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Japan mißachtet Abkommen des IWC – Walschlachten wird ungerührt fortgesetzt

Verfasst von: admin am Dezember 4, 2011 2 Kommentare

04.12.11

Mutter Erde hat stets Antworten, die der Mensch meist gar nicht verstehen kann. Für diesen stellen sie sich als Naturkatastrophen dar. Sie ereignen sich ausgerechnet in Gebieten, in denen die Bevölkerung so gar nicht Naturgesetze beachtet, sondern erst recht sie mit Füßen tritt? Wenn wir uns die Katastrophe von Fukushima und ihre Folgen vergegenwärtigen, könnte man zu diesem Ergebnis gelangen, alldieweil ganz besonders bestimmte Lobbyisten in Japan so gar nicht natürliche Signale wahrnehmen, sondern sie gänzlich mißachten aus reiner Geldgier und Machtgehabe. Was helfen schwerlich ausgehandelte Abkommen, wenn sie dennoch nicht eingehalten werden?

 

Internationale Walfangregelung umstritten

Was nutzen Abkommen und Kommissionen wie die IWC (International Whaling Commission) oder auch die ICRW (International Convention on the Regulation of Whaling), eines der ältesten internationalen Umweltabkommen, welches am 02. Dezember 1946 in Washington D.C. gegründet wurde, wobei 42 Nationen unterzeichneten? Zwar war das beschlossene Ziel  “die angemessene und wirksame Erhaltung und Erschließung der Walbestände” sowie die Gefährdung von Walarten aufgrund übermäßiger Bejagung durch den internationalen Walfang zu vermeiden, aber inzwischen sind noch weitere wichtige Aspekte hinzugekommen. So gilt ebenso, Delphin- und Tümmlerbestände zu schützen, aber auch die Verlärmung, den Klimawandel sowie Umweltgifte zu berücksichtigen. Die einmal jährlich stattfindenden Tagungen des IWC führten schließlich dazu, daß 1982 ein Walfangmoratorium für Großwale verabschiedet wurde, welches 1986 in Kraft trat. Schnell entstanden daraufhin Sondergenehmigungen für den Walfang, die auch mit solch geschickten Formulierungen wie “zu wissenschaftlichen und traditionellen Zwecken” begründet wurden, wie dies die Nationen Japan, Island und Norwegen taten. Inzwischen betreiben Norwegen und Island wieder offenen und kommerziellen Walfang, erkennen kurzerhand das Verbot daher nicht mehr an.

 

Vergiftung der eigenen Bevölkerung durch Delphin- und Walfleisch

Vergessen wir hierbei nicht, daß die japanische Bevölkerung ohnehin erheblich durch die Verstrahlung des Fukushima-AKWs belastet wird.  Die Behauptung des Walschlachtens zu wissenschaftlichen Zwecken steht im Gegensatz zur Wirklichkeit, wenn in japanischen Restaurants und Supermärkten Fleisch bedrohter Walarten wie Buckel-, Finn-, Grau- und Blauwal gefunden werden. Internationale Gesetze werden einfach mißachtet, die japanische Walfangflotte arbeitet munter in der Antarktis, obwohl dieses Gebiet die IWC 1994 zum Schutzgebiet der Wale erklärt hat. Selbst vor eigener Küstenregion wurden 20.000 Delphine abgeschlachtet, Kleinwale getötet. Die grauenvollen Video-Aufnahmen von Taiji gingen um die Welt. Kein geringerer als ausgerechnet der Tiertrainer Ric O’Barry, der mit der Familienserie “Flipper” vor gut 40 Jahren berühmt wurde, drehte den schwer zu ertragenden Dokumentarfilm “The Cove” (Die Bucht), in dem das Abschlachten von Delphinen gezeigt wird. Heute steht für ihn fest, daß Delphine vor dem Menschen geschützt werden müssen, die heile Welt in Gefangenschaft geratener Delphine zurechtgerückt werden muß, um deren  Leiden zu beenden. Landet ein Delphin auf japanischem Speiseteller, ist dessen Fleisch obendrein um das 50-fache des erlaubten Grenzwertes kontaminiert, Pilotwalfleisch hochgradig quecksilberbelastet. Dies scheint die Lobby des Walfangs nicht im geringsten zu beeindrucken, weil sie dies ansonsten zum Schutz der eigenen Bevölkerung sofortigst stoppen würde.

 

Walfang kontra Fukushima?

Absurde Entscheidungen werden getroffen. Anstatt Geld für Fukushima locker zu machen, fließen die Beiträge in den Walfang. Warum diese grausame Entwicklung entgegen weltweit berechtigter Proteste? Was muß noch alles geschehen, bis die Japaner beginnen zu bemerken, welch unlogische Politik sie betreiben? Mißachtung der Naturgesetze, somit weiterhin die unberührte Fortsetzung der AKW-Politik, Abschlachtung der Wale und Delphine, das Inkaufnehmen der Vergiftung der eigenen Bevölkerung, alles nur um gewisse Lobbyisten zu bedienen ! Das Leid wird auf diese Weise nicht geringer, sondern viel eher zunehmen, und es liegt mal wieder an den Menschen selbst, initiativ zu werden, zu handeln. Das Internet  ist in Japan ohnehin tief verwurzelt, somit sollte es kein Problem darstellen, die Bevölkerung mit entsprechend gezielten Informationen zu warnen, um diesen Wahnsinn zu beenden.

 

Ihr

Lotar Martin Kamm

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2 Antworten zu “Japan mißachtet Abkommen des IWC – Walschlachten wird ungerührt fortgesetzt”

  1. tanja sagt am: 11 März 2012 um 07:21

    Japan ist eine Schande für die ganze Welt,pfui!

  2. Monika Lesle sagt am: 4 Dezember 2011 um 15:50

    Der untrüglichste Gradmesser für die Herzensbildung eines Volkes und eines Menschen ist, wie sie die Tiere betrachten und behandeln! Eine Schande für dieses Land!

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