Die Beerdigung des Wahlrechts
09.08.09
Immer wieder rutscht man in dunkle Gedankenwelten ab, wenn man sich täglich mit den aktuellen Meldungen der etablierten Presse auseinandersetzt. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele Masken ein System in der Schublade liegen hat, um den humanen Scheincharakter der ewigen Freude so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Dass unter dieser Fassade das „Höllenfeuer” bereits entfacht ist, wollen viele in diesem Regime lebende Narren nicht erkennen. Dies ist auch kein Wunder, denn welcher „Basisdemokrat” gibt schon gerne zu, dass er eine anti-humane Diktatur unterstützt durch seine Ablehnung einer gewissen Teilverantwortung. Nun, man kann wohl nicht davon ausgehen, dass ein in seinem Ego verliebter Mensch zu einer solchen Einsicht gelangen wird.
Das Spiel der Spiele – die Rechnung geht auf
Durch die fehlende Einsicht der Basis erinnert das ganze Theaterspiel an ein Schauermärchen. Immer deutlicher ist zu erkennen, dass wir nur Spielfiguren auf dem jahrhundertealten Schachfeld sind. Man nennt es nicht ohne Grund: das Spiel der Könige. Nur hat sich bis zur aktuellen Gegenwart einiges verändert, und aus dem einst stürmischen Schweigen ist ein Grab der Verantwortungslosigkeit geworden. Dieser Weg hat unweigerlich zu einer Zerstörung der Menschlichkeit im nicht mehr vorhandenen Herz der Gesellschaft geführt. Schwer vorstellbar, dass dies alles bereits seit Jahrzehnten als Konzept von der herrschenden Welle ausgearbeitet wurde, und doch besteht diese Möglichkeit: denn geschrieben haben wir dieses Schicksalsbuch selber. Wäre es doch zu einfach, wenn man behaupten würde, dass sich Spielregeln von selbst umschreiben. War der „Bauer” doch mal in der Lage dazu, durch seine Schaffenskraft das System mit zu leiten, so hat er diese wertvollen Zügel gegen „Spaß” getauscht. Was dieser Zug jedoch mit der Basisdemokratie zu tun hat, und das es zu jenem Hauptschatten wurde, der auf unser aller Seelen inzwischen liegt, davon möchte niemand etwas wissen. Ganz und gar nicht erstaunlich also, dass sich Querdenker bereits von einer Volksdemokratie verabschiedet haben. Wenn man nicht bedacht ist, Pferd und Läufer einzusetzen und auf seine Seite zu ziehen, kann man nicht erwarten, dass man eine Chance hat die Türme in eine positive Richtung zu lenken. Ein wildes Pferd wird niemals einen Sattel tragen wollen, ein alter Wolf niemals aus der Hand fressen. Nur der Mensch, als primitivstes Lebewesen dieses natürlichen Kreislaufs, lässt alles mit sich machen.
Wortspiel – die Verwirrung nimmt ihren Lauf
Oh, dieses verflixte Wortspiel bitte ich zur entschuldigen. Was hier wieder in mich gefahren ist, kann ich im Moment nicht sagen: oder möchte ich es nicht? Nun ist es nicht vollkommen nebensächlich, was der Einzelne möchte, wenn man sich doch nur selber im Weg steht? Zeit, was ist Zeit? Die kalte Liebe zu seinem eigenen Spiegelbild? Sicher ist, dass man nur noch ein Bild sehen kann, wenn auch noch eine Seele existiert, denn ansonsten sieht man nur den Schatten eines Geistes, welcher seinen Charakter an Dämonen verkauft hat. Ist es nicht gerade der stille Schrei, welcher den humanen Werdegang verhindert? In jener Stille liegt doch auch die Wurzel eines entstehenden ruhigen Windes. Ob daraus ein Sturm werden kann, mag man zumindest bezweifeln. Sicher ist, dass der aufschreiende, ruhige Zweifel den Schlaf rauben kann, bei jenen Menschen welche nicht nur klar, sondern auch laut denken können.
Die Kunst der lauten Gedanken – keine aggressive Kunst
Vom Wortspiel einer Illusion, die eine Realität darstellen soll, gehen wir nun zur Kunst des menschlichen Gewissens. Schließlich sind laute Gedanken immer die Ausgangsbasis für Veränderungen. Nicht positiv und auch nicht negativ, sondern einfach nur die Basis einer Veränderung, welche erst durch die Kunst der Worte einen jeweiligen Charakter bekommt. So sicherlich auch bei dem lauten Gedanken des Wahlrechts und der ach so demokratischen Stimmenabgabe. Bezieht man sich im demokratischen Wesen doch letztlich immer nur auf diesen Ausgangpunkt, ohne überhaupt den eigentlichen Hintergrund zu erkennen. Wäre ein Wahlrecht des Bürgers, ohne Manipulation wirklich noch vorhanden, dann hätte man zumindest eine feste Grundlage auf der sich etwas aufbauen ließe. Über Jahrzehnte dieselbe etablierte Hausmacht, welche im Berliner Märchenhaus sitzt, lässt jedoch auf ein anderes Bild schließen. Reich an Erfahrung ist der „Bauer” wahrlich geworden, und dies hat auch seine Narben hinterlassen. Eine Verletzung des gesellschaftlichen Kerns, welche sich bis zum Wahlrecht übertragen hat.
Wähler gelähmt – Illusion vor der Stimmabgabe
Dass die Manipulation bei Wahlen ihren Lauf nimmt, ist bezogen auf die hinterlassenen Narben kein wirkliches Geheimnis mehr. Manchmal reicht es, sich die Wirkung einer Verletzung genauer anzusehen, um die Ursache des ganzen Ablaufs zu ermitteln. Einen Illusionsschleier hingegen zu durchschauen, welcher besser vernetzt ist, als die bürgerliche Normalschicht auf der ganzen Welt, ist da schon etwas schwieriger. Durch manipulative Medien, Einflussnahme über die Existenz eines jeden Einzelnen wird das Wahlrecht, welches doch als so demokratisch dargestellt wird, zu einer diktatorischen Falle. Querdenker bekommen Schwierigkeiten bei ihrer beruflichen Existenz, man hetzt uns im Neidwahn gegeneinander auf, wir leben einen reinen Ellenbogen, und die Kommunikation untereinander besteht zum größten Teil aus unbedeutenden Inhalten oder aus einer erfundenen Lüge. Jegliche Basis wurde also eine Art Komalinie, und so geht der Wähler zur Wahl wie ein Roboter und wird wieder die alt gediente Machtetage wählen, die er immer gewählt hat. Stimmen, die nicht ins Bild passen, landen im Mülleimer, und alle Lachen weiter. Persönlich kann ich daran nichts witziges mehr finden, wenn man uns Menschen unsere Stimme nimmt, unseren Einfluss die Politik zu verändern. Wozu brauchen wir in einem warm, kalten Gesetzbuch ein Wahlrecht, wenn es geformt wird, wie man es braucht? Warum ist es nötig Menschen zur Wahl gehen zu lassen, welche kein Interesse mehr haben etwas zu verändern? Warum gibt es so viele Nichtwähler? Nun ganz einfach: weil der Staat sich nach außen so stark präsentiert, dass die Masse denkt, man könne nichts mehr verändern mit seiner Stimme. Nun, nur mit seiner Stimme sicher nicht: aber wenn man ein Teil der Verantwortung auch für seine Mitmenschen auf seinen Schultern tragen kann, so lässt sich sicherlich etwas positiv beeinflussen. Wir dürfen nicht jammern, denn es gibt Möglichkeiten eine Demokratie wieder aufzubauen und diese zu schützen, nur man muss sie aktiv als Gemeinschaft nutzen und dazu muss es in erster Linie erst mal wieder ein Miteinander geben.
Abschließende Gedanken
Wo dieser Weg hinführt, dass kann ich mir zwar in meinen tiefsten Gedanken vorstellen, werde es hier aber nicht äußern. Der Großteil der Bevölkerung ist einfach noch nicht so weit, um die Gedanken einer wirklichen Freiheit zu verstehen und in sich aufzunehmen. Das eigene Ego lähmt bei den meisten Menschen noch immer den Verstand und lässt sie zu Maschinen werden, und so lange dies so ist, lohnt es nicht über Dinge zu sprechen, welche das Verstehen nur über die Seele ermöglichen. Nur zu deutlich stehen die Signale auf einen Punkt, welcher zeigt, dass sich gewisse Züge wohl nie ändern werden, und weil der Mensch sich nicht aus der Schublade befreien kann, wird er auch nie eine wirkliche Demokratie leben können. Es gehört zum guten Ton immer auf Persönlichkeiten zu warten, welche die Erlösung versprechen und den Wohlstand, ohne das die in diesem System lebenden Personen etwas tun müssen. Mit Freiheit und Demokratie hat dies nur nichts mehr zu tun. Wenn man etwas positiv beeinflussen möchte, genügt es nicht zu kritisieren: man muss es leben, muss einen menschlichen Zusammenhalt pflegen und die Verantwortung tragen, die wir ab dem Moment haben, in welchem wir das Licht dieser Welt erblicken.
Heute möchte ich mit einem eigenen Zitat schließen:
Freiheit ist kein Geschenk auf das man Anspruch hat, Freiheit muss man sich erarbeiten!
Joachim Sondern
