Politische Mission – Neuwahl verhindern
03.06.10
Kaum ist die Landtagswahl in NRW „überstanden“, geht bei den „Hauptdarstellern des Berliner Regierungstheaters“ alles drunter und drüber. Vermutlich fürchtet man, dass es zu einer Bundestagsneuwahl kommen könnte, wenn man das Volk jetzt nicht nach altbewährter Strategie wieder beruhigt. Notfalls müssen dafür auch schon mal einige bekannte Namen herhalten und die scheinbaren „Täter“ spielen. Man nimmt zwar die Hauptfiguren, welche bei der Masse der Bürger für Frust gesorgt haben, aus dem Spiel, hält aber deren Vorteile aufrecht. Auch ist nicht auszuschließen, dass andere Posten auf diese Regierungsdarsteller warten. Hessens Ministerpräsident Koch hat so manches mal für Aufregung gesorgt, gerade wenn es um unser Sozialsystem ging, und Bundespräsident Horst Köhler hat das ausgesprochen, was wir alle unlängst wissen: ein Kriegseinsatz kann nach manch politischem Akteur auch durch wirtschaftliche Interessen gerechtfertigt werden. Ganz gleich, ob es ein rhetorischer Fehler war oder ernst gemeint, an der Realität kommt niemand vorbei. Gerade wenn es um das Thema Krieg geht, lässt das Volk hierzulande aber nicht mit sich spielen, wie sonst üblich, und genau aus diesem Grunde hat Herr Köhler seinen sofortigen Rückzug verkündet.
Ursula von der Leyen – von Sozialministerin zur Bundespräsidentin?
Für Herrn Köhler soll nun schnellstens Ersatz gefunden werden, da man am 30. Juni 2010 den Posten des Bundespräsidenten wieder neu besetzen muss. Favoritin auf diesen Posten scheint unsere derzeitige Arbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen zu sein. Dies wäre in der Tat auch ein konsequenter und effektiver Schachzug aus Sicht der Regierung. Frau von der Leyen hat in ihrem neuen Amt nicht gerade positiv gewirkt und vergessen, dass sie gerade im Sozialbereich auch viel Verantwortung trägt, welche auf ihren vorigen Ministerposten, Familienministerin, zurückzuführen ist. Letztendlich hat sie nämlich für bessere Lebensbedingungen der Menschen zu sorgen, im finanziellen Sektor, was sich natürlich auch auf die gesamte Familienpolitik auswirken würde. Ist der Arbeitsmarkt dauerhaft gefestigt und herrschen dort vernünftige Arbeitsbedingungen, so können Menschen wieder für die Zukunft planen und auch positiv auf eine mögliche Familiengründung blicken. Mit dem Rückzug von Herrn Köhler hat man also den ersten Sturm der Unzufriedenheit gebändigt, und wenn man Frau von der Leyen zur Bundespräsidentin wählt, wäre auch hier erst mal die Unzufriedenheit gedämpft, da jene Person, mit welcher man ein Teil der schlechten Sozialpolitik verbindet, vordergründig nicht mehr da wäre. Simpel ausgedrückt, würde man durch die Umgestaltung, bzw. Neubesetzung neue Hoffnung hervorrufen, die vorerst die Gefahr einer Neuwahl gänzlich ausschließt. Neue Gesichter, neue Hoffnungsgedanken bei den Bürgern – so war es schon immer.
Wirtschaftskrise, Krieg und ein marodes Sozialsystem
Die Probleme wollen einfach kein Ende finden, denn die Verantwortlichen der politischen und wirtschaftlichen Industrie sind nicht bereit neue Wege anzunehmen und diese selber zu beschreiten, gemeinsam mit der Gesamtheit des Staates. Ob man diesem ein neues Wirtschaftssystem vorstellt oder gar einen ganz neuen gesellschaftlichen Weg, sie beachten es gar nicht, denn für sie läuft ja weiterhin alles nach Plan. Eine Wirtschaftskrise, die sie nicht erklären können, die wir aber auf unseren Schultern tragen müssen, ein Kriegseinsatz, der mit Friedenserhalt nichts mehr zu tun hat, und ein in sich zusammenfallendes Sozialsystem, in welchem es schon sehr bald heißen wird: „bist du arm, so musst du eher sterben“. Traurig, wenn man auf das blickt, was einmal war, und in welch Harmonie wir ansatzweise sogar gelebt haben – schnell ist alles in dem Bach der Unvernunft ertrunken.
Gibt es eine Lösung?
Die politische Kunst besteht darin, alles so problematisch zu reden, dass es nach außen hin unmöglich erscheint, jemals eine Lösung zu finden. Genau dies ist es aber nicht, da die besten Lösungen aus dem Keller kommen können. Hier liegt aber auch das Problem, denn diese Menschen haben meist keine Lobby und kein Kapital und werden bewusst unten gehalten mit ihren Ideen, indem man einfach alle Förderwege blockiert und Anfragen ablehnt. Staatliche Fördertöpfe werden denen gegeben, die keine Alternativen bieten und sich dem altbekannten Kreislauf angeschlossen haben. Für revolutionäre Ideen scheint man keinen „Platz“ zu haben in diesem System.
Eine weitere Möglichkeit, die eigene Position zu festigen und einen Wandel zu verhindern liegt darin, dass man Neid und Hass sät, also ein Gegeneinander. So ist jeder nur um seine Situation bedacht und denkt nicht darüber nach, das eigene Konzept mit dem eines Mitstreiters zu verbinden. Was alleine nicht gelingt und abgelehnt wird, hat aus dem Zusammenhalt heraus, aus der ergänzen Arbeitsweise ein ganz anderes Gewicht. Der Unterschied ist schon in der Anzahl der Sympathisanten zu sehen, denn ob ich ein kleines Konzept habe, wo vielleicht mit Freunden und Bekannten 50 Leute hinter stehen, oder ich habe ein Gesamtkonzept daraus geformt, wo dann von allen Beteiligten die Freunde und Bekannte hinter mir stehen. Würde es zu einem solchen Phänomen kommen, sprechen wir nicht mehr von 50 Leuten, sondern schnell von ein paar Tausend, die wieder Tausende mitziehen würden. Vorausgesetzt die ehrliche Kommunikationsbasis ist gegeben und keiner sich seiner Gedanken und Aussagen schämen muss. Viele gute, humane Ideen gelangen nämlich meist erst gar nicht in die vorderster Ebene, wo eine Umsetzung möglich wäre – viel zu sehr schämen sich die Menschen ab dem Augenblick, wo ihre Gedanken von der Masse nicht mehr verstanden werden. Die Angst als Verlierer dazustehen ist im heutigen Gesellschaftsfluss leider allgegenwärtig.
Hier einige Konzepte:
Das Bandbreitenmodell als neues Wirtschaftsmodell
Die Menschliche Welle als Gesellschaftsbasismodell
Internationales Konzept gegen die Armut in Afrika
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Wer sich dem Sturm der neuen Gedanken und Ideen verweigert, um seine eigene Vorteilsposition bis zum endgültigen Niedergang zu bewahren, hat mit dem Schicksal von Millionen Menschen gespielt und deren Leben missbraucht.
Ihr
Joachim Sondern



















