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Sinnlose Phrasen – Politik des Grauens

Verfasst von: admin am Dezember 22, 2009 Kein Kommentar

22.12.09

Auch zum Jahresende hin bleibt man nicht verschont von den “Worten” unserer Politiker. Frau Bundeskanzlerin Merkel veröffentlichte am Samstag, den 19.12.09 ihre letzte Videobotschaft im alten Jahr. Diese entsprach dem Gesamtbild der Politik, und so gab es mal wieder keine wirklich effektiven Antworten auf die so wichtigen Fragen der Bevölkerung. Zuweilen kam man sich als Zuschauer dieser Videobotschaft so vor, als würde man sich in einem Märchenland befinden, in dem einfach so die Zeit angehalten wurde. Stillstand auf allen Ebenen und keine positive Weiterentwicklung erkennbar.


Krise noch nicht überstanden

Außer vielleicht bei der Schweinegrippe, gab es zu keinem Thema so viele verschiedene Meinungen, als zur Weltwirtschaftskrise. So kam man sich als Bürger oftmals vor, wie in einem riesigen Irrgarten, der weder Ausgang noch Eingang besitzt. Daher durfte natürlich auch in der letzten Videobotschaft das Thema nicht fehlen. Zwar wurde in vielen Berichten von einem “Ende” der Krise gesprochen, und dennoch verfiel man immer wieder in die wirkliche Tatsachenlogik, zumindest Ansatzweise. Man wolle möglichst schnell aus dem Tal der Wirtschaftskrise herauskommen und habe aus diesem Grund, als neue Bundesregierung, besonders in Bildung und Forschung investiert. Seitens der IG Metall fordert man hier sogar ein Zukunftsinvestitionsprogramm in Höhe von 100 Milliarden Euro.

Es wird davon gesprochen, dass man aus dem Tal der Wirtschaftskrise herauskommen möchte und hierfür bereits erste Pläne geschmiedet habe, ohne jedoch darauf aufmerksam zu machen und zu bedenken, dass die Talfahrt noch immer aktiv ist, und man auch die Folgen der Krisenhandlungen mit einkalkulieren muss. Gerade durch die schnellen und undurchdachten Strategien zur Bankenrettung kommen auf uns noch große Probleme zu: die Quittung dafür wird es gewiss geben, und man wird sie wieder auf uns Bürger abwälzen, wie man uns auch die letzten staatlichen Reserven genommen hat, um Milliardenkonzerne zu stützen.


Elitenförderung sinnlos, wenn die Basis keine Kraft mehr hat

Verkneifen kann man sich auch so manch einen traurigen Lacher nicht mehr, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass hier von Bildungs- und Forschungsförderung gesprochen wird. Seit vielen Jahren haben wir fähige, junge Menschen die sich in “Fördermaßnahmen” der ARGE im Kreis drehen und nur darauf warten, auf dem freien Markt Fuß zu fassen. Zum Teil haben diese Menschen wirklich einen hohen Bildungsgrad und wären ohne weiteres in der Lage, die Wirtschaft neu zu beleben. Nur wie, wenn man an der Basis kein Potenzial hat und aus dem Wirtschaftskreislauf heraus keine Möglichkeit sieht, dieses Potenzial einzusetzen und keine ausreichende Zeit zur Praxissammlung eingeräumt wird. Selbst die Forschungsförderung ist unter dem jetzigen Aspekt des Wirtschaftschaos sinnlos. Viele gute Ergebnisse konnte die Forschung in den letzten Jahrzehnten erzielen, aber fast jede revolutionäre Entwicklung wurde aus verschiedensten Gründen ausgebremst. Entwicklungen, welche uns wirtschaftlich gesehen neuen Spielraum verschafft hätten und woraus sich die weitere Forschung hätte finanzieren können.

Was nützt es in alte Wege zu investieren, welche zum Untergang verdammt sind? Wenn wir schon von einer Förderung sprechen, dann in ganz neuer Form und besser verteilt. Augenblicklich züchtet man Eliten der Politik heran, die nach Gebrauchsanleitung funktionieren, aber bildet keine individuellen Denker mehr aus. Absolut verkehrt ist es daher, nur im gehobenen Kreis zu investieren, welcher ohne die Basis nicht überleben kann. Keiner spricht von den Zuständen an Haupt- und Realschulen, von den schlechten und hektischen Lernbedingungen in Ausbildungsbetrieben, von dem Druck der Außenwelt, dass alles nach gefertigtem Weltbild funktionieren muss. Darüber liest man nirgends eine Zeile, und genau das wird uns allen auch noch zum Verhängnis werden. Ignoranz hat schon so manch einem Kaiser den Untergang beschert. Braucht man wirklich Haupt- und Realschulen? Was bringt uns dieses Stufen- bzw. Klassendenken? Sind nicht Wesenszüge einer Elitediktatur genau darin zu erkennen? Wie weit ist die Wirtschaft dadurch gefallen? Muss man nicht einfach nur mehr auf die individuellen Fähigkeiten der heranwachsenden Jugend eingehen? Sollte man der Forschung nicht wieder mehr Freiheiten einräumen?

Wenn wir schon von Förderung in Bildung und Forschung sprechen, um ein System zu festigen, dann müssen wir davon sprechen im Sinne eines ganz neuen Aufbaus unseres derzeitigen Gesellschaftssystems, und das ist verbunden mit einem Umdenken, mit variablen Handlungen. Hier muss man das Schulsystem überarbeiten, es individueller und praxisorientierter gestalten, und auch das Ausbildungssystem muss komplett anders aufgebaut werden. Unbedingt ins Bewusstsein muss bei Ausbildern und Auszubildenden rücken, dass der Markt nicht durch Hektik und immer mehr Leistung aufrecht erhalten wird, sondern durch eine kontinuierliche, gleichbleibende und qualitativ hochwertige Schaffenskraft, ohne dabei Seele und Gesundheit zu schädigen. Beachtet man diesen Kernpunkt, bildet danach aus und stützt die Industrie genau auf diesen Gedanken, dann kann man ein ganz neues Gesamtbild aufbauen, in welchem es nicht darum geht, dass sich ein einzelner Mensch kaputt macht, sondern durch eine entspannte Atmosphäre die Existenz aller Bürger gesichert wird und jeder seinen Platz hat in der Gesellschaft. Randerscheinungen darf es nicht geben, denn diese sind nur das Ergebnis einer schlechten, unkoordinierten Politik.


Regenerative Energien sollen zweiten Anker ermöglichen

Neben Bildung und Forschung setzt man ab 2010 auch noch auf Alternativenergien, auch regenerative Energien genannt. Vom Grundgedanken her sicherlich nicht der unsinnigste Schritt, um Unabhängigkeit und finanzielle Stärke aufzubauen. Guckt man sich hier allerdings einmal den Markt etwas genauer an, so kann man wunderbar erkennen, dass gerade im Photovoltaikbereich seit Jahren eine Menge Bewegung drin ist. Unkontrolliert konnte man sich als Unternehmer in dieser Branche austoben, und so wurden Anlagen gefördert, welche nur dem schnellen Gewinn, aber nicht der langfristigen, qualitativen Energiegewinnung dienen. Neue Erfindungen werden gerade in diesem Sektor oftmals verschwiegen und bekommen gar keine Möglichkeit sich auf dem Markt zu präsentieren, da man gerade den kleineren Erfindern oftmals keine Förderung ermöglicht. So lange in dieser Branche Aufbaukapital immer nur an die gleichen Großunternehmen vergeben wird, kann man keinen Fortschritt erwarten. Monotone Strategien haben noch nie zum gewünschten Erfolg geführt, und daran wird sich auch jetzt nichts ändern, egal wie gut man diese Wege nach Außen hin auch verkaufen mag.

In den Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Windkraft, usw. gibt es schon lange revolutionäre Fortschritte, welche nachweisbar ein Gewinn wären, für den weiteren Aus- und Aufbau der regenerativen Energieplattformen. Leider scheitert es hier oftmals an der Finanzierung, und somit können diese Entwicklungen nicht umgesetzt werden. Das Auge liegt mal wieder auf den Großen und nicht auf den Kleinen der Branche. Diese sind es aber, die sich Gedanken machen und wo neue, positive Konzepte entstehen. Wer keine Sicherheiten hat und nicht genug eigenes Kapital, hat jedoch mit einer guten Idee auf dem freien Markt scheinbar nichts mehr verloren. Damit blockiert man jedoch nicht nur die Entwicklung “Alternativenergie”, sondern verbaut ganze Neuexistenzen, den Weg vom ersten Atemzug an.


Europa soll “weitere” Krise verhindern

Zu guter Letzt sprach unsere Bundeskanzlerin auch noch das Thema Europa an und das man durch den Lissabonvertrag die Chance in Europa hätte, stärker und gemeinsam in der Welt aufzutreten. Europa solle auch, nach Auffassung von Frau Bundeskanzlerin Merkel, mit dem gesamten Gewicht für internationale Regeln der Finanzmärkte eintreten. Fragt sich hier nur, wie diese Regeln aussehen sollen und auf welche Gruppe diese wirklich zielen. Greift hier eine reale und stärkere Aufsicht der Banken, und reguliert man das Verhalten an der Börse und untersagt “Zockereien”, die uns in ein Endmaß der Krise treiben könnten, dann ist es sicherlich zu begrüßen. Ausgehen sollte man aber eher davon, dass der Normalbürger noch transparenter wird und hier durch einen bürokratischen Weg dieser noch weiter in die Enge getrieben wird. Bisher ist es ja auch so, dass der kleine Gewerbetreibende endlose Belastungen zu tragen hat und seine Schaffenskraft durch eine antihumane Bürokratie geschädigt wird und der große Milliardenkonzern von maximal möglichen Vorteilen profitiert und sich frei bewegen kann.

Schwierig wird es in der Tat, auch eine erneute Krise zu verhindern, wenn die alte wie schon erwähnt noch nicht ihr Ende gefunden hat und sich lediglich in einer Stillphase der Verzögerung befindet. Die Folgen aus den Handlungen in der ersten Krisenperiode könnten gerade auch in Europa zu einer richtigen Krise führen. Bedenkt man, was für einen Spielraum die verantwortliche Politik bisher noch hatte, so ist hier von einem “Warm Up” oder einem “Vorläufer” die Rede und nicht mehr. Betrachtet man aber in diesem Zusammenhang, wie stark der Arbeitsmarkt bereits gelitten hat, so möchte man gar nicht erst daran denken, was noch möglich ist.


Der freie Gedanke, leider auch nicht die Lösung

Manch einen Gedanken kann man durchweg im Zusammenhang mit der jetzigen Politik äußern, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen oder in einer Verschwörungstheorie zu enden. Immer deutlicher wird, dass ein neuer Systemaufbau aus der Gesellschaft heraus unvermeidlich und gar nötig ist. Leider erkennen das zum aktuellen Zeitpunkt nur sehr wenige Menschen, und man fürchtet sich vor der Verantwortung, die ein solcher Weg mit sich bringt. Zwischen den Zeilen jedoch kann man auch die Tatsache nicht verbergen, dass die Bevölkerung jetzt eine viel größere Belastung trägt. Anscheinend ist der Masse dies lieber, als innerhalb der Gemeinschaft eigenständige Energie zu entwickeln und die Verantwortung zu tragen. So lange dem so ist, hat man kein recht die Politik zu kritisieren.


Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Wer sich des Werkzeuges Kritik bemächtigt, sollte stets in der Lage sein, im Sinne des neuen, menschlichen Bewusstsein zu handeln.


Ihr

Joachim Sondern

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  1. Die Arroganz unserer Politiker
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