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Kindheitsträume – Quell des Lebens

Verfasst von: admin am Juni 19, 2010 Ein Kommentar

19.06.10

Es ist eine Momentaufnahme, ein Irrgarten der menschlichen Unvernunft, die ewige Suche nach der Ursache. Welch Boshaftigkeit hat sich da nur verbreitet, welch Illusionen, ja gar welch Ironie überzieht unsere Erde als ein einziger Schatten? Als Gefangener seiner selbst stolziert der Mensch durch das Leben und achtet weder sein eigenes Spiegelbild noch das, was ihn umgibt. Die Ausbeute des Moments, der Genuss der Zerstörung aus dem Wahn des schweigenden Schreies heraus, eine umgebende Leere. Gesucht wird nach Erklärungen, nach festen Worten: sie sprechen von Spaß und Freude und schweben in der Ungewissheit, in einer Welt, die nicht mehr fröhlich ist, aber es im Zorn des Zwangs glaubt zu sein. Wachsame, freie Helden verfangen sich im Wortgefecht, benutzen als Argument die Hülsen Gier, Hass und Neid – doch auch das ist trügerisch.


Dem unendlichen Worte zugewandt und doch verweilend im Dunstkreis der Angst.  Sich der Stumpfheit des Alltags ergebend. Gesagt wird viel, doch gefühlt im Lichtschein des Mondes, danach sucht man seit langer Zeit vollkommen vergebens. Schnell blättert ab die Farbe, denn die Hastigkeit, der Drang erschüttert auch die letzte freie Seele.


Oh, Pardon, des wertvollen Energiequells der anderen Ausdrucksform kann man sich im Glauben an das Gute nicht verwehren. Wer glaubt, dass Realität in der Direktheit und Härte beginnt, der irrt umher auf endlosen Wegen, denn die wahre Freiheit liegt im Gefühl, in der eigentlich nie gelebten Tradition des Lebens. Jeder, der glaubt, dass Erfolg ihn zu einem besseren Menschen macht und den Ersatz darin sieht, für seine aufgegebenen Kindheitsträume ein ganzes Leben nach Macht zu streben, hat den Impuls, die Emotion zum natürlichen Ursprung unlängst verloren.

Jeder von uns hatte in jungen Jahren einmal Träume, Ehrfurcht vor dem Guten, eine Sehnsucht nach Helden. Der eine wollte Tieren helfen ein Leben lang, der Andere die Natur pflegen, und wieder ein daherkommendes Kind wollte ein Held sein und für das Gute im Leben eintreten. Es sind die Kindheitsträume von denen hier die Rede ist, die fast ein jeder Mensch im Alter aufgegeben hat, denn in der Realität, so heißt es, sei dafür kein Platz. Doch was ist real und was nicht? Wer sagt uns das? Ein Gesetz von herrschendem Geiste geschaffen, ein System von triebhafter Macht gesteuert? Mag sein, dass diese Träume nicht erwünscht, doch sie füllen das Herz, geben uns Kraft zum Leben. Altern tut jener blitzschnell, der sich diesen Träumen nicht mehr widmet, sein ganzes Leben eine Rolle spielt, sich den Zwangskrankheiten ergibt.


Neid kommt auf, wenn man einem der wenigen Menschen begegnet, die für ihre Träume leben: man nennt sie Träumer, sie werden ausgelacht – doch im stillen Kämmerlein ist es genau dieser, bei dem aus dem schmerzhaften Lachen, Tränen der Trauer sich entlösen und ungehalten zu Boden gehen.  Würde ein jeder Mensch dem nachgehen, was ihm in die Wiege gelegt, dann wäre es des großen Lichtes nach, ein aufrechtes und ehrliches Paradies.


Kein Kind würde weinen, weil man es zwingt loszulassen, kein alter Mensch sich im Trauermantel der Einsamkeit hüllen, und auch Arbeitsraub und Existenzangst, wie es so oft im Volksmunde gesagt, wären einfach gar nicht da, weil all der Stursinn nicht mehr nah, kein Käfig uns umgebend, ja sogar kein Krieg es mehr gäbe.


Nun genug gefrönt dem sinnigen Konstrukt vertiefter Zeilen, denn eins sollte jeder Mensch zu verstehen lernen: Träume und Visionen sind das Elixier des Lebens, und niemals dürfen wir uns herausnehmen, einem Menschen seinen eigenen Gedankenfreiraum zu verweigern, denn von einer demokratischen Kultur kann man erst dann sprechen, wenn man frei ist von Vorurteilen, frei von Gewalt und von dem Zwang, nach vorgegebenen Muster sich in einem erschaffenen Schema einzuordnen. Von Generation zu Generation wurden vernichtende Sätze weitergetragen, sich falsche Regeln gegenseitig auferlegt: Regeln, die nicht dem Lebensausgleich und der Harmonie dienen, sondern nur der gegenseitigen Kontrolle, ein Mensch möchte den anderen beherrschen. Aus diesem Grunde erliegt die Menschheit seit jeher der Diktatur, konnte sich vom hierarchischen Muster niemals lösen. Haben Sie als Eltern das Recht dazu, Ihren Kindern schon in jungen Jahren den Glauben an Zauberwesen zu rauben oder an den Weihnachtsmann? Ganz sicher nicht, denn genau dieses Meer der Vorstellungskraft verhindert Gewalt und Unterdrückung. Kein Mensch hat ein Recht dazu sich anzumaßen, einem anderen zu sagen, was real ist und was nicht – keiner ist ein Versager, wenn er im Kern der Seele Kind bleibt oder seinen Impulsen nachgeht. Man entzieht sich nicht der Lebensverantwortung, wenn man den eigenen Ideen, den menschlichen Visionen folgt und alles dafür tut, diese zu realisieren. Jede noch so große Fantasie kann zur Hoffnung werden und zum realen Brunnen der wirklichen, echten Freude !


Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Im Schleier der Gier erloschen, die unergründliche Gabe des natürlichen Fühlens, dem System erliegend aus der Illusion der gefangenen Meinung, erschlagen aus dem Gesellschaftsleben – sich dem Schatten der ewigen Frommheit ergebend.


Ihr

Joachim Sondern

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Eine Antwort zu “Kindheitsträume – Quell des Lebens”

  1. Kristina sagt am: 2 Juli 2010 um 13:22

    Ich habe mir mein Kindsein immer bewahrt. Ich haben viele Träume. Träume machen das Leben doch erst richtig aus.
    Ohne Träume würde man in den Tag hineinleben ohne Intensität, ohne Leidenschaft, ohne Genuss.
    Wenn man Träume hat ist man bereit sich dafür einzusetzen.
    Meine Gedankenwelt ist groß.
    Ich habe mich immer meinen Vorurteilen gestellt und habe alles hinterfragt. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten.
    Es macht doch die Vielfalt erst aus wenn jeder einen Teil zum Ganzen beiträgt. So entsteht eine bunte Welt.
    Offenheit für die Menschen und dessen Kultur bereichert mich in meinem eigenen Leben.
    Man muss den Menschen mit Liebe begegnen dann wird man auch Liebe ernten.
    Ich bin ein hoffnungsvoller Mensch, Idealistin, Naturschützerin und Künstlerin.

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