Wirtschaftschaos nimmt kein Ende
25.09.09
Langsam aber sicher kann man annehmen, dass der elitäre Kreis gar kein Interesse daran hat, das jetzige Wirtschaftschaos auch nur annährend in geregelte Bahnen laufen zu lassen. Da wird berechnendes Chaos geschürt, wo es einer Korrektur bedarf und alles verdreht, was jene Hauptdarsteller dazu zwingen könnte doch etwas positiv für die Masse zu verändern. Das Spiel der Spiele nimmt kein Ende, und scheinbar neue Spielregeln bestimmen, wer sich auf dem freien Wirtschaftsmarkt austoben darf und wer dann doch eher auf der Zuschauertribüne Platz nehmen sollte. Alles keine Überraschung, wenn man einmal hinter die Kulissen blickt. Dort wird man schnell erkennen, dass Wirtschaftsbosse und Politiker aus derselben Gemeinschaft stammen. Merkwürdig hierbei ist lediglich, dass man ganz offen den Arbeitsstellenabbau in Kauf nimmt. Dies kann aber auch daran liegen, dass man sich jener Machtposition nach Jahrzehnten so sicher geworden ist, dass man vom Volke aus keine Gefahr des Erwachens mehr befürchtet. Dies kann man ihnen noch nicht mal übel nehmen, denn die Bürgerschicht zeigt im wahrsten Sinne des Wortes kein Interesse an der wirtschaftlichen Entwicklung und äußert den Unmut lediglich in Form von frustrierter und unsachlicher Kritik.
Warnung vor dem DAX-Absturz – Deutsche Bank als Meister
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass neutrale Experten behauptet haben, dass wir die Zeichen der wahren Krise zwischen Oktober 2009 und Dezember 2009 erleben werden. Damit liegen sie gar nicht so verkehrt, denn bereits jetzt fängt man mit dem neuen Spiel an. Laut einem Pressebericht (Spiegel Online) warnt die Deutsche Bank vor einem Börsen-Crash, während unsere Politiker schon lange wieder von „goldenen“ Zeiten sprechen. Alles so reibungslos, dass selbst ein Bär im Winterschlaf merkt, dass hier nach Konzept und nicht nach menschlichem Gewissen agiert wird. Was Deutsche Bank- Chefvolkswirt Herr Norbert Walter nun behauptet, ist für Kritiker schon lange kein Geheimnis mehr. Er spricht davon, dass die Krise noch lange nicht überstanden sei und damit hat er nicht Unrecht. Bedenkt man das wir über Jahrzehnte hinweg schon viele „Krisen“ hatten und diese eigentliche Weltwirtschaftskrise bereits viele Jahre vorher begonnen hat, so ist es aus der Logik heraus unmöglich, dass der positive Wandel jetzt schon da ist: für diesen müsste man ja auch eine hohe Leistung erbringen, was ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern voraussetzen würde. Daraus wird deutlich, dass wir hier also von vollkommen unrealistischen Pfaden sprechen, die außerhalb jeder derzeitigen Möglichkeiten liegen. Der Leitindex ist zurzeit nämlich gar nicht in der Lage, die reale Wirtschaftslage wiederzuspiegeln. Es richtet sich alles nach dem aktuellen Aufschwung, welcher allerdings auf einem Schuldensystem aufgebaut wurde. Im Vordergrund stand immer eine schnelle Lösung und nicht eine Lösung, welche auf Dauer Bestand hat und unsere Lage am Wirtschaftsmarkt wirklich nachhaltig verbessern würde. Man spielt mit den Karten des „Teufels“ und hat eine Belastung auf die Schultern des Volkes abgelagert, ohne dass diese auf kurzer oder langer Sicht einen Vorteil davon haben. So ist es also auch unmöglich, dass diese Last weiter getragen werden kann. Hier muss man kein Wirtschaftsexperte sein, um zu sehen, dass ein Zusammenbruch der Wirtschaft bevorsteht. Warum hier ausgerechnet die Deutsche Bank warnt, welche selber auf einem Monopolprinzip aufbaut, dass lässt sich nur ganz schwer erahnen. Sieht man ein Geschäft in der Umverteilung der Lasten? Möchte man Vorteil ziehen aus der schwachen Börsenzeit? Nun, egal wie man das Ganze betracht, es wird ein dunkler Schachzug, den man vorher nicht berechnen kann.
Eine erzeugte Krise kennt nicht das Gesetz der Prognose
Dass man auf der anderen Seite natürlich die Prognosen von einigen Experten scharf kritisiert, weil diese so nicht eingetroffen sind, ist nur ein Zeichen unseres doch so schwachen Gesellschaftsbildes. Prognosen bauen immer auf das Prinzip der Wahrscheinlichkeit auf, und somit ist eine gewisse Fehlerquote selbstverständlich. Ob diese Prognosen zudem wirklich falsch waren oder sich nur um einige Monate verzögern, dass kann man jetzt noch nicht genau sagen. Was man jedoch mit Sicherheit behaupten kann ist, dass diese risikoreiche Wirtschaftsituation noch lange nicht am Ende angelangt ist, und wir aufpassen müssen, was jetzt noch auf uns zukommt. Die alleinige Leistungsbereitschaft der unteren Schicht wird nicht mehr ausreichen, um Fehler zu korrigieren, die sich auf Milliardenpfosten stützen und dabei vollkommen übersehen wird, dass dieses Geld zwar im Kreislauf existiert, aber real gar nicht mehr vorhanden sein kann. Daher ist auch Herr Walter’s Aussage vom Kern her korrekt, in welcher er von einem „Triple-U“ der Wirtschaftskrise spricht. Hier steht Nummer zwei bevor, welche durch die steigende Arbeitslosigkeit als Folge der rückläufigen Produktion ausgelöst wird. Ein deutlich niedrigeres Einkommen und auch schwächere Einzelhandelsumsätze sind die daraus resultierenden Folgen im europäischen Winter. Aus dem Komplex folgt die überraschende Nummer 3, die wohl dann die Frage aufwerfen wird: gibt es einen Börsencrash? Aber auch hier kann man im Moment keine Prognose aufstellen, denn jeder Schritt, welcher ungeplant vollzogen wird, kann auch nicht genau analysiert werden. Ohne eine genaue Analyse ist auch keine Prognose möglich, welche nur Ansatzweise in die richtige Richtung gehen könnte. Genau dies scheint jedoch auch beabsichtigt zu sein, schaut man sich einmal diesen Triple-U Komplex an.
Inflation verhindern – Geldmenge wird verringert und Zinsen steigen
Genau in diesem Komplex gibt es nämlich noch Station 3 und diese wird nicht angenehm. Die US-Notenbank Federal Reserve wird wohl schon im Jahr 2010 aus der für sie unlukrativ gewordenen Stimulierungspolitik aussteigen und die Geldmenge verringern. Folglich daraus entsteht ein neues Zinssystem, welches nicht von den Verursachern getragen wird, sondern von jener Volksschicht, welche jetzt schon eine viel zu hohe Last auf den Schultern tragen muss. Zwar verhindert man dadurch evtl. eine Inflation, wird aber den künstlichen Konjunkturaufschwung abwürgen. Aus der Vernunft und der Praxis heraus hätte man einen künstlichen Aufschwung nie zulassen dürfen, denn er verzögert und verschlimmert die Lage auf dem Wirtschaftsmarkt.
Welche Konjunkturwende brauchen wird?
Bei diesem ganzen Durcheinander stellt sich letztendlich nur die Frage, welche Impulse wir noch in Aussicht haben? Gibt es überhaupt noch einen Konjunkturaufschwung vor dem kompletten Einbruch? All das sind Fragen die uns beschäftigen und auf die es keine direkte Antwort gibt. Wir leben zurzeit in einem ungewissen Lebensraum, der Angst erzeugt. Mag auch manch ein Experte behaupten, dass es vorangeht, so ist dies nicht belegbar. Einzig und allein sich auf die Aussage zu stützen, es würde vorwärts gehen, weil wir so tief gefallen sind, ist lachhaft. Jeder der die Geschichte der Wirtschaft kennt weiss, dass dies kein so tiefer Fall bisher war, als dass er für die Menschen lehrreich war. In einem solchen Fall hätten Banker nicht gleich schamlos ihr Risikospiel fortgesetzt und darauf gezielt, dass der Markt sich im Allgemeinen erst mal wieder festigt und zwar über einen längeren Zeitraum. Sicherlich gibt es noch Möglichkeiten, um diesem Chaos ein Ende zu setzen und eine bessere Zeit anzusteuern: dies bedarf jedoch den Einsatz der Gesamtheit des Staates in einem ehrlichen Verhältnis zueinander.
Das freie Wort – nicht alles was wir wahrnehmen ist Wirklichkeit
Dieses Wirtschaftsspiel zeigt nur zu deutlich, dass wir auf die falsche Politik gebaut und vertraut haben, und das nicht erst seit gestern. Über Jahrzehnte hinweg haben Generationen großes geleistet in unserem Staat und waren stets fleißig und zuverlässig. Man hat den Regierenden vertraut und hat gedacht, wenn man seine Leistung bringt, ist man in der Gegenwart und auch im Alter gut versorgt. Was über viele Jahre hart aufgebaut wurde, dass haben einige wenige Herrschaften in kürzester Zeit zerstört und sich so lustig gemacht über das, was jeder einzelne Bürger geleistet hat. Heute spricht man von Lustlosigkeit und Verantwortungslosigkeit, doch die Ursache dafür will man nicht erkennen. Ein Wahlsystem dient dazu eine Regierung zu wählen, die sich um grundlegende Wirtschaftsfragen verantwortungsvoll kümmert und für eine humane Leitlinie sorgt. Für die Chaosentstehung braucht man keine Regierung, das geht von ganz alleine. Sehr seltsam also, dass Chaos neuerdings gesät wird, in einer so schwierigen Zeit. Nun, was für den einen hart ist, das kann für den anderen Gold sein.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Manch ein Mensch mag verzweifeln, ein anderer erobern, aber gewiss liebt die Menschheit den leichten Weg der Illusion.
Joachim Sondern



















