Der Mensch – ein kalter Roboter ohne Selbstachtung
12.03.10
Ein allseits beliebtes Sprichwort lautet: „Was Du nichts willst, das man Dir tut, das füg auch keinem anderen zu“. Unter Menschen wird dieser Satz in einer scheinbar zivilisierten und intelligenten Haltung oft zur Sprache gebracht – aber wie so vieles in diesem kalten Gesellschaftsleben, ist auch das nur eine Illusion, die man sich gegenseitig vorhält. Zum einen geht der Mensch untereinander sehr selbstzerstörerisch miteinander um, behandelt zum anderen auch andere Lebewesen sehr abwertend. Dabei ist gerade der Mensch eines der abhängigsten und schwächsten Wesen dieses Planeten. Unser aller Leben ist dermaßen vom Mainstream geprägt, dass sich Gedanken nur noch in der eigentlichen Lebensironie verlaufen können, denn Freiraum gibt es unlängst nicht mehr.
Tierquälerei – das armselige Ego des Menschen
Geradezu armselig ist es, wie die „Narren“ der heutigen Spaßgesellschaftsindustrie mit anderen Lebewesen, wie zum Beispiel der Tierwelt umgehen. Aus Profitgier und einem vorurteilsbehafteten Stursinn werden Tiere getötet, nur um daraus Kapital zu erwirtschaften. Vor nichts mehr macht der Statist am Wegesrand halt, und das, obwohl dieser mitunter einer der Wesen ist, welches am meisten von anderen Lebewesen und der Natur abhängig ist. Wie antihuman diese Welt geworden ist, und wie sehr man Tiere verachtet, zeigt am besten das Beispiel der Tiercontainer in den USA: Halter, denen die Haustiere zu lästig geworden sind, können diese jetzt einfach in sogenannte Container entsorgen. Vom Ursinn her ist es eigentlich schon unverantwortlich, dass man Tiere züchtet, nur damit Menschen diese in einem Käfig halten dürfen und ihren Spaß daran haben. Der Haustierwahn hat doch nur dazu geführt, dass gerade Hunde ihres eigentlichen Lebens beraubt werden. Hielt man früher Hunde noch in großen Zwingern in freier Natur, müssen sie heute noch mehr unter Zwang in Wohnungen leben, und bekommen das ganze Unheil der mit ihnen lebenden Menschen voll uns ganz mit, doch darauf achtet erst recht niemand. Wie viel verschiedene Tierarten musste man bereits unter Naturschutz stellen, weil auf einmal zum Beispiel alles zur Delikatesse wurde, oder der Mensch ihnen den Lebensraum nahm? Furchtbar, dass man überhaupt von Tierschutz sprechen muss, denn würde man mit der Lebensverantwortung vernünftig umgehen, wäre dies alles nicht nötig. Tag für Tag schikaniert der „Zug der Narren“ die Tierwelt, respektiert und achtet nicht deren Gesetze und Lebensarten. Ähnlich wie bei sich selbst versucht man auf alles Einfluss zu nehmen, um es zu formen bis es einem passt, ungeachtet der Tatsache, dass sich im Leben nicht immer alles nach Norm formen lässt, aber das muss der Mensch wohl noch erst lernen. Dass sich Menschen gegenseitig an eine Leine nehmen und sich einengen, unter Druck setzen, das ist die eine Seite der Medaille, für welche sie selber verantwortlich sind, trotzdem sind sie nicht berechtigt diese Einstellung auch auf andere Lebewesen zu übertragen und dort anzuwenden.
Naturkatastrophen hat der Mensch selber zu verantworten
Auch in Sachen Natur hat dieser Gesellschaftsfluss wohl noch so einiges zu lernen. Gerade bei diesem Thema fragt man sich schon so manches Mal, ob der Mensch an sich überhaupt eine Intelligenz besitzt, denn nicht selten bekommt man den Eindruck vermittelt, dass es sich um die primitivste „Schaffung“ handelt. Die Elemente, Feuer, Erde, Wasser und Luft sind alle verwachsen ineinander und ergänzen sich, ohne das es einer Anstrengung bedarf. Es sind vom Ursprung her gesehen friedliche Elemente, die von uns als Ganzes aus dem Gleichgewicht gebracht wurden, weil wir immer nur nehmen, aber nie geben wollen. Die Natur hat in sich einen Konsens des Miteinander gefunden, in welchem auch der Mensch seinen Platz hat, der diesen aber immer wieder bewusst ablehnt und eigene Spielregeln meint aufstellen zu müssen. Jedes dieser Elemente arbeitet mit den anderen, denn nur so können zum Beispiel Nahrungsmittel entstehen. Das Zusammenspiel dieser Elemente hält uns an jedem Tag am Leben. Doch was tun wir? Andauernd neue Konsumgüter erwerben, zusehen und schweigen, wie ganze Wälder zerstört werden, wie unsere Luft verseucht wird, wie man sich gegenseitig vergiftet. Zusätzlich beschmutzen wir die uns umgebende Umwelt zum Teil noch selber, entsorgen sogar Chemikalien in freier Natur, aus Bequemlichkeit oder dem Profitgedanken heraus. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Elemente konstruktiv weiter existieren können ohne den Menschen, wir aber nicht ohne sie. Viele Seelen sind leer und scheinen nicht mehr unter den „Lebendigen“ zu sein, denn jegliche Harmonie und Verbindung zum natürlichen Kreislauf scheint einfach nicht mehr vorhanden zu sein.
Warum stellt sich der Mensch gegen das eigene Leben?
Über dieses unentwegte Zauberspiel darf man nicht erstaunt sein, denn da lüftet sich nur ein Schleier, ein ganz besonderer Mantel, der uns schon seit geraumer Zeit umgibt: der Mensch als solches steht sich selber im Wege, schadet sich selber und auch seine um sich lebenden Artisten. Immer wieder stößt man auf Unzufriedenheit der schweigenden Welle, doch findet man keine Begründung für diesen nicht nachvollziehbaren Schallausbruch. Stets ist man darüber erpicht, dass einem die Naturgesetze immer wieder im Weg stehen, die Spieler sind nervös und unruhig, und alles was uns geboten wird, uns ein so schönes Leben „schenkt“, genau das wird abgelehnt und sogar zerstört. Im Kontext gesehen als Ganzes steht sich die lange Reihe der Darsteller dieses Planeten, auch genannt Menschen, selber im Weg. Aus dem Kontrastdenken heraus ergibt sich also die helle Seite eher aus den Lebewesen im natürlichen Kreislauf und die dunkle undurchsichtige Seite lediglich aus dem Fluss der Primaten. Gewalt, Depressionen, Unruhen, Traurigkeit, gewisse Krankheiten – alles keine natürlichen Lebensprobleme und doch umgeben uns diese dauerhaft wie eine Nebelwolke und lenken von wesentlichen Möglichkeiten des positiven Lebens ab.
Aktuelle Fälle zeigen das wahre Bild
Wie dramatisch die Lage sich entwickelt hat, kann man täglich sogar in den Mainstreammedien verfolgen. Missbrauchsvorfälle in Kirchgemeinden, Schulen, Kinderheimen, in der Nachbarschaft, etc. sind an der Tagesordnung. Kinder im Alter von 13 Jahren misshandeln eine ältere Frau im Alter von 83 Jahren in ihrer eigenen Wohnung, Kinder werden vom Balkon geschmissen, in Mülltonnen gelegt oder ins Eisfach. Eine verrückte, grauenvolle Welt, in der Zeichen offen zu erkennen sind: dennoch jubelt die Gemeinschaft der Narren und gibt sich ganz dem verantwortungslosen Spaß hin, ohne einmal über die Folgen nachzudenken, die wir jetzt schon erleben, geschweige das Bollwerk zu erkennen, was durch diese verfälschte Ignoranz noch auf uns zukommen wird. Gewalt, Missbrauch und Vorurteile – heute in allen Generationen zu finden. Von der Nähe aus betrachtet, ein Geschwür, das wächst, und keiner möchte es aufhalten. Doch sollte man sich die Fragen stellen: ist diese Welt so noch lebenswert? Haben wir keine Verantwortung zu tragen, gerade für unsere heranwachsenden Generationen? Ist ein Leben im eigenen Ich, gelebt mit Selbstachtung nicht viel schöner? Wie kann man lernen andere Lebewesen zu achten, wenn der Mensch jegliche Selbstachtung vor sich selbst verloren hat?
Zivilisation gepredigt: bereits beim Umgang mit sich selbst versagt
Genau das ist es doch: der große Irrgarten, die Lüge der Menschheit. Gepredigt für Toleranz, Respekt und Verständnis, und doch ist davon nichts zu spüren. Alles leere Phrasen ohne jegliche Bedeutung in Bezug auf unser reales Leben. Von Anstand ist die Rede, von Zivilisation und Normen, und doch ist die einzigste Regel, die der Mensch beherzigt, die der Unterdrückung. Würden viele nur erkennen, dass sie im Grunde sich selber unterdrücken, dann wäre dies schon ein Schritt in die richtige Richtung. Sie reden von Freiheit und sind doch gefangen. Was bedeutet ein Zertifikat, ein Doktortitel oder ein Sprung in der Karriereleiter, wenn die Erde sich dazu entschlossen hat, diese Unvernunft nicht mehr länger zu tragen? Von heute auf Morgen kann alles, was im Irrgarten als Zivilisation angesehen wird, bedeutungslos, einfach gar nicht mehr vorhanden sein. Nur was bleiben den illusionsbehafteten Hauptdarstellern dann für Möglichkeiten? Fangen wir hier mal ganz am Anfang an: Tiere gequält, Natur zerstört, das einfache Leben für immer in einen Käfig gesperrt. Man mag sich irren, aber da bleiben keine Varianten mehr, keine Individualität und keine Kreativität – somit hat der Mensch sich aller Chancen selbst beraubt.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Wer nicht erkennen will, dass eine monotone Sicht des Lebens zu einem ewigen Dunkel führen wird, der wird auch nicht in der Lage sein zu begreifen, welch wertvolles Leben ihn als Mensch umgibt – traurigerweise ist dies die schweigende und verschlossene Masse.
Ihr
Joachim Sondern
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