Obama take back the American Dream!

Niemand kann es mehr verleugnen. Im Grunde wissen es alle, das westliche Wirtschaftssystem ist lange schon pleite. Es muss nur noch so lange halten, bis China und Russland kaputt gespart werden konnte. Was hat das mit dem „[wpseo]Good old American Dream[/wpseo]“ zu tun?

Die [wpseo]USA[/wpseo] braucht nicht nur ein neues Geschäftsmodell. Sie braucht auch ein neues Identitätsmodell. Bis es dazu kommen kann, wird noch viel Wasser den Mississippi herunterfließen. Ursprünglich hatten sich die Amerikaner aufgemacht, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Mit der Unabhängigkeitserklärung haben sie sich losgesagt von der britischen Fremdbestimmung. Diese Fremdbestimmung ist das große Trauma der amerikanischen Geschichte. Sie definieren ihr Glück darin, sich nie wieder von einer anderen Macht beherrschen zu lassen. So setzen sie alles daran, jede aufkeimende Macht zu unterbinden. Es geht nicht darum, dass ein Land die USA angreifen könnte. Es geht darum, dass kein Land jemals wieder so viel Macht besitzen darf wie das damalige britische Imperium.

Es wird Obamas Kunst sein, der [wpseo]Finanzwirtschaft in den USA[/wpseo] den Weg so zu legalisieren, die entscheidenden Weichen zu stellen, dass sowohl China als auch Russland nicht in die Lage versetzt werden, die Vorherrschaft der USA zu bestreiten. Wir stecken mitten in diesem Wandlungsprozess. Die Finanzwirtschaft ist längst zur schärfsten [wpseo]Waffe der USA[/wpseo] geworden. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass sich nicht nur in den USA ein gravierender Wertewandel vollzieht. Die gesamte westliche Welt streitet mit der restlichen Welt um dessen Ressourcen. Das geht in die Richtung einer ideologischen Rechtfertigung der Überlebensfrage. Man geht bewusst so an die Geschäfte in der Welt heran, dass man den Tod von vielen Menschen einfach in Kauf nimmt. Um dessen Ressourcen für die heimische Verwertung zu bekommen.

Nahezu das gesamte Erdöl, Erdgas, Edelmetalle, seltene Erden müssen in Dollar gehandelt werden, wenn irgendjemand mit der westlichen Wirtschaftsgemeinschaft Geschäfte machen möchte. Einzig Russland und der Iran handeln zum Teil oder vollständig mit eigenen Währungen oder lassen sich mit Warenlieferungen bezahlen. Das ist mit der amerikanischen Identität historisch bedingt nicht vereinbar. In dem Russland, China, Iran und einige andere Länder bilaterale Handelsbeziehungen unter sich ausmachen, könnten sie dadurch in die Lage versetzt werden, ein eigenes Machtgefüge zu schmieden. Allein die Wahrscheinlichkeit genügt, der Welt vorzumachen, dass z.B. vom Iran eine Bedrohung ausginge.

[wpseo]Obamas Aufgabe[/wpseo] ist es nun, die Amerikaner zu ihrem Amerikanischen Traum zu führen, um ihre [wpseo]Finanzgeschäfte[/wpseo] zunehmend im Ausland zu suchen. Schließlich geht es darum, den großen Mitbewerbern entscheidende Vorteile an Ressourcen vor der Nase wegzukaufen. Alles was einen Preis hat, steht zur Disposition, gekauft zu werden. Jedoch nicht um es zu besitzen, vielmehr um Kontrolle darüber zu haben, wer die Ressourcen wofür verwendet. Wer also in den USA über die richtigen Schlüssel verfügt, Kenntnis darüber zu haben, welche Rohstoffreserven in Kürze durch China oder Russland kontrolliert werden könnten, wird durch den amerikanischen Präsidenten dazu legitimiert werden zu kaufen. Egal was es kostet.

Aus dieser Betrachtung ist es völlig irrelevant, wie hoch die amerikanische Staatsverschuldung ist. Es interessiert nur, die Kontrolle über die Welt zu behalten. Das Ziel ist, die ganze Welt unter der Vorherrschaft der USA zu vereinen. Wie viel es kostet, kann niemand sagen. Die uneingeschränkte Verfügbarkeit von Geld ist in dieser Frage eine unabdingbare Voraussetzung. Das kann das derzeitige Geld-Kredit-System noch leisten. Die Menge des Geldes steigt mit jedem neuen Kreditgeschäft um den Betrag des Kredites, ob irgendein Häuslebauer sein Haus finanzieren lässt oder ein Entwicklungsland einen Kredit bekommt. Je mehr Geld im Markt ist, desto mehr kann aufgekauft werden.

Die Rolle von Ratingagenturen ist hier durchaus infrage zu stellen. Zum Vergleich: Die Staatsverschuldung Griechenlands pro Kopf gerechnet, lag am 31.12.2011, also vor dem Schuldenschnitt vom Mai 2012, bei etwa 31.443 Euro. [1] Die aktuelle Staatsverschuldung pro Kopf jedes Amerikaners beträgt mehr als 51.773 Dollar. Das entspricht etwa 40.726,40 Euro. An jedem einzelnen Tag muss der Staat USA etwa 3,8 Milliarden Dollar oder 3 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. [2] Das kann eigentlich nur funktionieren, wenn man dazu in der Lage ist, der Welt ihre Ressourcen ohne Wertausgleich zu stehlen. Genau das ermöglicht das westliche Geldsystem. Unser Geldsystem ist somit unverzichtbar im Kampf um die Rolle der Vorherrschaft. Entwicklungshilfe muss man zwischenzeitlich auch als ein Machtinstrument betrachten. Ein Land, das finanzielle Hilfen erhalten möchte, zeichnet in der Regel Kredite. Wie wir bereits wissen, existierte dieses Geld zuvor nicht. Erst in dem Moment, als die Unterschrift gezeichnet wird, entsteht das Geld. Der verschuldete Staat musste jedoch Bedingungen eingehen, anderenfalls hätte er den Kredit nicht erhalten. Das Geld muss er auch noch zurückzahlen. Gelingt ihm das nicht, erhalten Hedgefonds Zugriff auf das Tafelsilber der verschuldeten Länder.

Die Herausforderung besteht nun darin, China und Russland so intensiv in die finanzielle Pflicht zu nehmen, dass sie die Bedingungen der USA akzeptieren müssen. Das Ziel ist dessen finanzielle, politische und wirtschaftliche Abhängigkeit.

Wenn das kein Amerikanischer Traum ist?

Ihr

Mario Schlüns

[1] http://www.haushaltssteuerung.de/staatsverschuldung-griechenland.html

[2] http://www.ag-edelmetalle.de/charts/schuldenuhr/#us

Quelle Titelbild:

http://en.wikipedia.org/wiki/File:Official_portrait_of_Barack_Obama.jpg

http://www.donthatemiami.com/tag/usa-flag

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