Tränen für die Freiheit: Solange das Herz noch schlägt

Voller stillem Edelmut schreiten sie voran, stehen ein für das relative Leben, die freiheitliche Selbstbestimmung. Manch ein Geselle lässt sich gern inspirieren von den Impulsen aufrechter Idealisten, doch kaum jemand erkennt, wie schwer es inmitten der heutigen Epoche wirklich ist, für Freiheit, Frieden, Menschlichkeit, Liebe und Zufriedenheit einzustehen.

In einer Zeit, wo Gewissenlosigkeit finanzielle Sicherheit ermöglicht, das Herz auf der Zunge keineswegs mehr bedeutsam ist, sondern eher als hinderlich empfunden wird, dringt schnell erniedrigendes Gelächter aus den Gassen, wenn die letzten philosophischen Ritter intensiv fühlend sowie quer denkend darum bemüht, wahre humane Freiheit zu ermöglichen. Keinesfalls verwunderlich bestimmt ohnehin die Werbeindustrie, was der Mensch denken darf und was er zu unterlassen hat. Wer sich nicht beugt, der wird gebrochen, ins endgültige soziale Abseits gedrängt, so das Mainstreamkarrieremotto.

Zwischen Cola, Bier, Chips und dem nächsten Thriller verweilt die Menschheit in ihrer Erhabenheit; bis letzte freie  Herzen haben aufgehört zu schlagen. Generell scheint jedweder Freiraum eingenommen von staatlichen Normen, Vorgaben einer leblosen Gesellschaft. Es gibt keinen Platz mehr für Visionen, Träume, wahre Ideale. Entweder man dient industrieller Mechanismen oder verhungert. Wer fernab dem Geschäftsradar muss mit Verbannung rechnen, auf Lebenszeit.

Zwischen Berufung und Beruf – freie Wanderer

Wen kümmert es schon, ob immer mehr Familien auf der Straße schlafen müssen, Kinder in Industriestaaten hungern? Solange man nicht selbst betroffen, lachen sie weiter, sprechen von brotloser „Kunst“, obwohl einzig diese aus dem Tal der Probleme hinausführen könnte. Was für Schwierigkeiten, sprach der Narr, uns geht’s doch gut, wir tragen sogar zum Frieden in der Welt bei. Noch während die Worte erklingen, muss in Afghanistan wieder ein Kind sein Leben lassen. Das soll Frieden sein? Ironisches Dunkelkammerdenken aus „Oh nein wo ist der Schalter, unser Herr sagte doch, wir haben die Wahl“ – ja, die haben Gesellen, Pest oder Cholera, aber niemals dürfen sie frei sein, weil der unermessliche elitäre Reichtum dann gefährdet wäre. Sklavengehorsam gehört ins Weltbild hinein, notfalls mit überzeugender Waffengewalt.

Wie einst die Gallier leben auch heute einige Wanderer wirklich frei. Sie zeigen dem Bürgertum, wie schön kreative Freiheit sein kann, ohne dass Wut aus ihren Worten dringt. Ihre Herzen aber sind voller Tränen, weil kaum jemand die wahre Freiheit annehmen will. Stattdessen treten viele auf Gestalter, Beobachter ein, fordern ihre Eingliederung, triebhafte Willenlosigkeit. Für Bravehearts ist jeder Verdienst jedoch wertlos, wenn sie die Stimme ihres Herzens dafür verraten müssen. Jeder Mensch hat das Recht auf Lebensexistenz, wenn er macht, was seine Prägung von ihm verlangt und was er kann. Ohne Berufung, freie Gestalter gebe es heute keine Berufswelt, darüber denkt allerdings im Bollwerk niemand nach.

Endlosigkeit: Liebe wird gegen Hass immer wieder siegen

Egal wie viele Tränen noch fließen werden in den Seelen freier Vagabunden, sie wissen, dass jede Träne das innere Meer nährt, was die Kraft im Gesamten freisetzt. Heute stehend im Sumpf, dem Hohn und Spott augesetzt der neidvollen, hassenden Masse, morgen aber lächelnd, weil eine Hand voll Menschen immer sein wird voller Liebe, egal ob andere sie verachten, die Freiheit schenkt ihnen die Kraft, um die Romantik des Lebens ein jeden Tag neu zu gestalten. Kein Mensch kann wirklich hassen, nur die Bildung lernte es, bis Weggefährten waren an der Oberflächlichkeit des Seins gefesselt. Pädagogen übten Verrat an der Jugend, lehrten ihnen nicht das freie, emotionale Denken, sondern drängten den Nachwuchs in vorgefertigte Funktionsmechanismen.

Tragt Liebe in die Welt hinein, lebt ein jeden Tag voller Gefühle, den Zauber der Romantik, erst dann ist die Menschheit wirklich frei!

Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Solange freie Herzen noch schlagen, sie auf ihrem Weg bleiben, trotz dem gesellschaftlichen Scheiterhaufen der Ignoranz, besteht noch Hoffnung, dass die Menschheit eines Tages in ganzheitlicher Harmonie verweilt, frei von jeglichen Hassgedanken.

Ihr

Joachim Sondern

1 Kommentar zu Tränen für die Freiheit: Solange das Herz noch schlägt

  1. Stefan // 25. Juni 2012 um 11:50 //

    Ein toller Bericht, der geht auf die Substanz der Menschen ein, hilft denen wieder als Mensch zu leben und nicht als ferngesteuerte Roboter.
    Danke nochmals!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*



+ neun = 17