Wirtschaftskrise 2010 – Achtung totale Armut
02.07.10
Wir erinnern uns an den Ausbruch der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2008. Auslöser war der Immobilienmarkt und diverse andere Spekulationsgeschäfte am Rande, die man zum damaligen Zeitpunkt kaum erwähnte, da die Presse sich wieder einmal vorbildlich im Schleier der gewünschten Ignoranz hüllte. Über Nacht stellte man die Bürger in unserem Land vor vollendete Tatsachen – denn Sicherheiten mussten her, um jene Privatbanken zu retten, die dem Normalbürger keine Dienste leisteten. Trotzdem behauptete man, dass der ganze Wirtschaftskreislauf betroffen wäre, und so stellte der Staat „Kredite“ und Bürgschaften in Milliardenhöhe zur Verfügung, aus dem bürgerlichen Steuertopf. Also genau das Kapital, was das Volk über Jahrzehnte hart erarbeitet hatte und an den Staat gezahlt wurde, damit dieser damit im Sinne des Volkes, unter anderem öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten finanziert, einfach die Infrastruktur und das Sozialsystem im Land aufrecht erhält, optimiert und pflegt. Nichts von dem ist aber in den letzten Jahren, ja inzwischen sogar Jahrzehnt, jemals passiert. Wir als Gesamtheit kamen unserer Pflicht nach, haben zum Teil das Familienleben und unsere Gesundheit aufs Spiel gesetzt, um letzten Endes mit ansehen zu müssen, wie unser Sozialsystem in sich zusammenbricht, und der Kreislauf der Armut stetig wächst. Kein Wunder, in einem System, in welchem die Wirtschaft den Menschen kontrolliert, kann es nicht anders aussehen. Die Menschlichkeit muss in einem gesunden Kreislauf immer an erster Stelle stehen, und dieser ist der Wirtschaft unterzuordnen. Trotzdem darf sich die Gesellschaft nicht darüber beklagen, denn genau dieses Prinzip haben die meisten Bauern in der Raubritterindustrie freiwillig mitgetragen und danach sogar ihr Leben ausgerichtet, ohne auch nur ein einziges Mal zu hinterfragen, wo dieser Weg enden wird. Wer stumm immer mit dem Strom schwimmt, wird sich der Unvernunft ergeben müssen. Zur Zeit leben wir alle in einem Vakuum, und genau darin liegt die Gefahr.
Sparen für den nächsten Krisenausbruch – Spekulanten bestimmen über Menschen
Trotz angeblichem Aufwärtstrend unserer Wirtschaft, hält Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihrem drastischen Bürgersparplan fest. Warum, werden sich viele fragen? Es wurde ein bewusstes „Chaos“ inszeniert, welches eine Illusion der hilflosen „Eliten“ erzeugen soll und dem Bürger durch die Hintertür vermittelt, dass es vollkommen in Ordnung sei, wenn man über dieses Wirtschaftssystem keinen Überblick mehr behalten könne. Ganz nach dem Motto: ruhige Schafe kann man leichter regieren.
Von einer erholten Wirtschaft sind wir in Wirklichkeit noch meilenweit entfernt. Im Moment verschlechtert sich hinter diesem geformten Glückseligkeitsschein eher die Gesamtsituation. Manche Branchen leben nämlich nur dadurch für kurze Zeit auf, weil man in Kauf nimmt, dass die Staatsschulden und somit also die Schulden pro Kopf, dramatisch ansteigen. All dies nur, um das Börsenspiel am Leben zu erhalten. Der Realwirtschaft bringt diese „leere“ Plattform ganz gewiss keinen Mehrwert, so dass man sich fragen sollte; warum verschiedene Werte überhaupt noch an der Börse gehandelt werden? Monopoly wird gespielt, und zwar weil die Wirtschaft, konsequent betrachtet, stagniert. Weder Variationen, noch Leistungserhöhung greifen momentan, da man sich im Sektor der Privatbanken einfach verkalkuliert hat. Dadurch, dass man dem Volk die Mittelstandsbasis entzogen hat, ist es für Anleger nicht mehr möglich, ihr Kapital in gewohnter Blitzgeschwindigkeit durch den Handel zu vermehren. Renditewünsche können also nicht mehr erfüllt werden, die Angst ist groß, das Anlegerpotenzial zu verlieren. In gewohnter Manier setzt man daher auf fiktive Geschäfte, auf Leerverkäufe (auch wenn diese zum Teil für kurze Zeit untersagt sind) und auf die Taktik des klassischen „Läufers“.
Natürlich sind sich die Verantwortlichen im Klaren darüber, mit welch einem gefälschten Ass hier gepokert wird, und dass man mit diesem unklugen Schachzug der Gier nicht nur das Risiko eines totalen Krisenausbruchs eingeht, sondern ganz offensichtlich direkt darauf zusteuert. Ist die Fortsetzung der Krise, die totale Armut vielleicht sogar einkalkuliert, um für einige Wenige nochmals den schnellen Kapitalgewinn zu ermöglichen? Zumindest deutet so einiges darauf hin.
Armut der Bevölkerung – das Spiel mit dem Feuer
Das Fatale an diesem Wirtschaftssystem ist einfach, dass nicht nur Anleger, sondern die Gesamtbevölkerung lange Zeit nur sehr kurzsichtig gedacht und gehandelt haben. Immer wieder zählte nur der Augenblick, und dass man aus diesem das Maximum ausbeutete. Sie sagen, die Bürger sind nur die Leidtragenden? Wie war das doch gleich: Karriere, Status um jeden Preis? Es gab eine Zeit, da haben viele diesen Wahn unterstützt, den Anleger eben noch immer umsetzen. Alles was jetzt passiert, ist nur möglich, weil wir als Gesamtheit uns haben blenden lassen und ein Freiraum für die Unvernunft ermöglichten durch unser eigenes Verhalten. Doch jeder Beutezug hat mal ein Ende, und aus diesem versucht man gerade den letzten Tropfen zu pressen, auf Kosten aller Bürger. Das Sozialsystem bricht ein, der Arbeitsmarkt wird notdürftig „geflickt“, nicht aber von der Basis auf neu aufgebaut und strukturiert.
Ein Zahlenspiel nützt da auch nichts mehr und verschlimmert höchstens die Gesamtsituation. Laut statistischem Bundesamt gilt als arm, wer als Einzelperson unter 787 Euro besitzt. Demnach würde sich der Armutsanteil auf 14% belaufen in der BRD. Von so wenig Geld kann ein Mensch nicht leben, so dass man sich an den Lebenshaltungskosten orientieren sollte, wonach eine Armut schon bei einer Grenze von 1.000 Euro im Monat anfangen würde. Zieht man dann noch Faktoren in Betracht, wie die drastische Zunahme von Zweitjobs, usw., ergibt sich ein realer Armutsanteil von rund 20% zuzüglich nochmals 20%, die an der Armutsgrenze leben.
Sehr gefährlich, dieses Spiel der Illusionen in der uns umgebenden Matrix. Wenn man solch eine Abhängigkeit aufbaut, muss man auch als Milliardär aufpassen, dass dies nicht nach hinten losgeht, denn das haben die hohen Damen und Herren noch nicht begriffen. Eine Kapitalgier kann den gesamten Lebensraum zerstören – spätestens dann ist alles Geld der Welt wertlos.
Betrachten wir doch auch ganz einfach mal aus der Logik heraus diesen Wert, an dem sich die Menschheit „verkauft“ hat und weswegen viele verrückt spielen. Etwas Metall und Papier, was bedruckt wurde und fortan immer mehr Besitz ergriffen hat von uns Menschen, weil wir den Teufelskreislauf gewähren ließen. So gab es die erste Münze 680 vor unserer Zeitrechnung, als die Griechen die ersten Taler formten. Um 650 nach Christus gab es dann das erste Papiergeld in Form von Wertscheinen in China, während es in Europa bis Ende des 17. Jahrhunderts dauerte, als schwedische Banken zum ersten Mal Banknoten herausgaben. Konsequent betrachtet, hatte die Menschheit also eine Menge Zeit den Umgang zu erlernen mit diesem selbst erschaffenen Wert, und es bis heute nicht geschafft. Statt einsetzender Vernunft, hat sich alles weiter verschlimmert, die blinde Gier ist stärker geworden und leider auch der Statuswahn im Kreise der bürgerlichen Gesellschaft. Aus diesem Fokus betrachtet, kann man verstehen, wenn kritische Zeitgeister verzweifeln und resignieren, denn der Homo sapiens hat sich über Jahrtausende eher zu seinem Nachteil entwickelt. Das Tauschmittel Geld sollte als Regulierungswerkzeug gelten und dürfte niemals einen Machtvorteil ermöglichen.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Gelähmt durch die endlose Gier, erobert aus der Dummheit heraus, geleitet von einer Illusion, sich durch die Schweigsamkeit selber erniedrigt – für ewig schlafend in einem Märchen, endend nicht im Glück des Wandels, nein erliegend mit der Leere dieser Erde !
Ihr
Joachim Sondern




















Es war 1998, als ich ausgewandert bin, schon schwer mit einem 2 Personenhaushalt und 1000 Euro einigermassen zurecht zu kommen.
Ich kann nur jedem empfehlen, der solch eine Summe stetig mtl. an Einkünften (Rente usw.) zur Verfügung hat nach Asien auszuwandern. Ich bin z.b. verh. mit einem Kind und komme in Suedostasien prima mit dem Geld (1000euro,ohne kindergeld zu erhalten) aus und eine Haushaltshilfe rund um die Uhr ist auch drin. Zu empfehlen ist eine summe von ca.15000 euro für Haus und Land anzusparen, dann fällt die Miete auch gleich weg. Mtl. Kosten ohne Essen und Trinken betragen ca.150 euro, darin enthalten – alles auf 1 Monat umgerechnet: Sat-Schüssel TV, Internet, Haushaltshilfe rund um die Uhr, Strom, Wasser, Gas, Miete(keine), Auto- oder Motoradversicherung, Land- und Haussteuer, die Kosten für ein Handy (sind hier gleich 0), keine Verträge, Simkarte für 1 Euro kaufen fertig! Bleiben 850 Euro für Essen und Trinken, Kleidung (Für kleidung braucht man kaum Geld, da man klimabedingt nur Shorts, Shirts und sandalen trägt) und sonstiges.
Kommt noch hinzu, dass im Moment der Euro einen 4 bis 5fach höheren Einkaufswarenwert hat wie in Europa.