. Völlig zurecht stellte der Bielefelder RA Georg Rixe fest, daß Familiengerichtsverfahren aufgrund ihrer großen Bedeutung im Sinne der betroffenen Kinder mit größtmöglicher Beschleunigung durchgeführt werden sollten. Außerdem bemängelte er, daß im neuen Gesetzentwurf der Bundesregierung eine gesetzliche Grundlage für eine „Beschleunigungsbeschwerde“ nicht vorhanden sei. Selbst das Bundesverfassungsgericht scheint diese skandalöse Verfahrensdauer nicht dazu zu bewegen, etwas zu ändern! RA Georg Rixe erreichte am 21.04. dieses Jahres eine Urteilsverkündung im geführten Beschwerdeverfahren (Nr. 41599/09) am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), in der Deutschland mit Nachdruck das überlange Umgangsverfahren vorgeworfen wurde. Dies würde zu einer fortschreitenden Entfremdung der Kinder gegenüber ihrer Bezugspersonen führen, bei Nichteinigung der Parteien müsse ein Gericht alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Verfahren zu beschleunigen, und deshalb solle bereits bei Beginn eines Verfahrens ein Verfahrenspfleger bestellt werden. Außerdem rügte der EGMR Deutschland die fehlende Beschwerdemöglichkeit eben wegen der überlangen Verfahrensdauer.
14.05.11
Immer weiter so, meine Damen und Herren Politiker, es darf gehetzt werden auf diejenigen, die ohnehin keine Lobby haben und sich daher nicht wehren können: die Hartz-IV-Empfänger! Nachdem die vermeintlich Großen der Politik-Prominenz, wie Wolfgang Clement, Franz Müntefering, Roland Koch, Wolfgang Schäuble, Thilo Sarrazin und Guido Westerwelle kein Blatt vor den Mund nahmen und fleißig uns allen verdeutlicht haben, wie simpel und vor allem ekelerregend hetzerisch doch diffamiert werden kann gegen die Klientel der Arbeitslosen, die kaum oder gar keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben, hat längst die zweite Generation der Verunglimpfer ihr Terrain gewittert, sich unrühmlich einzureihen.
03.05.11
Wir alle erinnern uns noch an die größte Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004, bei der die Welt voller Bestürzung den Atem anhielt. Die Bereitschaft zur Hilfe setzte ziemlich schnell ein, und die beiden befreundeten Jugendlichen Lisa und Luisa wollten zunächst sehr spontan ihr Taschengeld spenden. Nur mit monatlichen fünf Euro kann die Hilfe nicht wirklich effektiv sein, überlegten sich die Beiden. Was war somit naheliegender, als die dreijährige Tanzerfahrung einzusetzen, die hinter ihnen lag? Und genau diese Idee setzten sie um, wobei von Beginn an Lisas Mutter, Heike Harrison, die Chefin und Managerin dieses beherzten Engagements wurde. Ku:llj (auch Kullj geschrieben) war fortan der Name ihrer sechsköpfigen Tanzgruppe im nordrhein-westfälischen Saerbeck, rund dreißig Kilometer nördlich von Münster.
02.05.11
Zugegeben es ist bereits seit einigen Wochen da und geistert durch die Medien, nur ist diese Meldung noch nicht bei allen angekommen. Hier sind nicht etwa die Betroffenen gemeint, die Menschen, die es nutzen könnten, sondern diejenigen Stellen, die dazu auserkoren wurden, dafür zu sorgen, dass das Paket auch richtig verteilt wird.
Auf den ersten Blick und oberflächlich betrachtet, liest sich dieses Bildungspaket richtig gut an. Man könnte tatsächlich den Eindruck bekommen, hier haben sich unsere Politiker wirklich mal Gedanken gemacht, es gut gemeint und etwas auf die Beine gestellt. Nun, lange genug haben sie ja auch dafür gebraucht.
21.04.11
Natürlich könnte man sich jetzt zurücklehnen und damit argumentieren, daß es sie schon immer gab, die Armut. Nur, wohin führt ein solches Verhalten ? Die Ergebnisse sind weltweit nicht mehr zu übersehen, wer sich die Mühe macht und die Augen öffnet. Betrachten wir uns in diesem Zusammenhang einmal die weltweiten Slums.
17.04.11
Kürzlich kam eine Bäckerei in die Schlagzeilen, welche mit einem afrikanischen, süßen kleinen Mädchen in Zusammenhang mit Schokoladenkuchen Werbung machte. Nun mag man darüber streiten, wo da nun eine Parallele gezogen werden kann, zwischen einem Schokoladenkuchen und der Hautfarbe des Kindes, oder wo hier denn der „gute Geschmack“ bleibt. Man kann natürlich vielerlei in eine „solche“ Art der Werbung hinein interpretieren, besonders dann, wenn der Gesetzgeber noch diverse Regeln aufstellt, was man bei Werbungen zu beachten und mit zu erwähnen hat. Was jedoch grundsätzlich im Auge des Betrachters selbst liegt. Wer mehr zu diesem Thema lesen möchte kann dies hier tun: http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Protest-gegen-Werbung-einer-Groeditzer-Baeckerei;art1059,3285199










