Familienpolitik schon lange am Abgrund
14.10.09
Viele oft unsinnige Themen werden von Presse und Politik immer wieder aufgegriffen, so dass es gar nicht auffällt, dass die wichtigsten Gesellschaftspunkte stets in der Welle des ewigen Schweigens „platziert“ werden. Eines dieser schweigsamen Themen ist die Familienpolitik. Dies ist gar nicht verwunderlich, denn genau über die humane Basis könnte man viele Schwierigkeiten innerhalb einer Gesellschaft erkennen und das freie Denken und Handeln so fördern. Eine Familie, die den Zusammenhalt und das Miteinander pflegt, ist die stärkste Basis gegen eine Illusionswelt und gegen die soziale Kälte, welche ganz bewusst geschürt wird. Natürlich darf es eine solche Basis in den Augen der Berliner Machtindustrie nicht geben, und so wird systematisch und mit großem Erfolg jeder natürliche Familienansatz im Keim erstickt. Werkzeuge besitzen die Berliner Mechaniker ja nun mehr als genug und müssen sich so keine Sorge machen, dass doch mal jemand ausbrechen könnte.
Generationenkonflikt durch das System geschürt
Wie soll eine Familie auch ausbrechen oder erkennen, dass sie von einem erschaffenen System gelenkt wird? Bei so vielen Mechanikern und der Fülle an Werkzeugen ist das fast unmöglich. So auch im Bezug auf den allseits beliebten Begriff „Generationenkonflikt“, welcher nur all zu deutlich macht, dass dieses Problem eigentlich künstlich erschaffen wurde. Auf eine sehr effektive Art und Weise hat man einen Begriff in die Welt gesetzt, welcher variabler nicht sein könnte. Auch hat man diese häufig überschneidenden Mehrdeutungen dieses Wortgewands bewusst in Kauf genommen. Durch Medien und Zwangsgesellschaft vermittelt man ganz bewusst, dass Gefühle nicht mehr wichtig sind. Jugendliche verfallen dem Pornofieber, können sich nicht mehr auf andere Mitmenschen einlassen, und die vorigen Generationen haben es ihnen sogar noch vorgelebt. Zwar gab es hier noch mehr Emotionen, doch sind hier die Anfänge zu erkennen. Es wurde auf einmal wichtiger am Wochenende zu feiern, von der Gesellschaft anerkannt zu werden und von Freunden, als für die Familie da zu sein und gemeinsam mit den Kindern etwas zu unternehmen. Nachwuchs wurde zu Ballast, und Spiele bestimmten fortan das Leben der Familien. Wissensvermittlung, Zusammenhalt, Kommunikation, das eigentliche Miteinander: all diese Dinge haben über Nacht ihren idealen Wert verloren. Also wurde alles bewusst so in Szene gesetzt, dass Kinder unzufrieden wurden auf Eltern und diese wiederum nur ihre Kinder kritisieren konnten. Auf der einen Seite also die verschiedenen Generationen und auf der Anderen der Konflikt. Vom natürlichen Kreislauf zwar nicht vorgesehen, aber durch das „Zwangsleben“ uns allen auferlegt worden.
Fernseher und PC ersetzen reale Emotionen
Ein Wunder ist dies jedoch nicht. Alles konnte schnell umgesetzt und vertieft werden durch Massenmedien und der Computerwelt. Auf einmal wurden die Werkzeuge vom Bürger förmlich verschlungen, und so wurden aus technischen Spielereien dauerhafte Lebensbegleiter. Da war es dann also: der bestimmende Hauptbestandteil des Lebens, die Technik. Moderne Technik kann etwas Wundervolles sein und gehört bis zu einer gewissen Grenze auch zu unserem Alltag dazu, doch sollten wir nicht unsere Menschlichkeit davon abhängig machen. Geht man mit offenen Augen und inneren Gefühlen durch die Straßen so spürt man, dass man sich in einer Welt der menschlichen Roboter befindet. Jegliche Emotionen sind untergegangen: Wut und Neid bestimmen das Leben der Massen. Genau diese Lebensform wird ganz intensiv in Familien gelebt und so kann auf wirkliche Probleme auch keine Lösung gefunden werden. Man wird sich im Kern also schon fremder und trägt diese Kälte dann ins Gemeinschaftsglied hinein und überträgt es unbewusst auf andere Familien. Von den Maschinen geleitet!
Schulen fördern nicht den Familiensinn
Hofft man bei diesen Konstrukt wenigstens darauf, dass die Schulen hier ein Lichtstrahl am Horizont sind, so wird man schnell in die dunkle Realität zurückgeholt. Pädagogen sind Funktionsmaschinen geworden und einer der mächtigsten Werkzeuge eines von Kälte diktierten Systems. Hier wird gelehrt hart zu sein, Ellenbogen einzusetzen, nur auf den eigenen Erfolg zu achten und sich der Masse anzupassen. Setzt man sich als Heranwachsender dagegen zu Wehr, wird man gleich als unfähig dargestellt oder gar unzurechenbar. Notfalls spielt man Jugendliche gegeneinander aus und erhöht so den Druck auf jenen Menschen, welcher es gewagt hat, diese komischen „Lehrmethoden“ zu hinterfragen. Durch die Gleichschaltung, aufbauend auf dem Druckprinzip, entwickeln diese jungen Menschen dann einen Hang zur Fremde und zur Unzufriedenheit, was ein Familienaufbau, bzw. ein Familienleben dann auch wieder verhindert. Schließlich können Pädagogen entscheiden, ob ein Elternteil fähig ist sein Kind zu erziehen. Als Muster dient hier die Vorgabe des Staates und nicht die wirklich individuellen Fähigkeiten und der menschliche Einsatz.
Familien vom Staat allein gelassen
So ist es nicht schwer zu erraten, dass der Staat diese Schwierigkeiten erzeugt und dann ganz bewusst die Familien damit im Regen stehen lässt. Sozial schwache Familien, z.B. HartzIV Empfänger, werden gleich an den Rand der Gesellschaft gestellt. Der Nachwuchs bekommt von allen Seiten vermittelt, dass keine rosige Zukunft auf sie wartet, und dass sie „nichts“ Wert sind. Menschen nehmen sich heraus über andere Menschen zu urteilen, und so entsteht eine soziale Isolation. Diese reduziert die Arbeit jener Wächter, welche dafür Sorge zu tragen haben, dass auch weiterhin alles nach gleichem Schema funktioniert. Mütter, die Kinder in den ersten Jahren erziehen, werden nicht gern gesehen, vom Staat gibt es viel zu wenig Geld, und hast du zu viel Nachwuchs und kümmerst dich intensiv darum, dann bist du gleich asozial. Wieder einmal läuft alles nach einem Konzept, und der Staat greift nur ein, wenn sich Familien nicht an dieses Konzept halten und zerstört dann zum Teil wirkliches Familienglück.
Wenn du alt bist, wirst du abgeschoben
Ähnlich ist es auch im Bezug auf die ältere Generation. Sehr zielstrebig und effektiv haben die Hauptdarsteller vermittelt, dass alte Menschen nur Ballast sind, und man sich in Altenheime doch wunderbar um sie kümmern würde. Sie passen nicht in diese schnelllebige Zeit, wie sogar manches Mal behauptet. Nicht zuletzt werden ältere Menschen des Öfteren als unzurechnungsfähig erklärt, und man pumpt sie mit Medikamenten voll, obwohl diese gar nicht nötig sind. Diese kennen nämlich zum Teil noch reale Werte und wissen um die Wichtigkeit einer Familie: genau deshalb werden sie aus dem Leben gedrängt. Gemeinsame Ausflüge mit der Familie, Gesellschaftsabende, natürliches Lachen, all das wird heute in Familien nicht mehr gelebt, und so können die meisten älteren Menschen dieses wundervolle Leben einer wirklichen Familie im Alter gar nicht mehr genießen. Es ist grauenhaft zu beobachten, wie unsere Gesellschaft im Dreck der Unmenschlichkeit versinkt.
Familien müssen Ausstieg in Betracht ziehen
Selten sollten die Emotionen eines Schreibers so groß werden, dass man klar Stellung bezieht, und doch ist dies sicherlich der Fall bei einem so wichtigen Thema. Um soziale Probleme zu lösen und um eine lebenswerte Gesellschaft wieder aufzubauen, muss der Kern wieder gelehrt werden: das ist und bleibt die Familie. Hier sollten sich Familien komplett an einen Tisch setzen, auch befreundete Familien, und mal die Negativpunkte ihres jetzigen Lebens zusammenfassen, bzw. sich erst mal öffnen für diese Erkenntnis. Schnell wird man dann auch feststellen, dass Freundschaften in den Familien auch gelebt wird, wirkliche und aufrechte Freundschaften sind, und das Andere nur eine Illusion der Glückseeligkeit war. Familien sollten sich an der Natur orientieren und sich genau von dieser wieder stärken lassen. Damit wäre der Anfang geschaffen, um einen Ausstieg aus dieser Gesellschaft zu ermöglichen. Pflegen Sie wahre Freundschaften, setzen Sie sich gemeinsam hin zu Abend, reden Sie miteinander, aber haben Sie auch Spaß als Familie. Ob Alt oder Jung, jeder Mensch ist gleichermaßen von Wert. Nur wenn wir Achtung vor uns selbst haben, können wir auch die Menschen, die uns nahe stehen, achten.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Eine Gesellschaft, geleitet von sozialer Kälte, zeigt nur wie schwach sie im Kern ist!
Ihr
Joachim Sondern



















