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Im Gleichschritt : Marsch!

Verfasst von: admin am Mai 6, 2010 Ein Kommentar

06.05.10

Als es ernst wurde mit dem Zusammenschluss der europäischen Länder, wurde den Menschen  die  Notwendigkeit dessen mit verschiedenen positiven Argumenten schmackhaft gemacht. Stellt Euch vor, hieß es da, die Grenzen fallen weg, Ihr könnt ohne lange in Staus zu stehen in den Urlaub fahren. Ja, wie fein, die reisende Masse hat es natürlich gefreut. Dass damit auch dem Schmuggel Tür und Tor geöffnet wurde, wurde nicht erwähnt. Damals fragte ich mich, ob dann auch die Polizei Länder übergreifend zusammen arbeitet, um dem Herr zu werden. Es dauerte sehr lange, bis sich hier in Sachen Sicherheit etwas tat.

Aber der Handel mit Ware wurde leichter, da auch die Zollbestimmungen nicht mehr so scharf waren. Die Globalisierung schreitet in großen Schritten voran. Auch im zwischenmenschlichen Bereich wird vieles leichter, wenn erst einmal der Zusammenschluss da ist.

Konnten zum Beispiel vor 1986 Menschen aus Spanien noch nicht nach Deutschland einreisen, da noch nicht EG Mitglied,  um in Deutschland eine Arbeitsstelle anzunehmen, wenn sie eine vorzuweisen hatten, mussten sie erst heiraten oder aber bereits Familie im Land haben. So wurde dies, in Deutschland arbeiten zu können, nach Eintritt Spaniens im Jahr 1986 möglich. Die bürokratischen Hürden bei Paaren, die aus Liebe heiraten wollten oder wollen, haben sich jedoch bis heute nicht geändert.


Wichtig war auf lange Sicht nur, möglichst viele Menschen unter einen Hut zu bringen, um diese so besser kontrollieren zu können. Natürlich ging es hier in erster Linie darum, den Warenhandel besser und schneller voran zu treiben, da Zollbestimmungen, die sonst noch für Verzögerungen sorgten, wegfielen.

Nach dem 11.September 2001 jedoch hat sich auch dieses drastisch verändert. Wie sich der 11. September anbahnen konnte, in einem Land wie den U.S.A., gilt es hier jetzt nicht zu hinterfragen, sondern die Auswirkungen dieses fürchterlichen Anschlags, der so vielen unschuldigen Menschen das Leben kostete.

Neue Kontrollen mussten her. In den U.S.A. wurden die Menschen ständig unter Angst gesetzt, so dass es ein leichtes war, vor allem ein Verständnis für schärfere Regelungen zu erlassen,  damit diesen bereitwillig zugestimmt werden konnte.

Das Spiel mit der Angst, auch wenn es 100x unbegründet war, wirkte. Die Kontrollen wurden jedoch nicht nur in den U.S.A. verschärft, sondern ebenso schwappten neue europäische Verordnungen aufgrund des Gesetzeserlasses in den U.S.A auch über die EU. Und EU Recht steht vor Länderrecht. Ich erinnere an der Stelle auch an den Lissabonner Vertrag.


Dann kam die Einführung des Euro, auch hier wurde wieder den Menschen über ihre Reiselust eine neue Währung schmackhaft gemacht. Stellen sie sich vor, Sie müssen sich nie wieder mit Umrechnungstabellen und einer anderen Währung auseinandersetzen, Sie können Ihren Urlaub genießen. Ja sicher doch. Bei genauerem Betrachten jedoch wird auch hier wieder eines ganz klar. Über eine gemeinsame Währung lässt sich noch mehr Kontrolle über die Finanzmärkte ausüben. Bestes Beispiel hierfür die noch gar nicht in Vergessenheit geratene Bankenkrise. Und wo wurde diese erzeugt? Und wieweit waren die Ausmaße derer?

Wurden Sie, liebe Leserinnen und Leser, eigentlich gefragt? Hatten wir jemals ein Mitspracherecht, wenn es um ganz entscheidende Dinge ging, die uns im Grunde alle betreffen? Und zwar nicht im Sinne von Erleichterung für unser eigenes Leben, sondern im Hinblick auf grundlegende Veränderungen? Die nur ein Ziel hatten: die Masse noch besser unter Kontrolle zu halten?

Um die unzufriedenen Massen etwas milde zu stimmen, gibt es seit wenigen Jahren die Möglichkeit über sogenannte Petitionen im Internet, Unterschriften zu sammeln. Sie denken, oh, wie toll, ich werde endlich auch einmal gefragt. Ja werden Sie, nur Ihre Meinung interessiert nicht. Haben Sie sich einmal die Mühe gemacht und nachkontrolliert wie viele Petitionen zum Abschluss kamen und zwar mit einer Änderung, die auch etwas bewirkt? (Ganz abgesehen von denen, die erst gar nicht zur Umfrage freigegeben wurden?)

Doch die gibt es. Eine Petition setzte sich dafür ein, dass uns der Sonntag erhalten bleibt. Ach der Sonntag sollte abgeschafft werden? Irgendwie war dies wohl mal im Gespräch, vielleicht ist den Menschen noch immer nicht ganz ins Bewusstsein gesickert, dass zum einen schon immer an Sonntagen gearbeitet wurde, ich erinnere hier an die Menschen, die ihre Arbeit in Krankenhäusern verrichten, Notdienste, aber auch die Polizei arbeitet an Sonntagen, ebenso Zeitschriftenverlage, um nur einige Beispiele zu nennen, und dies rund um die Uhr. Dass diese Petition so viele Unterzeichner gefunden hat, mag daran liegen, dass sie mit eine der ersten eingereichten Petitionen war, aber auch daran, dass hier gar keine Absicht vorgelegen hatte, den Sonntag abzuschaffen. Wir erinnern uns an das Mittelalter und fragen, wer hier Macht ausübte, und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Oder wie erklären Sie sich die Ablehnungen aller Petitionen, die sich mit sexuellem Missbrauch  bei Kindern oder auch nur annähernd in die Richtung von sozialer Gerechtigkeit hin befassen? Keine dieser Petitionen ging durch. Was hier betrieben wird, ist eine in Sicherheit wiegen, um die unruhig werdende Masse zu beschwichtigen. Welche sich hier über das Internet wieder allerbestens kontrollieren lässt. Glauben Sie tatsächlich, dass es Änderungen geben wird, wenn diese gewünschten Änderungen von denjenigen abgesegnet werden sollen, welche für die Gesetzeslage zuständig sind?


Ein weiteres Mittel, um die Massen unter Kontrolle zu halten besteht auch darin, Zwietracht zu säen. Das ist ganz einfach, denn es gibt genügend Maulwürfe in den verschiedenen Foren im Internet, die für Streitereien unter den sozial Engagierten sorgen. Die Menschen werden an ihrem Ego gepackt und schon zerschlagen sich wichtige, soziale Zusammenschlüsse. Da wird mal eben so behauptet, dass Herr X ein “Rechter” ist und schon ist das Misstrauen gesät.  Und je mehr die Menschen, welche sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen wollen, in Streitereien verwickelt werden, um so besser für die Machthabenden. Denn wer sich ständig uneins ist, hat mit den eigenen Streitigkeiten bereits genug zu tun. Hier ist erst einmal kein Widerstand zu befürchten. Und falls doch, da gibt es ja nun den Lissabonner Vertrag. Wurden Sie informiert? Wurden Sie dazu befragt? Durften Sie mitbestimmen? Und selbst wenn, er wäre durchgesetzt worden, so oder so.

Es wird mit der Angst gespielt, es wird etwas vorgetäuscht, was gar nicht ist, es wird regelrecht provoziert, nur damit an allen Ecken und Kanten Kameras aufgestellt werden können, zur inneren Sicherheit? Da werden mittlerweile Menschen, wenn sie in den Urlaub fliegen wollen, “ausgezogen”, nackt gemacht. Kein angenehmes Gefühl, oder? Zur Sicherheit?

Kennen Sie die EU Verordnungen zur Sicherheit in den Lieferketten, die nach dem 11. September erlassen wurden? Ich möchte hier ein paar mir noch in Erinnerung gebliebene Details erwähnen. Um die Sicherheit in der Lieferkette müssen alle Speditionen sich einer Schulung unterziehen. Alle. Dies gilt in erster Linie für Geschäftsleute, um die Ware schneller abfertigen lassen zu können. Das heißt, wer ein Stück Ware transportieren lassen möchte, sollte diese Prüfung ablegen, so wird es beim Zoll einfacher und schneller mit der Abwicklung, denn hier bürgt der Vermerk, geprüft für einen reibungslosen und schnelleren Ablauf. Vom Versender bis zum Abnehmer. Länder, die hier noch nicht inbegriffen sind, müssen mit längeren Verzögerungen beim Ausliefern oder Zustellen ihrer Ware rechnen, hierzu gehört u.a. China, die jedoch auch schon im Gespräch sind, sich hier einzuordnen, oder sollte ich besser schreiben: sich unterzuordnen?


Für viele Speditionen war dieser Erlass das Aus. Zu dieser Zeit stieg obendrein der Ölpreis ins phantastische, und Speditionen benötigen ihre Fahrzeuge, um Lieferungen auszuliefern oder abholen zu können. Die großen Speditionen hatten hier weniger bis keine Probleme, sie konnten ihre Belegschaft zur Schulung und Prüfung schicken, die nicht billig ist! Wer diese Prüfungen nicht vorzeigen kann, wenn durch den Zoll kontrolliert wird, wird erst erinnert diese abzulegen und mit einem Bußgeld belegt; wird diese noch immer nicht abgelegt, wird die Spedition geschlossen.  Man könnte auch sagen: zahle oder stirb. Diese EU Verordnungen hatten zur Folge, dass viele kleine Speditionen ihre Existenz aufgeben mussten.

Genau wie im Zusammenschließen von Ländern, einer Einheitswährung und zusätzlicher  erlassener  Verordnungen dient auch die Sicherheit in der Lieferkette nur einem Ziel: totale Kontrolle und totale Macht.

Und wer sich einmal die Mühe macht und die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lässt, der wird erkennen, dass hier von langer Hand geplant und auch umgesetzt wurde. Wer hier noch von Verschwörungstheorien spricht, hat noch immer die rosa-rote Brille auf.


Viele kleine Leute

in vielen kleinen Orten,

die viele kleine Dinge tun,

können das Gesicht der Welt verändern.

(Afrikanisches Sprichwort)


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Ihre

Petra Hanse

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Eine Antwort zu “Im Gleichschritt : Marsch!”

  1. PastorPeitl sagt am: 2 Juni 2011 um 10:09

    Eigentlich ist es unverständlich, warum Österreich das mit 365 Milliarden Euro Schulden bei 8,2 Millionen Einwohnern eine deutlich höhere Prokopfverschuldung aufweist als Griechenland (327 Milliarden Euro Schulden bei 11,4 Millionen Einwohnern) an die Griechen Geld zahlen soll, obwohl laut neuester Sozialstatistik 2,400.000 Millionen Menschen in Österreich an der Armutsgrenze leben.

    Wer also wie wir nicht an Europa zahlen will, sondern lieber die Armut in Österreich bekämpft, den laden wir herzlich dazu ein unsere Petition zu unterschreiben:

    http://www.ipetitions.com/petition/rueckerstattung_des_haftungsbeitrages/

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