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Politische Diskussionen – wir stehen auf der Stelle

Verfasst von: admin am Juni 12, 2010 Kein Kommentar

12.06.10

Spätestens seit Beginn der Wirtschaftskrise schließen sich immer mehr besorgte Bürger, in den Weiten des Internets, den politischen Diskussionen an. Es ist davon auszugehen, dass diese Diskussionen noch zunehmen werden, denn die Regierung hat nun einen Sparkurs verabschiedet, der deutlich macht, dass man wieder die Masse der Bürger zum Sparen zwingt, nicht aber jene Damen und Herren, welche die Wirtschaftskrise zu verantworten haben. Doch was bringen diese Diskussionen? Was wird damit erreicht? Welche neuen Probleme entstehen? Fragen, die offen sind, wenn man sich das Verhalten vieler „Aktionsgruppen“ einmal etwas genauer betrachtet.


Streit herrscht, man setzt auf die Großen – Lösung abgelehnt !

Schnell wird deutlich, dass Menschen aus den verschiedensten Initiativen noch immer darauf hoffen, dass die etablierte Politik sich wandelt und doch noch zur Einsicht kommt – man tut sich sehr schwer mit eigenen Lösungen. Nun könnte man vermuten, dass es hier einfach keine Konzepte gibt seitens der Bürger, doch dem ist nicht so. Des Öfteren treten vereinzelt kleine Gruppen oder Einzelpersonen in Erscheinung, die sich Gedanken machen um neue Strategien und diese auch entwickeln. Eine Lösung auf viele Probleme ist also vorhanden. Warum hört man davon nichts, fragen Sie sich jetzt? Blicken wir doch einmal auf die großen Medien, diese berichten nach Vorgabe nur über altbekannte Wege, und die Masse der Statisten am Wegesrand diskutiert zwar endlos über ein Thema und ist auch in Sachen Kritik niemals sparsam, ist aber nicht bereit dazu, dass Konzept eines Mitmenschen anzunehmen und diesem einfach mal etwas Vertrauen entgegenzubringen. Immer wieder hört man Sätze wie „bringt doch eh nichts“, „das kennen wir nicht, das ist nicht realistisch“ oder „das geht nicht“. Einfach aus der Unwissenheit heraus und dem fehlenden Willen sich nicht damit befassen zu wollen. Pioniere verlieren so ganz schnell den Mut, denn immer wenn diese etwas versuchen zu erklären, reagiert das Gegenüber meist mit einer Abwehrhaltung und wertet eine neue Idee ab, ohne sich damit befasst zu haben oder sich die Mühe zu machen, es zu begreifen.


Wie sollen die einfachen Bürger auf eine bessere Zeit blicken, wenn sie sich untereinander nicht unterstützen können? Bevor man Kritik übt, sollte man diese neuen Wege doch als Möglichkeit sehen, selber etwas zu verändern und an einer Idee mitzuwirken. Selbstverliebtheit ist in einer so kalten Welt einfach nicht gefragt und muss schnell ein Ende finden. Viele Konzepte bieten die Möglichkeit als Gesamtheit an einem Wandel zu arbeiten, und wenn man der Meinung ist, dass gewisse Punkte noch besser ausgearbeitet werden können, dann sollte man es selber einfach umsetzen, gemeinsam mit dem Ideengebern.


Zwei variable Wege, die eine Einheit bilden

Aus dem freiheitlichen Winkel heraus betrachtet, kann man ein Konzept, bzw. eine Idee auch einfach zerreden. Es ist leicht immer wieder nach Schwachstellen zu suchen und nur Forderungen zu stellen, aber umso schwieriger wirklich einmal einen neuen Weg anzunehmen und diesen gemeinsam mit anderen Mitmenschen einfach weiterzuentwickeln. Wahrlich ist das größte Problem des Menschen, dass er stets Perfektion erwartet, selber aber weiß, dass er nicht perfekt ist. Menschlichkeit bedeutet auch einfach mit Schwächen leben zu können, denn diese machen das Leben ja erst lebenswert.


Natürlich gibt es unzählige Beispiele, und so haben wir zwei gewählt aus dem eigenen Kreise. Zum einen das bereits ausgearbeitete Bandbreitenmodell von Herrn Gastmann als auch meine Idee der menschlichen GmbH, welche sich auf verschiedenen Ebenen als Modell der gemeinsamen Entwicklung anbietet. Das Bandbreitenmodell ist die Antwort auf das Problem der Staatsschulden, auf die Wirtschaftskrise, auf das marode Sozialsystem und bietet sogar weitaus mehr als nur „Wirtschaft“, da es den Menschen aus der Perspektive betrachtet, wieder über diese stellt. Dieses Modell fordert ein Umdenken, und man muss vom gelehrten Wirtschaftsdenken auf einer Weise komplett ablassen können. Wenn man auf der einen Seite dieses System kritisiert, in welchem wir leben, dann muss man aber auf der anderen Seite auch bereit dazu sein, bisher unbekannte Gedanken an sich ran zu lassen – nur so kann Kritik „produktiv“ werden.


An dieser Stelle dazu mal ein Zitat aus dem Buch „Die Geldlawine“ des Herrn Gastmann:

„Wirft man einen Frosch in einem Topf mit heißem Wasser, springt er umgehend wieder heraus. Setzt man den gleichen Frosch aber in wohltemperiertes Wasser und erhöht nur langsam die Temperatur, fühlt er sich wohl, genießt die Wärme, macht dann schlapp und lässt sich kochen, bis er tot ist.“


Diese Kernaussage bringt es auf den Punkt und lässt erkennen, warum wir nun vor scheinbar unlösbaren Aufgaben stehen. Das Volk denkt immer wieder, dass es ja noch irgendwie weiter geht und so lange es „irgendwie“ geht, vertraut man nicht dem neuen Gedanken, da man Angst hat, dass dieser für einen fatalen Absturz sorgen könnte. Indes sieht aber kaum jemand, dass wir bereits abgestürzt sind, denn das, was wir nun durchleben, sind die Folgen der eigenen Ignoranz. Die Illusion der Hilflosigkeit ist die gefährlichste Krankheit der Masse geworden, denn sie führt weiter ins Tal, niemals aber bergauf. Die Rede ist von einem Zeitlupenvorgang, ein Gewöhnungsprozess, der Bürger auch mit all dem vertraut machen soll, was dieser vielleicht am Anfang skeptisch betrachtet.

Um „Die Geldlawine“ und das damit verbundene Bandbreitenmodell zu verstehen, sollte man sich dieses sehr wertvolle Buch zulegen.


Das Konzept der „menschlichen GmbH“ setzt hingegen bei einer ganz neuen Unternehmerstruktur an, die darauf zielt, sich vom unternehmerischen Massenmainstream zu lösen, was übrigens auch ein Basispunkt des Bandbreitenmodells ist. Es geht nicht um Produktion, um den zwanghaften Mehrerlös, sondern um den Mehrwert, den Gewinn resultierend aus der menschlichen Handlung heraus. Sprich, es sollen neue Nischen ermöglich werden, die neben dem Markteffekt in erster Linie auf den Menschlichkeitsfaktor ausgelegt sind. So zum Beispiel sollen nicht in einer Branche der Vergnügungstechnologie unnötigerweise Hunderte von Unternehmen entstehen, sondern je nach Bedarf zugelassen werden. Gerade in einer freien Marktwirtschaft muss man eine gewisse „Regulierung“ zulassen, um eben die Freiheit der Märkte nicht zu gefährden.


Ein weiterer, wichtiger Aspekt in der menschlichen GmbH wird der Markt der regenerativen Energien sein. Was bisweilen als alternativer Anlegermarkt ausgebeutet wurde, wird wieder unter der Prämisse des Naturschutzes eingesetzt. Energien aus natürlichen Ressourcen werden also für jedermann ermöglicht – hier entsteht ein neuer, humaner Mehrwertkreis, der aufbauend auf die Umweltschonung auch weitere Möglichkeiten bietet, im Einklang mit der Natur einen wirtschaftlichen Nutzen zu ermöglichen. Gerade in den letzten Jahrzehnten ging es hier ja nur noch nach einem Ausbeuterschema: man zerstörte die Natur, um Kapital zu erwirtschaften, nahm aber Mehrkosten in Millionenhöhe in Kauf, um die daraus entstandenen Krankheiten zu behandeln. Berufe in Harmonie mit dem natürlichen Leben hingegen sparen diese Kosten ein und schaffen ein ganz neues human wirtschaftliches Potenzial. Mehr dazu auch in meinem Buch „Die Menschliche Welle“, welches hoffentlich in Kürze erscheint. (Sie haben Interesse diese Veröffentlichung finanziell zu unterstützen, dann klicken Sie hier)


Beide Konzepte sind unabhängig voneinander entstanden, und nachdem sich beide Initiatoren kennengelernt haben, hat man die Gemeinsamkeit, die tragende Welle entdeckt und arbeitet seit diesem Tage nicht Gegen-, sondern im ergänzenden, respektvollen Miteinander.


Ihr

Joachim Sondern

Weitere Artikel:

  1. Die politische Gesellschaft
  2. Keinen Einfluss auf politische Entscheidungen
  3. Die politische Strategie im Hintergrund
  4. Politische Mission – Neuwahl verhindern
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