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Weltfrieden in Gefahr: Zunahme der Kriege und des Terrors

Verfasst von: admin am Februar 24, 2012 2 Kommentare

24.02.12

Eigentlich sollte uns die Zunahme von weltweiter Gewalt und der daraus resultierenden kriegerischen Auseinandersetzungen nicht weiter verwundern. Es gab sie schon immer zwischen den Menschen als Ausdruck der Kapitulation und Hilflosigkeit aus unterschiedlichen Gründen. Diese zeigen sich in den Formen der Gewalt, ob in den Familien, beim Sport, in Schulen, beim Arbeitsplatz, gegen Ausländer, im politischen Extremismus bis hin zu Terror und Krieg. Wenn Mensch nicht mehr sich bereit erklärt, den Weg der Kommunikation fortzusetzen und stattdessen der Eskalation der Gewalt freien Lauf läßt, wird diese sich entladen. Trotz all dieses Wissens hat der Homo sapiens bis heute nicht viel dazugelernt, um tatsächlich weltweit in Frieden zu leben. Doch woran liegt es?

 

Müssen wir den Weltfrieden als utopische Wunschvorstellung in Frage stellen?

Da es bis heute keinen Weltfrieden gab, hat sich die Frage eigentlich erübrigt. Dürfen wir dennoch einfach so kapitulieren und die Sehnsucht nach einem Weltfrieden als utopische Wunschvorstellung abtun? Mit Sicherheit nicht, weil ansonsten jedwede Bemühung zum friedlichen Miteinander im Keim erstickt werden würde. Nein, das Gegenteil muß das Ziel sein! Es waren schließlich pazifistische Organisationen, die “Nie wieder Krieg” als Parole während ihrer Massenkundgebungen in der Weimarer Republik ausriefen. Dabei erinnerten sie mit dieser Mahnung eindringlich an das August-Erlebnis zu Beginn des Ersten Weltkrieges, forderten die Abrüstung und das friedliche Miteinander unter den Völkern. Diese drei Worte veranlaßten auch Kurt Tucholsky dazu, ihnen ein Gedicht zu widmen. Was bereits in der Antike begann, denken wir nur an die Ankunft eines Heilandes, eines Messias, eines Welterlösers, der nach der Vernichtung aller Feinde sämtliche freundschaftlich gesinnte Völker miteinander vereinen sollte, setzte sich natürlich fort: die Sehnsucht nach dem Weltfrieden. Und genau das hat Mensch selbst stets in der Hand gehabt. Oder aber straft uns dieses idealistische Ziel mit Lügen, und die Wirklichkeit verdeutlicht uns die Herrschaft des Bösen, die einen Weltfrieden stets zu verhindern weiß?

 

Krieg beginnt in den Familien, in der Gesellschaft

Streitereien wird es immer geben, wenn Menschen zusammenleben, das läßt sich keineswegs vermeiden, da wir alle Individuen sind und daher nicht in allem einer Meinung sein können. Doch die Kommunikation dient uns dazu, in den verbalen Auseinandersetzungen über gegenseitige Kompromissbereitschaft die Konflikte zu beheben und so auch zu schlichten. So weit so gut. Doch in dem Augenblick, wo das Gespräch ein Ende findet und Gewalt einsetzt, auch ein Anschreien muß als der Beginn von Gewalt bezeichnet werden, wird der „Kriegsschauplatz“ eröffnet. Aber damit können wir in Familien durchaus umgehen, wenn wir schnellstmöglich erst gar nicht eine Fortsetzung dieser einmal entstandenen Gewalt zulassen und uns darüber hinaus professionelle Hilfe holen. Klingt sehr einsichtig, doch in der Praxis schaut es leider anders aus. Familien zerbrechen an Gewaltexzessen, die generell insgesamt in der Gesellschaft zugenommen haben. Hierbei spielen äußere Umstände wie Massenarbeitslosigkeit, eine generelle Verrohung in der Gesellschaft, aber auch die Medien sowie zunehmende Armut eine große Rolle, um den Gewaltformen in und außerhalb der Familien eine neue Dimension der Zunahme zu begünstigen.

 

Wie im Kleinen so auch im Großen

Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen zunehmender gesellschaftlicher Gewalt und weltweiten Kriegen? Das Kollektiv vergißt eigentlich nichts, das bedeutet einfach, daß wir Menschen sehr wohl abhängig sind von unserer psychischen Verfassung, die jedweden äußerlichen Einfluß wie Familienzwist, Gewalt in der Gesellschaft bis hin zu realen Kriegen, in denen wir selbst betroffen sind aber auch eben als „Zuschauer“, die nicht direkt Beteiligten, registriert. Das alles bewegt den Menschen, geht nicht spurlos an ihm vorbei. Im letzten Jahr gab es weltweit die meisten Kriege seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Das sollte uns sehr nachdenklich machen, wobei noch der weltweit zunehmende Terror aber auch Bandenkriege, denken wir nur an Mexiko, hinzukommt. Bei der Terrorismusbekämpfung steht aber nicht nur diese selbst im Fokus, sondern auch der Abbau der Menschen- und Bürgerrechte.

Es war stets der einfachere Weg in der Geschichte der Menschheit, mittels Kriegen genau dieses zerstörerische Potential geschehen zu lassen, als der mühsamere Aufbau eines bestehenden Friedens. Auch wenn es in Kontinenten wie Europa oder Nordamerika derzeit keine Kriege gibt, im Kleinen finden sie durchaus statt. Es schwelt überall, wobei ganz besonders die sozialen Spannungen auf der einen Seite erheblich zunehmen und auf der anderen Seite extreme Kräfte sich formieren, die eine gewisse Gefahr für demokratische Gesellschaften bedeuten. Wachsamkeit und daraus resultierende Analyse muß die entsprechende Antwort sein, um im Vorfeld sich eventuell anbahnender kriegerischer Auseinandersetzungen, auch die gegen das eigene Volk, zumindest vorbereitet zu sein für den Ernstfall. Tragen wir alle mit dazu bei, daß Kriege weltweit ein Ende finden.

Ihr

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu “Weltfrieden in Gefahr: Zunahme der Kriege und des Terrors”

  1. Rüdiger sagt am: 27 Februar 2012 um 10:10

    Eigentlich ist das Wort Weltfrieden eher ein Unwort. Weil die Mehrheit der “Westmenschen” in letzter Konsequenz lieber einen Krieg schön weit weg tolerieren statt am Sonntagstisch um den Sonntagsbraten zu kämpfen!

    Es gibt/gab de facto keinen Weltfrieden!

  2. Nicole sagt am: 24 Februar 2012 um 18:48

    Krieg geht aber nie von Volk aus sondern immer von Den Politiker Administration wie z.B Obama Administration . Die Völker dieser erde sind immer die Leidtragenden nie die Politiker Administration selbst. Das Problem ist das die Menschen immer jemand suchen der für sie Macht ausübt als das jeder seine eigne Macht sieht und Verantwortung dafür trägt. LG Niki

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