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Skandal – wichtige Impfstoffe fuer Kinder gehen aus

Verfasst von: admin am Februar 10, 2010 Kein Kommentar

10.02.10

Die Kette der negativen Meldungen wird immer länger und intensiver. Neusten Nachrichten zu Folge geht es jetzt darum, dass der Impfstoff für unseren Nachwuchs nicht mehr lieferbar ist. Angesichts der derzeitig politischen Lage ist man ja schon gewohnt, dass es immer wieder neue „Tiefschläge“ für den getriebenen Bürger gibt, aber diese Tatsache setzt dem Ganzen noch die Krone auf. In einer Industrienation wie Deutschland gibt es für Neugeborene bald nicht mal mehr genug Grundimpfstoffe. Was nach einem schlechten Film klingt, ist zur Realität geworden in unserem Land. Anfangs eher ein Problem in Entwicklungsländern muss man jetzt schon in einem Land um Grundimpfstoffe fürchten, welches einst Exportweltmeister war. Die erste Pflicht des Staates liegt darin, die bestmöglichste Gesundheitsvorsorge für unsere Kinder zu gewährleisten, und hier hat man vollkommen versagt. Welch ein Armutszeugnis sich die regierende Macht damit wieder ausgestellt hat, braucht man nicht extra zu betonen.


Profitgier kann Menschenleben zerstören

Unzählige andere Themen haben schon deutlich werden lassen, wohin uns der Gier- und Statuswahn treiben wird, doch die Masse, auch Gesellschaftsschafe genannt, will diese Mahnungen noch immer nicht zur Kenntnis nehmen. Lieber lässt man zu, dass man mit der Gesundheit unserer Kinder spielt, nur aufgrund finanzieller Interessen. Wie weit muss es kommen, bevor ein Mensch wach wird? Unsere Geburtenrate liegt stabil bei 670.000 – 680.000 Geburten pro Jahr, und somit ist kalkulierbar, wie viele Impfstoffe benötigt werden. Verantwortliche haben aber wieder nur die großen Zahlen vor Augen gehabt, und so wurde der Pandemie-Impfstoff in Massen produziert, da dieser mehr Gewinn versprach. Vollen Übermutes hat man also die Gesundheit unserer Kinder nach hinten gestellt und pokert fleißig mit einem unverantwortlichen Blatt des Hochmutes. Der benötigte Impfstoff schützt vor Wundstarrkrampf, Kinderlähmung, Hepatitis B, HIB Infektion, aber auch vor Diphtherie und Keuchhusten.  Auch gibt es auf dem Markt keinen Ersatz für die Sechsfachimpfung, da Einzelimpfstoffe für HIB Infektionen und Keuchhusten nicht erhältlich sind. Bekommen Neugeborene diese Impfung nicht, besteht sogar Lebensgefahr im Falle einer Infektion. Ähnlich ist es mit der Vierfachimpfung, die gegen Kinderkrankheiten wie Windpocken und Masern schützt. Hier ist der Fall zwar nicht ganz so extrem, aber dennoch ist es ein Skandal sondergleichen, dass auch dieser Impfstoff in vielen Arztpraxen schon ausgegangen ist. Diese Angelegenheit ist ganz klar eine Aufgabe unserer Politiker, die ihren gesundheitspolitischen Auftrag in diesem Falle unmissverständlich missachtet und mit Füßen getreten haben. Spätestens wenn Verantwortliche den Bogen überspannen und mit der Gesundheit der Menschen spielen, ist es an der Zeit zu handeln und als Gemeinschaft, Menschenwürde und Demokratie zu schützen. Laut Eid unserer Politiker haben sie ihre Kraft dem Wohle des Volkes zu widmen, doch gegenteiliges ist im Moment der Fall. Voller Traurigkeit blickt man wieder einmal hinter den Nebelschleier von Gier und Ignoranz und muss feststellen, wie wenig ein Menschenleben noch Wert ist, und das die Menschheit auf dem Weg ist, sich selber zu zerstören: die einen führen den Wahn der Zerstörung aus, die anderen schauen gelähmt zu, geraten in Panik und ziehen sich zurück. Beide Seiten trifft somit gleichermaßen die Schuld, und das, wo es um die Gesundheit, das Leben unserer Kinder geht. Unsere Politik schiebt die Schuld auf die Pharmaindustrie und macht diese dafür verantwortlich, wir schieben die Schuld auf die Politiker, und geholfen haben wir damit keinem, am wenigsten uns selbst.


Monopolstellung für Impfhersteller

Dies Impfstoffe werden nur von dem britischen Unternehmen GlaxoSmithKline für Deutschland hergestellt. Daraus resultierend entsteht die nächste Skandalbegründung, denn ein so wichtiger Impfstoff darf niemals als Monopolgeschäft in Auftrag gegeben werden. Äußerst merkwürdig, dass man hier einem Unternehmen den Alleinauftrag erteilt, um eine Art besseres „Geschäft“ daraus zu machen. Ergänzend sollte man auch erwähnen, dass Ärzte erst sehr kurzfristig vom Hersteller in Kenntnis darüber gesetzt wurden, dass der Impfstoff ausgeht, nämlich Anfang Januar. Laut Aussage des Unternehmens wollte man damit Hamsterkäufen vorbeugen. Nur vergisst man bisweilen, dass es dazu gar nicht kommen dürfte, da Impfstoffe kontrolliert auf alle Regionen gleichermaßen zu verteilen sind.


Gesundheit darf keine Finanzfrage sein – Sozialsystem sinnlos

Immer wieder ist die Rede von Verkäufen und Gewinn, doch keiner bringt mehr zur Sprache, dass die Gesundheit der Menschen und insbesondere auch unserer Kinder niemals eine Finanzfrage sein dürfte. Dennoch ist die Gesundheitspolitik zu einem Finanzbollwerk geworden, und somit stellt sich einem die Frage, ob man überhaupt noch von einem Sozialsystem sprechen kann. Ein soziales System hat die Gesundheit der Bevölkerung stets primär zu behandeln, denn der Gesundheitszustand steht auch für den Gesamtzustand eines Landes. Je mehr man diesen Sektor vernachlässigt, desto schwächer wird die gesamte Gesellschaftsstruktur, was sich auch negativ auf die Stimmung der gesamten Wirtschaftslage auswirkt. Im Kern liegt die simple Erkenntnis der Zusammenhänge, und das wird von der politischen Showindustrie nicht mehr umgesetzt: nicht weil sie es nicht wissen oder könnten, sondern weil man es schlicht und einfach nicht mehr möchte. Schwermütig zieht man den letzten Energietropfen aus der Bevölkerung, sodass das Ganze schon wirkt wie ein Ausverkauf. Tieffliegern gab man früher keine Posten, und heute ist es eine Voraussetzung, um einen Posten zu erlangen. An der Entwicklung tragen wir alle aber eine gewisse Mitschuld, denn dieser Skandal zeigt wieder, dass der Sachverstand ohne jegliche menschlichen Werte nicht nur positive Dinge bewirkt und sehr viel kaputt macht.


Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Die sachliche Logik mag unser Leben organisieren, aber sie darf es nicht bestimmen oder uns unserer Emotionen berauben, denn in der Emotion liegt die neue Erkenntnis des Mitgefühls.


Ihr

Joachim Sondern

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