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Europas Schuldenkrise und Merkels Kritik

Verfasst von: admin am Mai 24, 2011 Kein Kommentar

24.05.11

Europa in der Schuldenfalle egal wohin man blickt: Island, Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien stehen bereits vor unüberwindbaren Hürden. All diese Länder verbindet eine Tatsache: Sie sind zu Gefangenen des eigens erschaffenen Geldsystems geworden. Dass die Börse als Plattform dieses abstrusen „Finanzmarktgebildes“ in die Knie geht, ist daher keinesfalls verwunderlich, wurde sie schließlich umgehend nach Beginn der Weltwirtschaftskrise künstlich am Leben erhalten, um das seit Jahrzehnten praktizierte Anleger- sowie Geldsystem aufrechtzuerhalten – aus reiner ignoranter Profitgier mancher „Marktprofis“. Inzwischen müssen aber selbst Systemläufer einsehen, dass es dem wirtschaftlichen Ende entgegen geht. Unlängst ist es für ein Systemreset, rechtzeitig vor dem totalen Crash, zu spät, da leistungsbezogene, reale Wirtschaftsstrukturen ganzheitlich ausgebeutet wurden.

 

Fragen Sie einen Arbeiter in Spanien, Griechenland, Portugal, dem angeblichen Aufschwungsland Deutschland einmal, ob er noch sorgenfrei von seinem Gehalt leben kann, eine langfristige Zukunftsplanung noch möglich ist. Sie werden erstaunt sein, welch Blicke sie treffen. Zu behaupten, „wir jammern auf hohem Niveau“. mag mancher dekadenten Bürgerseele vielleicht Zufriedenheit verschaffen, hat indes mit gegenwärtiger, tatsächlicher Wirtschaftssituation allerdings nichts gemein. Europa galt als Vorzeigevereinigung, jener humanen Basis verpflichtet, aus welcher der europäische Gedanke einst entstand. Von jedweden Grundwerten Europas haben politische Klassen sich zweifelsohne aber bereits seit langer Zeit verabschiedet.


Selbstrettungsversuche des wirtschaftspolitischen Systems

Zwischen den ganzen Staatsrettungen zu Lasten aller Bürger existiert auch noch die sogenannte Eurorettung. Das Geld, welches verwendet wird um Staatsbankrotte abzuwenden, bedarf also selber einer Wertrettung. Schikanen nach Sommertheatermanier sind hier vorprogrammiert. Dazwischen „Darstellerin“ Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, welche den Druck scheinbar auf ihre Art kompensiert und in allen Richtungen politische Ohrfeigen verteilt. Erst ermahnte Frau Merkel die Südeuropäer, dann auch die Deutschen, dass sie mehr leisten müssten.

 

Solch ein Verhalten führt lediglich zu einer Frage: Wann hat das Volk mal genug geleistet? Seit Jahrzehnten schaffen die Deutschen hart, gehen gewissenhaft ihrer Arbeit nach, haben Lohnkürzungen geduldig in Kauf genommen, bisher kaum Beschwerden geäußert, obwohl sie ein starkes Sozialsystem verdient haben, ordentliche Löhne, bzw. Gehälter, denn genau das haben BRD Bürger durch ihren vorbildlichen Fleiß eigenständig aufgebaut.

 

Ähnlich im Bezug auf Südeuropäer, wo das gemeine Volk ebenfalls hart arbeitet. Global betrachtet hat die Menschheit das Leistungslimit im Gesamten bereits seit langem überschritten. Wir leben an unserem Leben vorbei, bekommen kaum noch etwas mit, weil alles immer schneller funktioniert, wir uns selber überholen müssen, um letzte Existenzreste zu bewahren. Eigentlich vollkommen unnötig, wäre der Mensch nicht „Sklave“ industrieller Strukturen, sondern würde die Wirtschaft endlich dem ganzheitlichen, menschlichen Wohlergehen dienlich

 

Alle Last auf den Schultern der Völker

Divergente, konspirative Wirtschaftsstrukturen haben im Laufe menschlicher Geschichte immer wieder Kriege ausgelöst. Menschen sollten niemals dem Roboter-Irrglauben verfallen. Kategorien nützen stets dem Klassifizierungsgedanken, daher sollte die Menschheit resultierend aus vergangenen Erfahrungswerten schnellstens über langfristige, freie Wirtschaftsstrukturen nachdenken, neue Konzepte umsetzen. Je mehr Prozesse innerhalb der Realwirtschaft im direkten Austausch von Mensch zu Mensch ermöglicht werden, desto weniger Schaden kann die Börse ausrichten. Bürger aller europäischen Länder dürfen nicht dem manipulativen Wort verfallen, dass sie zu wenig geleistet hätten, denn was Menschen durch Arbeit aufgebaut haben, ist sichtbar und darf nicht durch unverantwortliches haltloses Zockerverhalten an der Börse innerhalb weniger Sekunden zerstört werden.

 

Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Verweilend im Mythos strebsamer Handlungen, darf man nie vergessen, welche Prägung man selber hinterlassen durch sein Wirken und sollte stets schützen, was man durch eigene Kraft als Teil des Ganzen mit aufgebaut hat.

 

Ihr

Joachim Sondern

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