Rocker – Freiheit, Freundschaft und Familie
23.08.10
Lange war es ruhig in den Medien zum Thema Rocker, doch kaum kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Hells Angels und Bandidos, ist jede Zeitung und jeder TV-Kanal zur Stelle. Anstatt aber objektiv zu berichten, erschafft man sich wieder eine geformte Story und berichtet Monate über das böse Gesellschaftsbild „Rocker“. Meinungsmanipulation im höchsten Maße, nur um einen Sensationsreport in krimiähnlicher Gestalt zu ermöglichen. Irgendwer muss nach klassischem Medienbild immer der Böse sein, und in dem Fall jeder Rocker, denn man hat sich natürlich nicht auf die „schwarzen Schafe“ fokussiert, sondern nach alter Bundblatttradition alles verallgemeinert.
Rocker – der Lebensweg
Entgegen der Medienbehauptungen sind Rocker meist nicht gewalttätig, leben sehr familiär und erweisen sich oft als wahre Freunde, in einer ansonsten sozial kalten Zeit. Sicherlich gibt es auch unter Rockern „schwarze Schafe“, und dennoch ist nicht jeder Rockerclub deshalb kriminell. Grundsätzlich stehen Rocker ein für Familie, Freundschaft und Freiheit – jene drei Grundwerte, die eigentlich jeder Mensch leben sollte. In unserer Gesellschaft sollte die Masse langsam einmal damit umgehen können, dass manche Menschen einfach einen stärkeren Freiheitsdrang in sich tragen als üblich, gerade deshalb diese aber sehr respektvoll und tolerant auftreten. Seit jeher versucht man Menschen in eine Kategorie einzuordnen, sie in die Norm zu pressen, und wenn es welche gibt, die das nicht zulassen, sondern zu ihrem ich und den Weg ihrer Familie stehen, dann stellt man sie oft als „Gesetzlose“ dar.
Traurig, dass ein eigentlich sehr wertvoller Lebensweg, eine innerliche starke Haltung so durch den „Dreck“ gezogen wird. Rocker sprechen das aus, was die meisten unterdrücken. Die Familie ist die Basis des Lebens, und auch auf Freunde muss man sich verlassen können. Die Gemeinschaft der Rocker lebt einen eigenen Lebensweg in einer kalten Zeit. Wo kann man sich denn noch auf Freundschaften verlassen in einer Welt, in der jeder des nächsten Denunziant ist? Wahre Freundschaften sind selten geworden, und genau deshalb muss man sie pflegen. Kein Mensch muss hinnehmen in einer Welt der Intrigen zu leben, und genau deshalb sprechen Rocker eine klare Sprache, haben etwas, für das sie leben: menschliche Werte. Natürlich gibt es auch Freundschaften außerhalb von Rockern, aber die Rocker leben Freundschaft innerhalb einer größeren Gemeinschaft, dass wonach sich vereinzelte „Wanderer“ sehnen.
Neue Masken, doch das Spiel ist alt
Genau deshalb diskriminiert man Rockerclubs, von Seiten der Medien auch wo man kann. Sie repräsentieren Einigkeit und einen eigenen Willen, Eigenschaften, die heutzutage nicht mehr in Mode sind. Ähnlich verfährt man ja auch, wenn Musiker die Sprache des Lebens sprechen. Das beste Beispiel hierfür ist wohl die Geschichte der Band „Böhse Onkelz“, die für sämtliche Medien als Zielscheibe herhalten mussten und dessen „Jugendfehler“ 20 Jahre lang schamlos ausgeschlachtet wurde, und man dabei sogar noch die Tatsachen und sämtliche Statements der Onkelz verdrehte.
Menschen mit einer humanen, revolutionären Grundhaltung sollte man nicht als Verbrecher hinstellen, denn genau diese sind es doch, die meist positive Veränderungen erwirken konnten durch ihr eigene Lebensphilosophie. Dank den Medien bringen heute aber viele Menschen mit den Worten Revolutionär und Freiheit etwas Negatives in Verbindung. Viele scheinen gar nicht in einer wirklich freien Welt leben zu wollen, denn sonst wäre es gar nicht möglich, die alten Spielmethoden immer wieder im neuen Gewand einzusetzen. Immer wieder erzeugt man „Feindbilder“, und genau das sollte man als Journalist niemals tun, denn es ist ein Spiel mit dem Feuer. Was ist mit den ganzen Hells Angels, etc., die gar nichts mit den vorgeworfnen Taten zu tun haben? Müssen sie sich diese Diffamierungskampagne bieten lassen? Nein, ganz sicher nicht, denn kein Mensch darf aufgrund seiner Religion, seiner Herkunft, seiner Rasse, etc. sozial ausgegrenzt und zu Unrecht in eine Ecke gedrängt werden. An dieser Stelle sollte man mediale „Brandstifter“ vielleicht einmal an die Artikel 1-5 des Grundgesetzes erinnern, gegen die hier in jeglicher Beziehung klar verstoßen wird. Rocker werden oft bewusst schikaniert, anders behandelt und zwar vollkommen haltlos, ohne belegbaren Grund.
Sie verstehen die Rivalität zweier Rockergruppen nicht? Seltsam, denn wie oft gibt es Mütter oder Väter, die zu ihrem Kind sagen, dass der Umgang mit dem oder dem nicht erwünscht ist, nur weil die betreffende Person nicht ins Weltbild der Eltern passt? Wie oft wertet die Gesellschaft einen ab, wenn man nicht gleich mehrere Titel besitzt? Mehr als für unser tägliches Leben gesund ist! Man sollte also nicht mit Steinen schmeißen, wenn man selber im Glashaus sitzt. Auf Straßen kommt es jeden Tag zu kriminellen Handlungen, in welche keine Rocker verwickelt sind, wir sind umgeben von Problemen, doch kommt es einmal zur Eskalation bei Rockern, sind diese an allem Schuld, wohlmöglich auch noch am Untergang der Titanic. Diese vorurteilsbehaftete Propaganda hat doch noch nie zu etwas geführt, das sollte man doch allmählich mal begriffen haben unter den Statisten.
Kleine Anmerkung: Gewalttaten, gleich welcher Richtung, lehnen wir voll und ganz ab und wollen diese auch nicht schön reden, aber genauso ist es unsere Aufgabe, zu hinterfragen und nicht jedes erzeugte Bild einfach hinzunehmen. Man muss das Ganze in Relation betrachten, und aus diesem Blickwinkel ist die Medienkampagne gegen Rocker nicht nur überzogen, sondern unverantwortlich. Man schadet damit Menschen, welche einfach nur einen freiheitlichen, friedlichen Lebensweg leben wollen und macht diese verantwortlich für die Taten einiger schwarzer Schafe. Das wäre so, als wenn man für einen Bankräuber auf einen Verdacht hin alle Hartz IV Empfänger im Land einsperrt, weil sie aufgrund der Armut ja alle ein Motiv hätten !
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Lebend in der Freiheit, aufopfernd für die Familie, verbunden durch das starke Band der aufrechten Freundschaft – Helden der Leidenschaft, von der Norm geächtet, von freien Herzen verehrt.
Ihr
Joachim Sondern




















Danke!!!!
Endlich mal eine Stimme der Vernunft!
Es ist wie Du schreibst, die allermeisten Rocker und auch Freebiker haben absolut kein interesse an Gewalt Macht oder dunklen Geschäften. Ich selbst finde es abartig wie manche völlig ahnungslose Medien und deren Vertreter absolut voreingenommen… ja fast voreingestellt mit diesem Thema umgehen. Es wird kein Gedanke daran verschwendet wie sehr man anderen Menschen damit schadet, nützt es doch der eigenen Karriere. Da kann man ruhig mit dem journalistischen Knüppel draufhauen. Natürlich darf man sich als Journalist auch wundern warum man von den “Objekten der Begierde” nicht gerne gesehen ist.
Aber ist es ein Wunder?
Ich finde es übel wenn ich nach so einem Bericht im TV mit meinem Bike fahre und viele Mitmenschen aus Ihren Autos heraus mit teilweise verunsichertem bis ängstlichem
Blick herausschauen was da für ein “böser Rocker” fährt. Noch übler wird mir bei der Vorstellung das es vielleicht irgendwann durch solche Berichte dazu kommen kann, dass irgendein verunsicherter oder gar wütender Mitbürger plötzlich auf die Idee kommt man wäre Freiwild und mit dem Auto doch einfach zu erlegen. Sicher das ist bis jetzt noch nicht geschehen und das muss es auch nicht. Aber wer will in der heutigen Zeit einen solchen Eklat ausschliessen?? Und selbst dann wird sich keiner dieser “Brandstifter” hinstellen und sagen “sorry tut uns leid, ich glaube wir haben es übertrieben”
Nochmal vielen Dank für die gebrochene Lanze!
Custom
Da gab es schon anderes was es nicht hätte geben sollen.
@ JOACHIM SONDERN : Auch von mir Danke ! Tut echt mal gut,einen “normalen” Schreiber zu lesen. Ich finde Ihr Beitrag gehört für 3 Tage auf die erste Seite der “Bild”,damit auch der letzte Schubladenbürger mal wach wird !
Danke
mehr als Fair und uns Rockern aus dem Herzen geschrieben.
Leider sind wir in den Augen einiger Mitbürger schon lange
Freiwild doch solche Atacken findet man selten in der einschlägigen Hetz Presse.
Ich möchte nicht wissen wie viele Menschen in unbegründeter Angst leben weil ihr Nachbar ein Rocker “Biker ” ist .
Ängstlich gemacht durch reisserische Presse Ergüsse werden sie zu Angstbeissern und sehen nicht mehr den Menschen .
Die allgemeine Parole in der Polizei Arbeit ist
” Wir machen den Rockern das Leben so schwer wie möglich”
Ohne Rücksicht auf die Schuldfrage werden Bundesbürger
die als Rocker angesehen werden aus Jobs gemobt und
durch sogenannte “Sicherheitsansprachen” in der Öffentlichkeit schikaniert und deren Existenzen zerstört.
Dauer Kontrollen von ausfahrenden Clubs sind an der
Tagesordnung angeblich der Ordnung wegen .
Beerdigungszüge das Geleit eines Toten Brüders werden verboten wegen angeblichem Personalmangels .
Insgesamt erlaubt sich unsere Regierung mit massiver Presse Unterstützung schwere Eingriffe in die Verfassung und die Menschenrechte .
Wenn die ersten Schilder auftauchen “Kauft nicht bei Rockern” hat keiner aus Fehlern gelernt