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Der Berufskäfig – Freiheit gibt es nicht

Verfasst von: admin am März 4, 2010 Kein Kommentar

04.03.10

Immer öfter kommt es vor, dass Menschen sich in einem erschaffenen Irrgarten verlaufen und dabei nicht erkennen, dass man sie dort hinein geleitet hat. Spätestens wenn daraus resultierend dann sogar das Unglück in der Seele der Menschen gesät wird, ist es an der Zeit zu hinterfragen und das zu erkennen, was hinter dieser Funktionsgesellschaft tatsächlich zu finden ist. Manche Erkenntnisse schmerzen zwar, sind aber nötig, wenn es um freiheitliche Werte in unserer Gesellschaft geht. Der berufliche Alltag bestimmt seit je her den humanen Ablauf, denn schon immer musste der Mensch hart arbeiten, um zu leben. Gegen diesen „Prozess“ ist an sich auch gar nichts einzuwenden, wenn da nicht die Tatsachen hinter dem Vorhang ans Tageslicht kommen würden: Arbeit macht oftmals nicht mehr satt, und der Mensch wird massiv gezwungen, sich in vorgegebene Muster einzufügen, was sich mitunter auch konsequent negativ auf den Gesundheitszustand auswirkt, da wir Menschen uns in einen Käfig zwängen und nicht mehr das ausleben, was die eigentliche Seele und der Verstand signalisieren.


Keine freie Wahl – Menschen wird der Mut genommen

Vor langer Zeit hatte der politische Pfad es vorgegeben, und die Bürger haben es dann schlagartig übernommen, ohne diesen Komplex zu hinterfragen: die Rede ist von der angeblich freien Berufswahl. Man darf sich doch gar nicht wundern, wenn die nachwachsende Generation keinen Mut mehr hat, den Weg ins Berufsleben mit Energie und Ehrgeiz zu gehen. Im eigentlichen Sinne sollten berufliche Wege für eine kreative und individuelle Entwicklung des Menschen stehen, welche effektive Impulse freisetzt, die sich dann wiederum positiv auf das Wirtschaftsleben auswirken würde – davon ist aber leider nichts zu erkennen: wie auch, wenn Gesellen auf einmal die Politik der Meister betreiben und diese sich ein schönes Leben machen. Zudem ändert sich dort nichts, wo die Artisten diesen Weg in sich aufgenommen haben und ihn sogar gerne leben. Für alles gibt es Kategorien, und die Berufswelt ist ganz besonders geprägt davon. Es gibt Richtlinien, und man hat immer nach einem vorgefertigten Bild zu funktionieren. Man sortiert im Kreise der Lords nach Lebenslauf, nach Aussehen, nach persönlicher Sympathie und schafft rund um einen Käfig, dessen Last sich auch auf die Träger negativ auswirkt, die selber in den Glauben versetzt wurden, dass es der richtige Pfad wäre.


Fehlender Freiraum Grund für Krankheiten

Wo bitte zählt denn in einem so geschlossenen Kreislauf noch das individuelle Talent des Einzelnen? Fähigkeiten, der Wille und kreativer Geist sollten ausreichen, um sich frei entwickeln zu dürfen. Stattdessen ist Gewissenlosigkeit und unnachgiebige Härte „wertvoll“ geworden, um die Existenz zu sichern. Gesund ist dies weder für Arbeitnehmer noch für Arbeitgeber. Der „Schreiner“ braucht Freiraum, um sein Werk zu verrichten und qualitativ sich selbst zu übertreffen und keinen ewigen Zwang. Von Grund auf gesehen ist die menschliche Welt eine sehr flexible, so dass jeder das beruflich machen kann, für dass er gemacht ist. Es ist ein Irrglaube, dass manche Bereiche dann überlaufen wären und andere leer. Im eigentlichen Sinne müssen wir den Menschen von der Geburt aus betrachten, und schon wird man erkennen, dass dieser so individuell veranlagt ist, der eigentliche natürliche Kreislauf schon dafür sorgt, dass sich alles in einem gesunden Gleichgewicht zueinander verhält – für das Ungleichgewicht sorgen unsere Bosheit, unser Stursinn und das daraus resultierende Ego. Alles Dinge, die nicht natürlich sind, und die wir uns gegenseitig anerzogen haben. Durchaus wäre es eine unverantwortliche Fantasie, wenn man denken würde, dass dies den Artisten nicht krank macht. Wo man als Wesen ein Leben lang in einer Bahn schaffen muss, die nicht vorgesehen ist für unsere Seele und unser Herz, wird man zwangsläufig auch körperlich abbauen. Das zu unterdrücken, was aus uns heraus kommt, wie eine Lebensquelle, ist der größte Fehler, den der Mensch jemals begangen hat im Zusammenhang mit der Berufswelt von heute. Leben auf der Überholspur, sich tausendfach neu biegen lassen, das ist kein Leben im Glück. Krebs, die drastische Zunahme von Herzinfarkten, etc. sind keine natürlichen Probleme und Beschwerden, sondern welche, die gerade auf unser heutiges, berufliches Leben zurückzuführen sind. Leistung zu bringen ist die eine Seite und auch nötig im Leben, aber die ganz andere nur das im Käfig zu leisten, was unter Zwang aus einer monotonen Sichtweise heraus verlangt wird.


Ideen und Fleiß keine Garantie mehr für ein normales Leben

Damit aber nicht genug, denn ein weiterer Faktor im Getriebe des Narrenlebens ist doch, dass die eigene, innere antreibende Energie schnell verloren geht, wenn man Hunderte von Möglichkeiten durchwandert als beruflicher Magier und dann doch ganz simpel erkennen muss, dass keine Idee und kein Arbeitseinsatz fruchtet. Das Getriebe, wir als Gesamtheit, haben auch die Verantwortung zu tragen, dass wir die Welt offen halten, was wieder mit der daraus resultierenden Pflicht verbunden ist, den kreativen Lebensfluss in Verbindung mit einer aufbauenden in sich entstehenden Energie zu fördern. In unserer heutigen Zeit, die geprägt ist von hörigen Funktionsrobotern, haben fatalerweise scheinbar auch nur noch diese ein Anrecht auf ein halbwegs normales Existenzleben. Womit wir wieder an der Quelle angekommen wären, dass nicht jeder Mensch für den gleichen Weg bestimmt ist, und es eben auch freie Seelen gibt, die sich selber entwickeln müssen und auch wollen, dessen Energien nur dann produktiv umgesetzt werden, wenn die eigenen Ideen durch den eigenständig entwickelten Fleiß so realisiert werden können, dass der Einzelne im Prinzip davon leben kann. Hier würde man nicht nur berufliche Vielfalt aufbauen, sondern auch wieder Erkenntnisse erlangen, die uns Menschen bisher noch im Verborgenen liegen – endlich würde man somit wieder einen Weg beschreiten, der neue Erfindungen ermöglicht, die den Menschen Gutes bringen.


Gezwungen den Weg zu verlassen

Als wäre dieses Trauerspiel auf der Hauptbühne des umherirrenden Lebens nicht schon dunkel genug, so muss man als Masse des ewig rollenden Stursinns seine Mitmenschen auch noch zwingen, abzulassen von dem eigentlichen Weg der wirklich sicheren Existenz und der inneren Zufriedenheit, nur weil sie selber ihre Visionen und Träume aufgegeben haben. Vielmehr sollten aber gerade diese schweigenden Seelen erkennen, dass auch ihre Ideen und kreativen Gedanken wieder zum Leben erweckt werden können, wenn sie sich denen anschließen, die sich ihres Weges noch sicher sind: genau in diesem Augenblick entzieht man einem Zwangsystem nämlich jegliche Macht.


Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Der, welcher auf seinem Weg bleibt und es schafft das wahre Lebenselixier zu verbreiten, der wird das Glück fühlen, was es bedeutet reinen Herzens zu sein.


Ihr

Joachim Sondern

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