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Reality Space 2.0 – Wandel und Rebellion des Internets

Verfasst von: admin am Februar 1, 2012 2 Kommentare

01.02.12

Millionen von Emails, Tausende oft belanglose Chatzeilen, endlose „Shoppingtouren“, Spielturniere auf der ganzen Welt, schnelle Informationsbeschaffung, User-Runs innerhalb großer Social Communitys, um neue, virtuelle Freundschaften zu knüpfen; so der Sekundenablauf ein jeden Tag in der Onlinewelt, welche sich unlängst zu einem multimedialen Freizeitnetzwerk entwickelt hat. Sozusagen das billige Freizeitvergnügen, gänzlich ohne Berücksichtigung zwischenmenschlicher Faktoren, für das einfache Volk, auch bekannt als gehorsame „Masse“.

Sie nutzen, was ihnen fertig präsentiert wird, ganz gleich ob Onlinegame oder Homepagebaukasten. Indes merken aber nur die Wenigsten, dass dieses Bauskastenprinzip die konspirative, menschliche Abwertung zur Folge hat. In den Anfängen des Internets bis Ende der 90er Jahre waren Webentwickler z.B. noch sehr gefragt, denn sie programmierten für den klassischen Anwender individuelle Internetseiten, es war eine Art hochgeschätzte Kunst. Infolgedessen nutzten Anwender ihre Seiten wesentlich effektiver als heute, denn da solche Onlineauftritte damals noch eine Menge Geld kosteten, überlegten Internetnutzer vorher, ob sie tatsächlich einen Internetauftritt benötigen und wie dieser explizit auszusehen hatte. Somit entstand kaum Datenmüll, das Internet wurde bewusst genutzt. Inzwischen existieren fertige Baukastensysteme sowie DSL-Flatrates, eine Kombination, welche eine drastische Negativentwicklung der gesellschaftlichen Kommunikationsfähigkeit zur Folge hat – Menschen pflegen kaum noch reale Kontakte, verweilen im Irrglauben, alles allein zu können, ohne jedwede Hilfe. Ergo ist gerade im technischen Sektor der Dienstleistungsmarkt eingebrochen, denn User können sich dank fertiger, undurchsichtiger Baukastenkontrollsysteme in nur wenigen Minuten selber im Netz präsentieren, legen kaum noch Wert auf Individualität oder Professionalität. Selbstbestimmung und gegenseitige Wertschätzung mussten dem Geiz-ist-Geil-Gedanken weichen, ganz im Sinne der All-Inclusive-Mentalität. Selbstverständlich führten solche Verhaltenmuster immer weiter in den Kaninchenbau hinein, wodurch unkontrollierte Abneigungswellen entstanden, der Mensch zum Kontrollobjekt degradiert wurde, mittels verführerischer Onlinewelt, in der jedem User vermittelt wird, dass er in einer perfekten Welt lebt, was meist zum unbewussten Daueronlinekonsum führte.

 

Ganzheitlicher Umgang mit Weltnetzwerken

Allerdings besteht eine Medaille stets aus zwei unterschiedlichen Seiten. Jene durch Verantwortliche angestrebte Bevölkerungskontrolle mit Hilfe multimedialer Onlinenetzwerke funktioniert lediglich bis zu einem gewissen Grad. Dadurch, dass die Onlinewelt nämlich vereinfacht wurde, konnten Menschen fortan ebenfalls weltweite, konstruktive Kontakte knüpfen, eigene unabhängige Netzwerke aufbauen. Einziges Problem: Bis dato ist die ganzheitliche Nutzung solcher Basisnetzwerke eher mangelhaft, da alle Kontakte meist über große Communitys entstanden sind. Viele Anwender können zwar fertige Onlineangebote nutzen, jedoch fehlt den Meisten noch immer das Grundverständnis für sämtliche technische Feinheiten im Reality Space. Außerdem mangelt es nicht selten an zwischenmenschlichen Empfindungen.

Vom technischen Blickwinkel betrachtet, müssten vermehrt eigene Visions-Plattformen entstehen, welche weit über dem normalen Standard hinausgehen. Fähige Entwickler sind keine Seltenheit. Einziges Problem besteht in der irrationalen Nutzung vorhandener Ressourcen: Menschen nutzen zum Protestaufbau zwar das Internet, organisieren ganze Kampagnen und dennoch finden aufgrund des massiv entstandenen Datenmülls nur ganz wenige Menschen zusammen. Zudem ist die Angst vor erniedrigender Kritik oftmals Wegbegleiter gewisser Initiatoren, sie sind gehemmt, weil alles in Diskussionen „zerschlagen“, förmlich nach Fehlern gesucht wird, anstatt einfach mal neue Ideen gemeinschaftlich umzusetzen und diese während des aktiven Prozesses im ergänzenden Miteinander weiterzuentwickeln. Jede Möglichkeit im Reality Space ist ohne das menschliche Herz wertlos. Es liegt an uns, ob wir das Internet als Art Betäubung nutzen oder endlich die wahren Chancen für eine gerechte Welt in der Digitalität erkennen.

 

Ihr

Joachim Sondern

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2 Antworten zu “Reality Space 2.0 – Wandel und Rebellion des Internets”

  1. Nicole sagt am: 3 Februar 2012 um 18:02

    Hallo
    Für mich ist das internet eigentlich nur um Informationen wie die Seite und viele andere Webseiten zu lesen über die wahren” Hintergründe “, denn irgendwo in der Mitte liegt die Wahrheit. Es wäre schade wenn ich nicht mehr informiert wäre. Viele leben im Internet und verpassen ihr Leben. Früher war es Fernsehen heute eben Internet.

  2. Gabriele Fiola sagt am: 1 Februar 2012 um 18:54

    Ich persönlich stelle immer wieder fest, das einige *soziale Netzwerke* in keinster Weise soziales- vorweisen…ich empfinde eben genau das Gegenteil ,einige Menschen handeln ohne *Herz…gesehen und gesehen werden, wer und was ist das schönste auf Erden…wenige die wirklich noch in der Lage sind, dies anders zu handhaben, und mal genauer zu schauen und nicht solches als *Volkssport betreiben.

    Kommunikation verläuft auf anderen Spähren…man schweigt und setzt sein Profil in szene…und wer etwas fragt weils nicht verständlich ist, wird öffentlich mundtot gemacht`, als beispiel für alle anderen die meinen gleiches zu tun.

    Wenige Menschen rücken noch zusammen.

    Wir brauchen einander und es wird noch einiges kommen in der Zukunft wo wir zusammenrücken müssen…
    nicht als “Volkssport …nein, um uns gegenseitig den Rücken zu stärken und füreinander mit Herzblut nahe zu sein.Die Zeiten werden sich Wandeln und unverhofft schauen wir auf das was vor uns liegt!

    Wir müssen versuchen diese Chance *Internet auch aus einem sozialen Blickwinkel zu sehen. Vieles könnten wir im positiven Sinne bewegen und nicht als Ohnmacht auszuleben, wie es zur Zeit häufiger stattfindet.

    Die Gemeinschaft ganz groß und doch so klein…rücken wir doch ein bischen näher und geben uns die Hand…so läßt sich viel mehr Gutes umsetzten und jeder darf daran teilnehmen und seine guten Kräfte einsetzten.

    in diesem Sinne …Gruß Gabriele

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