Monthly Archives: November 2009

Bildungspolitik – Leistungsgesellschaft gescheitert

30.11.09

Bereits vor vielen Jahren war es absehbar, wohin der Weg der Bildungs- und Gesellschaftspolitik führen wird. Doch kaum jemand hat die Mahner ernst genommen oder gar ihre Worte beherzigt. Verwunderlich ist es daher mit Sicherheit auch nicht, dass im Schulspiegel ein Bericht veröffentlicht wurde, welcher sich mit dem Thema Risikoschüler auseinandersetzt. Was man natürlich wieder in den Vordergrund stellt, ist die Belastung in Billionenhöhe, welche entsteht, wenn man die Zahl der Risikoschüler nicht reduzieren kann. Zu dieser Gruppe zählt jeder fünfte Jugendliche im Alter von 15 Jahren: diese können noch nicht richtig rechnen und schreiben, so die Aussage im Schulspiegel. Wirklich ein sehr trauriges Ergebnis in einer Wirtschaftsnation.

Weltweite Armut – Sturm des Schweigens

26.11.09

Dass die Politik gerne zu wirklich wichtigen Themen schweigt, ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Wirklich neu ist auch nicht, dass man „kleine“ Minister zu Konferenzen schickt, bei denen es um menschliche Schicksale geht. Zu recht kann man sich da fragen, wofür die hohe Staatselite denn eigentlich da ist, wenn diese es nicht mal für nötig hält bei einer Konferenz aufzulaufen, wo es um den Kampf gegen den weltweiten Hunger geht. Anscheinend hat man befürchtet, dass in Rom die Fakten auf den Tisch kommen und man darstellt, wie einfach es doch im Grunde ist, jeden Menschen auf diesen Planeten satt zu bekommen. Nichts im Kreislauf dieser Wellenpolitik darf einfach und simpel sein: so zieht man sich zur Sicherheit also dort zurück, wo man eigentlich Offensive erwarten dürfte. Gerade solche Themen würden deutlich machen, was alles verkehrt läuft im täglichen, politischen Ablauf, und das ist natürlich nicht im Sinne des Nebels, der vom Hoheitshügel hinunter gleitet, um die Verwirrung der Bevölkerung weiterhin aufrecht zu erhalten.

Ex-Minister Eichel zeigt wahres Gesicht

23.11.09

Zuweilen kommt es einem so vor, als würde man sich in einem Theater befinden, in dem gerade die Premiere eingeläutet wird und sämtliche Darsteller ihre Masken fallen lassen. Dies mag zwar klingen wie ein schlechter Scherz, ist aber zum Alltag in der Politik geworden. Offenbar kennen gerade Exminister keine Grenzen mehr und fangen an im hohen Maße zu fordern. Das in Zeiten, in denen ein Großteil der Bevölkerung bereits an der Armutsgrenze lebt und als Versicherung in Krisenzeiten benutzt wird. Immer wieder wird seitens der Politiker eine neue Grenze überschritten, doch der Statist schaut nur zu, anstatt sich selber in die Position des „Machers in Form der Gemeinschaft“ zu bringen und den Ehrgeiz an den Tag zu legen, um eine bessere Zeit zu ermöglichen.

Die Arroganz unserer Politiker

20.11.09

Man kann sich schon so manches mal wundern wie Angestellte mir ihren Arbeitgebern umgehen. Nichts anderes sind Politiker, als Angestellte des Volkes. Nun, dass man aber nicht mehr im Sinne der Bürger arbeitet, ist ja schon lange ersichtlich und wird durch das Verhalten nach der Wahl 2009 auch noch deutlich verschärft. Die Berliner Märchenindustrie agiert ungehindert weiter und beachtet die Statisten am Wegesrande gar nicht. Obwohl es genau diese Menschen sind, welche ihnen diese sehr gute Einstellung ermöglicht haben. Man reagiert lieber ignorant und abweisend, wohl wissend dass sie von den Robotern der heutigen Lebensgemeinschaft wieder gewählt werden.

Die Zukunft unserer Kinder

18.11.09

Man kann nur noch staunen, was für neue Schreckensmeldungen täglich auftauchen. Dass man sich in einem Freifall befindet, bezüglich der Bankenpolitik, ist ja nun kein Geheimnis mehr, und auch ist sich inzwischen so ziemlich jeder im Klaren darüber, dass diese Politik nicht mehr nachvollziehbar ist  für uns Bürger. Dass man nun aber offenbar auch noch die Frechheit besitzt, Bildungseinrichtungen massiv zu benachteiligen, ist die Höhe. Man hat keine Probleme zu behaupten, dass Gelder, welche für Schulen vorgesehen waren, nicht zu diesem Zwecke verwendet wurden. Schon seit einer ganzen Weile kann man beobachten, dass für unseren Nachwuchs gar nichts mehr getan wird. Solch eine extreme Benachteilung erschafft allerdings eine ganz neue und ungeahnte Dimension.

Zwischen Sehnsucht und Rebellion

16.11.09

Die Gesellschaftsdepression

14.11.09

Seit dem Tod des Fußballspielers Robert Enke überschlägt sich die Presse mit Meldungen über die Ursache seines Todes. In jedem Tagesblatt stehen andere Zeilen, und auf einmal befasst sich die Masse wieder mit dem Thema Depression. Irgendwie nicht verwunderlich: denn die heutigen Bauern brauchen immer ein Opfer, um sich an einem Thema hochzuziehen. Das Ganze lässt sich vergleichen mit dem Mittelalter: wo einfache Menschen, die selber ein hartes Los zu tragen hatten, sich daran erfreut haben, wenn ein tapferer Streiter für eine bessere Zeit gefoltert wurde. Große Ironie kann man aus diesem Verhalten erkennen. Auch in Bezug auf diesen Todesfall lässt man wieder viele Märchen entstehen, aber liest nicht eine kritische Zeile, welche mal etwas Selbstkritik erkennen ließe. Die Momentaufnahme bringt eine Oberflächlichkeit zum Vorschein, welche nur all zu deutlich werden lässt, warum es immer mehr Depressionsfälle gibt.

Die Erpressung der Arbeitnehmer

11.11.09

Von Tag zu Tag wird das alltägliche Leben der Menschen härter, und kaum jemand wagt es, sich dagegen zu Wehr zu setzen. Immer wieder kommt es zu Verschärfungen bestehender Regelungen, und Lasten werden ungleich verteilt. So sollte in diesem Zusammenhang auch der neueste Bericht der Krankenkassen dazu anregen, mal hinter die Kulissen der heutigen Raubritterindustrie zu blicken: wie sehr man die tragende Basis bereits in eine Abhängigkeit getrieben hat. Man spielt gar mit dem Gewissen der schaffenden Idealisten, um Vorteile zu ziehen aus dieser schwierigen Zeit. Egal wohin man blickt, das Spiel der Gesellschaft verschärft sich, und man setzt sich gegenseitig unter Druck. Dieses Bild existiert nicht erst seit gestern, aber die Wolken sind zugegebenermaßen deutlich dunkler und tiefer geworden, als es noch vor einigen Jahren der Fall gewesen ist.

Emotionale Intelligenz stirbt aus

10.11.09

In einer solchen Welt fragt man sich immer wieder, worauf die menschliche Intelligenz eigentlich aufbaut: das Ergebnis ist manches Mal schon erschreckend. Geleitet von dem Drang im Leben, immer schneller Karriere zu machen und immer mehr erreichen zu müssen, um zu überleben, wird alles am Wegesrand ignoriert, und die Artisten füllen auf antihumaner Weise ihren Verstand mit Fachwissen. Dabei achten sie nicht darauf, eine Form des Denkens zu entwickeln und so den Verstand reifen zu lassen. Wie auf Kommando kommen genau die sachlichen Informationen in den Kopf, welche gebraucht werden, um Kapital zu erwirtschaften, und der Rest interessiert nicht. Dass durch ein solches Verhalten eine Lücke entsteht und die Seele blockiert ist, wollen indes viele Menschen nicht wahrhaben.

Die Gesellschaftsillusion – Buerger und Medien

07.11.09

Immer häufiger kommt es inzwischen vor, dass etablierte Medien das Konzept eines neuen Gesellschaftsspiels umsetzen und dabei noch weniger auf die Humanität achten, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Die Zahlen müssen stimmen, und dafür wird dann auch schon mal der „arme“ Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Je schlimmer das Schicksal, desto höher sind die Einschaltquoten. So kann das Theaterspiel seinen Lauf nehmen, und Menschen lassen sich von Schicksalsgeschichten unterhalten, obwohl sie selber davon betroffen sind. Im Anschluss solcher Sendungen wird dann wieder diskutiert und sich zum Teil auch noch aufgeregt, über diese Ausstrahlung: nur merkt kaum jemand, dass er trotzdem eine unterstützende Basis dieser Sendung war, denn er hat diese ja ebenfalls gesehen und somit die Quote nach oben getrieben. Das Ganze erinnert immer mehr an einen dunklen Schleier, welcher sich so tief über die Bühne der Narren gelegt hat, dass man nicht mehr erkennen kann, wer sich hinter diesen ganzen Masken eigentlich verbirgt. Es würde auch kaum ein Mensch sehen wollen, denn dann müsste dieser erkennen, was für ein Illusionsmärchen um ihn herum existierte, und das man ihn zum ungewollten Darsteller dieses Märchens gemacht hat.