Nahrungsmittelknappheit könnte morgen schon Geschichte sein
27.12.11
Unsere Erde bietet sehr viel gesunden Humus, um die Ernährungsfrage der doppelten Bevölkerungszahl völlig problemlos zu bewältigen. Auf Grund manch Gieriger im Verhältnis zur großen breiten Masse an Menschen kam es genau zu der Entwicklung, die schon heute die Existenz des Homo sapiens weltweit gefährdet: Bestehende Hungersnöte werden sich aller Voraussicht nach eher ausweiten. Und bei diesem perfiden Spiel haben sich all jene beteiligt, die deutlich sichtbare Zusammenhänge einfach mal ausgeklammert haben, stets war der Fokus auf die eigenen Pfründe gerichtet. Dabei wurde jede Gelegenheit genutzt, um ziemlich schnell zum erklärten Ziel des Profits zu gelangen. Nachhaltig behutsamer Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen zusammen mit einer weitsichtigen Agrarökologie stand somit keineswegs zur Diskussion, alles mußte sich der Gewinnmaximierung unterordnen. Zwar begann zu Beginn der 1980iger Jahre die „grüne Bewegung“, entsprechende Parteien wurden gegründet, aber bis heute stehen Engagierte einer enorm großen Lobby von Unnachsichtigkeit gegenüber, auch wenn so manche Stimme dort zumindest ins Grübeln kommt.
Ein Chemiekonzern empfiehlt eine neue Methode zur Analyse der Agrarwirtschaft
Immer genau dann, wenn ausgerechnet die Lobbyisten, die weltweit sehr großen Schaden angerichtet haben, plötzlich beginnen, über Nachhaltigkeit zu sinnieren, muß auch eine gewisse Skepsis uns aufhorchen lassen. Die BASF meinte kürzlich, sie müsse Boden gut machen. Schön, eine tolle Absicht, die da das BASF- Vorstandsmitglied Stefan Marcinowski mit seiner AgBalance-Methode der Welt präsentiert. Ein Datenbündel von Algorithmen, nachdem jahrzehntelang die Böden unter den chemischen Düngemitteln leiden mußten als eine Form der Wiedergutmachung? Ein Pharmakonzern, der selbst die Gentechnik favorisiert, schmückt sich mit der Zusammenarbeit des Ökoinstituts Freiburg?
Späte Erkenntnis einer altbewährten Agrarwirtschaft
Nachdem sich wie ein bösartiges Krebsgeschwür eine große Firma nach der anderen zu einem Konzern ungebremst entwickeln konnte, ganz besonders die Politik genau dies förderte, während ein kleiner Landwirt nach dem anderen seinen Betrieb aufgeben mußte angesichts der stetig wachsenden, übermächtigen Konkurrenz, er nicht mehr mithalten konnte, wird jetzt zurückgerudert, wie auch Ralf Südhoff, Chef der UN World Foodprogramme (WFP) für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz, kürzlich durch eine radikale Agrarwende einforderte. Zwar bemängelte er den zu geringen Geldfluß nach Afrika, es würde an Hilfsgeldern vor Ort fehlen, wie er im Interview erwähnte, dies steht aber im krassen Widerspruch zur eigentlichen Problematik einer Entwicklungshilfepolitik, die keineswegs als effektiv und sinnvoll zu bezeichnen ist, wie völlig zurecht schon Volker Seitz anschaulich in seinem Buch beschrieb. Erst wenn ein wirkliches Umdenken mit ganz klaren Vorgaben stattfindet, in die Praxis umgesetzt wird, haben die Völker überhaupt eine Chance an den Weltmärkten, können sie ihre eigene Existenz sichern. Es muß endlich dieser korrupt geldgierigen, alles vernichtenden Wirtschaftspolitik Einhalt geboten werden, das geht natürlich nur mit unbedingter, weltweiter Zusammenarbeit, erst dann dürfen wir Hoffnung auf Besserung hegen.
Gleichzeitig wächst der Widerstand
Wenn auch vielleicht nicht schnell genug, weil das Leid stetig erbarmungslos zunimmt, wenn wir nur an die anhaltenden Hungersnöte denken, an die Hunderte Millionen Menschen, die zu leiden haben, weil Nahrungsmittelspekulation, Monokultur, Landvertreibung sie nachhaltig belasten, während westlich geprägte Nationen es sich fürstlich gutgehen lassen. Das Recht des „Stärkeren“ obsiegt, während halt die „Schwächeren“ das Nachsehen haben, flechten gern manch zynische Zungen ein. Mögen sie ihr Gewissen in Kaviar, Champus, Weiber und Gesang beruhigen, Menschen mit Herz und scharfen Verstand können da nicht still bleiben. So beschäftigt sich auch das Zentrum für politische Schönheit mit diesem Thema, macht eindrucksvoll in einem Kurzfilm (Schuld. Die Barbarei Europas) auf die Problematik der Nahrungsmittelzockerei aufmerksam.
Die Menschen müssen aufwachen, sich ihrer selbst bewusster werden, auf welch gefährlichem Weg sie sich begeben haben, besser gesagt, zugelassen haben. Nicht die breite Masse profitierte von sämtlichen Errungenschaften eines äußerst fragwürdigen, angehäuften Überreichtums, sondern nur ein winziger Teil läßt es sich bis heute wirklich gutgehen. Alles hatte sich bisher dieser zerstörerisch-verlogenen Politik unterzuordnen. Wir müssen dies erkennen und sie ersetzen durch eine humane, die auch alles Leben auf Erden berücksichtigt, behutsam und nachhaltig !
Ihr
Lotar Martin Kamm




















@Johannes de Farmer
Interessant, wie mal wieder “selbsternannte” Experten sich wichtigtun. Sie wissen nur zu genau, daß Wortklauberei hier völlig unangebracht ist, da helfen auch 10 Seiten nicht wirklich.
Mir ist schon klar, daß es Lobbyisten nicht in den Kram paßt, wenn man völlig zurecht behauptet, daß selbst 16 Milliarden Menschen auf Erden KEINEN Hunger erleiden müssen, da nutzt auch Ihr Intervenieren recht wenig, mit der ewigen Lüge, man könne nur 2 Milliarden Menschen ernähren!!! Monokulturen zerstören nachhaltig den Boden, auch wenn Sie es als Mär abtun !!! Es geht nicht um die Höhe der Lebensmittelpreise selbst, sondern um das Spekulieren, auch wenn Sie noch so detailliert hier kommentieren !!!
Ich rate Ihnen mal genauer zu lesen, und meinen Artikel nicht gleich als “Unsinn” zu deklarieren- mit keinem Wort habe ich die UN gelobt, das Gegenteil entnehmen Sie bitte meinen Zeilen, wenn auch nicht direkt, aber zumindest durch den Hinweis zu Volker Seitz !!!
Urzeit-Code: Mittels eines elektischen Feldes werden Mutanten erzeugt, da hat man Eier der Regenbogenforelle 4 Wochen diesem Feld ausgesetzt. Das Ergebnis war mehr Fisch. Auch bei Mais hat das funktioniert, statt einem Kolben hatte der im Schnitt 9… klasse, jetzt kann man ja mal eine schwangere Frau suchen die ein großes und starkes Baby möchte, mit vier Armen und sechs Beinen.
Sarkasmus bei Seite – das ist auch Gentechnik, niemand kann die Auswirkungen einschätzen! Finger weg!
du hast vollkommen recht johannes, ernährung hängt noch von ein paar mehr faktoren ab als z.B. genügend ackerland. abgesehen davon ist es auch aus vielen anderen gründen einfach besser wenn die zahl der menschen eher deutlich abfällt als steigt. wichtig wären dann meiner meinung nach auch die früher eigentlich mal üblichen hecken zwischen den feldern um der erosion vorzubeugen, die verstärkten faktoren dafür wird der klimawandel uns sicher bescheren.
Ich ärger mich über den Artikel, das ist von vorn bis hinten Unsinn.
Erster Satz, da wird schon mal Humus mit Boden verwechselt. Wie man den Humusgehalt des Bodens nachhaltig konstant hält, darüber könnte ich schon 10 Seiten schreiben, das ist das A und O des Ackerbauern. Weiter wird behauptet man könne 14 Milliarden Menschen ernähren. Ohne Pflanzenschutzmittel mit Hilfe von Öl produziert, ohne Düngemittel mit Hilfe von Öl produziert, ohne tiefgründige Bodenbearbeitung mit Traktoren und Diesel würden die Erträge auf ein fünftel einbrechen. Nachhaltig kann man dann etwa 2 Milliarden Menschen ernähren, mehr nicht.
Ist euch schon aufgefallen das Ralf Südhoff nichts über Lebensmittelvernichtung als Benzin oder Dieselersatz sagt? Warum wohl?
Naiv einer Un-Organisation zu trauen! Das sind Leute die werden fürs Lügen bezahlt.
die lösung der probleme gibt es schon lang, patent wurde von ciba-geigi einkassiert…
http://www.urzeit-code.com/
niemand muss auf diesem planeten hungern, alles ist vorbereitet, es liegt an den menschen, wenn diese umfassend informiert sind (im übrigen auch über die freie energie!!), wird dieses system mit den faschistoiden auswüchsen auf den müll der geschichte landen. diese geisteskranken profit+machtgierigen müssen verhaftet und verurteilt werden.
Ja was den nun? Zuerst muss man klären ob die Lebensmittelpreise wirklich hoch sind. Sind sie nicht! Mehl, Zucker, Eier, Butter sind so billig wir vor 30 Jahren. Inflationsbereinigt also deutlich billiger als damals.
Weil Grundnahrungsmittel so billig sind nutzt man sie als Energieträger für Motore, weil Nahrungsmittel so billig können Landwirte ohne Chemie und Subventionen nicht von ihrer Arbeit leben, weil so billig ziehen Landwirte in die Slums der Stadt um dort Arbeit zu finden, weil so billig werden Nahrungsmittel knapp.
Also ist doch die Lösung (vereinfacht), Preise für Lebensmittel rauf, Subventionen weg und den Ärmsten der Armen, in den Slums der Städte, Acker geben und die Rücksiedlung finanziell unterstützen.
Wenn man aber die Preise senkt und weiterhin künstlich niedrig hält, werden noch mehr Menschen verhungern, es wird noch weniger angebaut und es werden noch mehr Lebensmittel als Erdölersatz verbraucht.
Im Moment kriegt hier in Deutschland ein Bauer 17Cent für einen Kilo Backweizen. Der Brennwert liegt zur Zeit bei 27Cent – wie pervers ist das denn?
Das Märchen der ausgelaugten Böden passt auch überhaupt nicht zu den Spitzenerträgen die ständig steigen.