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Weltweite Armut – Sturm des Schweigens

Verfasst von: admin am November 26, 2009 Kein Kommentar

26.11.09

Dass die Politik gerne zu wirklich wichtigen Themen schweigt, ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Wirklich neu ist auch nicht, dass man „kleine“ Minister zu Konferenzen schickt, bei denen es um menschliche Schicksale geht. Zu recht kann man sich da fragen, wofür die hohe Staatselite denn eigentlich da ist, wenn diese es nicht mal für nötig hält bei einer Konferenz aufzulaufen, wo es um den Kampf gegen den weltweiten Hunger geht. Anscheinend hat man befürchtet, dass in Rom die Fakten auf den Tisch kommen und man darstellt, wie einfach es doch im Grunde ist, jeden Menschen auf diesen Planeten satt zu bekommen. Nichts im Kreislauf dieser Wellenpolitik darf einfach und simpel sein: so zieht man sich zur Sicherheit also dort zurück, wo man eigentlich Offensive erwarten dürfte. Gerade solche Themen würden deutlich machen, was alles verkehrt läuft im täglichen, politischen Ablauf, und das ist natürlich nicht im Sinne des Nebels, der vom Hoheitshügel hinunter gleitet, um die Verwirrung der Bevölkerung weiterhin aufrecht zu erhalten.


Hungersarmut kein natürliches Problem

Der natürliche Kreislauf ist durch unsere Schaffenskraft schon seit den 1970er Jahren dazu in der Lage jeden Menschen gesund und satt zu ernähren, wenn man ihn denn von oberster Stelle gewähren ließe und in die richtige Bahn lenken würde. Allein mit den Lebensmitteln, welche die Industrienationen im Konsumwahn entsorgen, könnte man die Erde 1,5 fach ernähren. Dieser Missbrauch könnte eines Tages auch die Industrienationen  schädigen und deutlich machen, dass man nicht ewig mit etwas spielen kann, was man hart aufbauen musste. Gerade auch in ärmeren Ländern ist es oft schon mit wenigen Ressourcen möglich, den Anbau von gesunder Ernährung und den Zugang zum Wasser zu ermöglichen. Europa verfügt als Zentrum über das Traditionswissen des Anbaues und wäre ohne weiteres dazu in der Lage, dieses Wissen an andere Nationen weiterzugeben, wenn man es denn zulassen würde. Ein gesunder Ausgleich muss geschaffen werden. Nachhaltige Landwirtschaft und ein fairer und vor allem menschenwürdiger Handel müssen wieder im Mittelpunkt stehen, denn nur so kann man auf Dauer den Hunger in der Welt besiegen und durch ein Bewusstseinswandel dafür sorgen, dass es auch auf langer Sicht hin möglich ist einen gewissen Lebensstandard weilweit aufzubauen und zu erhalten. Die dritte Welt muss es heute nicht mehr geben. Es kann einfach nicht sein, dass nur aus wirtschaftlicher Sicht gedacht und gehandelt wird, und so oftmals Unmengen von Nahrungsmitteln durch einen vollkommen unmenschlichen Handel zu Nichte gemacht werden. Eine Preispolitik dieser Art darf es nicht geben, wenn es darum geht, den Hunger in der Welt zu bekämpfen. Ganz ohne Zweifel ist nämlich genau die Anwendung dieser doch sehr harten Preispolitik ein Hauptgrund dafür, warum so viele Nahrungsmittel verschwendet werden, anstatt Menschen damit gesund zu ernähren. Man spielt mit dem Leben der Menschen und ignoriert dabei mehrere Tatsachen.


Ein gesunder und satter Mensch ist eine Bereicherung

Mal wieder denken die verantwortlichen Darsteller der Wirtschaft nicht weit genug und sehen nur den Profit in der Momentaufnahme. Selbst aus ihrer Sicht ist das aber ein vollkommen verkehrter Weg, nur wird es nicht erkannt. Der Hunger, die dadurch entstehende Schwäche, bzw. Krankheiten und der Frust sind weitaus größere Belastungen und kosten mitunter deutlich mehr Kapital, als wenn man ein vernünftiges System schaffen würde, wo Gesundheit und Ernährung an erster Stelle stehen würden. Begibt man sich in dieses neue Bewusstsein, so wäre es ohne weiteres möglich, eine Gesundheitslinie zu erschaffen, die sich unabhängig vom Status der jeweiligen Person durch das ganze Volk zieht, welches sich auf unserer Erde befindet. Neue Krankheitsbilder könnte man verhindern und das Ausbrechen bekannter Krankheitsmuster zumindest deutlich verringern. In der Tat wäre die Bevölkerung also um einiges belastbarer und kräftiger als es jetzt der Fall ist, denn die natürlichen Abwehrkräfte könnten sich entwickeln und aufgebaut werden. Doch das ist im Moment kaum noch irgendwo der Fall. In dem einen Land lebt man schneller als das Leben es vorsieht und verschlimmert so den Krankheitszustand der Gesamtbevölkerung und in dem anderen Land sterben Menschen an Hunger und mangelnder Hygiene. Wäre beides nicht vorhanden, könnte die Menschheit deutlich produktiver sein und würde sämtliche Sozialsysteme automatisch weniger belasten. Ein neues Potenzial, neue Arbeitskraft und neue Ideen entstehen und ein größerer Handelskreislauf untereinander stärkt den Kern. Das würde wiederum dazu führen, dass Menschen gut verdienen und sorgenfrei leben könnten, ohne dabei im dauernden Stressrausch existieren zu müssen. So hätte das bisher „arme“ Land seinen Vorteil, aber auch die Industrienationen würden etwas lernen und selbst Wirtschaftsimperatoren würden ihren Mehrgewinn bekommen. Eine dauerhaft beständige Wirtschaft kann nur aufgebaut werden, wenn man sich am Wohlergehen der gesamten Basis orientiert, die dieses System stützt und immer weiter ausbaut: das sind alle Menschen dieses Planeten. Vergleichbar ist das Ganze mit einem Haus: werden die Träger schwach, dann nützt all der Glanz dieses Gebäudes nichts mehr, denn es wird zusammenbrechen. Deshalb kann man die Denkweise der herrschenden Elite auch nicht nachvollziehen, denn auch für diese hat die Entwicklung auf Dauer keine Vorteile. Vom menschlichen Verstand her sollte man jedoch immer weitsichtig denken, denn nur das kann den Erhalt und die Verbesserung des Lebens auf diesen Planeten ermöglichen. Im Grunde wird mit allem gearbeitet, was vom wesentlichen Kern ablenkt und dort nur ein kurzer Glanz erzeugt wird, ohne jeglichen Nährwert.


Die Erde gibt uns vieles, doch wir lehnen es ab

Aber es sind nicht nur unsere Politiker, die die Armut erzeugen, sondern wir alle. Sicherlich manchmal unbewusst, aber dennoch geschieht es. Dabei müsste man nur ein einziges Mal intensiv auf das achten, was man Tag für Tag selber macht. Nichts davon entspricht mehr dem natürlichen Kreislauf und dient daher dem Prozess der Armut. Blicken wir doch einmal auf die Industrienationen. In manchen Jahren war hier ein gesundes Gleichgewicht im Ansatz zu erkennen, und so konnte man sorgenfrei leben, und es war eigentlich die beste Ausgangsbasis vorhanden, um ein dauerhaft gesichertes Leben zu führen. Doch der Mensch dachte nur an sich und ignorierte die Armut in anderen Ländern. Kein Wunder, denn alles wurde schnelllebiger, man gehört nur noch zum Kreislauf, wenn man das Tempo der heutigen Zeit halten kann. Dieser erschaffene Stressfaktor hat jedoch dafür gesorgt, dass wir uns selber nicht mehr kennen, nicht mehr aufeinander eingehen können und gar nicht mehr fühlen, was um uns herum wirklich geschieht. Man lebt in einem Temporausch, nur aus der Angst heraus, dass man morgen in der „Gosse“ liegen kann. Dabei ist ein solches Tempo kontraproduktiv und eigentlich gar nicht nötig für ein sorgenfreies Leben, aber es wird im Scheine einer Illusion so vorgegeben.  Was ist eine Gosse? Gibt der Blick in die Natur einen Anlass, dass man davon ausgehen kann, dass es eine Gosse gibt? Was denken Sie alle, wenn Sie einen Baum sehen, auf einen See oder das Meer blicken? Der Moment eines Vogelgezwitschers oder beim Klang einer Blüte, beim Klang des Windes, was spüren Sie da? Ach, Sie stellen gerade fest, dass Sie diesen einfachen Dingen schon lange keine Beachtung mehr geschenkt haben? Man kann modern leben und mit der Zeit gehen und muss dennoch gerade deshalb auch die Urwerte unserer Erde spüren und leben können, ohne dabei seinen Alltag zu verändern. Es sind Bestandteile unseres täglichen Lebens, und nur wenn wir diese gewähren lassen in uns und um uns herum, können wir die Armut besiegen. Diese fängt nämlich weit vor dem Hunger an, nämlich in unserer eigenen Seele. Unsere eigene Seele setzen wir jeder unnatürlichen und vollkommen fremden Belastung aus und vergessen dabei uns selbst, dass das Leben vollkommen einfach und simpel sein kann, wenn man sich nur ein klein wenig der Natur anpasst, welche uns am Leben hält und von den natürlichen Wesen aus unserer Umgebung lernt. Nur wer sein eigenes Dasein jedoch achtet und seinen Körper nicht zwingt zu etwas und somit auf sein Inneres hört, kann auch andere Wesen in seiner Umgebung wahrnehmen und diese schätzen und so einen gegenseitigen Respekt aufbauen. Natürlich ist auch der Gegensatz möglich, so wie er jetzt gelebt wird: dieser führt aber nur zu einer direkten und schnellen Zerstörung. Was das alles mit Armut und Hunger zu tun hat? Haben Sie die Antwort nicht schon längst im Herzen? Oh Pardon, dieses ist ja nicht mehr frei und kann ungefiltert das zur Kenntnis nehmen, was gerade preisgegeben wurde.


Der Gedanke – neues Bewusstsein

Dem Anschein nach hat die heutige Gesellschaft sehr viel Angst davor zu erkennen, was sie angerichtet hat. Jetzt wäre aber noch eine Möglichkeit da, das Schlimmste abzuwenden, wenn man den Erkennungsprozess sofort startet und aus dem neuen Bewusstsein heraus auch handelt. Fehler sind menschlich und gehören zum Leben dazu, nur muss man irgendwann auch bereit sein einzusehen, dass man nicht perfekt ist und gucken wie man wieder zur Menschlichkeit zurückfinden kann. Schwer ist es nun wirklich nicht und ganz simple Dinge, die wir erleben, führen uns genau auf diesen richtigen Weg, wenn wir es denn zulassen und nicht wieder uns verschließen. Nichts liegt der Natur ferner, als ein Leben der Menschen zu begleiten, die es nur unter „Verschluss“ führen können. Seltsamerweise bezeichnet man dieses Verhaltensmuster als Stärke und den anderen Weg als Schwäche. Der Widerspruch steckt im täglichen Verhalten der Masse und muss daher nicht erst lange gesucht werden. Die Lösung liegt bereits vor uns allen und muss nur auf einer Welle der Harmonie umgesetzt werden.


Ich schließe mit einem eigenen Zitat:

Der, welcher erkennt was ihm umgibt und fühlen kann, was er nicht sieht, nur der wird in der Lage sein zu begreifen, dass Armut mit einem Atemzug anfangen kann.

Ihr

Joachim Sondern

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