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Die Armutsfalle – Leben am Rande der Existenz

Verfasst von: admin am August 16, 2009 Kein Kommentar

16.08.09

Es gibt Situationen im Leben, da denkt man über so manche Themen nach und entdeckt, wie kaputt unsere Gesellschaftsstruktur doch eigentlich ist. Doch kein Thema sorgt für mehr Spannungen als die immer größer werdende Armut in unserem Land. Nirgendwo ist so transparent zu erkennen, wie sehr sich die normale Bürgerschicht untereinander den Lebensmut nimmt. Für ein Miteinander fehlt das nötige Verständnis Hintergründe zu begreifen, aus der Sicht eines Menschen. So scheinen die meisten „Marionetten“ doch tatsächlich verlernt zu haben, mit freiem Verstand und reinem Herzen Abläufe in einem System zu hinterfragen. Dass Armut heute jeden treffen kann, wollen viele „Läufer“ der Mittelschicht gar nicht sehen und treten auf jene Menschen ein, die unten liegen, und es wird ihnen jeglicher Mut genommen wieder nach oben zu kommen.


Armut – ein gefährliches Spiel auf Raten

Es ist kein Wunder, dass Armut auch in unserem Land zu einem Thema wurde. Geht es schon lange nicht mehr nur um das ärmliche Leben in Drittländer. So kann man doch nur zu gut erkennen, dass es in einem Industrieland wie Deutschland auch schon sehr weit gekommen ist: in einem Land, das gar keine Armut kennen dürfte, wenn man alle grundlegenden Faktoren genauer analysiert. Exportweltmeister, Medizintechnologie ganz weit vorne, und auch unsere Handwerker sind weltweit gefragt, und noch viele andere Erfolge könnte man hier nennen. Erfolge, die durch den Fleiß erwirtschaftet wurden, durch den Willen des Volkes. Nun ja, aber hat es die Gesamtheit der Bürger auch zu verantworten, dass die Politiker machen konnten was Sie wollten und unsere Existenz für ihre eigenen Interessen geopfert haben? Wir wurden uns untereinander uneinig, haben uns gegenseitig eingeengt, und man hat über Jahre hinweg geglaubt, dass man die Politik nicht kontrollieren müsse und alles in geregelten Bahnen liefe. Vielleicht war es sogar mal für kurze Zeit ein Schlaraffenland, nur ist dies schon lange abgebrannt. Leider halten viele Menschen aber an dieser Illusion weiter fest, denn sie haben Angst tief zu fallen, wenn sie den Blick in die Realität wagen. Alte Menschen stehen an Tafeln an, junge Menschen gehen hungrig in die Schule, und Familien müssen zum Teil schon unter Brücken schlafen. Die schwarzen Wolken ziehen sich immer dichter zusammen, und es wird ein gefährliches Spiel gespielt: Einsatz menschliche Grundexistenz.


Die heute treten, können morgen die Nächsten sein

Das Schlimme an der ganzen Situation ist, dass die Schicht am meisten auf die armen Menschen einschlägt, die morgen bereits selber betroffen sein könnten. Einfache Arbeiter und Angestellte sprechen anderen Menschen die Existenz ab, betonen, dass es keine Armut gebe und wer arbeiten will bekomme auch Arbeit. Immer wieder suchen kleine „Bauern“ des Systems Menschen, denen es noch schlechter geht als ihnen selbst, die sie mit voller Wucht treten können, wenn diese schon am Boden liegen. Diese Menschen, die eine perverse Lebensform gewählt haben, wollen nicht erkennen, dass es morgen zu einem Bumerang werden kann, und dass ihr eigenes Ego und ihr Ellenbogen nichts nützen werden, wenn sie selber in einer solchen Situation stecken. Aber natürlich gibt es keine Armut, auch wenn der Spiegel 1997 bereits Gegenteiliges belegt hat, und auch die Bilder auf den Straßen bereits eine ganz andere Sprache sprechen. Aber es wird wohl immer Menschen geben, welche sich einschließen, an ihrer Illusion festhalten und an eine Existenz klammern, die morgen schon beendet sein kann. Dies will ihnen ja keiner nehmen, aber dann sollen diese „Randspieler“ bitte nicht andere Menschen in eine Ecke drängen, welche jeden Tag um ihre eigene Existenz zu kämpfen haben.


Der Wille von der Regierung und Mitmenschen zerstört

Dass durch ein solches Verhalten und den Bürokratenwahnsinn Menschen keine zweite Chance bekommen, entspringt aus der Logik heraus. Ganz gezielt spielt man Meinungen gegeneinander aus und bietet Menschen, die einmal gefallen sind, nicht die helfende Hand. Gerade dieses Verhalten wäre aber ein Zeichen der Stärke in einem System. Hat man erst einmal Schulden, schließen die Banken, und man bekommt einen erneuten Existenzaufbau in die Selbstständigkeit verwehrt. Bittet ein erneuter Berufseinsteiger nach langer Arbeitslosigkeit um staatliche, finanzielle Hilfe, weil der neue Job auf Grund der Entfernung viele Kosten verursacht, wird ihm diese verwehrt. Damit nicht genug: man zwingt Menschen zu maximaler Arbeitsleistung in ungesicherte Kurzarbeiterjobs  zu einem Hungerlohn. Deutlicher könnten die Zeichen einer starken Armut nicht sein und dunkler könnte ein Land kaum vor dem endgültigen Abgrund stehen.


Ein Leben in Armut macht krank

Es ist unbestritten, dass ein Leben in Armut krank macht. Psychisch und körperlich kann es zu schweren Folgen führen. Sogar Krebserkrankungen können auftreten, durch die unregelmäßige und nicht mehr durchdachte Ernährung. Die Sorgen schwächen den Körper und den Geist, und man kommt in eine Situation, die einem keine Luft mehr zum Atmen lässt, keinen Lebensraum. Oft trifft es auch Kleinunternehmer hart, welche nach einem Fall nicht aufgeben wollen und sogar in Kauf nehmen, ohne Krankenversicherung und ohne Existenz zu leben. Nur die wenigsten Menschen können sich vorstellen, wie krank man sich innerlich fühlt, wenn man versucht wieder aufzustehen und Mitmenschen, denen es nicht viel besser geht, weiterhin auf einen rumtrampeln. Ganz zu schweigen von der staatlichen Bürokratie, welche zerstört aber nicht für eine Wiederbelebung des Wirtschaftsmarktes sorgt. Die undurchdachten, unsinnigen und unvernünftigen bürokratischen Regeln in unserem Land, haben diese Armut überhaupt erst ins Leben gerufen. Man hält an Regelungen fest, die veraltert sind und nimmt gerne in Kauf, dass es immer mehr arme und somit kranke Menschen gibt.


Eine Gemeinschaft, die sich nur an den Stärksten orientiert, wird dafür zahlen

Arme Menschen können daran erkranken, aber jene Gemeinschaft, welche glaubt sich nur an den Stärksten orientieren zu müssen, ist es bereits. Diese Art des Denkens und Handelns führt das schlimmste Übel in unser Gemeinwesen ein: die geistige und körperliche Lähmung. Mir sind noch Zeiten aus der Vergangenheit bekannt, in denen gezielt unterdrückt wurde. Ganze Geschichtsbücher füllen so Jahrhunderte aus, und doch hat der Mensch bis heute rein gar nichts daraus gelernt. Armut wurde geschaffen und sie ist eine Falle, die es nicht geben dürfte. Wer die Quittungen dieser Handlungen am Ende tragen wird, bleibt fragwürdig.


Wer den Wind säht, der erntet Sturm

Resultierend aus diesen ganzen Abläufen lässt sich eines sagen: wer den Wind säht, der erntet Sturm. Wer als Regierung und Mittelschicht mit der Armut spielt und vergisst, welche Auswirkungen diese haben kann, der verspielt nicht nur das gesunde Sozialsystem: nein, der verspielt eine Gesamtexistenz.

Es wiederholt sich alles. Die Folgen sind bekannt, und doch wird weiter im Traumland gelebt!

Joachim Sondern

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