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Planet der Lügen: Fakten menschlichen Selbstbetrugs

Verfasst von: admin am Juni 19, 2011 Kein Kommentar

19.06.11

Die Menschheit bewegt sich kontinuierlich in einem gleichgeschalteten Rhythmus. Ob Arbeitswelt, Freizeit, Familienleben, überall sind Menschen umgeben von einer eigens erzeugten, intensiv betäubenden Geräuschkulisse sowie visuellen Täuschungen. Ganz im Sinne der bunten, mediengeprägten Welt, die Glück durch Konsum verspricht, wenn man bereit ist, ohne Fragen zu stellen, der eigenen Prägung gänzlich abzuschwören.

 

Erschreckenderweise hat dies bis dato bestens funktioniert. Leidenschaft, Hingabe, ganzheitlich emotionale Gaben werden unterdrückt, aus Angst die eigene berufliche Existenz zu verlieren, denn wer nicht ins Vorgabeschema passt, wird mitunter aussortiert. Jene Art von schleichenden Klassifizierungsprozessen umgeben Weggefährten ein jeden Tag, selbst wenn sie innerhalb der eigenen vier Wände ihr wahres Ich suchen.

 

Worauf basiert allerdings dieser menschliche Selbstbetrug im Zusammenhang mit dem desolaten, politischen Irrgarten? Ist die Menschheit wirklich machtlos, wenn es darum geht, konstruktiv frei zu leben? Widmen wir uns daher einmal den fünf Basiswerten unserer Gesellschaft, die nach außen hin vielversprechend wirken, vom Kern her aber durch unser oberflächliches Handeln zerstört wurden.

 

1. Demokratie und die ewige Suche nach der passenden Staatsform

Da die Menschheit seit jeher nach dem Herrschaftsprinzip lebt, steht bis heute die jeweilige Staatsform klar an erster Stelle. Monarchie, Diktatur oder Demokratie, eines haben alle Staatformen gemein, sie stellen eine Herrschaftsform dar. Während Monarchie als auch Diktatur nach außen hin als klare Einzelherrschaften bekannt, hüllt sich Demokratie hingegen fortlaufend in neue Gewänder. Ganz gleich ob parlamentarische Republik, direkte Basisdemokratie, das Spiel mit Wortkonstrukten funktioniert einwandfrei.

 

Demokratie beruht vom Grundsatz her auf den Urgeist alter Herrschaftsformen, denn da Völker immer wieder nach Leitkulturen ihr Leben ausrichten, ist es bis heute gänzlich unmöglich neue Staatsformen, die reinweg auf unser inneres Vernunftwesen beruhen, aufzubauen. Keineswegs verwunderlich, denn rückblickend lässt sich erkennen, dass der Mensch seit Jahrhunderten unter Herrschern verweilt, infolgedessen mit wahrer Freiheit kaum etwas anzufangen vermag.

 

2. Menschenwürde ohne Selbstachtung nur eine Farce

Aufgrund dieser Tatsache wird auch Menschenwürde im eigentlichen Sinne nicht gelebt. Menschen versuchen sich gegenseitig zu formen, kämpfen um Status, wollen Positionen besetzen, notfalls auch durch massives Mobbing; „wem stört es schon, wenn immer mehr Bürger in Depressionen verfallen, den Freitod wählen, waren sie halt nicht stark genug.“ Unterdessen vergisst jener, der solch Gedankengut in sich trägt, dass er morgen bereits der Nächste sein kann, den es trifft, denn eigene „Pfeile“ kommen irgendwann immer wieder zurück.

 

Warum überhaupt ein solcher Macht-Run? Nun, generell möchten Menschen damit ihre eigenen Schwächen verbergen, denn Selbstachtung kennt nur, wer dem eigenen Charakter freie Entwicklung gewährt. Zweifelsohne hat die Menschheit aber stets im Dienst vorangegangener Generationen gelebt, Traditionen weiter getragen und lediglich im Rahmen dieser es ab und an gewagt, kleine Veränderungen zu erwirken, ein ganzheitlicher Wandel bleibt seit Menschheitsgedenken jedoch aus, doch wenn nicht verstanden wird, dass die eigene Seele würdevoll behandelt werden muss, dann wird der Homo sapiens seinem Nächsten erst recht keine Würde entgegenbringen können, da er es nie frei von Vorurteilen erlernt hat.

 

3. Freie Entfaltung der Persönlichkeit ohne Leidenschaft bedeutungslos

Wo die Achtung der Würde nicht vorhanden, kann kein Mensch sich frei entfalten. Wir entfalten uns lediglich im Rahmen alter Traditionen, Vorgaben, und kaum schreit die Seele nach eigener Entwicklung, wird dies durch Trendsetterrausch unterbunden. Dabei läge es in unserer Hand; würden wir dem Profitdenken einmal entsagen, einfach uns entwickeln, weil wir voller Leidenschaft und Hingabe unsere Persönlichkeit erforschen möchten, dann bräuchten wir uns um freie Entfaltung keine Gedanken machen, sie steckt in der täglichen Art und Weise angefangener sowie vollendeter Handlungen.

 

4. Mensch und Natur – der Planet trägt unsere Boshaftigkeit nicht ewig

Andauernde, unterdrückende Herrschaft, fehlender würdevoller Umgang, im Käfig lebend fern jedweder freier Entfaltung – all das führt natürlich auch zu einem drastischen, unverantwortlichen Umgang mit anderen Lebewesen und unserer Natur. Laufend wird per Handy telefoniert, immer neue Dinge gekauft, ohne einmal zu hinterfragen, woher die gesamten Rohstoffe eigentlich kommen, was wir anderen Lebewesen, bzw. unserer Erde damit antun. Vulkanausbrüche, Klimaprobleme, regelmäßige Erdbeben, saurer Regen, in manchen Gebieten kaum noch unbelastete Luft zum Atmen und trotzdem lebt der Mensch weiter in seiner betäubenden Abhängigkeit des Scheinlebens, als sei nie etwas gewesen.

 

5. Berufsleben nach industriellem Funktionsschema

All diese Hilflosigkeit, das mangelnde Verständnis für zusammenhängende Faktoren im Leben führt dazu, dass der Homo sapiens natürlich ein Ventil sucht, um die innere Unzufriedenheit zu kompensieren. Anstatt allerdings nach Ursachen zu forschen, wird jeglicher Frust im Berufsleben abgebaut. Dort hat der Kleine ein Machtgefühl, denn nach der Macht der Großen kann er nicht greifen, also spielt einer den anderen aus, wenn es um kleine, berufliche Positionen geht. Leider erkennen nur wenige Läufer indes, dass die ergänzende Arbeitsweise dazu beitragen würde, kein Mensch sich kaputt machen muss, denn um in den „Genuss“ von kleinen Machtgefühlen zu kommen (welche sich im Nachhinein als Schall und Rauch erweisen), geben viele Weggefährten ihre Träume, ihr gesamtes eigenes Wesen auf.

 

Endlos könnte man diese zusammenhängenden Beispiele fortführen, doch alleine die Basiswerte verdeutlichen, dass die Menschheit sich selbst betrügt, ohne sich dessen bewusst zu sein.

 

Ihr

Joachim Sondern

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