Brief an den Bundestag
08.06.10
Bürgerbrief
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
08.Juni 2010
Momentaufnahme der Gegenwart
Konzept Menschlichkeit
-offener Brief-
Verteiler: außerparlamentarische Parteien, MdBs, unabhängige und öffentlich-rechtliche Medien, Privatleute, Bürgerorganisationen
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
Sehr geehrte Damen und Herren des Deutschen Bundestages,
nach den politischen Beobachtungen der letzten Monate ist es nun leider doch wieder an der Zeit, einige Zeilen an Sie, die Verantwortlichen unseres Staatensystems zu verfassen. Spätestens, wenn in so offener und willkürlicher Haltung nicht mehr im Sinne des Volkes agiert wird, ist der Moment gekommen, verantwortungsvoll zu mahnen und darauf hinzuweisen, dass es noch andere Wege gibt, die viele von Ihnen scheinbar bewusst ignorieren. Nachvollziehbar ist dies nicht, denn schließlich sind Sie alle Angestellte des Volkes und haben deren Ideen, Meinungen und auch Ängste ernst zu nehmen und in jeder täglichen Amtshandlung aktiv zu berücksichtigen. Bevor Sie diesen Brief also bestenfalls in altgewohnter Abwehrhaltung oberflächlich zur Kenntnis nehmen, sei gesagt, dass es hier nicht um bloße Kritik geht und Sie als Mensch eine respektvolle Haltung meiner Person erwarten können, ich diese aber auch von Ihnen als Abgeordnete des Landes voraussetze. Grundsätzlich vertrete ich die Auffassung, dass Menschen aller sozialen Schichten, Nationen und Religionen im gegenseitigen, verständnisvollen Umgang miteinander leben sollten. Trotz aller gemachten, politischen Fehler habe ich die Hoffnung als Mensch noch nicht verloren, dass in dem ein oder anderen von Ihnen noch eine Seele vergraben ist, eine Stimme, die Ihnen sagt, dass wir als Ganzes auf ein neues Bewusstsein blicken müssen, um in Zukunft in Form einer ausgeglichenen Lebensart zusammenleben zu können. Sie haben richtig gelesen, ein Bürger gibt Ihnen noch eine weitere Chance, obwohl Ihr derzeitiges System dem kleinen Mann nach einem einzigen Fall keine reale Chance mehr einräumt, denn notfalls greift das Bürokratensystem, welches einem die Luft zum Atmen nimmt.
Raus aus diesem Bürokraten- und Steuersystem
Genau darin sehe ich eines der größten Probleme. Das Staatssystem als solches ist nicht bereit sich von alten Pfaden zu lösen. Über Jahrzehnte wurden immer neue Gesetze erlassen auf Grundlage der alten und längst überholten Gesetzgebung, laufend gibt es für jede kleine humane Bewegung neue Formulare, die man zu zeichnen hat. Ganz zu schweigen von unserem doch sehr komplexen Steuersystem, was selbst einen Steuerberater ins Schwitzen bringt und förmlich dazu zwingt, alle drei Monate eine neue Schulung zu besuchen. Hier liegt doch die Wurzel allen Übels: wie soll der Mensch sich positiv entwickeln, wenn ihn von der Schulzeit ab ein Verwaltungssystem belagert, welches einem jegliche Energie und den gesamten Ehrgeiz rauben kann? Was aus der Logik heraus in einem Schritt möglich wäre, wird nach Norm der Bürokratie meist in 4-6 Schritten erledigt, nur um einen staatlichen Mehraufwand zu erzeugen. Eine einzige Steuer, die Umsatzsteuer, könnte ausreichend sein, um ein vernünftiges Wirtschaftssystem zu bewerkstelligen – so viel dazu.
Kommen wir aber mal zu den Strafgesetzen. Ihren Debatten ist immer wieder zu entnehmen, dass Sie verzweifelt nach dem Grund suchen, warum gerade junge Menschen sich immer weniger mit den Gesetzen des Landes befassen. Wundert es Sie wirklich, dass sich damit kaum noch ein Bürger identifizieren kann? Zum einen ist es eine Gesetzesflut und zum anderen sind viele Gesetze einfach überholt, so dass gerade junge Menschen keinen Sinn mehr in diese erkennen. Wann haben Sie jemals die Menschen des Staates berücksichtigt und aktiv mit in die Gesetzesverfassung eingebunden? Gesetze sind Regelungen der Zeit und müssen gemeinsam mit allen Menschen im Land gestaltet werden. Resultierend daraus wäre eine persönliche Bindung gegeben, und der einzelne Bürger würde ein ganz anderes Bewusstsein zu Tage legen, und schon hätte man die „Gewalt“ reduziert. Dazu bedarf es auch nicht Tausende Paragrafen, die einander aufheben, sondern einige wenige, feste Grundregeln. In der Tat ist nämlich der größte Schutz vor Straftaten die menschliche Vernunft, also das ungezwungene Dasein des Menschen. Auch darf eine Urteilsprechung nicht vom Finanzstatus abhängen, und so sind Anwälte unter staatlichen Eid zu setzen. In der heutigen Zeit kann ein reicher Mensch mit guten Anwälten einen guten Deal erzielen, während ein Normalbürger, der nicht über solche finanziellen Mittel verfügt, meist schon für Kleinigkeiten mit harten Strafen rechnen muss. Erklären Sie mir bitte, warum ein Nachbarschaftsstreit wegen eines Gartenzaunes vor Gericht enden muss? Warum ein Mensch wegen Schulden, wegen eines niedrigen Wertes, auch Geld genannt, kaum Freiraum bekommt und vor rechtlichen Sorgen nicht mehr in den Schlaf kommt? Es ist NUR Geld, ein Tauschmittel und nicht mehr, und wenn man einen Menschen mit Schulden 24 Stunden kontrolliert, und ihm sein Leben quasi vorschreibt, dann kann ein Schuldner auch nicht durch Arbeit aus der Schuldenfalle kommen? Oft ist ein Weg aus den Schulden als Kleinunternehmer nur durch eine erneute Verschuldung möglich – diesen Satz haben Sie selbst durch diese dubiose Wirtschaftskrise geprägt. Warum erhält dann ein kleiner Unternehmer, der einmal gefallen ist, keine Chance mehr nochmals Kapital zu erhalten, trotz eventueller, einmaliger Bauchlandung? Wir sollen Ihnen vertrauen, für „Bankenrettungen“ bürgen, doch Sie vertrauen dem Unternehmer nicht, dass er mit den Erfahrungen des ersten Fehlstarts beim zweiten Anlauf wieder aufstehen kann. Das Insolvenzgesetz ist keine Hilfe, sondern eine Kontrolle, eine Möglichkeit wie man ungemerkt in das Leben des Schuldners eingreifen kann, so dass dieser sich dadurch so tief herabgesetzt fühlt, dass seine Gesundheit mitunter sogar darunter leidet. Nehmen wir doch nur einmal das Beispiel der Unternehmerinsolvenz: unter Aufsicht darf das Unternehmen weiterhin die Selbstständigkeit ausüben, muss aber jeden Geschäftspartner im Prinzip auf die laufende Insolvenz hinweisen. Gelingt es dem Unternehmer durch diese Hürden nicht genug Umsatz zu erzielen, und sieht der Verwalter mehr Chancen darin, dass er als Angestellter genug verdient, so dass er einen Teil zurückzahlen kann, dann entzieht man ihm das Recht auf sein eigenes Unternehmen. An dieser Stelle möchte ich gerne ein eigenes kleines Zitat bringen: „Eine gesetzliche Regelung, die dazu beiträgt, dass der Mensch erkrankt, verhindert die Gesundung des Staates in Form seiner eigentlichen Gesamtheit“.
Wirtschaftskrise, Sparmaßnahmen und Armut
Somit wären wir auch beim aktuellen Thema Wirtschaftskrise angelangt. Nichts füllt die Zeitungen seit 2008 mehr als eine merkwürdige Wirtschaftskrise, die keiner erklären kann. Unter diesem Denkmantel konnte man allerdings Lohndumping und Zeitarbeit wunderbar salonfähig machen und Menschen auch sensibilisieren, wenn es um die allgemeine Armut geht. Sie reden von Sparmaßnahmen, dass es darum geht den Gürtel enger zu schnallen. Das kann nicht ihr Ernst sein, oder? Erst nimmt man die erarbeiteten Gelder des Volkes um Privatbanken zu retten, die doch zumindest sehr zweifelhaft an der Börse agieren und durch pure Gier diese Krise überhaupt erst ausgelöst haben, und dann lässt man das Volk leiden, lässt ein ehemals gutes Sozialsystem zusammenbrechen – weil wir angeblich doch alle diese Krise zu verantworten haben.
Gern möchte ich hier eine Stelle zitieren aus der Sendung Plusminus vom 01.06.2010, ausgestrahlt in der ARD.
„Die Politik hat diese Schieflage noch verstärkt – durch massive Steuersenkungen für Besserverdienende, Vermögende und Unternehmen. So wurde auf Milliarden-Einnahmen verzichtet. Diese fehlenden Einnahmen mussten vom Staat durch weitere Kredite ausgeglichen werden. Und während die realen Einkommen aus Arbeit sanken und die private und die staatliche Verschuldung wuchsen, stiegen die Einkommen aus Vermögen – und zwar massiv. Quelle: ARD“
Können Sie verstehen, dass bei dieser Tatsache ein Bürger so richtig wütend werden kann? Um dies zu verdeutlichen, gehen wir an dieser Stelle doch mal auf das normale Millionärsvermögen ein, nachdem laut Millionärsstudie noch immer 810.000 Menschen in Deutschland mehr als 1 Million Dollar besitzen (siehe auch Spiegelbericht 24.06.2009). Stellen wir doch eine simple Rechnung auf: nehmen wir an, diese 810.000 Menschen besitzen im Durchschnitt 1,5 Millionen Euro, was noch sehr niedrig gerechnet ist, dann ergibt sich daraus ein Gesamtvermögen von 1 Billion 215 Milliarden. Nun setzen wir eine Steuer auf dieses Kapital, um die erzeugten Schulden abzufangen. Diese Steuer wendet der Staat in Höhe von 10% nur einmalig an und schon hat man 121 Milliarden 500 Millionen in der Staatskasse. Finanzminister Schäuble hat ein Sparziel von 60 Milliarden über 6 Jahre, was pro Jahr 10 Milliarden wäre, die allerdings ungerechtfertigterweise wieder bei den ärmsten der Armen eingespart werden sollen. Stimmen werden laut, dass man Renten kürzen sollte, Hartz-IV könnte man doch kürzen – heute noch Meinungen aus dem Hintergrund, doch wie bekannt können diese morgen trotz aller Ablehnung im hier und jetzt, grausame Realität werden. Bei der Rechnung haben wir lediglich von Millionären gesprochen, nicht aber von den „Super“-Reichen, die diese Krise zum größten Teil zu verantworten haben. Jeder Bürger kann also sehr deutlich erkennen, wie leicht diese Krise überstanden wäre, wenn man endlich die Personen in die Verantwortung zieht, die diese Krise auch verursacht haben. Einen Arbeiter, einer Angestellten oder einer Hartz-IV Familie tut jeder Euro weh, Sie treiben sie zwanghaft in die tiefe Armut, wohingegen 10% auf das Vermögen des Gesamtreichtums kaum auffällt, denn schon morgen kann ein Mensch mit einem solchen Kapital das schon wieder allein an den Zinsen eingefahren haben. Wer mit einem so harten Zinssystem und mit Verschuldung, also der Armut verdient hat, sollte doch zumindest in einer so schwierigen Zeit einmal in die Pflicht genommen werden. Das Gesetz der Menschheit besagt nun mal, dass nie endende Gier zu einem Ungleichgewicht führt, welches letzten Endes auch den Milliardär nicht mehr vor Schaden bewahrt. Alles im Leben hat Grenzen, so auch der Reichtum. Kein Reichtum nützt mehr etwas, wenn die Gesamtheit so schwach geworden ist, dass drum herum nur noch Elend herrscht. Jeder Kaufmann weiß, dass man nur in einem gesunden Kreislauf des Geben und Nehmens aneinander verdienen kann. Jeder hat ein sorgenfreies Wohlstandsleben verdient, denn der Mensch wurde nicht in unterschiedlichen Klassen geboren. Als Politiker machen Sie es sich selber schwer, indem Sie sich täglich mit einer Krisenpolitik rumärgern, anstatt auf einen gesamten Wohlstand zu blicken.
Das Generationenproblem – Familienpolitik sieht anders aus
Verwunderlich ist es allerdings nicht, dass so vieles im Argen liegt und das Grundverständnis verloren gegangen ist, denn bereits in den Familien herrscht ein Entwicklungsprozess der großen Unvernunft. Hat man früher noch in Großfamilien gelebt und Menschen höheren Alters geachtet, ist heute jeder zu Ballast geworden, der der Mainstreamgeschwindigkeit im Alter nicht mehr standhalten kann. Seltsamerweise möchte zwar jeder alt werden und das Leben dann genießen, aber kaum jemand möchte sich heute noch um ältere Menschen kümmern. Waren Sie schon mal in einem Altenheim? Wie Menschen dort meist behandelt werden, da kann einen nur noch „schlecht“ werden. Entschuldigen Sie meine Ausdrucksweise, aber diese ist hier passend. Menschen, die Jahrzehnte geschuftet haben, werden von der eigenen Familie in Pflegeheime abgeschoben, da der Staat es ihnen ja so vermittelt hat, sie gar dazu zwingt. Dort angekommen werden sie oft mit Medikamenten ruhig gestellt, keiner hat dort Zeit sich um diese Menschen zu kümmern und nicht selten werden alte Menschen sogar diskriminiert und bekommen die Unzufriedenheit des Pflegepersonals deutlich zu spüren. Auch hier zählt nur noch Geld und Zeit, nicht aber der Mensch. Wie weit wir gesunken sind, kann man an dieser Familienpolitik deutlich erkennen. Dieser Wahn, immer schneller, höher und weiter, hat doch alles kaputt gemacht, was wir Menschen einst so positiv und erleichtert gelebt haben – dafür trägt Ihre Politik alleinig die Verantwortung, bzw. die Schuld. Geld und Status, darauf haben Sie die Bildungspolitik, die Familienpolitik ja gar unser ganzes alltägliches Leben aufgebaut, und nun müssen wir in einem Land der fehlenden Menschlichkeit und sozialen Kälte leben.
Soll ich Ihnen sagen, was alte Menschen verdient haben? Was wir alle mal verdienen, wenn wir ein gewisses Alter erreicht und nicht nur dann, sondern auch schon vorher? Menschliche Wärme, ein Leben ohne Sorgen, weil es eine halbwegs gerechte Verteilung gibt. Wo ist die Traditionen der Großfamilien geblieben? Jugendliche ziehen nicht schon im frühen Alter aus, weil sie es unbedingt wollen, sondern müssen. Kaum Platz, da man nicht genug Geld hat und dadurch kein Freiraum für Familienmitglieder, finanzielle Nachteile und kaum Chancen aufzusteigen – das sind Probleme eines Familienmenschen. Als Mensch muss man nicht laufend über sich hinauswachsen und auch nicht immer auf Geschwindigkeit setzen. Wenn junge Menschen wieder zur Normalität finden dürften und ihr Leben nicht auf der „Schnellstraße“ leben müssten, hätte man auch Zeit für seine Eltern und diese in Jahren der Kindheit auch für ihre Kinder. Familien sind das höchste Gut eines Staates, und sehe ich mir heute die Geburtenraten an, so blicke ich mit großer Trauer auf dieses System, in welchem wir leben. Familien haben Vorteile zu genießen, sollen das Miteinander leben und sich der kreativen Lebensflüsse hingeben dürfen, ohne Druck, Angst und Sorgen. Normal arbeiten muss auch jeder Familienmensch, aber dieses antihumane Akkordsystem, was hierzulande praktiziert wird, dagegen wehre ich mich aus Gründen der menschlichen Vernunft entschieden.
Ganzheitliches Bildungssystem Mensch
Von der Familie kommen wir zu Bildung, da hier eins ins andere fließt. Sie sprechen häufig von der PISA-Studie, von einem maroden Bildungssystem. Etwas wundern kann man sich schon darüber, denn die etablierte Politik ist genau für dieses Bildungssystem verantwortlich. Sie sind hier auch nicht ratlos, sondern wollen der Wahrheit nicht ins Auge sehen. Bildung fängt im Elternhaus an, dort entwickelt sich der Nachwuchs am intensivsten in den ersten Jahren. Wie sollen Eltern jedoch mit ihren Kindern lernen, sie auf den richtigen Weg führen und ihnen zuhören, wenn sie laufend Existenzängste in sich tragen müssen? Warum werden Eltern nicht DEUTLICH bevorzugt behandelt, wenn sie sich wirklich intensiv um ihr Kind kümmern? Warum stellt sich unser Bildungssystem gegen das Homeschoolingverfahren, was gerade ruhigeren Kindern eine Chance bietet und auch die Eltern „fit“ halten würde? So ein Verfahren würde das Verständnis zwischen Eltern und Kind fördern und das Verantwortungsbewusstsein, auch im familiären Sinne wäre auf beiden Seiten ein ganz anderes. Warum hat ein Pädagoge mehr Stimmrecht, als die eigenen Elternteile? Nicht selten entzieht das Jugendamt auch verantwortungsbewussten Eltern das Sorgerecht, nur weil diese vielleicht auf ein natürliches Lernsystem bauen und andere Werte vermitteln.
Haben Sie jemals auch nur einen Gedanken an ein humanes, ganzheitliches Bildungssystem verschwendet? Unterrichtet wird heute durch unsere selbstverliebten Pädagogen doch nur noch nach vorgegebenen Schema F, und wer dort nicht ins Bild passt wird gefügig gemacht oder als unqualifiziert eingestuft, nur weil dieser Mensch vielleicht sensibel ist und sich die Fähigkeiten in anderer charakterlicher Form als üblich bemerkbar machen. Man geht nicht mehr auf die einzelne Person ein, sondern fertigt nach Plan ab. Ehrgeiz, Lernwillen und Wissensdurst weckt man so ganz sicher nicht. Bevor ich einem Menschen Wissen vermittle, muss ich mich erst mal intensiv mit diesem Menschen befassen, mit seinen Emotionen und den natürlichen, inneren Werten. Auch hier ist die Geschwindigkeit unseres heutigen Lebens ein Dorn, der uns zu schaffen macht. Es gibt Menschen, die ein solches Bildungssystem ausarbeiten können, einfache Bürger – geben Sie diesen eine Chance, und hören Sie auf über ein nicht sinniges Bildungssystem zu debattieren.
Gesundheitsreform: Leben im Einklang mit den Naturgesetzen
Jeder nötige Wandel kann aber nur eingeleitet werden, wenn das Volk auch gesund ist. Der bisherige, künstliche Lebensverlauf, bestehend aus Gier, Hass, Neid und Unruhe trägt dazu aber ganz sicher nicht bei. Viele Jahrzehnte schon sollen wir im Konsum leben, züchten Tiere für die Gefangenschaft und achten und respektieren nicht mehr die Gesetze der Natur, obwohl wir nur durch diese jemals auf diese Erde geboren werden konnten. Weil XY jedes Jahr einen neuen Schrank braucht, vernichten wir unser Sauerstoffsystem, weil ein Tier unwichtig ist für den finanziellen Gedanken, wird es ignoriert oder aus Profitgier gar getötet und als Essen serviert wird. Menschen machen sich über den Ausfall eines Urlaubs Sorgen, nicht aber um die Ursache, warum dieser Vulkan ausbrechen konnte. Sie haben als Abgeordnete eine Vorbildfunktion, und wenn Sie hier nicht die wahre Gesundheit erkennen, die in der Harmonie zur Natur und anderen Lebewesen zu finden ist, dann werden wir alle bald die Quittung dafür erhalten, egal ob arm oder reich. Herzinfarkte, Schlaganfälle, Allergien und viele andere Krankheiten sind nicht natürlichen Ursprungs, und um hier vorzubeugen bedarf es keiner Medikamente, sondern lediglich einer ausgeglichenen Lebensform des Miteinanders. Dies sollte einer der Hauptaufgaben unserer Politik sein.
Kriegseinsätze sind keine Friedenseinsätze
Wenn wir schon beim Stichwort „Gesundheit“ sind, so dürfen wir auch den kriegerischen Gedanken des Menschen nicht ignorieren. Mal ganz ehrlich: können Sie sich noch im Spiegel selber betrachten, wenn Sie zu den Personen zählen, die an dieser Kriegspolitik mitgewirkt haben? Seit Jahren ist die Rede von Friedensherstellung in Afghanistan und verändert hat sich bis heute nichts. Viele Zivilisten und auch Soldaten aller Nationen mussten ihr Leben lassen, für eine Sinnlosigkeit, eine Bosheit, die die Menschheit irgendwann zu Grabe tragen wird. Ein Friedensauftrag beginnt an der Stelle, wo ich Menschen zu einem neuen Bewusstsein verhelfe, ihnen Ziele aufzeige und Perspektiven schaffe. Selbst in unserer Gesellschaft in Deutschland herrscht ein Krieg: Neid, Missgunst, Hass, Gier und Statuswahn herrschen bei uns und machen ein normales Leben ja fast schon unmöglich. Wie will man in einem zerstörten Land wie Afghanistan für Frieden sorgen, wenn die Menschen, die dorthin geschickt werden, um den Frieden herzustellen, selber in einer aggressiven Gedankenwelle leben? Der Mensch hat noch viel zu lernen, wobei dies bei den Verantwortlichen anfangen muss. Kein Geldschein der Welt, keine Münze, kein Gold rechtfertigt es, dass Menschen sterben müssen.
Sie wollen weltweit wirklich dauerhaften Frieden ermöglichen? Dann stellen Sie sich in Berlin vor das Brandenburger Tor, rufen alle Bürger dorthin und sagen folgenden Satz: wir als Nation werden nie wieder eine Waffe in die Hand nehmen, kein Bürger dieses Staates wird jemals mehr Gewalt als eine Lösung betrachten. Danach bewegen Sie andere Nationen dazu, dies auch zu tun, bis jeder Mensch endlich verstanden hat, dass ein Leben in Frieden auf der Welt keine Utopie, sondern vollkommen real und auch nötig ist, um weiterhin diesen Planeten zu bewohnen.
Europa der Menschen würde auch ihnen helfen
Immer wieder reden Sie auch von Europa, wir alle tun das, aber nicht im Sinne der Menschen, sondern nur politisch. Sicherlich gibt es viele einzelne Personen, die inzwischen Freunde in ganz Europa haben, aber wir als Gesamtheit sind meilenweit davon entfernt. Europa steht nicht vor dem „aus“, es hat sich nur bisher nicht human entwickelt und konnte sich daher auch wirtschaftlich nicht festigen. In Europa sieht man bis heute nur einen wirtschaftlichen Nutzfaktor, wo einer von dem anderen profitieren, aber im Grunde niemand geben will. Das beruht auch darauf, dass die Menschen sich untereinander kaum kennen und Länder immer noch große Vorurteile haben gegenüber ihren Nachbarn. Kulturelle Veranstaltungen, die auf ein gemeinsames Europa der Menschen zielen, sind auch zu sehr wirtschaftspolitisch geprägt und stellen nicht die Menschen in ganz Europa in den Mittelpunkt. Denken Sie an sich selber: wo offenbaren Sie sich am meisten, völlig ungezwungen? Richtig, bei einem Grillabend und nicht im Berliner Parlament. Grundsätzlich sind wir Menschen in dieser Beziehung auch alle irgendwo gleich, und deshalb muss man ansetzen bei dem, was Menschen verbindet, und nicht was man politisch gerne geformt hätte. Schüleraustauschprogramme sind zum Beispiel ein richtiger Ansatz, da die heranwachsende Jugend hier die Gebräuche und Sitten des Nachbars kennen lernt. Hier muss von staatlicher Seite vielmehr investiert werden, so dass es möglich ist einen Großteil von Heranwachsenden solche Einblicke zu ermöglichen. Solange Kultur für den kleinen Bürger eine Finanzfrage bleibt, ist das unmöglich, und deshalb sind hier Steuergelder gut investiert. Kriege zu verhindern bedeutet auch, dass man sich menschlich untereinander kennen muss, keine „Angst“ hat auf andere zuzugehen. Ein einfacher Arbeiter, die Masse, wird niemals eine Chance haben sich Europa real anzusehen, da es wieder eine Frage des Geldes ist, und genau aus diesem Grunde muss es ein jedem möglich gemacht werden, unabhängig des finanziellen Status des Einzelnen, denn Wohlstand ist für alle möglich, in einem in sich fließenden Sozialsystem. Europa macht nur Sinn, wenn jeder Mensch gleichermaßen eingebunden wird und um die Verantwortung weiß. Als politisches Spielfeld darf es hingegen niemals missbraucht werden, denn dann würde man auf Dauer gesehen nur ein neues, dunkles Szenario erschaffen.
Wenn Sie es ehrlich meinen, geben Sie Bürgerkonzepten eine Chance
Jede wirtschaftliche Produktion, jeder Kapitalgewinn ist vom Menschen abhängig, und genau deshalb muss der Mensch auch immer an erster Stelle stehen, über der Wirtschaft. Das Wohlergehen des Menschen ist das höchste Gut, ansonsten blickt man auf ein marodes Wirtschaftssystem, dass auf Dauer solch negative Auswirkungen haben wird, dass nicht mal ein Milliardär noch ein angenehmes Leben führen kann. Immer wieder fragt man sich: warum geben Sie einfachen Menschen keine Chance, die sich mit Hingabe neuen Konzepten widmen, die aus diesem Dilemma herausführen können? Da, wo man Geld investieren sollte, wo es wirklich sinnig ist zu unterstützen, wird diese Hilfe immer wieder verweigert. Eine Regierung spielt mit dem Feuer, wenn sie immer nur einseitig fördert und nicht den humanen Sektor der Wirtschaft bedient. Dort darf es nicht um Eigenkapitalfragen gehen, um Sicherheiten, sondern nur um den positiven Nutzen, den wir alle genießen, wenn man Idealisten, Träumer und kreative Geister in ihre Vorhaben unterstützt.
Jeder Mensch kann sich ändern und neue Gedanken in Form von positiven Handlungen zum Ausdruck bringen, auch Sie Frau Bundeskanzlerin oder Sie liebe Abgeordnete des Bundestages. Es geht im Leben doch gar nicht um ein gegen, und so sehen Sie es nicht als Kritik an, sondern als eine Art Hinweis, als Möglichkeit doch noch im Sinne der Menschlichkeit zu handeln und auch zu den Fehlern zu stehen, die gemacht wurden. Wir alle sollten nicht immer so hart miteinander umgehen und auf die Fehler rumtrampeln, die der Einzelne gemacht hat. Wenn Sie bereit sind ehrlich an einem lebenswürdigen System zu arbeiten und sich die Fehler eingestehen, dann ist das Volk, welches Sie regieren sicherlich das Letzte, welches nicht Seite an Seite an diesem positiven Wandel mitarbeitet. Der Impuls, die neue Erkenntnis muss jetzt allerdings von Ihnen ausgehen.
Meine Zeilen schließe ich mit einem eigenen Zitat:
Wer sich im Kreislauf des Feuers verflüchtigt, glaubt zwar an eine Illusion, niemals aber jedoch an eine Menschlichkeit, welche aus der Freiheit entsprungen ist und unser aller Leben zu einer einzigen Freude werden lässt.
Mit menschlichen Grüßen
Joachim Sondern

[...] This post was mentioned on Twitter by Joachim Sondern, Jimi Desaster. Jimi Desaster said: ein wirklich guter offener brief an die regierung: http://www.buergerstimme.com/Design2/2010-06/brief-an-den-bundestag/ [...]
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ein wirklich guter offener brief an die regierung:…