Antihumane Politik weiter auf dem Vormarsch
08.04.10
Das unsere jetzige gewählte Politik mitunter menschenverachtend ist, wurde durch die Aussagen von Herrn Guido Westerwelle nur zu deutlich bestätigt. Viele Bürger sind seit dem Regierungschaos zum Jahresanfang auf der Suche nach wählbaren Alternativen. Anstatt sich jedoch mit wirkliche, neuen Möglichkeiten zu befassen, wagen die Meisten nur einen Blick auf andere etablierte Parteien. So zum Beispiel hat die Partei „Die Grünen“ in den letzten Monaten massiv an Stimmen dazu gewonnen – eine klare Sympathiesteigerung bei vielen Wählern ist unverkennbar. Doch leider vergessen indes viele, dass die Armutsfahrt unter anderem durch Rot/Grün zum Leben erweckt wurde, und die Grünen damals auch nicht im Sinne des Volkes agiert haben im Bundestag. Es scheint als bewege sich die heutige Gesellschaft im endlosen Irrgarten, denn immer wieder vertraut man auf Parteien, die bereits mehrfach deutlich gemacht haben, dass konsequente Lösungen von gesellschaftspolitischen Problemen nicht von ihnen zu erwarten sind.
Die Grünen und der Hundekot
Inzwischen jedoch dürften einige Sympathisanten der Partei die Grünen wieder aus dem Traumland erwacht sein, denn die Abgeordnete Claudia Hämmerling machte durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Ganz schnell entlarvte sich die Parteiführung – wieder geht es nur um Wählerstimmen wie immer. Claudia Hämmerling ist der Meinung, dass es Hundekotkontrolleure geben und ALG II Bezieher diesen „Job“ auch annehmen müssten. Schnell wird also klar, dass man auch hier auf neoliberalen Schmusekurs geht und keine positiven Absichten vertritt. Zwar distanzierte sich die Parteiführung von dieser Äußerung, wohl wissend aber, dass man sonst ganz schnell wieder fallen könnte in der Gunst der Wähler. Wieder nur ein Spiel um die Wählerstimmen ohne jegliche glaubwürdige Haltung seitens der Partei. Ein positiver Wandel zurück zu den Wurzeln dieser einst freiheitlichen Partei ist in keinem Fall zu erkennen.
Etablierung der Armut nicht das einzige Problem
Sicherlich ist Hartz-IV im Moment ein sehr großer Themenschwerpunkt bei vielen Bürgern, aber dennoch ist die Etablierung der Armut bei weitem nicht das einzigste Problem der derzeitigen politischen Struktur. Auf der einen Seite möchte man Menschen für die Armut sensibilisieren, so dass diese ohne Widerworte damit leben und auf der anderen Seite versucht man zusätzlich noch, massiv eine Kälte zu festigen, welche das menschliche Miteinander dauerhaft verhindert. So ist unter anderem überdeutlich zu erkennen, dass Polizeieinheiten bei Kundgebungen von Bürgerinitiativen wohl auch immer härter zur Tat schreiten, um die freie Meinung in ihre „Schranken“ zu weisen und Grenzen aufzuzeigen, die es nicht zu überschreiten gilt. Über das Bankensystem hingegen setzt man Kleinunternehmer unter einen massiven Druck, so dass diese sich auch von keiner Seite mehr verstanden fühlen. Die legislative, exekutive und judikative Gewalt greift oftmals da ineinander, wo sie aus dem demokratischen Grundverständnis her getrennt agieren müsste. Da hier eine Gewaltentrennung nicht mehr klar zu erkennen ist, stellt sich die Frage nach dem Konstrukt im Hintergrund, und wo die humane Basis noch zu finden ist in diesem erschaffenen Irrgarten.
Radikale Alternativen werden stärker
Betrachten wir den gesamten Komplex, so ergibt sich aus dieser Inszenierung kein positiver Nährwert. Sowohl die politische Rechte als auch die politische Linke bekommen mehr und mehr Wähler auf ihre Seite, da diese aus Frust auf die Lösungskonzepte der radikalen Parteien setzen. Dennoch kann und darf es nicht sein, dass radikale Kräfte, egal welcher politischen Seite diese entspringen, wieder deutlichen Zuspruch zu verzeichnen haben. Die Geschichte sollte doch deutlich gemacht haben, dass beide Seiten eine Gefahr darstellen für die menschliche Freiheit. Ganz gleich ob wir hier vom Naziregime sprechen oder dem Stasisystem der DDR, denn in beiden wurden Menschen unterdrückt, erniedrigt und kamen ums Leben. Was uns schon einmal ins menschliche Unglück geführt hat kann nicht ein Lösungsweg der heutigen Probleme sein, denn ein solcher Wandel ist einfach auf Grund der jeweiligen ideologischen Haltung nicht möglich.
Freie Gedanken – Lösung ist simpel
Prinzipiell ist es nicht schwer diesen Teufelkreislauf zu beenden und wieder ein humanes System neu aufzubauen, doch genau dafür muss es einen Ruck innerhalb der Gesellschaft geben: ein neues Bewusstsein muss da ansetzen, wo die alten Wege einfach nicht mehr funktionieren oder in gegenseitiger Verachtung, im Neidwahn enden. Der Mensch steht sich nicht offen und ehrlich gegenüber, und man entwickelt kaum noch Verständnis füreinander, und genau so wird erst eine Plattform geschaffen, auf welcher Politiker ihre antisoziale Strategie entfalten und ausbauen können. Immer wieder schieben viele Gesellen des Nebelspiels den fehlenden Zusammenhalt auf unsere Politik, doch genau für diesen sind wir selber verantwortlich.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Wer Freiheit und Demokratie fordert, muss bereit sein Menschlichkeit zu leben und diese durch die eigene Liebe zu einem freien Leben zu bewahren.
Ihr
Joachim Sondern
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