Home » Archive

Freie Gedanken

Verfasst von: admin am August 30, 2011 Kein Kommentar

30.08.11

Allmählich beruhigten sich die Gemüter auf den Zuschauerrängen, insbesondere weil die Richterin zusammen mit den beiden Schöffen den Saal mit energischen, schnellen Schritten betrat. Nein, ihre Gesichtsmimik offenbarte keinerlei Maske, sondern man sah ihr die berechtigte Wut an, die sich ganz besonders in ihren grünen Augen widerspiegelte. Angesichts dieses brisanten Falles konnte auch der verschlafendste Beobachter nicht umhin kommen, hellwach und somit mit gebührender Aufmerksamkeit dem Urteilsspruch zu folgen. Nachdem das Richter-Trio sich gesetzt hatte, folgten auch die Zuschauer, wobei ein Raunen von verstummenden Getuschel langsam in Stille überging.

Verfasst von: admin am August 25, 2011 Kein Kommentar

25.08.11

Es war einmal eine große, frei lebende Schafherde. Von so großer Zahl, dass sie den Überblick übereinander verloren. Denn sie waren damit zufrieden, individuell vor sich hin grasen zu können. So merken sie nicht, dass weitere Schafe hinzukamen. Sie sahen aus wie sie, sprachen wie sie und verhielten sich vermeintlich wie sie. Nur dass sie eben dazu gekommen waren.

Verfasst von: admin am August 12, 2011 Kein Kommentar

12.08.11

Selbstverständlich erhebt der folgende Bericht keinerlei wissenschaftlich fundierten Anspruch, aber hegt die Gewissheit, daß jede Menge aufopferungsvolle Beobachtungsgabe ihm vorausging. Nun, meine lieben Leser, als die ahnungslosen Eltern ihren Filius auf Erden empfingen, nannten sie ihn zugleich Guido (etwaige Ähnlichkeiten oder Assoziationen zu lebenden Personen sind als rein zufällig zu betrachten). Schon zu Beginn der Schulzeit, das Baby- und Kleinkindalter haken wir als üble Notwendigkeit der Persönlichkeitsfindung ab, stellte sich ziemlich schnell heraus, mit welchen Strategien Klein-Guido im Klassenverband agierte. Oberstes Ziel war natürlich, Klassenprimus zu sein.

Verfasst von: admin am August 10, 2011 Kein Kommentar

10.08.11

Wenn staubige Kantsteine zu Siegertreppchen für die wenig Glücklicheren werden, und Möwen zu gut besuchten Straßenkonzerten jubeln und applaudieren.  Wo jeder Stein der Besitz eines jeden ist, und Reichtum nicht an Gold gemessen wird. Hier macht die Hierarchie Kopfstand! Oben ist unten, und unten ist himmelsgleich, der Bettler wirkt fast königlich, und Untertanen gibt es genug. Volle Straßen wie diese, Freudenfeste zum Musizieren, Applaudieren, Salutieren, denn hier spielt kein anderer als der Brückenkönig selbst.

Verfasst von: admin am Juli 30, 2011 Kein Kommentar

30.07.11

Sehr nüchtern, sachlich und emotionslos wird der Hungertod  in Wikipedia (dort allerdings nur unter dem Stichwort „Hungerstoffwechsel“) beschrieben.

 

Verfasst von: admin am Juli 4, 2011 Kein Kommentar

04.07.11

Ich sitze auf einer Bank im Schatten und sehe mich um. Ich hole tief Luft und sage meinen Mitmenschen, dass ich etwas zu verkünden habe. Ich ziehe die Menschen in meinen Bann, denn was ich predige, ist alles, woran sie glauben. Ich brauche auch keine Kanzel, kein heiliges Buch, noch sitzen meine Gläubigen auf harten Holzbänken.

Verfasst von: admin am Juni 11, 2011 Kein Kommentar

11.06.11

„Schau dir mal diese Flugzeuge an, welch Unmengen von Insektiziden sie auf die Felder ihrer Nutzpflanzen versprühen! Hörst du auch den Aufschrei der Abermilliarden Organismen? Und die Bienenvölker, in deren Reihen viele dahingerafft werden, weil sie die Giftcocktails nicht überleben konnten. Was für ein Widerspruch, sie wissen ob der Wichtigkeit der Bienen, und dennoch nehmen sie deren Tod in Kauf.“

Verfasst von: admin am Mai 16, 2011 Ein Kommentar

16.05.11

Dem Klang der  Zeit einen Moment der Besinnung entlockt. Gedanken, welche wie wild immer wieder um den eigenen Verstand kreisen, ohne Anfang und Ende. Wo sollen Sie nur hin, diese Gedanken? Gibt es keine Tür in diesem verworrenen Labyrinth des Augenblicks? Niemals aufgebend; aber woher die Kraft nehmen, auch noch hinter die nächste Tür zu blicken, wo die Hoffnung wirkte wie ein berauschender Glücksmoment, doch der Fall stets tief war, denn außer leere Worte, fand man rein gar nichts.

Verfasst von: admin am Mai 13, 2011 Kein Kommentar

13.05.11

Lachende täuschende Gesichter, Tränen der Verzweifelung, Momente der Leere, erkaufte Freude, statusgemäße Freunde – egal wohin man blickt, sie rennen vor sich weg, haben Angst vor dem eigenen Ich. Viel Lärm der uns umgibt, Sekunden in denen alles in schreiender Stille untergeht, doch niemand, der es hören mag. Weiter immer weiter rennen sie tiefer in den Kaninchenbau, jenem Labyrinth ohne Ausweg. Niemals gelebt nach eigener Prägung, oberflächlich geschwommen, nach Rettung geschrien, obwohl sie selbst die Gefahr.

Verfasst von: admin am Mai 11, 2011 Kein Kommentar

11.05.11

Ein Wort vorab zu diesem Artikel an Sie liebe Leserinnen und Leser: Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Artikel schreiben. Ich wollte Ihnen ein bisschen aus der Geschichte schreiben, etwas über die Entwicklung und Zusammenhänge, aber im Angesicht der sozialen Lage in unserem Land kamen nur folgende Gedanken zusammen, die ich heute mit Ihnen teilen möchte.

Get Adobe Flash player
  Copyright © 2011 Buergerstimme, All rights reserved.| Powered by WordPress| Indy Premium theme by Techblissonline.com