Lenas „Sattelite“ erobert europäische Herzen
30.05.10
Was im Februar diesen Jahres zaghaft begann, hat nunmehr am Samstag, dem 29. Mai ein unerwartet gutes Ende gefunden. Lena Meyer-Landrut sang sich beim 55. Eurovision Song Contest in der Telenor-Arena von Oslo in Norwegen vor 18.000 Zuschauern und über 120 Millionen Fernsehzuschauern zum ersten Platz nach 28 Jahren für unser Land.
Seit 1992 lautet die offizielle Bezeichnung der Veranstaltung Eurovision Song Contest, wobei
bereits mit dem fünften Wettbewerb 1960 im Vereinigten Königreich diese Bezeichnung zum ersten mal verwendet wurde. Der erste Wettbewerb 1956 in Lugano (Schweiz) lautete „Gran Premio Eurovisione della Canzone Europea“, und es nahmen sieben Länder mit jeweils zwei Beiträgen teil.
Aus Protest gegen Spaniens Franco-Diktatur blieb Österreich dem Song Contest 1969 in Madrid fern. Aus mangelndem Interesse nehmen seit 1994 das insgesamt fünfmal siegreiche Luxemburg und Italien (außer 1997) nicht mehr am Wettbewerb teil. Aufgrund der Unzufriedenheit mit den Bedingungen und dem Konzept dieser Veranstaltung nimmt Österreich seit 2006 (mit Ausnahme von 2007) ebenso nicht mehr teil.
Austragungsort ist seit 1958 immer das Land des Vorjahressiegers. Auftrittsregeln besagen, dass insgesamt nicht mehr als sechs Personen die Bühnenperformance gestalten dürfen, der Auftritt nicht länger als 3 Minuten dauern darf und live gesungen wird, wobei die Instrumental-Musik Playback eingespielt wird.
Was mit der Casting-Show in Co-Produktion der Fernsehsender ARD und Prosieben „Unser Star für Oslo“ unter der Moderation von Stefan Raab begann, wo Lena Meyer-Landrut souverän als Siegerin hervorging, endete am Samstagabend mit ihrem überraschenden Sieg beim Eurovision Song Contest mit ihrem Titel „Sattelite“. “Oh mein Gott, ich dreh durch!”, waren ihre ersten Worte vor der Kamera, „Ich bin so glücklich. Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffen kann”, sagte sie auf der Osloer Eurovisions-Bühne auf Englisch.
Dabei war das Stück aus der Feder der US-Amerikanerin Julie Frost und des Dänen John Gordon nach deren Auffassung „ein übersprudelnder, süßer und einfacher Song mit lustigem Text, der aus drei Akkorden besteht.“ Die Texterin Julie Frost kommentierte dies mit den Worten, „dass es um all die verrückten und geheimen Dinge geht, die ein Mädchen tut und fühlt, wenn es verliebt ist. Ein Mann kann ihr das Gefühl geben, zur gleichen Zeit glücklich, verstört und hilflos zu sein.“
Beim diesjährigen Song Contest konnten sich die Zuschauer über herzergreifende Balladen, fetzige Dance-Pop-Nummern, Rocksongs und Ethno-Pop erfreuen, wobei sowohl miese Nummern als auch viel Sexappeal der „billigen Art“ diesmal nicht zu sehen war, was der ARD-Moderator Peter Urban auch als „Super-Jahrgang“ kommentierte. Gleich zu Beginn während des 2.Auftritts des Spaniers Daniel Diges mit dem Song „Algo pequenito“ gelang es einem vermeintlichen Fan die Security zu überwinden und die Bühne zu betreten, um sich tanzend bei den Zirkusartisten unterzumischen. Dabei handelte es sich um Jaume Marquet Cotkjent aus Barcelona, auch bekannt als „Jimmy Jump“. Unter anderem machte er sich einen Namen beim Finale der Fußball-EM 2004, als er unerlaubterweise das Spielfeld erstürmt hatte. Daher durfte Spanien nach dem Durchlauf der 25 Teilnehmer nochmals ihren Song vortragen.
Noch während der Bekanntgabe der Punkte für Deutschland rief Hape Kerkeling von der Hamburger Reeperbahn „Lena, go for gold!“ zu.
Mit den Stimmabgaben von 39 Nationen erreichte schließlich Deutschland mit 246 Punkten einen souveränen ersten Platz. Immerhin gelang der Türkei mit maNga und dem Song „We Could Be The Same“ mit 170 Punkten der zweite Platz, gefolgt vom Drittplatzierten, Rumänien mit Paula Seling &Ovi und ihrem Song „Playing With The Fire“ mit 162 Punkten. Den vierten Platz belegte Dänemark mit Chanée & N’evergreen und dem Song „In A Moment Like This“ mit 149 Punkten, gefolgt von Platz fünf und Aserbaidschan mit Safura und ihrem Song „Drip Drop“ mit 145 Punkten.
Es bleibt zu hoffen, dass die 19-Jährige Lena Meyer-Landrut weiterhin ihren Humor bewahrt, sowie ihre Leichtigkeit mit ungewöhnlicher Gesangstechnik und einer fundierten Bühnenpräsenz. Mit diesen Fähigkeiten hat sie die Herzen Europas eindrucksvoll erobert- gönnen wir es ihr.
Ihr
Lotar Martin Kamm




















Ja, endlich mal eine Sängerin die mit ihrer natürlichen Art die Herzen in ganz Europa erobert. Gerade das kindlich naiv wirkende Auftreten mit einer großen Freude für die Musik begeistert. Endlich mal keine die sich halbnackt vor der Kamera räkelt und eher mit ihren sexuellen Reizen als mit ihrem “Gesangtalent” geizt.
Nein, Lena kann wirklich singen, sie hat eine wunderbar eigene Stimme mit Wiedererkennungswert. Ihr symphatischer, “ungeschminkter” Auftritt zeigt das Wahre, Echte.
Nein, wir brauchen uns nicht zu verstecken. Lena hat einen starken Charakter und den soll sie bitte schön auch nach ihrem großen Erfolg behalten!
Danke!
Kristina