Bad Banks – die Wahrheit ist hart
12.08.09
Wer glaubte, dass dieses Bankenchaos welches uns umgibt schnell sein Ende finden würde, der wird inzwischen eines besseren belehrt. Kaum hat diese „Bankenkrise“ richtig angefangen, spricht man bereits vom goldenen Ende und vom gut durchdachten Bad Bank Model, welches man im Berliner Staatstheater in Windeseile umgesetzt hat. Schon merkwürdig wie schnell die Hauptdarsteller in Berlin auf einmal agieren können, wenn es darum geht, die eigenen Interessen durchzusetzen und zu schützen. Sicherlich wird hier nicht im Sinne des Volkes gehandelt und jener Eid der Politiker wieder gebrochen.
Politiker schalten auf stur
Kein Wunder also, dass Politiker selbst in Sendungen wie Panorama auf stur schalten, wenn es um die sogenannten Bad Banks geht. So hat sich Herr Oettinger in der Sendung Panorama am 06.08.2009 doch von seiner besten Seite gezeigt und die Reporterin mit einer strahlenden Arroganz darauf hingewiesen, dass sie ihn doch bitte in Berlin oder Stuttgart zu treffen hat und dass er ihre Anfahrt zahle. Nur vergisst Herr Oettinger anscheinend, wer Monat für Monat sein viel zu hohes Gehalt finanziert und das er im Grunde ein Angestellter des gesamten Volkes ist. Auch möchte er nichts davon wissen, dass sie Milliarden verschwenden, ohne auch nur einem Bürger transparent zu schildern, wofür diese denn nun tatsächlich benötigt werden. Man lässt die Gesamtheit wie Sklaven arbeiten und bestimmt mit solchen Entscheidungen über unser Leben. Etwas merkwürdig ist die Haltung des Herrn Oettinger schon, denn auf die Frage ob er der ARD einige Frage beantworten würde, reagierte er noch ganz freundlich und schaltete dann in Sekundenschnelle um, als es um die Bad Banks ging. Sprach er dabei doch in einer seiner Reden davon, dass man Verluste nicht sozialisieren und Gewinne privatisieren darf. Wieder ein glanzvolles Beispiel, was die Reden der heutigen Berliner Industrie wert sind.
Bad Banks – ein Werkzeug der großen Industrie
Ehrlich gesagt verwundert es einen nicht, dass bei diesem Wort sofort zum Rückzug angesetzt wird. Wer das Model der Bad Banks etwas näher durchleuchtet, wird sehr schnell feststellen, dass es nur ein Ziel verfolgt: die Korrektur der Fehler, welche von Risikobankern verursacht wurden und die Verhinderung des Kapitalverlustes der Großanleger. Eine Bank, welche negative Zahlen schreibt und Staatshilfe erhalten hat, ist an Auflagen gebunden. So dürfen nur bis zu einer gewissen Grenze Managergehälter und Bonizahlungen erfolgen, und alles wird strenger kontrolliert. Sind hier doch schon viele Bundesländer gnädig und gewähren ihren Banken doch jede Freiheit, so reicht dies noch lange nicht. Also setzt man einfach eine zweite, strategische Bank ein und nennt diese Bad Bank. Dort lagert man alle schlechten Wertpapiere ab und kann diese umgehend aus der eigenen Bilanz streichen. Schnell lässt sich so durch die erneute Risikobereitschaft der Banker eine positive Bilanz herstellen. Dieses kurzfristige und sehr risikobereite Handeln und Denken führt dann dazu, dass Manager voller Freude ihre hohen Gehälter genießen können und in Bonuszahlungen schwimmen, welche aus Steuergeldern finanziert wurden. Es wird eine Last auf unseren Schultern abgelagert, welche wir in keinster Weise zu verantworten haben und auch nicht tragen können. Da wundert es einen schon manchmal, dass der Bürger weiterhin alles willig hinnimmt und schweigt.
Die Großen lachen und die Kleinen weinen
Nun, was für den Großen gilt, sollte auch für den Kleinen gelten. Dass dies hier zu Lande schon lange nicht mehr der Fall, ist auch dem letzten Statisten am Wegesrande nicht entgangen. Während die milliardenschwere Industrie weiter ihre Koffer füllt, muss der kleine Mann zusehen wo er bleibt. Da kann man nicht mal eben ein kleines „Bad Unternehmen“ gründen, dort alles ablagern und sagen: lieber Staat bitte zahl mir meine Verluste. Wäre so etwas möglich, würde kaum noch ein Unternehmen negative Zahlen schreiben. Man würde Schulden also auf die Gesamtheit ablagern. Nur wer soll diese zahlen, wenn dort jeder seine Schulden ablegt? Es würde ein Chaossystem entstehen, welches nicht mehr zu kontrollieren wäre und die totale Armut wäre vorprogrammiert. Sehr Schade, dass man von unseren politischen Leitfiguren in Berlin nicht mehr erwarten kann, und das man so gewissenlos die Interessen der hohen Herren schützt und dabei bereit ist, das Volk weiter in die Miesere zu treiben. Diese kurzfristigen, nur auf Profit orientierten Handlungen werden uns im kommenden Jahr eine unüberwindbare Hürde bescheren, die wir im jetzigen, gesellschaftlichen Gesamtzustand nicht bewältigen können.
West-LB bereits 108 Millionen Euro bekommen – was kommt noch?
Laut Informationen, welche der Panoramaredaktion vorliegen, hat die West-LB bereits 108 Millionen der Staatsgarantie, bzw. der Steuergelder in Anspruch genommen. Jedoch hält man es im jeweiligen Bundesland nicht für nötig, hier klar Stellung zu beziehen oder den Banken Regelungen aufzuerlegen, an welche sie sich halten müssen. Managergehälter fließen in voller Höhe und auch Bonizahlungen laufen weiter, als wenn nie etwas gewesen wäre. Der kleine Staatssklave zahlt ja gern weiter für die Kapitalvermehrung der oberen Schicht. Wenn man daran denkt, was zudem der Medienliebling und Bankenriese HRE von den kleinen Steuerzahlern erhalten hat, so kann einem nur schwarz vor Augen werden. Jede scheinbar noch so unüberlegte Handlung ist bis ins kleinste durchgeplant gewesen. So besagt dieser Plan sicherlich auch, dass auch weitere Banken in den Luxus der Volksversicherungen kommen werden und sich unter dem Scheinmantel der „Weltwirtschaftskrise“ weiter an den Volksgeldern bedienen werden. Wie traurig nur, dass uns als Volk die Banken trotzdem nicht gehören.
Freie Gedanken – der Weg ohne Ziel
Wo dieser Weg hinführt, dass mag man gar nicht erst aussprechen, und es ist sicherlich auch alles andere als transparent zu erkennen. Genau das wird jedoch auch die Absicht jener weniger Herren sein, welche nur aus reinen finanziellem Interesse handeln. Sicher ist, dass durch diese kurzfristigen Lösungen, langfristige Probleme auf uns zukommen werden, und wir diese nur lösen können, wenn wir als ehrliche Gemeinschaft zusammen handeln und uns nicht darauf verlassen, dass die von uns gewählte Politik eine Lösung parat hat für die eigens erschaffenen Probleme. Im Jahr 2010 wird man die ersten Probleme aus den aktuellen Handlungen deutlich zu spüren bekommen, und es liegt allein an uns, welches Ausmaß diese Probleme annehmen werden!
Dunkle Zeiten, kein Gefühl der Gemeinschaft und eine schwarze Zukunft: doch wer die Hoffnung aufgibt, der hat aufgehört zu leben!
Ihr
Joachim Sondern
Aktualisiert: 11.05.2011



















