12.05.10
Blickt man auf die Medien, auf das Blitzlichtgewitter der großen weiten Welt, so könnte man schnell meinen, dass jeder Mensch erfolgreich sein kann, wenn er Ideen kreativ umsetzt und Einsatz zeigt. Von den im Nebelschleier gehüllten “Fädenziehern” dringt sogar die Botschaft nach außen, dass mit der eigenen Persönlichkeit, mit der besonderen Note Geld zu verdienen sei, und man so umgehend die Karriereleiter nach oben klettert. Nun, sicherlich nicht neu, die Erkenntnis, und dennoch steckt hinter dieser Strategie ein gewisses Konzept der Gleichschaltung und Unterdrückung. Medien geben vor, wer noch etwas werden darf und wie die Individualität auszusehen hat. Schnell entwickelt man eine Show, in der es nur einen Sieger geben kann, und Tausende stürmen sofort los, um sich scheinbar “individuell” zu präsentieren. Jeder will aber im Grunde nur weiterkommen, passt sich daher Publikum und Medienmanagement an: denn weiter kommt nur jener, der sich verbiegen und formen lässt. Menschen lassen sich durch das “Blitzlicht des Ruhmes”, also ganz schnell zu Marionetten machen, die so funktionieren, wie man es von ihnen erwartet. Ganzen Artikel lesen