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Eine oberflächliche Gesellschaft: die zivilisierte Kriegsmentalität

Verfasst von: admin am Dezember 2, 2011 2 Kommentare

02.12.11

Die zivilisierte Welt in ihrem täglichen Lebensrausch: Sie klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, lachen miteinander und weinen, aus den Wirtshäusern hört man lauten Jubel, das stille Gelächter eines oberflächlichen Daseins erklingt aus manchen Nebengassen, viele warten nur darauf, eigene Prägungen zu verachten.

Infolgedessen entstehen neue Vakuumstrukturen, welche das triebhafte Beuteverhalten des Menschen fördern, was mitunter schweigsame Massen projiziert, die nicht mehr hinterfragen, sondern einfach greifen. Da fällt es kaum noch auf, wenn ein Kind mal verschwindet und als Ersatzteillager ausgeschlachtet wird, da vollkommen ohne Selbstwertgefühl der Mensch den Mensch zum Objekt in dieser Welt hat deklariert. Betroffenheit folgt kurz, vor allem wenn die Medienwelt dies verlangt, indes stehen Betroffene alleine da, meist ein Leben lang, weil niemand erkennt, dass wir seit Menschheitsbestehen alle miteinander verbunden sind.

So wandert unsere Gesellschaft weiter, in feinen Anzügen, der neueste Modetrend, nach außen stets akkurat, der Reputation wegen sehr verhalten im Erscheinungsbild; aber kaum betreten viele ihr Heim, die Tür ist just verschlossen, wird die Familie angeschrien, Kinder fangen an zu weinen, ein stiller, lautloser Schrei, den kaum jemand hören will, weil das Telefon mal wieder klingelt, das nächste verlogene Gespräch nicht warten kann.

Vom Gesetz genehmigt; anhaltender Stumpfsinn, denn dieser ist praktisch, blendet er schließlich die freie Wahrnehmung von wahren Werten, sogenannter Herzensempfindungen. Als Werkzeug dient der größtenteils kontrollierte Arbeitsmarkt, dem Wertungsverfahren immer treu: Geh arbeiten, wie von Dir verlangt, tu auf keinen Fall, was Du gut kannst, denke in qualitativer Norm, niemals aber leb, wie Du es für richtig hältst, schließlich gelten Teamfähigkeitsregeln, selbstverständlich ohne vorhandene Gemeinschaft.

Woher will der Mensch wissen, was richtig und falsch? Er verweilt in Gedanken, über alles erhaben zu sein, schafft Bioterrorismus, es wird das letzte Kapitel dieser Erde sein. Tödliche, biochemische Bakterien wurden längst entwickelt, keinen kümmert dies, leben wollen alle dennoch im Paradies. Kein Mensch kann künstliche Viren kontrollieren, nur Narren lassen sich von Machtbesessenen führen.

Leistungsdruck und Gruppenzwang bis hin zum Selbstmorddrang, verweilend täglich auf der Folterbank, weil unsere Seelen seit Jahrhunderten nie wirklich frei, politisch Schwach erheben sie die Hand, meinen, das sei Meinungsfreiheit, vor der eigentlichen Menschenwürde jedoch haben Wandergesellen nur wenig Achtung. Würde nur noch gegen Bonität, so der neueste Werbetrend – keinesfalls offensichtlich, zweifelsohne schleichend sitzend, bis im letzten Winkel des Verstands manipulierend.

Nach Frieden streben, obwohl täglich im Krieg lebend, graut es einem Beobachter vor dem, was naht, voller Tränen schaut man dann herunter, weil die Erde erstickt in eigener Boshaftigkeit, des Menschens Saat. Selbstbetrug, wohin das innere Auge auch wandert, verwirrte Handlungen, die nach Antworten suchen, gleichwohl solche Phrasen voller Verborgenheit schon immer da.

 

Was wird aus uns allen – die Antwort weiß nur der Wind!

 

Ihr

Joachim Sondern

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2 Antworten zu “Eine oberflächliche Gesellschaft: die zivilisierte Kriegsmentalität”

  1. VoiceDialogue_ sagt am: 3 Dezember 2011 um 07:03

    Danke, ich stimme vollkommen zu. Ratlos sehe ich dieses irrwitzige Treiben.

  2. Jürgen Kremser sagt am: 3 Dezember 2011 um 05:26

    Sehr gut ausgedrückte Empfindung eines an Unzulänglichkeit der Menschen leidenden Herzens.

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