Gesellschaftskoma – die Natur als Energiespender
21.09.09
Immer wieder trifft man in der heutigen Zeit auf Menschen, die aufgeben wollen bevor sie überhaupt versucht haben etwas zu verändern. Man trifft auf Menschen, welche Müde und schwach geworden sind und sich zurückziehen in ihr für sie sicheres Leben. Eine Gemeinschaft gibt es nicht mehr, man hält aus Depressionsgefühlen Abstand zueinander oder belügt sich gegenseitig. Keiner nimmt mehr wirklich die Emotionen des Anderen wahr, alle funktionieren fast ausnahmslos nach den gleichen Spielregeln. Alles läuft, und doch steht es still. Es hat den Anschein, als befinde sich die Menschheit in einem tiefen Koma.
Alles was man nicht kennt wird abgelehnt
Die Ursache für dieses müde und emotionskalte Leben ist bekannt: wer keine natürliche Lebensenergie in sich aufnimmt, kann auch keine körperliche und geistige Kraft entwickeln und wird sich im eigenen ich verlaufen. Wir leben in einem Kreislauf, in welchem uns das als „vertraut“ erscheint, was dem menschlichen Urgeist nicht als vertraut bekannt ist. An diesem gefälschtem Götzenbild halten dann die Mehrheiten fest, ohne auch nur ein einziges Mal zu fragen, ob sie wirklich das kennen, was sie glauben zu begreifen. Nach angeblich neuer Tradition wird eine Toleranz gelehrt, in welcher alles abgelehnt wird, was fremd erscheint. Welch’ Ironie wenn man also von einer freien und menschlichen Welt spricht. Die natürlichsten Lebensformen wirken fremd, weil man dieses Denken fördert, und nicht weil sie es tatsächlich sind.
Die Lehre der Zerstörung
Nachdem die Lehre der Ablehnung gefestigt wurde, erfolgt stets die Lehre der Zerstörung. Aus reiner Profitgier zerstört man den eigenen Lebensraum, vernichtet die Natur im Ursprung und denkt tatsächlich, dass sich all dies korrigieren ließe. Der Mensch wird mit Medikamenten geradezu in ein Koma versetzt und mit unsachlichen Informationen aus der technischen und gefühlskalten Welt überhäuft. Dies alles sorgt dafür, dass die eigentlichen Empfindungen des Menschen nicht mehr vorhanden sind. Eine solche Entwicklung wiederum führt zu einem sehr monotonen Denken, was jegliche kreative Entwicklung unmöglich macht. Aus dem Bewusstsein heraus erkennt man also nicht mal mehr die natürlichen Lebensspender und findet sich mit Krankheitsbildern ab, die es gar nicht geben müsste, wenn wir verantwortungsbewusster mit unserer Umwelt umgehen und mehr Rücksicht aufeinander nehmen würden.
60.000 Bäume für eine unnötige Startbahn – Braunschweig abschreckendes Beispiel
Die größte Naturkatastrophe in Braunschweig, seit Weltkriegsende durch Menschenhand, sollte als abschreckendes Beispiel dieser Zerstörungslehre gesehen werden. Bereits im Jahr 2004 ging es hier mit dem Wahnsinn los: ein EU-Vogelschutzgebiet und einer der ältesten Wälder der Region sollen geopfert werden, für eine Startbahnverlängerung eines Flughafens, welcher kaum genutzt wird. Nun schreiben wir das Jahr 2009 und trotz ein vom Land Niedersachsen anerkanntes Gutachten, welches sogar durch einen von der Flughafengesellschaft beauftragten Gutachter erstellt wurde, scheint sich das Vorhaben nicht aufhalten zu lassen. Die NABU Braunschweig gibt aber auch nach 5 Jahren den Kampf gegen diesen unsinnigen Ausbau nicht auf und geht weiter den mühsamen, gerichtlichen Weg. Auch der Weg zum Bundesverfassungsgericht ist der NABU nicht zu weit, und doch müssen sie evtl. zusehen, wie sich ihr Wald in Luft auflöst. Diese ganzen Jahre haben der NABU viel Geld gekostet, so dass die Anwaltsgebühren, Gerichtskosten etc. nicht mehr aus den Mitgliedsbeiträgen abgedeckt werden können. Viele Menschen haben bereits gespendet und gezeigt, dass Ihnen unsere Natur und die anderen Lebewesen nicht ganz egal sind, doch es sind noch immer viel zu wenig. So bleibt zu hoffen, dass weitere Menschen verstehen, dass wir ohne die anderen Lebewesen, wozu auch Pflanzen und Tiere gehören, nicht leben können. Es ist sehr erfreulich, dass es noch Menschen gibt, welche sich so beherzt gegen diesen Mainstream der heutigen Zeit einsetzen. Aber es ist auch genauso traurig, dass sich doch nur immer dieselben Menschen einsetzen und sich nicht viel mehr Bürger einsetzen für den Schutz ihrer natürlichen Umwelt. Kein Gesetz der Welt hat das Recht, Menschen für eine Handlung zu verurteilen, mit welcher sie unsere Natur und andere Lebewesen schützen wollen. Der Erhalt, die Pflege und der Schutz unserer Umwelt ist die Pflicht der gesamten Menschheit. Leider werden schon viel zu lange die Kapitalinteressen in den Vordergrund gestellt. Braunschweig ist hier nur ein Beispiel, aber eines aus der Region, wo man als Gesellschaft eingreifen muss.
Lebe auf der Überholspur oder verhungere
Doch ein Leben ohne Sinn und menschlichen Verstand zu führen scheint heute zum guten Ton zu gehören und wird wohl auch der Grund dafür sein, warum sich so viele Menschen an der Zerstörung der Natur beteiligen, aber nicht an dessen Schutz. Je intensiver man als einzelne Person auf der Überholspur lebt, je mehr man seinen eigenen Körper überfordert, desto mehr Anerkennung und Sicherheit bekommt man vom Rest der Gesellschaft. Status und Sachgier beherrschen den Alltag und sorgen dafür, dass sich unsere Gedankenwelt immer mehr von der natürlichen Lebensform entfernt. Tage, Monate und Jahre kommen einem vor, als seien nur wenigen Stunden vergangen, und genau da liegt die Gefahr des Gesellschaftskomas. Eine solche Wahrnehmung entsteht nur, wenn man die natürliche Art der Empfindung verlernt hat. Zwar tragen es viele noch in sich, unterdrücken es aber so massiv, dass es keine Möglichkeit der Erweckung gibt. Also wieder eine Art des Lebens, was man vor lauter Dunkelheit bildlich gar nicht darstellen kann.
Wir hören nicht mehr auf die Warnungen unseres Körpers
Dabei ist es doch so einfach mit der Natur im Einklang zu leben. Unser Körper, unsere Seele und unser Verstand warnen uns vor Gefahren und vor Dingen, die nicht gut für uns sind. Dies kann aber nur dann passieren, wenn wir es auch zulassen und diese Eigenschaften nicht betäuben oder gar vernichten. In der jetzigen Gesellschaftsform verachtet man das natürliche Warnsystem des Menschen und möchte selber entscheiden, was gut für den Körper ist. Alles was aus dem natürlichen Ursprung heraus entsteht wird also unterdrückt. Schmerzen, die als Warnsystem dienen, werden mit Chemie betäubt. Das kann und darf es nun wirklich nicht sein.
Freier Gedanke – warum wollen Menschen nicht lernen
Von Geburt an wird der Mensch eigentlich mit allen „natürlichen“ Eigenschaften gesegnet, welche ihm eine freie Entwicklung seines Selbst ermöglichen, und doch wird es einfach nicht genutzt. Fehler werden immer wieder gemacht, und zum Teil wird bewusst nur an finanzielle Interessen gedacht. Dass Geld nichts mehr Wert ist, wenn wir nicht mehr existieren können, daran denkt keiner. Kein Gold der Welt kann einen Baum schneller wachsen lassen, kein Silber spendet uns Sauerstoff und kein Status und keine Gier natürliche Lebensfreude in Herzen. Und genau diese hält uns gesund und lässt uns wirklich leben. Es ist beängstigend wie wenig Menschen heute noch wirklich intensiv leben und wie viele doch am realen Leben vorbei leben. Sicher wird es noch eine ganze Weile dauern, bevor der Mensch begreift, dass man gewisse Dinge nicht einfach nach belieben ändern, und dass man vom natürlichen Kreislauf eine ganze Menge lernen kann. Was wir suchen, ist alles vorhanden, und man muss es nur in sich aufnehmen und menschlich zu nutzen wissen. Intelligenz fängt beim Verständnis für seine Umwelt an, bei dem, was man nicht nach Norm erklären kann. Alles andere sind gelehrte Illusionen, wo der menschliche Verstand keine Herausforderung drin sieht.
Ich schließe mit einem eigenen Zitat:
Der Mensch nutzt nicht seine höchsten Eigenschaften, sondern stets seine niedrigsten und primitivsten, welche ihm angelehrt wurden.
Joachim Sondern

[...] This post was mentioned on Twitter by Joachim Sondern. Joachim Sondern said: Gesellschaftskoma – Die Natur als Energiespender http://tinyurl.com/yepwdao [...]
Die Menschen haben sich so weit von der Natur entfernt das sie kein Wissen mehr darüber besitzen.
Weil die meisten Menschen in Städten wohnen denken sie man könne ohne die Natur auskommen. Sie suchen sich ihre Erholung beim Shoppen, in künstlichen Welten oder vor dem Fernsehen.
Dabei ist die Natur der Ursprung allen Lebens, auch des Unserem. Nur dort können wir die innere Ruhe finden, zu uns selbst. Viele in unserer Konsumwelt suchen nach einem tieferen Sinn des Lebens. In der Natur finden wir ihn. Hier hat alles seinen Platz, alles seine Aufgabe, jede Pflanze, jedes Tier, jedes Lebewesen in einem Ökosystem.
Davon können wir lernen wieder in einer “natürlichen” Gemeinschaft miteinander zu leben, wie in einer Symbiose.
Aus der Natur können wir Kraft schöpfen, von der Natur können wir viel lernen, wenn wir uns darauf einlassen.
Jeder der sich in der Natur bewegt und sich dabei intensiv mit ihr auseinander setzt der weiß das das was uns die Natur gibt mit nichts in der künstlich geschaffenen Welt ersetzten lässt.
Nur die Natur lässt uns wirklich leben!
Wir sind alle Umweltsünder, deshalb sollte sich jeder an dessen Schutz beteiligen, das wir der Natur helfen sich wieder von unserem Schaden zu regenerieren. Das ist mein größter Wunsch an die Menschheit!
Nicht reden hilft sondern handeln. Deshalb sind mein Mann und ich auch aktiv beim Bund Naturschutz tätig.
Es ist wichtig, gerade Kinder heute wieder über die Zusammenhänge in der Natur aufzuklären. Den richtigen, respektvollen Umgang mit der Natur zu lehren, was viele Erwachsenen schon verlernt haben.
Es macht glücklich der Natur wieder etwas davon zurück geben zu können was man ihr genommen hat und es macht Freude sie ih ihrer Schönheit und Vielfalt schützen zu können und diese Einzigartigkeit selbst zu erleben!