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Das Jahr 2010 – Soziale Kälte erreicht Höhepunkt

Verfasst von: admin am März 3, 2010 Kein Kommentar

03.03.10

Spätestens wenn Menschen nicht mehr von selber erkennen wie sehr sie sich gegeneinander aufhetzen lassen, ist es an der Zeit wieder ein Thema aufzugreifen, was in der altbekannten Medienlandschaft kaum zur Sprache kommt: die Rede ist von der sozialen Kälte im allgemeinen Gesellschaftskreislauf. Überall sucht man nach Erklärungen für die desolaten und katastrophalen Entscheidungen in der Politik, versucht etwas zu lösen, ohne über den eigentlichen Weg nachzudenken. Wo Zusammenhalt der ewigen Wanderer von Nöten ist, gibt es stattdessen einen Neideffekt, der seines Gleichen sucht. Da, wo ein “Berg” bewältigt wurde, entstehen Hunderte neue Hügel und kaum einer möchte erkennen, dass dieser Rhythmus aus der fehlenden Verantwortung der Gemeinschaft heraus entsteht.


Politiker spielen uns gegeneinander aus

Seit Jahresanfang kommt noch zusätzlich der “offene” politische Faktor hinzu. Was man anfangs noch heimlich und hinter verschlossener Tür entwickelt und dann in unserem Alltag eingesetzt hat, als Steuermechanismus führend in ein emotionskaltes Leben, geschieht jetzt bewusst vollkommen öffentlich. Da werden Medienkampagnen inszeniert, ein Herr Westerwelle mit Hetzkampagnen gegen Geringverdiener und Hartz-IV Bezieher richtig in Szene gesetzt, und doch ist alles beim Alten, denn genau dieses Verhalten kann man schon als Denkmal der Ewigkeit bezeichnen; nur lag es bisher konsequent in der indirekten Handlung der Verantwortlichen, im Verborgenen. Dies dürfte auch einer der Hauptgründe sein, warum die Wanderer nun damit überfordert sind, zu folgen, denn das taten sie bisher ohne Fragen zu stellen. Nun aber will man sich lösen, weiß nicht wie, denn auf Mitmenschen wurde über Jahre hinweg nicht mehr geachtet. Eine Mauer fiel im Jahre 1989, aber Tausende weitere Mauern wurden aufgebaut: man kann diese nicht sehen, und gerade deshalb sind sie effektiver als die Werke, die auf Grundlage der alten Strategie entstanden sind. Der Dauerläufer wurde so geformt, dass er nur gegen das angehen kann, was real aus der sachlichen Logik heraus entspringt, doch wenn das nur eine Illusion ist und der Käfig ein ganz anderer, dann befinden sich Bergsteiger und Dauerläufer gleichermaßen in einem großen Irrgarten, was den verantwortlichen Darstellern im Berliner Staatshaus nur gerade recht kommt. Machtfestigung ohne Anstrengungen: destruktiver geht es nicht.


Vorsicht Esoterik – das Spiel der falschen Menschlichkeit

Resultierend daraus ist ein weiterer Kreislauf entstanden, der sich zwar als Alternative präsentiert, aber nicht weniger gefährlich ist als das Spiel der Hauptdarsteller im Staatstheater. Was früher unter verschiedenen Masken der scheinheiligen Menschlichkeit ablief, hat sich nun vereint, zu einer Esoterikgemeinschaft: Personen, die behaupten Seelen heilen zu können, vorgeben mit der Natur im Einklang zu leben oder einfach nur eine scheinbar menschliche Verbindung herstellen wollen in dieser harten Zeit: sie predigen Menschlichkeit und Freiheit und stehen in Wahrheit auch nur für die eigenen Interessen ein. Menschen werden abhängig gemacht von diesem “Glauben”, und oftmals spielt man sogar mit der Gesundheit der anvertrauenden, verwirrten Wanderer. Leider beherrschen diese “Heiler” nur in den seltensten Fällen eine vernünftige, alternative Heilung und nutzen die inneren Hoffnungen, Wünsche und Emotionen der Hilfesuchenden schamlos aus – nicht anders als es die Werbeindustrie macht, nur noch einen Grad schärfer. Tatsächlich braucht man eine Weile und muss sehr intensiv hinter diesen Vorhang blicken, aber um so antihumaner ist dann das Bild, was sich einem offenbart. Aus der sozialen Kälte und dem fehlenden Halt macht man inzwischen ein Geschäft, welches nicht mal schlecht läuft, sieht man sich einmal an, wie viele neue “Wegweiser” auf einmal auftauchen.

So offenbart sich auch eine Art Sektengebilde, denn gerade diese Institute stehen oftmals dahinter und nutzen den “freien” Esoterikerkreis als Köder für ihre krankhaften und menschenverachtenden Ideologien. Allgemein treibt man Menschen teilweise so weit in die psychische Abhängigkeit, dass diese Schmerzen verspüren, wenn sie ihren Ansprechpartner mal nicht erreichen.

Genug der warmen Worte, denn wenn es um Mensch und Natur geht, hört die Diplomatie schlagartig auf, denn hier geht es um uns alle. Manipulation, egal von welcher Seite, kann niemals ein Weg aus dem Elend sein, das die Gesamtheit zu verantworten hat. Oft kommen gerade viele warme Worte von Zusammenhalt, Menschlichkeit und Hilfe von psychologischen Fachberatern, die im esoterischen Bereich tätig sind, und doch steckt nur eine Kälte in diesen, denn wo wirkliche Hilfe oder Menschlichkeit gefordert ist, sind sie nicht mehr zu finden, achten und schätzen nicht das wahre Wort des Lebens und begeben sich selber auf den Pfad der eigenen Persönlichkeitslüge. Ganze Familien sind schon an solchen “Beratungen” zerbrochen, und das ist grausam. Einige mag es geben, die hier wirklich ihren Auftrag ernst nehmen und auf dem Boden der Tatsachen bleiben, als Alternative versuchen zu helfen, und genau diese schwebenden Wesen sind hier auch ausgeschlossen.


Gesellschaftsstörung – zu lange wurde Kälte gelebt

Das Spielfeld für die Alternativangebote, fern des realen menschlichen Alltags, haben wir alle zu verantworten. Immer wieder haben wir uns dem Konkurrenzwahn hingegeben und uns gezwungen zu einem Leben nach Status und allgemeiner gesellschaftlicher Stellung. Posten und Rang zählten über Nacht nur noch, aber nicht mehr die Kommunikation untereinander oder ähnliches. Vom Nahen betrachtet lebte man im Kreise der Wanderer also auch ein Leben nach heutiger, politischer Norm. Vereinsposten, berufliche Beförderungen, etc. waren plötzlich nur noch von Wert, aber nicht das Familienleben in Harmonie, der Spaziergang in freier Natur oder einfach mal das Entspannen. So ein geschaffener Mainstream hat seinen Preis, und das ist heute oftmals die Gesundheit. Wir werden von eine Rezession und von einer Depression in die nächste laufen, wenn nach dem langen Leben in Kälte nicht endlich die Einsicht der menschlichen Seele folgt.


Lernen füreinander da zu sein – das ergänzende Leben

Anzeichen sind klar zu erkennen, und auch wo es enden wird, wenn die Selbsterkenntnis im Sinne des natürlichen Daseins nicht umgehend als Antwort auf diese Misere folgt. Fordern und kritisieren ist einfach, aber zu lernen füreinander da zu sein scheinbar nicht mehr. Wie soll man etwas verändern, wenn der Zusammenhalt oftmals selbst in Familien nicht mehr gegeben ist? Wie soll man bei ewigen Misstrauen auch nur einen Schritt vorwärts kommen im Sinne der Gesamtheit? Rein aus der humanen Logik heraus ist dies schlicht und ergreifend nicht möglich. Was hat ein kleiner Unternehmer davon, wenn er einen anderen aus dem “Rennen” wirft? Gar nichts, denn schon morgen kann auch er der “Verlierer” sein. Hingegen wenn sich beide ergänzen, gibt es keine Verlierer.


Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Das ewige Kategoriendenken der leeren Seele führt zu einer Verachtung seiner selbst und zu einem Niedergang der letzten menschlichen Werte!


Ihr

Joachim Sondern

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