Monthly Archives: Oktober 2010

Regionale Strukturen zerstört

22.10.10

Viele Jahre schon sind Kommunen auf sich alleine gestellt. Die Bürger zahlen ihre Steuern, doch die regionalen Strukturen können trotzdem nicht aufrecht erhalten werden, geschweige denn sich weiter entwickeln – es sei nicht genug Geld da, so die Verantwortlichen. Kein Wunder, denn wenn man Steuergelder zweckentfremdet für Bankenrettungen oder sonstigen Luxus, kann auch kein Geld mehr vorhanden sein für Schulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Naturpärkte und noch vielen anderen wichtigen Angelegenheiten, bzw. Projekten. Anstatt jedoch das zustehende Kapital, was eigentlich zu genüge vorhanden sein müsste, bei der Bundesregierung einzufordern, müssen nunmehr wieder die Bürger herhalten. Nach unfreiwillige Bankenrettung, Niedriglöhnen und Sparpaket, muss das Volk nun auch noch eine Gebührenerhöhung ab dem 01.01.2011 in Kauf nehmen, teilweise bis zu 50 Prozent.

Fachkräfte aus dem Ausland

22.10.10

Derzeit läuft die Diskussion an „oberster Stelle“ darüber, wie man Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen kann. Es geht nicht darum, ob man dies tun soll, sondern es geht darum, nach welchem System, welchen Auswahlkriterien man hier vorgehen möchte. Das ist eine wichtige und sinnvolle Diskussion, wenn man Deutschland am Leben erhalten möchte, da bekommt der Buchtitel von Herrn Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ nicht nur frischen Nährboden, sondern liefert auch gleich die Bestätigung.

Eine Industrienation auf Talfahrt

21.10.10

In den letzten Jahrzehnten wurde der deutsche Staat ganz massiv durch die Wirtschaft geprägt. Aus dem Nichts entstand eine Industrienation, in welcher auf einmal genau jene Werte nicht mehr zählten, die einst den Wiederaufbau ermöglicht haben: Gemeinschaft, Solidarität, Familie, Freundschaft und Aufrichtigkeit. Heute ist es modern geworden an seinen Status zu denken, und so entwickelte sich ein Roboterwirtschaftssystem, in welchem der Mensch versucht den Wettlauf gegen die Maschinen zu gewinnen, Maschinen die nur in unser Leben eingreifen können, weil die Menschheit es zugelassen hat. Verwunderlich ist es daher auch nicht, dass der Diskussionskreislauf auch nur noch bestimmt wird von Analysen, Berechnungen und Kalkulationen. Als Gesellschaft versucht man stets alles zu berechnen, zu kontrollieren, hat indes aber verlernt frei und variabel zu denken. Sparpaket, Abbau des Sozialstaates, Atomlobby, Umweltschutz, eine Politik, welche nicht mehr nachvollziehbar ist – alles Probleme unserer Zeit. Menschen, die versuchen diese Probleme zu lösen, drehen sich dabei aber oft selber im Kreis, denn mögliche Lösungen bauen auf einer Basis auf, welche eigentlich sich verantwortlich zeichnet für diese negative Gesamtentwicklung. Zu sehr hat man sich an bekannte Werkzeuge gewöhnt, weshalb ein Umbruch, eine Zeit des freien Wandels, fern jeglicher Prägungen, wohl auch noch in weiter Ferne ist – klammert der Mensch doch stets an dem, was er kennt, an der Vergangenheit, nicht aber an dem, was leichter sein könnte.

Mensch und Maschine

20.10.10

Was ist der Unterschied zwischen einer Maschine und dem Menschen? Ein Mensch hat einen Verstand und Gefühle, eine Maschine wird von Menschen konstruiert und gegebenenfalls gespeist.

Alea iacta est – Die Würfel sind gefallen

19.10.10

Manchmal muss man sich bewusst in den Irrgarten der Zeit begeben und genau die Winkel suchen, welche den Ausstieg aus diesen Garten verhindern sollen. Einmal gefestigt auf diesen Irrwegen, wird man seine gesamte Energie verschwenden, ohne sich tatsächlich auch nur einen einzigen Schritt zu bewegen. Entschlüsseln lässt sich der Lebensirrgarten kaum, denn selbst wer „bewusst“ in dieses Spiel einsteigt, kann schnell zu einem Gefangenen seiner selbst werden. Jeder Stratege denkt anfänglich, dass er den Irrgarten für sich nutzen kann, erhaben ist über den Spielregeln des Lebens und ihm selber zu jeder Zeit der Ausstieg leicht fallen wird. Wer sich aber selbst zur Spielfigur degradiert hat, ist Bestandteil eines Kreislaufes, der sich so variabel gestaltet, dass man keine klare Linie mehr erkennen kann: Heute eingestiegen, um zu gewinnen und morgen bereits auf der Verliererseite, so erging es bisher den globalen Spielern.

Trauerspiel Wirtschaftsnobelpreis

18.10.10

Die Herren Professoren Diamond, Mortensen und Pissarides erhielten in dieser Woche den Wirtschaftsnobelpreis für ihr „Diamond-Mortensen-Pissarides-Modell“. Damit fanden sie heraus, daß die Arbeitgeber nicht über sämtliche Arbeitnehmer des Planeten Erde informiert sind und umgekehrt Arbeitnehmer nicht sämtliche Arbeitgeber des Planeten Erde kennen. Daher die Erkenntnis gemäß „Locker vom Hocker“, der 1980er-Jahre-Sketchsendung mit Walter Giller: „Es bleibt schwierig“. Man kann also sagen: In diesem Jahr wurde eine wissenschaftliche Erkenntnis auf Grundschulniveau mit dem Nobelpreis belohnt.

Vom Mehr und Wert

16.10.10

In den vergangenen Jahren wurde auffällig, dass mehr gefragt ist. Und es kommt an, dieses „mehr“! Warum die Menschheit so engstirnig auf ein mehr zusteuert, bleibt mir verschlossen, denn „mehr“ heißt auf der anderen Seite auch gleich weniger. Und jetzt raten Sie einmal, was in diesem Zusammenhang mit weniger gemeint ist.

Frei.Wild – das Gegengift für freie Herzen

15.10.10

Harte Gitarrenriffs, Balladen, die zum Nachdenken anregen und Lieder, die einfach nur Lebensgefühl, aufrechte Freundschaft und Stimmung vermitteln. In der Deutschrockszene haben sie sich unlängst einen Namen gemacht und mittlerweile auch darüber hinaus: Frei.Wild nennen sich die 4 Jungs aus Südtirol, gegründet im Jahr 2001, damals noch wie viele Bands aus dem Deutschrockbereich, unter dem Zeichen der Böhsen Onkelz. Energisch und voller Hingabe hat die Band von Anfang an hart an sich gearbeitet und steht schon lange nicht mehr im Schatten der Onkelz, denn Frei.Wild glänzen durch eigenen Stil, durch authentische Texte rebellischer Herzen.

Die Zeichen der Zeit – wohin führen sie uns?

15.10.10

Nachdenklich macht mich die politische Landschaft, die globale und somit auch die unseres Landes. Wer genau hinschaut und somit nicht wegschaut, wird überall Zerfall sehen. Das erinnert mich an die intervallartigen Besuche im freundschaftlichen Nachbarland Frankreich. 1971, 1973 und 1980 war  es schon so, diese sichtbare Armut, nur die Franzosen gingen locker damit um, d.h. 1980 gab es zumindest auffällig gut gelungen einen Sanierungsboom in der idyllischen Fachwerkstadt Troyes. Als wir 22 Jahre später dort einen Zwischenstop einlegten auf der spannendlangen Fahrt nach Portugal, war es schon wieder Alltag, der Zerfall. Es war erneut alles am Bröckeln, wohl kein Geld mehr da, um Altes zu erhalten?

Das Gesetz steht über der Menschenwürde

14.10.10

Mit der härteren „Gangart“ in sämtlichen volkspolitischen Angelegenheiten scheint sich die Regierung inzwischen bestens angefreundet zu haben. Eine Art politischer Modetrend, dessen negative Wirkung die Bürger im Land voll uns ganz zu spüren bekommen. Kaum reagiert das Volk in Deutschland auf menschliche Ungerechtigkeit und zeigt endlich mal wieder Emotionen, schon greift der lange Arm des Gesetzes ein, denn in einer geformten Staatsdemokratie darf das Volk zwar wählen, auch immer brav Ja-sagen, aber auf keinen Fall darf es hinterfragen.