Die Hölle des Schuldenwahnsinns
02.06.2009
Man muss sich schon viele Schlagzeilen gefallen lassen, in welchen die bewusste Unfähigkeit der Regierung zum Ausdruck gebracht wird. Über die HRE, zu Opel und weiteren „armen” Großkonzernen führt der Weg direkt ins tiefe Tal. Ohne auch nur ein einziges Mal die „Notbremse” in Betracht zu ziehen, geht das Theaterschauspiel im Berliner Staatstheater weiter. Da werden Statisten zu europäischen Hauptdarstellern ernannt, während sich diese in den Hintergrund stellen und auf unverantwortlicher Art und Weise die Fäden ziehen. Eine ähnliche Vorgehensweise sollte jenen noch genau im Gedächtnis sitzen, welche sich mit unserer jüngsten Geschichte befassen. Scheinbar gibt es auf europäischer Ebene einige Herrschaften, welche nach jener Macht greifen, die mit Menschlichkeit und Vernunft nichts mehr zu tun hat.
Das wahre Gesicht beider Seiten
Es offenbart sich innerhalb dieses Finanzspiels das dunkle Gesicht der Verantwortlichen „Regierungsschauspieler”, welche ganz offensichtlich unter dem Schutz des völkischen Nebelschleiers nur an ihrer eigenen Bereicherung interessiert sind. Viel schlimmer als diese Tatsache ist jedoch, dass die Bürgerschicht davon nichts merkt und sich mehr damit befasst, wie Sie ihren Nachbarn auf den Weg in die Armut übertrumpfen können. Es wird gejammert, es wird sich untereinander kritisiert und es wird sich mit Status- und Sachvermögen profiliert, welche längst nicht mehr vorhanden sind. Ein Maurer kann nicht ohne den Fleischer oder den Arzt leben und die beiden hätten kein Haus, wenn es den Maurer nicht gebe. Es sind ganz einfache und simple Tatsachen, welche man nicht umgehen kann. Natürlich versucht die Regierung in solchen Zeiten das Konkurrenzdenken untereinander zu fördern, denn jener geschilderte Weg würde eine ergänzende Lösung hervorrufen, wenn er den wieder ins tiefe Bewusstsein der Masse rückt. Das muss natürlich unter allen Umständen verhindert werden. Eine Medaille hat aber nun mal zwei Seiten und es liegt bei uns, wie diese aussehen. Entweder sind beide schwarz, wie im Moment, eine hell und eine dunkel oder beide Seiten hell, was wohl immer ein Wunschdenken bleiben wird. Welch Ironie wäre es, wenn man denken würde, dass wir beide Seiten der „Staatsmünze” in unseren Händen halten. Natürlich kann das nicht sein, denn im Verstand sitzt der Satz: es „darf” nicht sein.
Konjunkturpakete und Steuergeldergeschenke
Von diesem Satz geleitet lässt sich die Schafherde von den Regisseuren in Berlin weiter vorführen. Es werden Konjunkturpakete und Staatsbürgschaften an große Unternehmen verteilt, was ja ganz in unserem Sinne wäre. Fakt ist jedoch, dass Gelder verschenkt werden, welche dem kleinen Michel zustehen, und es keinen ersichtlich, positiven Nährwert hat. Viele Menschen haben über Jahrzehnte Steuern gezahlt. Gelder welche vom System zum Teil veruntreut wurden. Nur ein geringer Teil wurde in die Entwicklung des Landes gesteckt, und anstatt den anderen Teil gewinnbringend anzulegen, für schwierige Zeiten, haben wir alle unwissend das Luxusleben der Staatsdiener finanziert. Das Kapital wurde zum Fenster rausgeschmissen und in Saus und Braus gelebt. Auffallen konnte es kaum einen, denn aus dem Hintergrund gesteuert, wurden wir Marionetten des Berliner Märchens. Genau wie die Schauspieler dort oben haben auch viele aus der Mittelstandsschicht, bzw. der Arbeiterschicht das Geld zum Vergnügen verpulvert. Es wurde sich lustig verschuldet und gehörte zum guten Ton, wenn man das Konto überzogen hatte. Nicht ein einziger Gedanken ging in die Richtung, dass wir als Gemeinschaft keine Schulden auf unseren Schultern tragen müssten, denn es wurde eine Menge Kapital durch die Kraft des Einzelnen erwirtschaftet. Nur auch dieses ist mal aufgebraucht, wenn weder Regierung noch Volk an einer Weiterentwicklung interessiert sind. Hauptsache Spaß und was nach mir kommt ist egal, so haben viele gedacht und denken zum Teil noch immer so. Na verdammt, kommt da doch diese Seite der Medaille wieder zum Vorschein. Oh, vielmals bitte ich um Entschuldigung. Was reitet mich da nur, immer wieder einen Spiegel auf die eine Seite des Blechstücks zu legen, das ist einfach eine Frechheit. Nun, Frechheit hin oder her, wer glaubt mit HRE, Opel und Co. könne man viele Arbeitsplätze sichern und dort wären die Gelder des Einzelnen richtig angelegt, der befindet sich in einem tiefen Traumland, wo wohl auch noch Milch und Honig fließen, aber nicht im EU-Kapitalsystem. Man macht weitere Schulden, um eine neues Schuldensystem zu finanzieren. Der Widerspruch ist hier doch offensichtlich und so kann man auch schon vermuten, dass ein kompletter Einsturz gefördert wird, welcher für die auserwählte Lobby berechenbar ist. Sie sind weg und wir leiden. Ob wir das verdient haben? Natürlich, denn wir könnten es ja verhindern.
Der Ausverkauf – Willkommen Firmen heute für 1 Euro
Aber warum verhindern, wenn es doch noch irgendwie läuft. Hauptsache ich habe am Monatsende noch eine Wurst mehr im Kühlschrank als mein Nachbar, dann geht das schon. Arbeit auf Dauer oder Firmenerhalt an der Basis? Was ist das? Hab doch nen 1-Euro-Job, und das ist schön. Na ja, so kann man den Ausverkauf einer hart aufgebauten Wirtschaftsnation natürlich auch betrachten. Doch ist es schon verwunderlich, wie leicht sich manche alles nehmen lassen, für wertlose Lebensarten. Selber mit aufgebaut, selber die Gesundheit riskiert, selber an eine Zukunft geglaubt für unseren Nachwuchs?!? Ach nö, nur die Arbeit gemacht, um genug Geld zu verdienen und in den Urlaub zu fahren, aber darüber nachgedacht, was ich da mache, dass habe ich nie. Warum auch? Man arbeitet doch nur, um für den Augenblick seine Abhängigkeit zu finanzieren. Lass die Regierung uns doch die Schulden aufs Auge drücken, es geht halt nicht anders, und irgendwie bekommen wir das auch wieder so halbwegs hin. Ja richtig, irgendwann in naher Zukunft fällt alles zusammen, und man kann noch mal ganz von „unten” anfangen und legt von Beginn an eine Verantwortung auf die heranwachsende Generation, welche diese gar nicht tragen können, weil es aus der Logik heraus schon unmöglich ist. Am besten bringen Sie ihrem Baby gleich folgende Wörter bei: Milliarden und Schulden. Dann ist es nämlich gleich im Bilde, wenn nach der Geburt gleich der Schuldschein kommt: herzlichen Glückwunsch, Sie wurden geboren und besitzen direkt 500.000 Euro Schulden. Viel Spaß beim abbezahlen. Ihre Eltern waren so nett und haben ein System unterstützt, welches scheinbar die Arbeitsplätze sichern wollte in einer harten Zeit und im Grunde die stärksten Entwicklungen unseres Landes an andere Länder versteigert hat, zum Schleuderpreis. Wir gratulieren zum Hauptgewinn!
Gelder für Kleinunternehmer, Arbeiter und Mittelstand, um das Schuldensystem zu stoppen.
Doch es könnte auch ganz anders enden. Man muss keine Volkswirtschaftslehre studiert haben, um einfache, simple Abläufe zu erkennen und diese richtig zu deuten. Großkonzerne besitzen noch etliche Millionen und sind nur schwer durchschaubar, aber die Basis nicht. Die Basis, dass sind wir alle, das sind Kleinunternehmer, Arbeiter, Familien und der gesunde Mittelstand. Die Träger der Wirtschaft und das eigentliche Potenzial um die Verschuldung zu stoppen. Investiert man in diese Schicht, so investiert man in einen gesunden Kreislauf. Man verteilt das Geld in Krisenzeiten dort, wo es ursprünglich herkam und wo es noch vorhanden sein müsste. Ja richtig, eine Unterstützung der Bürger dürfte man nicht als weitere Verschuldung verstehen, sondern als eine Weiterentwicklung, welche durch die Empfängergruppe im Grunde vorfinanziert wurde. So lassen sich reine Guthabengeschäfte aufbauen, ein Verschuldungssystem eingrenzen und eine Regeneration wäre in Kürze möglich, für beide Seiten. Ein solches System bekommt man von den Herrschenden jedoch nicht auf dem Silbertablett serviert, man muss es mit Nachdruck einfordern und das bedeutet auch, dass jeder Einzelne von uns nicht an dem Wort Verantwortung vorbei kommt. Welch’ böse Wörter hier fallen, da kann man nur um Verzeihung bitten.
Kein soziales Auskommen, sondern eine lebenswerte Gemeinschaft
Oft entsteht gerade in dieser Krisenzeit der Eindruck, dass die Menschheit mehr damit befasst ist, als Sozialfall über die Runden zu kommen, als mit dem Leitsatz: wie kann ich durch meine Individualität eine lebenswerte Gemeinschaft aufbauen, in welcher man nicht zum Sozialfall wird?!? Ist es nicht auch genau diese Frage, welche eine Antwort finden ließe, auf die wirtschaftlichen Probleme? Aber da lauert ja wieder das böse Wort Verantwortung und ein solidarischer Zusammenhalt. Pfui, also nein, dass darf es doch nicht sein. Was für eine dunkle Wolke macht sich breit, welch traurige Gedanken entstehen. Die einen müssen kämpfen um das Überleben, die anderen lieben den sozialen Beigeschmack und wollen nichts ändern.
Freie Gedanken kann man nicht beeinflussen
Um Veränderungen zu erwirken, bedarf es klaren Handlungen, geleitet von der Seele und vom Verstand. Die geistige Lähmung hat viele Sinne bereits vernebelt und lässt die Marionetten in einer Reihe tanzen, und die Schafe applaudieren und bedanken sich dafür. Welch ein schöner Anblick der Trauer: auf einer Bühne spielen Sie ein Stück und irgendwann wird es darüber ein Buch geben, dass da heißt: der Untergang der Menschen – Die letzten Tage in einer verlorenen Welt!
Text nach Norm erwartet? Bitte entschuldigen Sie, ich schreibe keine Kochrezepte oder Berliner Lügenmärchen!
Joachim Sondern



















