Rentner – staatliche Armutsgarantie ist sicher
18.03.10
Wie stark ein Staat in Wirklichkeit ist, kann man immer am besten daran erkennen, wie sich dieser um den Nachwuchs und um die alte Generation kümmert. Durchaus ist es daher also auch nicht schwierig zu erkennen, dass dieses System sich so sehr verlaufen hat im ewigen Garten der Freude, dass hier keine Stärken mehr zu erkennen sind – für die Alten und unsere Jugend tut man nämlich seit geraumer Zeit kaum noch etwas, außer die Gesamtsituation dramatisch zu verschlechtern. Mit welch einer antihumanen und unvernünftigen Härte der Staat jene Menschen behandelt, welche für unser aller Zukunft stehen oder in der Vergangenheit bereits vieles geleistet haben, ist unverantwortlich und durch nichts zu rechtfertigen.
Im guten Glauben immer mehr Leistung erbracht
Ältere Menschen wollen berechtigterweise einen ruhigen Altersabend verleben, denn dafür haben sie gearbeitet, Lasten auf sich getragen und dieses Sozialsystem eigens aufgebaut. Von Sicherheit ist jedoch so gar nichts zu sehen oder zu spüren, und so haben alte Leute immer noch mit Problemen zu kämpfen und müssen sich im Alter mit “Armut” abfinden, was wiederum zu einer negativen Gesundheitsentwicklung führt, da die menschliche Seele gerade im Alter Ruhe und Freude benötigt, um Energien an den Körper weitergeben zu können. Immer mehr Leistung haben sie erbracht, wenn es von ihnen gefordert wurde und die Entscheidungen des Systems stets geduldig hingenommen. Nun fällt man ihnen in den Rücken, zeigt seitens der Regierung, dass dies alles nur hohle Phrasen sind. Finanzielle Belastung und Mehrkosten erzeugt der Staat lediglich selber und macht aus der Rentenvorsorge ein Kapitalgeschäft. Gesundheitskosten steigen, da alte Menschen diesen Ballast im Alter nicht mehr tragen können, aber müssen, und oftmals sterben Menschen genau durch diesen “gewollten” Druck auch früher. Kaum ein Rentner kann annährend das ausschöpfen, was er eingezahlt hat, und doch sprechen die Berliner Staatsschauspieler von einem Verlust oder einem finanziellen Loch in der Rentenkasse, welches kaum tragbar ist. Unsere Finanzakrobaten scheinen ganz einfache Grundregeln der Wirtschaft nicht zu beherrschen und bringen uns alle dadurch in Bedrängnis, dass sie vorhandene Gelder für fremde Zwecke einsetzen: für die Krise musste primär der Steuerzahler herhalten, und in der sekundären Stagnierungsphase muss nun auch die Rentengeneration dran glauben.
2010 keine Erhöhung – Kürzung durch Rentenausfallgarantie verhindert?
Als Propagandawerkzeug nutzt man nun wieder die unter der großen Koalition verabschiedete Rentengarantie aus dem Jahre 2008 und brüstet sich damit, dass Rentner keine Kürzung erwartet, obwohl es eigentlich zu einer solchen gekommen wäre. Die Rentenversicherung würde dadurch in diesem Jahr durch 900 Millionen Euro belastet. Stellt man nun aber mal ganz simpel eine kleine Formel auf, in welcher Sterberate, eingezahlte Beträge und der Faktor der Anlage berücksichtigt werden, so ist bereits ohne konkrete Zahlen absehbar, dass es einen “Überschuss” geben müsste – trotzdem spricht der Staat von Verlusten. Ein merkwürdiges Phänomen, welches zu der Fragestellung verleitet: was hat man mit den Geldern gemacht? Konsequent betrachtet hätte man diese anlegen müssen, um Menschen ein im Alter menschenwürdiges und ruhiges Leben zu ermöglichen. Einzahlungen dieser Art hat der Staat als sichere Sparanlagen zu verwalten – hier besteht ein Verwendungszweck, an welchem der Staat gebunden ist.
Auch ist dieser “Schutz” nur Augenauswischerei, denn aus der Nähe betrachtet macht man im späteren Verlauf von einer Kürzung Gebrauch. Wenn im Jahr 2012 z.B. eine Erhöhung um 1% möglich wäre, wird man die Rente nur um 0,5% erhöhen und die restlichen 50% zum angeblichen Ausgleich einbehalten. In der ersten Instanz schafft man also einen Grund, um ein “Loch” zu rechtfertigen und stellt sich positiv dar, und in der zweiten Instanz geht man durch die Hintertür wieder an die Niere der alten Generation, in der Hoffnung verweilend, dass diese das nicht merkt und im Glauben, dass alte Menschen kaum Wege haben sich zu wehren, denn der Generationenkonflikt wurde sorgfältig über Jahrzehnte lang gesät.
Lohndumping und Zeitarbeit – Arbeitswelt wurde zerstört
Dieses ganze erzeugte Theater wird noch mit einem weiteren Schatten überzogen, denn blickt man auf die heutige Arbeitswelt, so ist kaum noch von Bestand und Sicherheit die Rede. Durch die Weltwirtschaftskrise hatte man einen Deckmantel gefunden, unter welchem sich Zeitarbeit und Lohndumping wunderbar rechtfertigen lassen. Unsere soziale Berufswelt, so wie wir sie kennen, wird es bald nicht mehr geben und somit auch kein staatliches Rentensystem. Was jetzt auf einer wackligen Art und Weise halbwegs aufrechterhalten wird, verschwindet von Generation zu Generation immer mehr, da man diese sensibilisiert für die private Vorsorge – wohl wissend, dass die Verantwortlichen sich voll und ganz darüber im Klaren sind, dass dies im Kontrast gesehen eigentlich eine “kriminelle” Handlung ist, da die Pflicht in der Erhaltung des staatlichen Rentensystems besteht und nicht geändert werden kann. Leider konnten sich die Darsteller im Staatstheater Berlin genug Hintertüren und Wege aufbauen, bedingt durch das politische Desinteresse der Masse. Ignoranz war schon immer ein schlechter Ratgeber, und in Zeiten des politischen Chaos kann diese sogar zu einem Sarg werden.
Jugend ohne Mut – was wird mit ihr, wenn man jetzt schon solche Probleme hat?
Wen wundert es noch, dass in einem solchen Kreislauf der ewigen Dürre die Jugend keinen Mut mehr fasst zur Initiative? Politiker verbauen ihnen jegliche Chancen, und auch das Gesellschaftsleben beraubt sie jeglicher Visionen und Träume, die diese Welt positiv beeinflussen könnten. Das Potenzial, welches nötig ist, wird innerhalb dieses prekären Kreislaufs also bereits in der Entstehungsphase unterbunden. Junge Menschen sehen doch, dass trotz Leistung keine Art der Sicherheit mehr gegeben ist, was diese in zwei verschiedene “Gruppen” spaltet: die einen werden gewissenlos und sind bereit sich an der Armut der anderen Menschen zu bereichern, wenn sie die Möglichkeit dazu erhalten, und die Anderen haben ein Gewissen, tragen jede auferlegte Last, riskieren damit ihre Gesundheit und haben im Alter gar nichts mehr. Hier wurde somit ein Gewinner- und Verliererkreislauf inszeniert, den es nach den Regeln des natürlichen Kreislaufs nicht gibt, da ein solches “Klassifizierungsdenken” immer nur auf der Basis eines Zerstörungsgedankens aufgebaut ist, niemals jedoch konstruktiv sein kann, egal aus welcher Perspektive das Ganze betrachtet wird.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
In der Aufschlüsselung des Basis-Prozesses liegt die Erkenntnis, welche in der Lage dazu ist, das Übel der Gesamtheit in einen konstruktiven und positiven Prozess zu wandeln, ohne das es einen intensiven Kraftaktes bedarf.
Ihr
Joachim Sondern

Mir erscheint die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens ein sehr charmanter Lösungsansatz zu sein.
Unsere Gesellschaft leidet trotz der vielen Millionen Arbeitslosen an keinem Gütermangel.
Das Gegenteil ist eher der Fall.
In einigen Bereichen (z.B. der Automobilbranche) werden staatlich subventionierte Arbeitsplätze künstlich erhalten,in denen diese zu viel produzierten Güter eigentlich unverkäuflich sind, sonst würden sie sich ohne Hilfestellung verkaufen.
Diese Menschen werden für die Güterherstellung schlicht nicht mehr gebraucht.
Die Herstellungsprozesse werden auch in Zukunft immer effektiver werden, so dass sich der Anteil dieser Menschen erhöhen wird.
Wer? hat “Uns” so verraten?
Es waren die Sozialdemokraten unter SCHRÖDER+Grüne.
CSU,CDU und FDP-bei Kohl-ebenfalls.
Rentenfallgarantie,sieht so aus, der BUND bedient sich aus der Rentenkasse u. dem Pensionsfond,die Rentnerpartei übergab , eine Petition, an den Rentenkassen-Träger- Rauswurf.Toll.?