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Verständnis und Mitgefühl

Verfasst von: admin am März 31, 2010 Kein Kommentar

31.03.10

Oft frage ich mich, ob es ein Mangel unserer Zeit ist, Verständnis aufzubringen oder ob das kein Verständnis haben schon immer da war…?

Nämlich immer dann, wenn Menschen nicht so funktionieren wie sie funktionieren sollen. Da geht es nämlich schon los. Funktionieren….sind wir Maschinen? Und wer bestimmt eigentlich, wer „normal“ ist ? Was ist denn normal?

Normal bestimmt einen Zustand, der der Norm entspricht, also im Großen und Ganzen gleich ist. Nichts darf da aus der Rolle fallen, möglichst nicht auffällig werden und falls doch, ja falls doch, na wie gut dass es Psychopharmaka gibt, die uns wieder in die Norm bringt.

Bei den Kindern geht es schon los. Was früher ein Zappelphillip war, ist heute ADHS krank. Was früher ein Träumer war, ist heute als ADS Kind entlarvt. Wissen Sie woher AD(H)S kommt? Nein, das werde ich hier jetzt nicht schreiben, denn darum geht es mir nicht. Mir geht es einzig und alleine darum aufzuzeigen, dass es schon immer Menschen gab, die sich eben anders verhalten haben als andere, nicht selten wurden genau aus diesen Kindern, die Verhaltensstörungen aufweisen – wobei es mir jetzt wirklich schwer fällt dies so zu betiteln, denn jeder Mensch ist anders und Ausnahmen bestätigen -Gott sei Dank- die Regel-


wahre Genies!

Meine Bitte an Sie, die Sie da Eltern sind: bevor Sie Ihr Kind mit Psychopharmaka  voll stopfen lassen, und somit eine Tablettenabhängigkeit anerziehen, oder anders ausgedrückt: gefügig machen und der Norm anpassen lassen wollen, hinterfragen Sie einfach einmal selbst, woher dieses AD(H)S kommt,Sie werden überrascht sein, das verspreche ich Ihnen.

Es gibt verschiedene Ursachen, warum Menschen sich anders verhalten, als sie es „sollen“, oder was sie für ihr Umfeld „erträglich“ macht. Oftmals sind es hormonelle Schwankungen, Frauen können hier besonders ein „Liedchen“ davon singen, was es heißt, wenn der Körper sich umstellt. Sei es auf die Regelblutung, in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren. Nun sind dies ganz natürliche Phänomene

—keine Krankheiten !!!! Warum ich dies hier so hervorhebe liegt daran, dass in unserer heutigen Zeit eine Frau an sich schon eine Krankheit darstellt. Zumindest für die Medizin (was zur Folge hat, dass Frauen grundsätzlich einen höheren Beitrag in der privaten Krankenversicherung zu leisten haben, achten Sie einmal drauf). Spätestens mit Einsetzen der Regelblutung sind wir Frauen ein Fall für den Arzt, und da kommen wir dann so schnell nicht wieder weg, denn Frauen kann man bestens therapieren, auch wenn Frau dies gar nicht benötigt, so wird u.a. uns Frauen auch noch unser Wissen und vor allem unser Gefühl für unseren eigenen Körper abgesprochen. Na, kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? —,

unter denen, die betroffenen oft schon selbst genug zu leiden haben. Auf Verständnis stoßen wir dann, wenn es erkannt ist. Da wird dann eben mal gesagt, ach das ist das PMS (Prämenstruelle Syndrom) oder na ja, sie ist schwanger, da ist das so, oder auch: Himmel hilf, sie ist in den Wechseljahren.

Schön, wenn man(n) weiß, wo es herkommt, noch schöner wäre es, wenn man auch mal Verständnis dafür aufbringen könnte, was leider lediglich mit dem Erklärungsversuch abgetan wird. Dass eine Frau sich in diesen Momenten vielleicht einfach nur ein bisschen mehr Verständnis wünscht, vielleicht auch um einiges anlehnungsbedürftiger wird, wird durch die lapidare Erkenntnis, bzw. Aussage weggewischt.


Deswegen mein Aufruf an Sie, liebe Männer: habt Verständnis für Eure Frauen in dieser Zeit, wir wollen Euch damit nicht ärgern, wir leiden selbst genug darunter. Nehmen Sie Ihre Frau einmal mehr in den Arm, sie wird es Ihnen danken.

Und zu Ihnen, liebe Leserinnen, zeigen auch Sie Verständnis dafür, dass Männer sich einfach etwas schwerer damit tun, mit Gefühlsausbrüchen umzugehen. Aber wir sind alle bereit, zur Harmonie etwas beizutragen. Mit Verständnis und Mitgefüh, wird es uns gelingen, denn: Gemeinsamkeit geht nur im Miteinander.


Stimmungsschwankungen haben aber nicht nur Frauen. Mein oben genanntes Beispiel ist nur eines, welches nun mal naturbedingt nur Frauen betrifft. So gibt es aber auch Stimmungsschwankungen, die mit Erkrankungen zu tun haben. Sei es durch eine nicht funktionierende Schilddrüse, durch Diabetes oder eine andere organische Erkrankung.

Alles, was uns beeinträchtigt, spiegelt sich in unseren Stimmungen wieder. Es gibt Erkrankungen, welche medikamentös zu behandeln sind, diese behandeln den Körper, nicht aber die Psyche. Zwar kann das eine das andere bedingen, ist aber in den meisten Fällen nicht der Fall. So heißt es auch wieder, wer es weiß als Außenstehender, sollte doch bitte Verständnis aufbringen.

Ein anderes Beispiel für Stimmungsschwankungen liegt nicht in der Natur der Sache, sondern ist gemacht. Alles, was den Menschen heute aus der Bahn wirft, kann erhebliche Stimmungsschwankungen hervorrufen.

Gerade in unserer perfektionierten Zeit hat der Mensch zu funktionieren, egal was da ist, egal was für ein Leid er zu er-tragen hat, ob er krank ist, ob er arbeitslos wurde, ob er gerade um einen geliebten Menschen trauert, ob eine Trennung stattgefunden hat oder eine Gefängnisstrafe abzusitzen hat, dies alles sind Situationen, welche den Menschen psychisch aus der Bahn werfen. Und psychische Belastungen ziehen nicht selten organische ernstzunehmende Erkrankungen nach sich!

Abgesehen von der Trauer um einen verstorbenen Menschen, sind andere Situationen, wie ich sie aufgezählt habe, nicht naturgegeben. Diese Situationen sind gemacht, gemacht durch Fremdeinwirkung. Aber die meisten lieben Mitmenschen fühlen sich, da selbst unter Anspannung stehend, oftmals damit überfordert, dass da jetzt ein Mensch so aus der Bahn geworfen wurde. Sie stehen selbst hilflos den Gegebenheiten gegenüber und wissen nicht wirklich, wie sie nun damit umgehen sollen. Viele entfernen sich von den Betroffenen, was es den Betroffenen nicht leichter macht, sondern sie noch mehr unter ihrer Situation zu leiden haben.

Nicht selten kommt es zum Suizid, wenn Menschen mit ihrer Situation nicht mehr klar kommen, sich obendrein noch verlassen fühlen, weil sie verlassen werden, einfach kein Verständnis bekommen in ihrer Not.

So manch ein Betroffener sucht sich dann Hilfe in einer Therapie, wenn sie denn überhaupt professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Nun mögen Therapien sinnvoll sein und dem ein oder anderen auch helfen, zumindest sind sie eine Hilfestellung für die Betroffenen wenigstens hier Gehör und Verständnis zu finden, was sie in ihrem Umfeld nicht mehr bekommen.

Hier sei auch angemerkt, dass es auch Mitmenschen gibt, die sich einfach nicht mehr zu helfen wissen, wie sie nun mit dem Betroffenen umgehen sollen, ich spreche hier nicht allen Menschen das nötige Verständnis und Mitgefühl ab! Möchte mich aber an diejenigen Betroffenen wenden, die es aus was für Gründen auch immer, es einfach nicht erfahren. Nicht weil man sich um sie nicht mehr kümmern kann, da man selbst mit der Situation überfordert ist, sondern einfach, weil sie fallengelassen werden, weil sie gerade mal nicht funktionieren.

Therapien werden vom Arzt des Vertrauens mit unterstützt, denn wer sich freiwillig in eine Therapie begeben möchte -und nur freiwillig kann sie hilfreich sein-, der bekommt hier wirklich alle Unterstützung, und man sollte sich auch nicht scheuen, eine solche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Noch heute gehen Menschen ungern in eine Therapie, weil sie sich nicht gerne Hilfe suchen, weil sie Angst haben, von ihren Mitmenschen auf Grund dessen als psychisch krank abgestempelt zu werden oder aber auch aus Angst, ausgelacht zu werden. Besonders Männer scheuen den Gang zu einer Therapie. Dies lässt sich leider an den Statistiken der Suizide ablesen. Fast 80% der Fälle sind Männer. Hier möchte ich mich mal ganz besonders an die Männer wenden, die sich nicht trauen, eine Therapie in Anspruch zu nehmen, geht hin! Es ist Euer Leben! Denn diejenigen, welche Euch auslachen, sind diejenigen, die Euch am Boden sehen wollen. Kein Mensch ist ein Schwächling, nur weil er sich Hilfe holt, ganz im Gegenteil.

Leider zieht dies bereits das nächste Problem nach sich. Männer greifen viel öfter zu Psychopharmaka, sie schlucken lieber ein Pillchen, denn das sieht ja keiner, als dass sie sich auf ihre Gesundheit berufen und einen anderen, gesünderen Weg wählen. Hier sind Ärzte nur all zu schnell dazu bereit, dem Patienten, wo sich hier noch die Frage stellt, ob es sich in solchen Fällen überhaupt um Erkrankungen handelt, Psychopharmaka aufzuschreiben.

Denn es gilt noch immer zu unterscheiden, ob es sich um eine Stimmungsschwankung handelt oder tatsächlich bereits eine ernst zu nehmende Depression, die Übergänge hier sind leider fließend. Eine Depression sollte unbedingt behandelt werden und gehört in professionelle Hände.

Dennoch ist es so, dass heute sehr schnell Psychopharmaka zum Einsatz kommen. Sei es, dass die Betroffenen es so wünschen, sei es, dass der Arzt es so aufschreibt. Hier kann ich nur warnen! Denn diese Tabletten sind nicht ohne ! In den meisten Fällen werden Menschen davon abhängig. Eine solche Abhängigkeit bezieht sich nicht nur auf den Tablettengebrauch, sondern auch auf die damit verbundenen Nebenwirkungen. Vergessen wir bitte nicht, dass unsere Leber solche Medikamente zu bewältigen hat, den Körper reinigt und durch einen erhöhten Konsum (dies gilt im übrigen für alle Tabletten) stark belastet wird, was schlimmstenfalls zu einer ernsthaften Erkrankung der Leber führen kann.

Bei Stimmungsschwankung ist es daher sinnvoller auf die Naturheilkunde zurückzugreifen. Hier gibt es durchaus sehr hilfreiche Präparate, die außerdem kaum Nebenwirkungen haben.

Bei der Naturheilkunde heißt es aber auch: die Dosierung macht es! Viele Menschen glauben, wenn sie ein pflanzliches Präparat nehmen, dass dies nichts machen würde. Nichts machend dahingehend, dass es ohne Nebenwirkungen sei. Die ist ein Irrtum! Das beste Beispiel gibt hier das immer wieder gern verordnete Johanniskraut. Vorsicht sei hier geboten, bei hellhäutigen Menschen, denn Johanniskraut kann zur Sonnenallergie führen, da Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit begünstigt. Und glauben Sie nicht, dass nach Absetzen die Sonnenallergie nach einem halben Jahr von alleine wieder verschwindet, sie kann auch bleiben.

Empfehlenswert sind hier Bachblüten, denn Bachblüten haben tatsächlich keine Nebenwirkungen. Sie machen nichts, was aber nicht heißen soll, dass sie deswegen nicht helfen. Ebenso verhält es sich mit der Lithotherapie (Mineralien), welche heute bereits zur Herstellung von homöopathischen Mitteln verwendet werden. Es geht nicht um Hokuspokus, sondern um eine ernstzunehmende Alternative.

Eine Pille kann weder Arbeitsplatz noch den verlorenen Partner wieder zurückbringen. Wir sollten die Hilfsmittel, ob aus der Natur oder der Pharmaindustrie, als das sehen, was sie sind: Hilfsmittel. Ein Mensch ist aber ein Mensch und durch nichts zu ersetzen.

Und darum sei noch einmal erwähnt, was uns Menschen noch immer ausmacht: unsere Fähigkeit Verständnis aufzubringen, Mitgefühl zu entwickeln und dieses auch weiterzugeben.

Auch wenn es heutzutage immer schwerer fällt, weil wir uns alle bereits in dem Strudel der Manipulation, des Perfektionismus haben hinein reißen lassen, fangen Sie wieder an, Mensch zu werden, gehen Sie wieder auf Ihre Mitmenschen zu, wenn diese Hilfe benötigen oder in Not sind. Lassen Sie sie nicht alleine, denn einen Schicksalsschlag oder auch eine Krankheit kann jeden von uns treffen.


In diesem Sinne:

Was Du nicht willst das man Dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu.


Vielen Dank für Ihr Interesse

Ihre

Petra Hanse

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