Finanzkrise – Inflation – Staat

01.06.09

Bereits im Bericht “Untergang des Mittelstandes” bin ich auf einen kleinen Zweig der Wirtschaft eingegangen: die Existenzgründer und dessen Chancen im heutigen Wirtschaftskreislauf. Einer meiner Aussagen war auch, dass ein Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann, wenn die Basis nicht standhaft genug ist. Die Basis sind die Bürger, die Arbeiter, Angestellten, Kleinunternehmer und der Mittelstand. Wir alle sind die Säulen eines Systems- und Wirtschaftskreislaufs! Wie geht man mit uns um? Den Mittelstand gibt es fast nicht mehr, Kleinunternehmer schaffen es kaum noch den Mittelstand wieder zu stärken, da Sie bereits in der Startphase schwere Probleme mit den viel zu hohen Kosten haben. (siehe Teil 1). Der Start hilft nicht, sondern bringt die betreffenden Personen noch in das soziale Abseits. Löhne und Gehälter werden auch gekürzt, und die Arbeitsbedingungen werden immer schlimmer. Über Mitarbeiterüberwachung bis hin zu unbezahlten Überstunden muss heute alles in Kauf genommen werden. Aus der modernen Systemabhängigkeit der Angestellten und Arbeiter entsteht eine Unzufriedenheit in der Volksschicht, die jeder anders abbaut, nur nicht dort, wo man es abbauen sollte. Beziehungen leiden unter dieser Abhängigkeit, ganze Familien gehen kaputt und unsere Gesundheit leidet. Immer mehr Menschen erkranken an Krebs und bekommen Schlaganfälle. Grund ist der Stress und die dauernde Belastung der Seele. Kaum einer sagt noch was er denkt, da man immer Angst haben muss seinen Job zu verlieren. Sagt man was man denkt und hinterfragt man Dinge, wird Druck auf die Person ausgeübt von der Gesellschaft. Es ist ein Kreislauf, in welchem sich die Menschen gegenseitig zerstören.  Die Basis ist also gar nicht mehr vorhanden und so darf es uns auch nicht wundern, dass auch in anderen Ländern ähnliche Probleme bestehen, die oft noch viel schlimmer sind. Der Weltwirtschaftsmarkt kann nicht über Jahrzehnte immer wieder Fehler korrigieren. Für einen Schritt nach vorn braucht man oft Jahre in der Wirtschaft, aber für einen schnellen Wirtschaftsabbau nur kurze Zeit. Misswirtschaft bringt einen gegenseitigen Betrug in der oberen Schicht mit sich. Fehler im Kern, die nicht mehr abgefangen werden können. Kaufkraft sinkt, Inflation steigt an und Kredite werden massenweise gekündigt. Die Geschichte wiederholt sich in ähnlicher Form, und genau das scheint das Schicksal von uns Menschen zu sein. Die Menschheit zieht immer nur für kurze Zeit eine Lehre aus der Vergangenheit und vergisst viel zu schnell die Entstehung eines Dramas.

Doch sind wir auch selber Schuld an dem was passiert, denn die Ignoranz vieler Bürger lässt keinen Wandel zu. Viel zu viele Menschen vertrauen auf gewählte Regierungen, welche aber nicht für die Lösung all unserer Probleme zuständig sind. Wenn die Bürger nicht selber Initiativen aufzeigen, kann die Politik nur mit den altbekannten und oft verbrauchten Konzepten arbeiten. Gerade in Ländern wie Deutschland ist die konstruktive Individualität erwünscht, und genau diese Möglichkeit wird aus Wohlstandsfaulheit nicht genutzt. Andere Völker in anderen Ländern wären froh, wenn sie diese Möglichkeit hätten. Der Veränderungswillen in Wohlstandsnationen und besonders in Deutschland ist eingeschlafen. Immer mehr hört man, “daran können wir eh nichts ändern” und “interessiert mich doch nicht”. Immer wieder wird sich beschwert und dann doch resigniert.

Wie kann man bei den Problemen noch ruhig schlafen? Wir alle haben ein Gewissen und viele werden diesem nicht mehr gerecht. Sind wir Wirtschaftsnationen nicht verpflichtet an uns  zu arbeiten? Wie sonst sollen ärmere Länder Kraft schöpfen, und wie sonst soll man Kriege beenden können? Durch Faulheit, Feigheit und Resignation bewegt man nichts und verschlimmert mit seinem Verhalten noch jede Situation. Courage scheint heute ein seltenes und wertvolles Gut geworden zu sein. Wenn ich durch die Städte gehe, sehe ich tote und leere Gesichter. Eines gleicht dem Anderen. Nur noch wenige, die sich abheben, in welchen das Feuer in den Augen zu sehen ist, etwas bewegen zu wollen. Das Feuer einer lebendigen Seele. Viele Suchen dieses Lebensgefühl in sich und können es in dieser künstlichen Welt nur sehr schwer finden. Hätten nicht immer wieder Individualisten an ihre Ideen und Taten geglaubt und sich für diese eingesetzt, hätte sich unsere Welt nicht weiterentwickelt.

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