Umwelt- und Klimaschutz eine Sache der Vernunft
27.05.10
Blättert man in Fachzeitschriften zum Thema Umweltschutz, so wird man schnell feststellen, dass in diesen immer wieder Fotovoltaik und Windkraft erwähnt werden, aber auch Biomassekraftwerke und Wasserkraft. In der Tat sind diese alternative Energiequellen die Zukunft und sollten schnellstmöglich Anwendung finden, um die Belastung unseres Planeten zu verringern. Schnell könnte man meinen, dass viele Anbieter und Erfinder dieser Technologien genau das beabsichtigen: erst wenn man hinter den scheinbaren Vorhang der angeblichen Vernunft blickt, wird man feststellen, dass es auch hier nur ums Geld geht.
Das Spiel mit der regenerativen Energie
Massenweise tummeln sich auf dem Markt neue Erfindungen, so dass man meinen könnte: hier tut man wirklich etwas, um unsere Umwelt endlich zu entlasten. Doch fangen wir einfach mal bei der Qualitätsfrage an. Wer sich schon einmal mit Solartechnik befasst hat, weiß wie viele Modulhersteller es gibt, und das der Traum vom eigenen Solardach und den damit verbundenen Einsparungen ganz schnell zum Alptraum werden kann. Kaum ein privater Hausbesitzer kann zum Beispiel noch den Überblick behalten über die ganzen Modulangebote und muss auf das Vertrauen, was er an Informationen finden kann. Nicht selten findet man darunter dann „schwarze Schafe“, die beim ersten Windzug kaputt gehen oder die Lichtverhältnisse nicht ordentlich nutzen. Es geht wie bei allem, nur um das schnelle Geschäft. Vorsicht ist hier geboten, denn Firmen, die heute mit langen Garantiezeiten und Qualität werben, können morgen schon nicht mehr „existent“ sein. Daher sollte man sich als Privatmann nur auf Hersteller konzentrieren, welche schon seit vielen Jahren aktiv auf dem Markt tätig sind. Bedenken Sie: auch ein Testurteil einer Fachzeitschrift kann „erkauft“ sein !
Ähnlich ist es auch gelagert, wenn man auf die Erfinder neuer Technologien in diesem Bereich blickt. Hier geht’s oftmals nur noch um das schnelle Geld, den Preiskampf auf dem freien Markt. Ob diese technologische Neuheit wirklich gebraucht wird, ist hierbei nur selten noch von Bedeutung, denn es gibt immer Menschen, die unzufrieden sind mit den bisherigen Firmen. Diese möchten durch Unterstützung der neuen, oftmals recht fragwürdigen Technologien, den Markt wieder für sich gewinnen und investieren aus einem Konkurrenz- und Frustverhalten in diese Erfindungen. Nicht selten bricht gar ein Streit um die Frage des Patentrechts aus, der allen Beteiligten nur Zeit, Geld und Nerven kostet. Wirklich humane Erfinder hingegen scheitern oft am ehrlichen Idealismus, da in diese Technologien niemand investieren will. Für die einen ist es zu risikoreich und für die Anderen ein Dorn im Auge der großen Industriezweige, die an den alten Wegen hängen. Also hält man die effektiven, freien Entwickler bewusst unten und verbaut den Weg des Aufbaus gekonnt.
Sie sind Anleger – herzlich Willkommen
Was einst auf dem Immobilienmarkt zur Krise geführt hat, wird nun fortgesetzt in der alternativen Energiebranche. Überall errichtet man Solarparks, gerade auch in südlichen Ländern wie Spanien, wo man mit der Sonneneinstrahlung eine wunderbare Begründung hat. Ähnlich ist es zum Beispiel mit Windparks in Norddeutschland. Über Jahre hinweg errichtete man in schneller Massenabfertigung große Solarparks, die hohe Renditen versprachen, nur um mit dem Anlegerpotenzial ein gutes Geschäft machen zu können. Nach wenigen Jahren ließen viele der Anlagen aber bereits in der Leistung nach, weil auf Qualität und Wartung kaum geachtet wurde. Anleger, örtliche Bürgermeister, etc. waren darüber natürlich verärgert und wollten von nun an mehr auf die Qualität und die fachgerechte Montage achten, was bis heute nur bedingt gelingt. Zum Vergleich: an den Stränden Spaniens wurden tausendfach neue Wohnanlagen erstellt. Für jeden Geschmack etwas dabei. Heute stehen diese als Bauruinen leer oder können einfach nicht mehr verkauft werden. Zum einen waren hier die Preisvorstellungen zu hoch, zum anderen hat man aber auch einfach zu viele Objekte in kurzer Zeit gebaut, nur um alle europäischen Fördergelder zu nutzen. Menschen, die wirklich um Förderungen kämpfen, um ihre Existenz aufzubauen, müssen oft über Jahre kämpfen, während hier unkontrolliert Fördergelder freigegeben wurden.
Zu viele regenerative Energiequellen kann es nicht geben, aber zu viel Gier
Regenerative Energiequellen können nicht der einzigste Weg des Umwelt- und Klimaschutzes sein. Natürlich sind diese zu fördern, aber mit Kontrolle und Bedacht und nicht, um ein weitere fiktives Anlagemodell anbieten zu können. Klimaschutz ist kein Börsenspiel und darf auch niemals als Renditegeschäft missbraucht werden. Vom Hausbesitzer bis zum großen Anleger denkt jeder nur an seine Geldbörse, nicht aber daran, dass die Erde schon morgen durch nur einen großen Kernkraftfehler endgültig verseucht sein kann. Der Grundgedanken dieser neuen Energiequellen ist zu begrüßen und zu fördern, aber nur mit der Absicht, in kürzester Zeit die komplette Energieversorgung aus diesen zu ermöglichen. Möglich ist das durchaus, wenn man nicht den Renditefaktor zu Tage zieht, sondern den Techniken eine Chance einräumt, die wirklich revolutionär sind und an die menschliche Zukunft denken.
Geht es um unsere Erde, so kann nur ein humanes Bewusstsein greifen, welches von allen sozialen Ebenen beherzigt werden sollte. Auch hier liegt wieder vieles im menschlichen Miteinander, darin die Haare wirklich mal von der Luft trocknen zu lassen und nicht vom Fön oder mal nicht den elektronischen Öffner zu benutzen, sondern jenen, den man mit der eigenen Kraft bewegen muss. Unser Körper braucht zudem diese Bewegungen, um gesund zu bleiben. Wir würden also uns und der Erde, auf welcher wir leben, etwas Gutes tun. Mit allem gehen wir verschwenderisch um, und das kann auf Dauer nicht gut gehen.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Wer im Sinne der menschlichen Erkenntnis handelt, wird niemals dazu verleitet, sein Leben, das seiner Mitmenschen oder die Existenz unseres Planeten zu gefährden. Bedauerlicherweise nutzt uns diese Einsicht nur etwas, wenn die Gesamtheit es im Herzen trägt und an jedem Tag voll und ganz lebt.
Aktualisierung 20.04.11
Wo sind wir nun angelangt im Bezug auf die anstehende Energiewende? Bei der Preisfrage. Darf mit unserem Planeten, mit einem modernen Grundbedürfnis so massiv “gespielt” werden ?
Ihr
Joachim Sondern
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In der 1.Woche des GAUs im AKW in Fukushima (Japan)habe ich getwittert, daß die Chefs vom AKW nur mit einem geringen Teil der Wahrheit ans Licht treten. Die Verseuchung war wesentlich weiter fortgeschritten, als diese Chefs zugaben. Ich habe damals getwittert, daß es ca. 1 Jahr dauern wird, bis der erste verstrahlte Fisch bei uns anlandet oder vor unseren Küsten gefangen wird. Mein Kommentar dazu : Die Manager von Industrie und Banken, die Geldgeier unserer Erde werden erst dann begreifen, was sie und wir mit ihnen unserer Erde angetan haben, wenn sie und wir begreifen, daß man Geld nicht essen kann. Und wenn alle beim Anblick der Kohle und der zerstörten Natur elendig verhungern müssen… Habt ihr gut gemacht Jungs, bei soviel Weitsichtigkeit hinsichtlich eurer Bankkonten, frage ich mich nur, warum ihr den Ast, auf dem ihr sitzt, absägt !!!